heise.de: über das Elend mit den Ladekarten

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Re: heise.de: über das Elend mit den Ladekarten

Blueskin
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SüdSchwabe hat geschrieben: .....
Wenn ich mit dem Auto unterwegs bin, ist der Zweck die Fortbewegung - nicht die Schnitzeljagd nach der passenden Karte, App oder funktionierenden Ladestation.

Und das muss funktionieren, ohne dass ich Herztropfen brauche, wenn ich die Rechnung sehe, weil ich an einer Station die falsche Kombination aus Lader, Anbieter, Abrechnungsprovider und Karte gewählt habe und dann - nicht einmal notfalls - 89ct/kWh zahlen musste, weil die andere, billigere Kombination zufälliger Weise mal wieder warum auch immer, nicht funktioniert hat.
....
Nochmal: Zweck ist die Bewegung von A nach B. Alles andere hat sich dem unter zu ordnen. Und zwar in einer Art, dass ich nicht Gefahr laufe, in eine Preisfalle zu tappen.

....

Ich habe echte Hobbies, auf die ich meine Zeit verwenden möchte. Und "Ladetarifpoker" mit anschließendem Rechnungsmonitoring gehört definitiv nicht dazu
Das trifft genau des Pudels Kern!!

Ich habe zunehmend den Eindruck, dass viele der hier vertretenen "Enthusiasten" zugleich mit dem Kauf des E-Autos dieses als einzigen oder zumindest wichtigsten Lebensinhalt erkoren haben.

Da muss sich dann alles andere unterordnen, jegliche Problematik wird schön- oder kleingeredet und nun hat gefälligst auch jeder andere jeden Blödsinn zu akzeptieren.

Leute, das Befüllen des Fahrzeugs mit Fahrenergie ist bei Verbrennern im Laufe der Jahrzehnte so einfach, bequem und narrensicher geworden und dass die Mehrzahl der Fahrer nicht wieder zu umständlicheren Methoden zurück will. Im dümmsten Fall hat man halt, wenn man vorher nicht in eine der Karo-Einfach-Tank-Apps geschaut hat, mal maximal 5-8 % mehr gezahlt, als wenn man 1 Stunden früher oder später oder 3km weiter getankt hätte. Das ist zwar ärgerlich, aber eben keine 30 oder gar 300 % mehr.
Und bei den derzeitigen Reichweiten der Verbrenner kann man zur Not hohe Preise auch locker mal aussitzen.

Aber niemand würde würde gerne die aktuellen Tankstellen wieder rückrüsten auf max 2-3 Säulen, geöffnet nur von 8-18h, mit Handpumpen und Preis erfragbar beim Tankwart. (Für 2-Takter bitte korrekte Gemisch-Vorwahl nicht vergessen)
Kurz gesagt : Von einmal erreichten Standards möchte man nicht mehr zurück!



Ich kann Euch als eigentlich sehr E-Auto-Interessierter sagen (und maße mir dabei mal an, dass es auch anderen so geht) :
Wir SUCHEN keine Gründe, um uns kein E-Auto zu kaufen, sondern wir stolpern eigentlich bei jedem Befassen mit der Thematik unweigerlich über solche Gründe!!

Und wenn dann - wie schon anderweitig mal geschrieben - irgendetwas an den Haaren herbeigezogen wird oder zwecks Möchtegern-Relativierung z.B. Märchen übers ja ach so aufwändige Sprit-Tanken erzählt werden, dann führt das nur dazu, dass der Eindruck von unglaubwürdiger Schönfärberei verstärkt wird.
Tags: chaos heise-de ladekarten
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Re: heise.de: über das Elend mit den Ladekarten

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Du vergisst dabei, dass man wenn man über ein raltiv neues Thema spricht fast automatisch nur über die auftretenden Probleme spricht. Was glaubst Du wie viele User ein Forum hätte, wenn alle immer nur schrieben "Hey, bei Dir heute auch wieder alles so easy? Bei mir ist gerade alles super entspannt, alles funktioniert, keiner will mich über den Tisch ziehen, mein Geld reicht für alles was ich haben will und meine Entscheidungen erweisen sich alle als richtig. Super cool, dudes..." Was ich meine ist, dass viele die hier und in andere Medien reinschnuppern den Eindruck haben, alles wäre total kompliziert. Ist es nicht. Eigentlich ist ein E-Auto im Alltag total langweilig...
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Re: heise.de: über das Elend mit den Ladekarten

Blueskin
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straylight hat geschrieben: Du vergisst dabei, dass man wenn man über ein raltiv neues Thema spricht fast automatisch nur über die auftretenden Probleme spricht. Was glaubst Du wie viele User ein Forum hätte, wenn alle immer nur schrieben "Hey, bei Dir heute auch wieder alles so easy? Bei mir ist gerade alles super entspannt, alles funktioniert, keiner will mich über den Tisch ziehen, mein Geld reicht für alles was ich haben will und meine Entscheidungen erweisen sich alle als richtig. Super cool, dudes..." Was ich meine ist, dass viele die hier und in andere Medien reinschnuppern den Eindruck haben, alles wäre total kompliziert. Ist es nicht. Eigentlich ist ein E-Auto im Alltag total langweilig...
Den Eindruck habe ich aber ganz und gar nicht.

In eher technischen Foren (wo es um Toaster, Fernseher, Smartphones etc. geht) mag das stimmen.
Aber in Auto-Foren und ganz besonders hier sind doch seeeeehr viele Fans unterwegs, die ihre Entscheidung und ihren Enthusiasmus bis aufs Messer verteidigen.
Ich muss da bei vielem - auch hier beim Thema Ladekarten - an den alten (angeblichen?) Microsoft-Spruch "It's not a bug, it's a feature" denken, mit dem jegliche Unzulänglichkeit verteidigt wurde.

Re: heise.de: über das Elend mit den Ladekarten

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Dein Eindruck täuscht. Dies ist genauso ein Nerd Forum, wie jedes andere auch... Der Mechanismus ist immer der gleiche.
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Re: heise.de: über das Elend mit den Ladekarten

mack3457
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Im Alltag ist es unproblematisch, im Detail unnötig kompliziert und aufwendig.

Im Alltag weiß man, wo man lädt und mit welcher Karte. Dann fährt man in unbekannte Gefilde und man muss erst einmal schauen, was angeboten wird und was geht und was nicht geht.

Neulich war ich unterwegs und vor Ort wurde mir dann erzählt, dass ganz in der Nähe Ladesäulen wären, die ich während des Aufenthalts nutzen könnte. Ich habe es mir vor Ort angeschaut und die Bezahlung hätte über den Ladeverbund erfolgen müssen. Nein, da bin ich nicht registriert und mögliche Alternativen bieten nicht notwendigerweise akzeptable Preise.

Ich habe es seingelassen.

Wenn ich in Deutschland auf Langstrecke unterwegs bin, gibt es in der Regel keine Probleme. Weil ich mit Maingau, Telekom und ADAC (u.a) ausreichend ausgestattet bin. Aber dann hatte ich die Ausfahrt von der Autobahn zum Ladepark verpasst und die angezeigte Reichweite lag ein paar Kilometer unter der Entfernung zum nächsten Schnelllader.

Ich habe mich also dafür entschieden, abzufahren und ein paar Kilometer an AC nachzuladen. "Ach ja - wie geht die Bezahlung hier? Bin ich passend ausgerüstet?" (Ja, ging glücklicherweise per SMS.)

Wenn ich ins Ausland fahre, stellt sich wieder die Frage, wie ich bezahlen kann. Und wenn man sich nicht mindestens vier bis sechs Wochen vorher darum kümmert, kann es sein, dass man notwendige oder sinnvolle Zahlverfahren nicht nutzen kann.

Was ist das für ein Theater? Solche Probleme gab es beim Benzin einfach nicht. Und das sind hausgemachte Probleme, die sicherlich ihren Grund haben, aber garantiert nicht die E-Mobilität fördern.

"Im Alltag" gibt es keine Probleme. Das richtet man sich einmal ein und dann läuft es. Aber die Beschränkung auf einen Alltag ist vermutlich nur für wenige akzeptabel oder realistisch.

Re: heise.de: über das Elend mit den Ladekarten

Helfried
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Blueskin hat geschrieben: Aber in Auto-Foren und ganz besonders hier sind doch seeeeehr viele Fans unterwegs, die ihre Entscheidung und ihren Enthusiasmus bis aufs Messer verteidigen.
Glaube ich gar nicht. Es ist bloß so, dass die Dieselbrüder unter uns ihre Leier immer wieder von vorne beginnen, noch dazu in zahlreichen Threads.
Ist ja stets "voll die Überraschung", dass die E-Mobilität noch nicht so hausfrauenreif ist wie die 100-Jahre alten Dieselstinker.

Natürlich ist es naheliegend, dass hier im Forum mehr E-Befürworter sind. Dieselbrüdern empfehle ich Motor-Talk.

Re: heise.de: über das Elend mit den Ladekarten

Blueskin
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mack3457 hat geschrieben:
"Im Alltag" gibt es keine Probleme. Das richtet man sich einmal ein und dann läuft es. Aber die Beschränkung auf einen Alltag ist vermutlich nur für wenige akzeptabel oder realistisch.
Ja, wenn man eigentlich immer zu Hause laden kann (möglichst noch als Rentner tagsüber an der eigenen PV-Anlage), höchstens ab und zu etwas Gratis-Strom bei ALDI, Kaufland, Rathaus zieht und zu 99% diese "Komfortzone" nicht verlässt, dann hat man natürlich eine super-problemlose E-Auto-Nutzung.
Dann tritt die Ladekarten-Frage 1-3 mal im Jahr auf und man kann alle Zeit der Welt in die Recherche investieren.

Die von Dir geschilderten Erlebnisse kommen da wohl nicht oder höchst selten vor.

Re: heise.de: über das Elend mit den Ladekarten

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Ach, ich bin 20 Jahre LPG gefahren und erst die letzten 7-8 Jahre hat sich dahingehend verändert, dass es in fast ganz Europa völlig ohne Planung nutzbar ist. Gereist bin ich die ganze Zeit. Wirklich schwierig war es nie. Manches hat mein einfach gelassen, da vorher klar war, dass es nur Stress gibt. So what. Manchmal muss man sich einfach auf Dinge einlassen. So sehe ich das aktuell mit meinem Ioniq. Bislang hat noch alles funktioniert. Natürlich habe ich mich mit dem Thema auseinandergesetzt und momentan klappt alles besser und zu geringeren Kosten als ich befürchtet habe.
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Re: heise.de: über das Elend mit den Ladekarten

Blueskin
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Helfried hat geschrieben:
Blueskin hat geschrieben: Aber in Auto-Foren und ganz besonders hier sind doch seeeeehr viele Fans unterwegs, die ihre Entscheidung und ihren Enthusiasmus bis aufs Messer verteidigen.
Glaube ich gar nicht. Es ist bloß so, dass die Dieselbrüder unter uns ihre Leier immer wieder von vorne beginnen, noch dazu in zahlreichen Threads.
Ist ja stets "voll die Überraschung", dass die E-Mobilität noch nicht so hausfrauenreif ist wie die 100-Jahre alten Dieselstinker.

Natürlich ist es naheliegend, dass hier im Forum mehr E-Befürworter sind. Dieselbrüdern empfehle ich Motor-Talk.
Und derart abfällige Bemerkungen von solchen Eslamisten wie Dir führen erst recht dazu, welches Bild man als eigentlich Interessierter von E-Auto-Fahrern bekommt.

Re: heise.de: über das Elend mit den Ladekarten

Nachbars Lumpi
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Wo ist das Problem, wenn ich vor Abfahrt in ein Gebiet außerhalb der Reichweite es Wagens mir ein paar Ladesäulen auf der Strecke raus suche?

Ich musste letzte Woche beruflich nach Barcelona. Aus Spaß hätte ich mal nachgesehen ob das auch per BEV (nicht Tesla) mit meinen Karten ging. Ups... Das hätte ja wirklich geklappt. Welch Wunder...

Natürlich ist das Laden eines BEV nicht zu vergleichen mit einer über 100 Jahre gewachsenen Infrastruktur. Seit ca 2010 macht die Elektromobilität wieder ernstzunehmende Gehversuche. Da sind noch 91 Jahre Zeit um die gleiche Entwicklungsdauer durchschritten zu haben.
Schaut euch doch einfach mal an was die letzten 3 Jahre in Sachen Infrastruktur und Ladekarten entwickelt hat. In 2 Jahren ist das Thema auch für Lieschen Müller gegessen obwohl ich heute schon regelmäßig Männlein und Weiblein jenseits der 70 täglich im BEV sehe, auch weiter von weiter weg bezogen auf das Kennzeichen.
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