heise.de: über das Elend mit den Ladekarten

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Re: heise.de: über das Elend mit den Ladekarten

enabler
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SüdSchwabe hat geschrieben:
Nachbars Lumpi hat geschrieben: An der Ladesaeule wird die Transparenz durch deinen Abrechnungsdienstleister wie Maingau, Telekom, NM, Plugsurfing usw gewaehrleistet.
Eh, nein. Es ist eine Intransparenz zwischen CPO, Abrechnungsdienstleister und Kartenausgeber. Manche dieser Rollen können in einer Firma verschmolzen sein.
Es ist nicht offensichtlich, wenn Du vorher an eine Ladesäule fährst, was es dich kosten wird. Du musst Dich immer zuerst kundig machen, ob Dein Kartenausgeber diese Säule unterstützt - und mit welchen Aufschlägen gegebenenfalls zu rechnen ist:
Andersrum wird ein Schuh draus: ich schaue in der App meines Kartenausgebers nach, wo eine von ihm unterstützte Säule ist. Und dann sehe ich auch gleich die technischen Daten und die Kosten (so die App-Designer nicht gepfuscht haben).
Die Ladestationsdichte hat sich massiv erhöht und ich brauche keine Karte mehr, mit welcher ich bei _allen_ x-Trillionen GoingElectric-Schuko-Stromspende-Ladepunkte laden können muss.

(Und die Konditionen, welche CPO, MSP, Roaminganbieter, etc. untereinander vereinbaren kann Dir so egal sein, wie der Schweinepreis, den Bauer Hackenpiep mit Metzger Vaputzke und dem Rewe-Einkäufer Kostfastnic vereinbart)
Tags: chaos heise-de ladekarten
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Re: heise.de: über das Elend mit den Ladekarten

UliZE40
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Geht einwandfrei mit EC-Karte. Guckst du hier: https://giro-e.de/

Re: heise.de: über das Elend mit den Ladekarten

enabler
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UliZE40 hat geschrieben: Geht einwandfrei mit EC-Karte. Guckst du hier: https://giro-e.de/
Einwandfrei ist anders:
Ich möchte bereits bestehende Ladesäulen mit Giro-e ausstatten

Aktuell sind noch nicht die Ladesäulen aller Hersteller für Giro-e vorbereitet. Neben EBG compleo als Pilotpartner arbeiten wir im Hintergrund intensiv mit mehreren weiteren Herstellern bereits an der Umsetzung.
Definitiv anders.

Re: heise.de: über das Elend mit den Ladekarten

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Passend zum Thema schreibt auch die Stiftung Warentest: https://www.test.de/Elektromobilitaet-S ... 5482877-0/
Bild Bild (Verbrauch inkl. Ladeverluste) - Ioniq Elektro - Premium - Phantom Black

Re: heise.de: über das Elend mit den Ladekarten

Afrolicious
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Über den Artikel der Stiftung Warentest, der natürlich fleißig zitiert und damit weiter verbreitet wird, habe ich mich heute früh auch schon gewundert. Liest sich irgendwie als würde der Artikel aus dem Jahr 2017 oder 2018 stammen.

Was natürlich auch im Jahr 2019 nicht geht, ist uninformiert durch die Gegend zu fahren und erst wenn der Akku leer ist oder man bereits an einer Ladesäule steht darüber nachzudenken, wie man diese freizuschalten oder zu bezahlen gedenkt.

Wer aber länger als ein paar Tage ein Elektroauto fährt, hat sich doch hoffentlich mal kurz die Zeit genommen, sich zu informieren welche Ladekarten für ihn sinnvoll sind und wo auf seinen üblichen Wegen Ladesäulen stehen und wie diese am besten zu nutzen sind. Und die meisten Anbieter haben doch längst auf kWh-Abrechnung umgestellt. Mit der EnBW- und einer zweiten Ladekarte lassen sich doch die meisten Probleme erschlagen. Ob die zweite dann NewMotion/PlugSurfing (wegen großer Abdeckung) oder Maingau (wegen des guten Preises) ist bleibt dem persönlichen Nutzungsverhalten überlassen. Ich hab alle drei im Auto und benötige meist keine davon, weil ich kostenlos beim Supermarkt lade. :P

Re: heise.de: über das Elend mit den Ladekarten

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Afrolicious hat geschrieben: Was natürlich auch im Jahr 2019 nicht geht, ist uninformiert durch die Gegend zu fahren
Das ist aber der Anspruch, an dem sich eMobilität messen lassen muss. Alles darunter ist ein Rückschritt gegenüber Verbrennerfahren.
Das ist noch nicht erreicht - aber da muss es hin gehen. Sonst haben wir ein Akzeptanzproblem.
und erst wenn der Akku leer ist oder man bereits an einer Ladesäule steht darüber nachzudenken, wie man diese freizuschalten oder zu bezahlen gedenkt.
Lokal sehe ich das weniger als Problem, da kennt man so "seine" Ladesäulen, die man anfährt, wenn überhaupt (wenn man bspw. zu Hause laden kann). So wie man eben weiß, welche seiner Verbrenner Tanken im Umfeld eher günstiger im Vergleich zu anderen.

Der Punkt ist ja, dass man auf Langstrecke eben nicht noch bspw. 30% Restakku als "Sicherheitspuffer" vorhalten will - und damit die tatsächliche Reichweite aus Angst, die Ladesäule nicht frei schalten zu können, noch weiter reduziert.
Wer aber länger als ein paar Tage ein Elektroauto fährt, hat sich doch hoffentlich mal kurz die Zeit genommen, sich zu informieren welche Ladekarten für ihn sinnvoll sind und wo auf seinen üblichen Wegen Ladesäulen stehen und wie diese am besten zu nutzen sind.
Das ist aber nur in der Anlaufphase akzeptabel, wo sich Enthusiasten mit dem Thema auseinandersetzen, die auch entsprechend leidensfähig sind. Spätestens beim Übergang zum Massenmarkt muss das Problem gelöst sein. Davon sind wir aber noch ein gutes Stück entfernt.

SüdSchwabe.
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Re: heise.de: über das Elend mit den Ladekarten

Afrolicious
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Kann man so sehen, muss man aber nicht.

Ich finde die Erwartung alle Vorteile der Elektromobilität zu bekommen ohne sich darauf einzulassen, dass es nicht exakt genauso funktioniert wie einen Verbrenner zu fahren zu hoch gegriffen. Man könnte natürlich auch "Elektrotankstellen" bauen, bei denen es drei bis acht "Zapfsäulen" gibt, am besten noch mit verschiedenen Stromsorten (Öko, Normal, Super Plus) deren Preise sich je nach Uhrzeit und Wochentag ändern und die man beliebig Bar, mit EC oder Kreditkarte (KK aber erst ab 20kWh Abgabemenge) beim Kassierer bezahlen kann. Mir ist es lieber per App vorher nachzusehen, wo auf dem Weg ich zu welchem Preis laden können werde und noch 10% Restakku als Sicherheitspuffer vorzuhalten.

Re: heise.de: über das Elend mit den Ladekarten

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Afrolicious hat geschrieben: Kann man so sehen, muss man aber nicht.
Wenn man's nicht so sieht, ist man meiner Meinung nach naiv.

Autofahrer sehen im Moment einfach zwei gravierende Nachteile gegenüber Verbrennern:
1.) zu teuer
2.) zu geringe Reichweite.
Die Ladedauer kommt meistens dann gleich als drittes "Problem" in Unterhaltungen dazu.
Und mit dem Ladekartenthema kommt noch ein weiteres dazu.

Wir wissen, dass 1.) wahrscheinlich nur eine Frage der Zeit ist, 2.) und 3.) man so pauschal nicht sagen kann und meistens einfach unzutreffend ist. Das vierte Thema ist zum Glück noch nicht bei der breiten Masse angekommen. Wenn auch bei meinen uninformierten Verbrennerfans schon das Thema "das ist ja auch beim Fahren nicht billiger als ein Verbrenner" hoch kommt.

Wenn man diese Themen nicht stichhaltig entkräftet, wird's nix mit der Akzeptanz der eMobilität bei der breiten Masse.
Ich finde die Erwartung alle Vorteile der Elektromobilität zu bekommen ohne sich darauf einzulassen, dass es nicht exakt genauso funktioniert wie einen Verbrenner zu fahren zu hoch gegriffen.
Die breite Masse will sich aber nicht auf irgendwas einlassen. Sie will einfach unkompliziert von A nach B kommen.
Und sich vor einer Fahrt kundig machen zu wollen, ist so 1980er - das will niemand mehr.

Wenn das zwingend Voraussetzung ist, wird es keine oder nur eine sehr geringe Akzeptanz finden.
Man könnte natürlich auch "Elektrotankstellen" bauen, bei denen es drei bis acht "Zapfsäulen" gibt, am besten noch mit verschiedenen Stromsorten (Öko, Normal, Super Plus) deren Preise sich je nach Uhrzeit und Wochentag ändern und die man beliebig Bar, mit EC oder Kreditkarte (KK aber erst ab 20kWh Abgabemenge) beim Kassierer bezahlen kann. Mir ist es lieber per App vorher nachzusehen, wo auf dem Weg ich zu welchem Preis laden können werde und noch 10% Restakku als Sicherheitspuffer vorzuhalten.
Sarkasmus ist hier fehl am Platz und geht am Thema vorbei.

SüdSchwabe.
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Re: heise.de: über das Elend mit den Ladekarten

Helfried
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SüdSchwabe hat geschrieben: Das ist aber der Anspruch, an dem sich eMobilität messen lassen muss. Alles darunter ist ein Rückschritt gegenüber Verbrennerfahren.
Das ist noch nicht erreicht - aber da muss es hin gehen. Sonst haben wir ein Akzeptanzproblem.
Die Qualität einer Mobilitätsart definiert sich nicht nur über ihre Bequemlichkeit. Sonst würden nicht solche Massen jeden Tag U-Bahn fahren.
Wer noch im lernfähigen Alter (sagen wir mal unter 50) ist, sollte es noch schaffen, kleine Abstriche da und dort zu machen, dafür aber starke Verbesserungen anderswo (etwa Umweltaspekte, Ampelsprint :) ) zu erreichen.

Freilich ist absehbar, dass es mit der älteren Generation Golf nix mehr wird. Das Problem löst sich aber ohnedies von selbst.
Die Kids von 2012 (Beginn der Tesla-Ära), die jetzt bald den Führerschein machen, sind hoffentlich schon moderner und aufgeschlossener erzogen worden bzw. schaffen sich selber genügend Umweltbewusstsein.

Re: heise.de: über das Elend mit den Ladekarten

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Helfried hat geschrieben: Die Qualität einer Mobilitätsart definiert sich nicht nur über ihre Bequemlichkeit. Sonst würden nicht solche Massen jeden Tag U-Bahn fahren.
Wer noch im lernfähigen Alter (sagen wir mal unter 50) ist, sollte es noch schaffen, kleine Abstriche da und dort zu machen, dafür aber starke Verbesserungen anderswo (etwa Umweltaspekte, Ampelsprint :) ) zu erreichen.
Wirkliche Umweltaspekte sind völlig nachgelagert beim PKW Kauf. Sonst würden sich PS-Starke SUVs gar nicht verkaufen.
Der Ampelsprint - eventuell.

Alles andere muss bitte so einfach wie möglich funktionieren. Das Leben ist kompliziert genug. Man muss sich da nicht auch noch eine Technologie ans Bein binden, die alles noch komplizierter macht und in den Augen vieler einfach nur unausgereift ist.
Freilich ist absehbar, dass es mit der älteren Generation Golf nix mehr wird. Das Problem löst sich aber ohnedies von selbst.
Die Kids von 2012 (Beginn der Tesla-Ära), die jetzt bald den Führerschein machen, sind hoffentlich schon moderner und aufgeschlossener erzogen worden bzw. schaffen sich selber genügend Umweltbewusstsein.
Lies einfach mal eMobile-Verwandte Themen, beispielsweise im Fratzenbuch, wenn Tageschau oder heute.de darüber berichten. Selbst bei Technikseiten, wie golem.de, willst Du die Kommentare nicht lesen.

"Batteriescheiß" ist da doch ziemlich gängig.

Einfach mal ein bisschen Selbsterdung betreiben und versuchen die Wahrnehmungsbubble zu verlassen.

SüdSchwabe.
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