Schnelllade-Infrastruktur am Brenner - ein Spiegel für Elektromobilität in Europa

Re: Schnelllade-Infrastruktur am Brenner - ein Spiegel für Elektromobilität in Europa

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folder Do 13. Jun 2019, 10:36
War im April mit dem Hybrid am Gardasee und hab etwas drauf geachtet:
Für den gesamten Gardasee EIN Tripple in Affi, der jedes Mal, wenn ich vorbei gefahren bin, besetzt war.
Der letzte Ladepark (>2 CCS) auf der Strecke IONITY in Angath...
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Re: Schnelllade-Infrastruktur am Brenner - ein Spiegel für Elektromobilität in Europa

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jo911
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folder Do 13. Jun 2019, 14:02
Ich war im Mai dort unterwegs. Plessimuseum hatte ich ausgelassen, weil nur 1 Triple und habe stattdessen wie erwähnt Vahrn angefahren, da es dort weitere Triples in relativ geringen Abstand gibt.
Affi hatte ich dann auch nur angefahren, weil der vorgesehe einzelne Triple bei Rovereto besetzt war. Mit dem Erfolg, daß dort ein Kona vor mir war, der erst kurz am Laden war. Leider kam ich durch den Mißerfolg bei Rovereto mit nur 6km Rest an. Es ist sehr erbauend, wenn man dann 1h am Typ2 hängt, inzwischen einen weiteren CCS Fahrer vertröstet und die 20 Teslastalls, die nur zu max. 30% ausgelastet waren, beobachten darf.
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Re: Schnelllade-Infrastruktur am Brenner - ein Spiegel für Elektromobilität in Europa

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    mack3457
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folder Do 13. Jun 2019, 14:09
Ja, Tesla hat sehr viel richtig gemacht. Ich hoffe, dass Tesla noch lange überlebt. Und wenn auch nur als gutes Beispiel.

Es ist einfach ein großer Unterschied, ob jemand ein klares Ziel vor Augen hat oder etwas nebenher betreibt.

Re: Schnelllade-Infrastruktur am Brenner - ein Spiegel für Elektromobilität in Europa

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waytoemobility
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folder Do 13. Jun 2019, 15:00
Eine DC Säule pro Standort reicht in der Regel nicht um entspannt Reisen zu können. Wenn ich einen Ladepunkt mit nur einer Säule anfahre hab ich jedesmal Bedenken. Ist die Säule frei? Ist sie betriebsbereit, kann ich sie freischalten. Bei mehreren Ladesäulen ist das Szenario deutlich entspannter. Und meistens ist es doch so das immer mehrere Unwägbarkeiten zusammen kommen. Du fährst deine Option 1 an. Defekt. Weiter zu Option B mit dann schon leicht bedenklicher Reichweite. Besetzt. Was tun. Warten? Oftmals keine Ahnung wie lange mein Vorgänger noch lädt. Oder mit Risiko weiter. Und anhand der eingetragenen Ladevorgänge hier auf eine Auslastung hochzurechnen ist sehr gewagt. Ich schliesse mich dem Thread Ersteller an. Armselig wie man meint Menschen von Elektromobilität zu überzeugen.
Hyundai Ioniq bestellt 09/18
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Re: Schnelllade-Infrastruktur am Brenner - ein Spiegel für Elektromobilität in Europa

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folder Do 13. Jun 2019, 15:17
waytoemobility hat geschrieben:
Do 13. Jun 2019, 15:00
Eine DC Säule pro Standort reicht in der Regel nicht um entspannt Reisen zu können. Wenn ich einen Ladepunkt mit nur einer Säule anfahre hab ich jedesmal Bedenken. Ist die Säule frei? Ist sie betriebsbereit, kann ich sie freischalten. Bei mehreren Ladesäulen ist das Szenario deutlich entspannter.
Nur die erste Frage berechtigt die Forderung nach mehreren DC Ladern.
Und es scheint wohl gerade am Brenner nicht so zu sein, als würden die Leute hier Schlage stehen am einzigen CCS Lader.
Für eine realistische Betrachtung fehlt jedem hier Grundlage, da wir keine Einsicht über die Auslastungszahlen der Säule haben.

Das Thema Betriebsbereitschaft hat was mit der Qualität bzw. der Zuverlässigkeit der Ladesäulen zu tun - und nicht mit der Menge.

Und ob Du sie frei schalten kannst zunächst auch. Und das relativiert sich, wenn wohl an einem Standort oft mehrere Säulen genau eines Anbieters hast. Und wenn dessen Backend ein Problem mit der Karte hat, hat der das aller Wahrscheinlichkeit auch an der Anderen Säule.

Wiederum: Das ist ein Problem des "Quality of Service" - nicht der Anzahl der tatsächlich benötigten Säulen.
Und meistens ist es doch so das immer mehrere Unwägbarkeiten zusammen kommen. Du fährst deine Option 1 an. Defekt. Weiter zu Option B mit dann schon leicht bedenklicher Reichweite. Besetzt. Was tun. Warten? Oftmals keine Ahnung wie lange mein Vorgänger noch lädt. Oder mit Risiko weiter. Und anhand der eingetragenen Ladevorgänge hier auf eine Auslastung hochzurechnen ist sehr gewagt. Ich schliesse mich dem Thread Ersteller an. Armselig wie man meint Menschen von Elektromobilität zu überzeugen.
Viele betreiben hier eine Steile Behauptung, dass der Betreiber "müsse": Nein, muss er gar nicht. Er muss in aller erster Regel halbwegs wirtschaftlich arbeiten. Weil nämlich sonst bald da gar keine betriebsbereite Säule steht, weil der Betreiber pleite gegangen ist. Und bei auch nur zwei Ladevorgängen pro Tag (was schon 20-fach überzeichnet ist gegenüber dem, was wir als kleine Stichprobe haben) rechnet sich so eine Säule auf keinen Fall.

Selbst bei sechs pro Tag, was eine 60-fach überzeichnete Stichprobe wäre, ist das nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Selbst wenn wir die auch auf nur die 12 "Tagesstunden" am Tag verteilen ist da alle zwei Stunden eine Ladung, d.h. eine Stunde Pause zwischen Ladungen (wenn man 1h Verweildauer annimmt).

SüdSchwabe.
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Re: Schnelllade-Infrastruktur am Brenner - ein Spiegel für Elektromobilität in Europa

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    mack3457
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folder Do 13. Jun 2019, 15:29
Die Brennerautobahn AG wird nicht erwarten, dass sich ihre Ladesäuleninfrastruktur mittelfristig rentiert. Das kann nicht funktionieren, wenn es nur 1% E-Autos gibt, die zum größten Teil auch noch zum Pendeln aber nicht im Langstreckenverkehr unterwegs sind.

Deshalb: wenn sie zu einer sinnvollen (nicht notwendigerweise "betriebswirtschaftlich sinnvollen") Ladeinfrastruktur beitragen wollen, dann sollten sie die Einzellader durch mehrfache Ladestationen ergänzen - unabhängig von der aktuellen Auslastung.

Dass man dazu einen guten "Quality of Service" erwartet wie in jedem anderen Alltagsbereich auch, sollte selbstverständlich sein.

Re: Schnelllade-Infrastruktur am Brenner - ein Spiegel für Elektromobilität in Europa

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folder Do 13. Jun 2019, 15:35
mack3457 hat geschrieben:
Do 13. Jun 2019, 15:29
Deshalb: wenn sie zu einer sinnvollen (nicht notwendigerweise "betriebswirtschaftlich sinnvollen") Ladeinfrastruktur beitragen wollen, dann sollten sie die Einzellader durch mehrfache Ladestationen ergänzen - unabhängig von der aktuellen Auslastung.
Mit welcher Begründung? Dass die Säule 2 dann Spinnweben ansetzt?
Wenn ein Standort extrem schlecht ausgelastet ist, dann sind zwei Ladesäulen an diesem Standort wie nochmal ausgelastet?
Dass man dazu einen guten "Quality of Service" erwartet wie in jedem anderen Alltagsbereich auch, sollte selbstverständlich sein.
Sollte. Aber das wissen wir ja alle, dass das bei extrem vielen Anbietern ein Problem zu sein scheint. Egal ob der nun eine oder sechs Ladesäulen aufgestellt hat.

SüdSchwabe.
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Re: Schnelllade-Infrastruktur am Brenner - ein Spiegel für Elektromobilität in Europa

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    mack3457
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folder Do 13. Jun 2019, 15:53
SüdSchwabe hat geschrieben:
Do 13. Jun 2019, 15:35
mack3457 hat geschrieben:
Do 13. Jun 2019, 15:29
Deshalb: wenn sie zu einer sinnvollen (nicht notwendigerweise "betriebswirtschaftlich sinnvollen") Ladeinfrastruktur beitragen wollen, dann sollten sie die Einzellader durch mehrfache Ladestationen ergänzen - unabhängig von der aktuellen Auslastung.
Mit welcher Begründung? Dass die Säule 2 dann Spinnweben ansetzt?
Wenn ein Standort extrem schlecht ausgelastet ist, dann sind zwei Ladesäulen an diesem Standort wie nochmal ausgelastet?
Mit der gleichen Begründung, mit der sie beschlossen hatten, an mehreren Standorten Einzelladesäulen aufzubauen. Du argumentierst, wenn sich eine Ladesäule nicht rentiert, dann war es eine Fehlentscheidung, sie überhaupt aufzustellen.

Ob das die Brennerautobahn AG auch so sieht?

Ich sage: wenn ich auf der Brennerautobahn schlechte Ladeinfrastruktur vorfinden werde, würde ich mir eher Gedanken darüber machen, ob es nicht reizvolle Alternativen gibt, als wenn die Ladeinfrastruktur dort gut wäre.

Nach Deinen Argumenten sollte man der Brennerautobahn AG aus betriebswirtschaftlicher Sicht vorschlagen, die Ladesäulen stillzulegen oder sogar abzubauen. Oder zumindest im Reparaturfall kein weiteres Geld dort hinein zu versenken, da sie sich aktuell ja nicht rentieren. Wäre zumindest interessant, das auf einer 320 km Autobahnstrecke exemplarisch auszuprobieren.

Es würde sicherlich funktionieren, sofern sie in Zukunft dann kurzfristig Ladeparks aufstellen, sobald die AB aufgrund zunehmender E-Auto-Verbreitung weniger genutzt würde. Also: sie könnten sich noch einige Jahre Zeit lassen, denke ich.

Nur: warum haben sie damit angefangen, Ladesäulen anzubieten? Ein großes Mysterium?

Edit:
Wenn ein Standort extrem schlecht ausgelastet ist, dann sind zwei Ladesäulen an diesem Standort wie nochmal ausgelastet?
Z.B. genauso gut? Oder besser? Vielleicht auch schlechter. Als ich neulich mal wieder auf Langstrecke unterwegs war, habe ich mich auf Ladeparks mit mehreren Säulen beschränkt: warum sollte ich explizit Einzelsäulen anfahren, wenn es bessere Alternativen gibt? Es kann sein, dass Dreifachsäulen 10mal so oft angefahren werden wie Einzelsäulen. Also dreifache Auslastung. Die Idee, dass zwei Ladesäulen nur halbsoviel ausgelastet sind wie Einzelsäulen kann zutreffen, muss aber nicht.
Zuletzt geändert von mack3457 am Do 13. Jun 2019, 15:59, insgesamt 1-mal geändert.

Re: Schnelllade-Infrastruktur am Brenner - ein Spiegel für Elektromobilität in Europa

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folder Do 13. Jun 2019, 15:56
mack3457 hat geschrieben:
Do 13. Jun 2019, 15:53
Nur: warum haben sie damit angefangen, Ladesäulen anzubieten? Ein großes Mysterium?
Deine "Logik" (die keine ist) funktioniert nur, wenn man halt nur schwarz/weiß denken kann. Tut mir leid für Dich.

Für mich ist hier EOD.

SüdSchwabe.
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Re: Schnelllade-Infrastruktur am Brenner - ein Spiegel für Elektromobilität in Europa

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    mack3457
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folder Do 13. Jun 2019, 16:03
Wie auch immer Du möchtest. Ich sage nur, dass die kurzfristig betriebswirtschaftichen Überlegungen, die Du als alleiniges Argument für den Aufbau von Ladesäulen ins Feld führst, bisher nicht die primäre Rolle gespielt haben, also müssen sie das auch nicht beim Aufbau von Ladeparks tun. Ob Du das als Logik erkennst oder nicht, spielt dabei keine Rolle.
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