2019: Eigene Süppchen, Ergonomie wie im Schützengraben und Preistransparenz aus der Hölle

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Re: 2019: Eigene Süppchen, Ergonomie wie im Schützengraben und Preistransparenz aus der Hölle

ubit
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Langsam aber stetig hat geschrieben: Ein AC-Ladesäulenbetreiber hat genau die gleichen Abgaben und Kosten wie auch ein Haushalt. Eventuell leicht niedrigere Preise, wenn man mehr abnimmt. Aber wir reden hier vielleicht über 2-3 Cent weniger.
Genau hier liegt das Problem... So lange das so ist werden sich Ladesäulen kaum rentabel betreiben lassen. Zumindest AC-Säulen nicht.

Ciao, Udo
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Re: 2019: Eigene Süppchen, Ergonomie wie im Schützengraben und Preistransparenz aus der Hölle

gekfsns
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Heute erst wieder erlebt in Teisnach neben der e-Wald Zentrale
https://www.goingelectric.de/stromtanks ... us-6/1814/
Find dort 3 AC Ladesäulen vor, genau die vom ersten Bild im GE Verzeichnis. An einer hängt bereits ein i3. Stecke an und versuche die Säule per RFID Karte freizuschalten. Rührt sich nichts, das LCD Display ist komplett unlesbar. Die nächste Säule daneben, da kann man das Display noch ablesen, Säule zeigt keinerlei Reaktion.
OK, probiere die Einfach-Stromladen-App, funktioniert nachdem ich die richtige Säulennummer herausgefunden hab. Genau zu dem Moment kommt der i3 Fahrer und ruft mir zu, dass die Säulen alle defekt sind. Hat er bereits alle durchprobiert.
Seine war dann tatsächlich tot, die andere konnte er mangels App nicht selbst freischalten.
Am Fastned treffe ich ein nettes Rentner-Ehepaar das mich mit "wir laden auch, aber kostenlos" begrüßt. Sie laden ihren i3 nebenan an einer Typ2 von einem Hotel, angeblich weit über 1 Stunde. Das Laden an Fastned ist ihnen zu kompliziert mit den Apps und den Karten. Dass die 350kW Säulen momentan kostenlos sind, konnten sie ja vorher nicht wissen. Sie waren sehr interessiert an der Maingau Karte, von der ich ihnen vorgeschwärmt hatte, die muss nun der Sohn für sie besorgen.
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Re: 2019: Eigene Süppchen, Ergonomie wie im Schützengraben und Preistransparenz aus der Hölle

notting
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gekfsns hat geschrieben: Heute erst wieder erlebt in Teisnach neben der e-Wald Zentrale
https://www.goingelectric.de/stromtanks ... us-6/1814/
Find dort 3 AC Ladesäulen vor, genau die vom ersten Bild im GE Verzeichnis. An einer hängt bereits ein i3. Stecke an und versuche die Säule per RFID Karte freizuschalten. Rührt sich nichts, das LCD Display ist komplett unlesbar. Die nächste Säule daneben, da kann man das Display noch ablesen, Säule zeigt keinerlei Reaktion.
OK, probiere die Einfach-Stromladen-App, funktioniert nachdem ich die richtige Säulennummer herausgefunden hab. Genau zu dem Moment kommt der i3 Fahrer und ruft mir zu, dass die Säulen alle defekt sind. Hat er bereits alle durchprobiert.
Seine war dann tatsächlich tot, die andere konnte er mangels App nicht selbst freischalten.
Hotline anrufen wg. Reset hat nix gebracht?

notting

Re: 2019: Eigene Süppchen, Ergonomie wie im Schützengraben und Preistransparenz aus der Hölle

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  • spark-ed
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ubit hat geschrieben: Zumindest AC-Säulen nicht.
Aus der Hölle ist hier das Aufwand-Nutzen Verhältnis.
Wenn ein geeigneter Standort gefunden wurde, muss da erstmal mit einer Dummysäule ein Foto vor Ort gemacht werden, damit sich die zuständigen Ämter und ggf. Vertretern des Denkmalschutz ihren Senf dazugeben können. Wenn da der Einwand kommt, 2m weiter links wäre das doch geeigneter, dann wird ein weiterer vor Ort Termin mit Aufstellung einer Dummysäule 2m weiter links notwendig u.s.w.
Falls das tatsächlich von allen Gremien abgenickt wird, steht dann am Ende eine 2x22kW Ladesäule, die neben den reinen Beschaffungs- und Installationskosten noch diverse Mitarbeiter stundenlang beschäftigt hat. Da kommt immer eine deutlich 5stellige Summe zusammen.
Ein einzelner Stellplatz im innerstädtischen Verkehrsraum verursacht kalkulatorisch angeblich etwa rund €5,- Unterhaltskosten pro Tag (farbliche Gestaltung und separate Beschilderung on top)
Hinzu kommen laufende Wartungs- und Instandhaltungskosten sowie Umlagen für Backend und Hotline und was weiß ich nicht noch alles.

Dem gegenüber stehen dann Einnahmen die bestenfalls den Standby-Energieverbrauch und die Rücklagen für den Verschleiß der grünen Farbe auf dem Stellplatz decken.
Sorry, das kann doch so einfach nicht funktionieren!
SmartED - einfach, wie für mich gemacht

Re: 2019: Eigene Süppchen, Ergonomie wie im Schützengraben und Preistransparenz aus der Hölle

zoppotrump
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ubit hat geschrieben:
zoppotrump hat geschrieben: Die Kosten sind ja auch höher.
Wenn ich im Restaurant esse, akzeptiere ich auch, dass es teurer ist als der Selbstkostenpreis daheim.
Ich MUSS ja nicht im Restaurant essen.
Nach Deiner Logik müsstest Du auch nicht unterwegs laden. Dann lade doch daheim wo es billig ist und fertig.

Re: 2019: Eigene Süppchen, Ergonomie wie im Schützengraben und Preistransparenz aus der Hölle

zoppotrump
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ubit hat geschrieben:
Das ist keineswegs unmöglich, denn ein Großteil der Kosten die man zu Hause bezahlt haben ja mit dem Preis für den Strom gar nichts zu tun. Industrielle Großabnehmer zahlen ja auch weniger als halb so viel für die kWh.

Ciao, Udo
Aber die dürfen den Strom nicht für Mobilität verkaufen.

Re: 2019: Eigene Süppchen, Ergonomie wie im Schützengraben und Preistransparenz aus der Hölle

ubit
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zoppotrump hat geschrieben: Nach Deiner Logik müsstest Du auch nicht unterwegs laden. Dann lade doch daheim wo es billig ist und fertig.
Wen Alle elektrisch fahren sollen, dann wird das aber für Viele schlicht nicht möglich sein. Es werden immer 30% oder mehr ohne Stellplatz sein die einfach zu Hause keine Möglichkeit schaffen können. Wenn die dann den doppelten Preis der Heimlader zahlen müssen bekommen wird ganz sicher ein gesellschaftliches Problem.

Ciao, Udo
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Re: 2019: Eigene Süppchen, Ergonomie wie im Schützengraben und Preistransparenz aus der Hölle

zoppotrump
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ubit hat geschrieben:
Wen Alle elektrisch fahren sollen, dann wird das aber für Viele schlicht nicht möglich sein. Es werden immer 30% oder mehr ohne Stellplatz sein die einfach zu Hause keine Möglichkeit schaffen können. Wenn die dann den doppelten Preis der Heimlader zahlen müssen bekommen wird ganz sicher ein gesellschaftliches Problem.

Ciao, Udo
Auch diese Logik verstehe ich nicht. Es werden auch immer X% der Bevölkerung auf Reisen sein und können daher nicht jeden Tag daheim kochen. Die zahlen dann auch mehr fürs Mineralwasser im Restaurant als daheim aus der Leitung.
Was soll das für ein gesellschaftliches Problem sein, wo sich jemand ein teureres (ggü. ICE) E-Auto leisten kann, dann aber kein Geld mehr fürs laden übrig hat?

Re: 2019: Eigene Süppchen, Ergonomie wie im Schützengraben und Preistransparenz aus der Hölle

Naturfreund68
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Verstehst Du es nicht? Der mit dem Haus oder der Eigentumswohnung kann daheim laden für kleines Geld und der mit dem chinesischen Billig E-Auto im Wohnblock muss den teueren Strom an der öfftl. Station tanken. Kommt das jetzt an?

Re: 2019: Eigene Süppchen, Ergonomie wie im Schützengraben und Preistransparenz aus der Hölle

zoppotrump
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Naturfreund68 hat geschrieben: Verstehst Du es nicht? Der mit dem Haus oder der Eigentumswohnung kann daheim laden für kleines Geld und der mit dem chinesischen Billig E-Auto im Wohnblock muss den teueren Strom an der öfftl. Station tanken. Kommt das jetzt an?
Ja und? Das ist doch überall so? Der mit dem Haus hat nen Pool im Garten und kann jeden Tag schwimmen. Der ohne Haus muss immer Eintritt ins Schwimmbad zahlen. Bei uns immerhin 5,50 Euro pro Person.
Der mit dem Auto kann Auto fahren, der mit dem Fahrrad nicht und muss sich jeden Tag ein Bahnticket kaufen.
Was ist daran jetzt zu bemängeln? Das ist soziale Marktwirtschaft.
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