heise.de: über das Elend mit den Ladekarten

Re: heise.de: über das Elend mit den Ladekarten

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mweisEl hat geschrieben: Für die "kontaktlose Zahlung" werden EMVCo-zertifizierte Module benötigt, was viel Geld kostet und nur bei hohem Umsatz lohnt.
Aber wie teuer sind die denn? Das kann sich doch nur um einige Euro handeln. Von Sumup gibt es ein Terminal mit Tastatur, NFC-Lesegerät, Chiplesegerät, Bildschirm und 3G-Verbindung für €99, und die Abrechnung kostet 2,75% pro Zahlung. Wieso sollte ein Modul in einer Ladesäule teurer sein? Der RFID-Leser und 3G-Modul sind ja sowieso schon in die Ladesäule integriert; Tastatur und Chipleser sind nicht notwendig. Bildschirm gibt es teilweise noch nicht, das käme dann noch dazu. Hier reicht aber ein einfacher LCD-Bildschirm, der den momentanen Preis anzeigen kann und eine einfache Benutzerführung ermöglicht.
Tags: chaos heise-de ladekarten
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Re: heise.de: über das Elend mit den Ladekarten

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SüdSchwabe hat geschrieben: Denn das Roaming ist zum Einen oft mit den Landesgesellschaften des gleichen Konzerns - bspw. Vodafone DE / AT / ES / IT / EG bzw. deren nationale Tochtergesellschaften. Zum Anderen gibt es ja nicht einmal nationales Roaming. Dagegen haben sich ja die Netzbetreiber mit Händen und Füßen gewehrt.
Gerade im M2M-Bereich (der hier wohl passt) gibt es aber immer mehr Karten, die auch national roamen. Ein echtes Hindernis ist das also eher nicht.
Kona 64 kWh

Re: heise.de: über das Elend mit den Ladekarten

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ubit
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Ich habe gerade mal bei Plugchecker einfach so die Ladestationen in meinem näheren Umkreis verglichen. Gibt ziemlich Viele hier ;-)

Bei Plugchecker eingetragen sind fast 20 Anbieter für diese Säulen. Es gibt immer noch etliche kostenlose Angebote von Schuko über CEE bis 22 kW).

Fast die Hälfte der Tarife hat eine Grundgebühr. Das ist für die Durchreise schon mal unbrauchbar.

Die restlichen Tarife schwanken für 30 kWh zwischen etwa 5 € und knapp 27 €. Schnellladen kann günstiger sein (siehe unten).

ESL wird bei vielleicht 20-30% der Säulen unterstützt.

Wirklich "barrierefreie" Tarife kann ich bei Plugchecker leider nicht filtern. Ich muss also die Tarife "kennen" um zu wissen welche Zugangsvorraussetzungen bestehen oder jede Säule einzeln prüfen.

Alleine die Tatsache das es sowas wie Plugchecker überhaupt gibt zeigt doch wie kompliziert die aktuelle Situation immer noch ist. Als ob es nicht schon kompliziert genug wäre das man Laderstationen mit unterschiedlichen Leistungen hat. Wenn ich es eilig habe begrenzt auch das ja auch schon die Auswahl drastisch - da bleiben dann nicht mehr so viele Säulen übrig. Wenn ich nach "Schnelllader" filtere bleibt im direkten Umfeld gerade noch der Tesla Supercharger übrig... Die nächste öffentliche CCS-50kW ist dann schon 20 Minuten Fahrt entfernt und bietet bei den Tarifen ohne Grundgebühr das volle Spektrum von 5,45 € bis 15 €, also Faktor 3....

Wobei ich mir dann überlegen kann: Lade ich 1 km weiter mit 22 kW oder fahre ich 20 Minuten zum 50 kW-Lader, lade dort und fahre die 20 Minuten wieder zurück... Erstmal auf den Akkustand gucken und ein wenig nachrechnen ob sich das zeitlich lohnt...

Ciao, Udo
VW e-Up! 2020 bestellt (Ende September 2019). Lieferprognose: KW25/2020. (Verlauf April 2020, KW16, KW19, KW 20, KW22, KW23, KW25)

Re: heise.de: über das Elend mit den Ladekarten

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Helfried
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ubit hat geschrieben:Ich habe gerade mal bei Plugchecker einfach so die Ladestationen in meinem näheren Umkreis verglichen.
Scheint eine eher unterentwickelte Gegend zu sein.
Aber welche neuen Aspekte bringt dein ländliches Beispiel?

Re: heise.de: über das Elend mit den Ladekarten

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Sir Henry hat geschrieben: Gerade im M2M-Bereich (der hier wohl passt) gibt es aber immer mehr Karten, die auch national roamen. Ein echtes Hindernis ist das also eher nicht.
Netzroaming wurde just in der 5G Auktion begleitenden Gesetzgebung für 5G als nicht verpflichtend festgehalten.
Sprich: Wird es nicht geben mit 5G.

SüdSchwabe.
--
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Re: heise.de: über das Elend mit den Ladekarten

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ubit
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Jo - die Lobbyarbeit der Mobilfunkanbieter funktioniert fast so gut wie die der Autohersteller und Stromkonzerne...

Ciao, Udo
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Re: heise.de: über das Elend mit den Ladekarten

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    Tobi42
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SüdSchwabe hat geschrieben:
Warum Maingau (und Andere) überhaupt an so einer Ladesäule akzeptieren? Das verkompliziert doch nur alles, wenn man das zusätzlich anbieten müsste.
Maestro und KK - fertig. Das transparent und mit fairem Preis*) Fertig ist der Lack.

SüdSchwabe,
*) Was man sich darunter vor zu stellen hat, bleibt jedem selbst überlassen.
Genau der faire Preis ist das Ding.

Wenn denn irgendwann mal die Situation so ist, dass in einem Radius von wenigen Kilometern Säulen von diversen Betreibern verfügbar sind, die im Wettbewerb stehen, um sich den irgendwann hoffentlich mal vorhandenen "Kuchen" zu teilen, dann wird es auch einen Preis geben, der fair ist.

Momentan ist es aber leider so, dass es in gewissen Gegenden ein Quasi-Monopol gibt. Im Kreis Calw im Nordschwarzwald, wo ich wohne, ist es z. B. die deer GmbH, eine Tocher des lokalen Energieversorgers EnCW aus Calw.

Deren Preismodell sind 4 Euro Startpauschale pro Ladevorgang plus 30 Cent pro Kilowattstunde. Die empfinden das auch noch als fair, weil ja ach so viel "Service" geboten wird.

Für Autos mit kleinem Akku wäre es ein finanzielles Fiasko, immer mit diesem Tarif laden zu müssen. Kein PHEV würde da seinen ca. 10 kWh Akku füllen, die fahren dann lieber und günstiger mit Benzin.
Auch wird sich niemand ein Auto mit kleinem Akku kaufen, wenn man nicht zuhause laden kann und nur zu diesem Tarif laden könnte.
Mal eben 10 kWh nachladen vor einer längeren Fahrt ist ein vergleichsweise teurer Luxus.

Da freut man sich, dass es an den Säulen ein Roaming mit Get Charge für faire 29 Cent/kWh ohne Grundgebühr gibt oder EnBW 29/39 Cent/kWh (Viellader/ADAC oder Gelegenheitslader). Mit diesen Tarifen kann man auch kurz mal ein wenig nachladen, ohne abgezockt zu werden.
Maingau geht übrigens leider nicht.

Also für die Zukunft irgendwann: Gerne Kreditkarte/Maestro, aber erst dann ohne Alternativen, wenn es einen echten Wettbewerb gibt. Wobei es auch dann keinen Grund gibt, spezielle Ladekarten mit deren Tarifen auszusperren, wenn es sich für den Kunden und für den Säulenbetreiber lohnt.
An der Tankstelle stört es ja auch keinen, dass außer der eigenen Maestro/KK-Karte noch diverse andere Flottenkarten akzeptiert würden.
Gruß Tobi

eGolf 300 seit März 2018

Re: heise.de: über das Elend mit den Ladekarten

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Startpauschale von 4 Euro plus 30 Cent pro kWh ist auch ein schlimmer Tarif. Wozu denn überhaupt eine Startpauschale? Wenn, dann sollten die Kosten reflektiert werden, und das geht mit Minutenpreis für Belegung der Infrastruktur plus kWh-Preis.

Aber ich gebe Dir recht, dass das natürlich nur funktioniert, wenn es einen funktionierenden Wettbewerb gibt. Allerdings weiß man ja auch nicht, was Deer/EnCW der Telekom oder Maingau in Rechnung stellt. Wenn das sehr hoch ist, dann ist das auch schlecht für den Wettbewerb. Das müsste dann reguliert werden wie die Terminierungsgebühren beim Mobilfunk.

Re: heise.de: über das Elend mit den Ladekarten

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SüdSchwabe hat geschrieben:
Sir Henry hat geschrieben: Gerade im M2M-Bereich (der hier wohl passt) gibt es aber immer mehr Karten, die auch national roamen. Ein echtes Hindernis ist das also eher nicht.
Netzroaming wurde just in der 5G Auktion begleitenden Gesetzgebung für 5G als nicht verpflichtend festgehalten.
Sprich: Wird es nicht geben mit 5G.
Das Roaming hat ja erst mal nichts mit der grundlegenden Technik zu tun. Das ist höchstens draufgesetzt. Gibts im Prinzip jetzt auch nicht, funktioniert aber gerade bei M2M über diverse Mechanismen.
Kona 64 kWh

Re: heise.de: über das Elend mit den Ladekarten

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Tobi42 hat geschrieben: Deren Preismodell sind 4 Euro Startpauschale pro Ladevorgang plus 30 Cent pro Kilowattstunde. Die empfinden das auch noch als fair, weil ja ach so viel "Service" geboten wird.
Dieses eher dümmliche Argument wird nach meiner Erfahrung vorwiegend von den Firmen bemüht, deren Service so knapp über Null ist, dass mir die passende Maßeinheit dafür fehlt.
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