Schnelllade-Infrastruktur am Brenner - ein Spiegel für Elektromobilität in Europa

Schnelllade-Infrastruktur am Brenner - ein Spiegel für Elektromobilität in Europa

MünchenBeiNacht
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Ich bin gestern mit meinem BMW i3 über den Brenner gefahren und habe den kostenlosen Tripel Lader mit CCS genutzt.
Danke an dieser Stelle an den Betreiber der Brennerautobahn AG für diesen kostenlosen Service.

Hier am Brenner, der Pass der jedem Autoreisenden in Europa bekannt sein dürfte. Eine Passstraße die vom Verkehr her sicher zu den am meisten und intensivsten genutzten Passstraßen sowohl für PKW als LKW zählt. Zahlen aus 2015 zeigen schon vor vier Jahren ein durchschnittliches Verkehrsaufkommen von über 35.000 Fahrzeugen jeden Tag.

Hier am Brenner-Pass kann man sehr gut den Status der Infrastruktur der Elektromobilität in Europa ablesen. An einer Stelle die quasi der Brennpunkt des Verkehrs in Europa von Nord nach Süd und zurück ist. Hier gibt es eine einzige CCS / Chademo Ladestation.

Ich war wirklich mehr als verblüfft, als ich den Ladeplatz auf der Raststätte in Richtung Norden/Österreich angefahren bin.
brenner01.jpg
Sechzehn Tesla SuperCharger stehen einem einzigen Trippel Schnelllader für CCS, CHADEMO und 42 kW AC Schnellladung gegenüber. In Worten E-I-N-E Schnellladesäule für E-Fahrzeuge hergestellt in Europa, Korea und Japan stehen hier im wahrsten Sinne des Wortes S-E-C-H-Z-E-H-N Schnellladern für Teslas gegenüber.
brenner02.jpg
Ich habe mir nur gedacht, hier kann man direkt die Wertigkeit die die europäische, koreanische, japanische und damit auch die deutsche Automobil Industrie und die europäische (Verkehrs-) Politik gegenüber der Elektromobilität hat sehen. Nämlich gar keine. Ich finde es ist eine Schande und beschämend was in Europa tatsächlich geschieht um Elektromobilität voran zu bringen.

TESLA hat nicht nur hier sondern sicher in der ganzen Welt einen viel besseren Job gemacht als alle anderen Automobilhersteller und die gesamte Politik in Europa zusammen genommen.

Na dann! Gute Nacht Europa!

MünchenBeiNacht
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Re: Schnelllade-Infrastruktur am Brenner - ein Spiegel für Elektromobilität in Europa

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Und wie viele der 16 Säulen waren besetzt?

Re: Schnelllade-Infrastruktur am Brenner - ein Spiegel für Elektromobilität in Europa

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Magscrabs hat geschrieben: Und wie viele der 16 Säulen waren besetzt?
Das Entscheidende für Elektromobilisten: wie groß ist jeweils die Wahrscheinlichkeit, keine freie Säule zu finden?
Seit Oktober 2018 mit einem roten Leaf ZE1 Acenta im Bodenseeraum unterwegs, tankt möglichst an der PV-Anlage mit 5kWp auf dem Hausdach (Fronius Symo, sonnen batterie, go-e Charger gesteuert über FHEM) oder Naturstrom... Threema 7ABT7CFE

Re: Schnelllade-Infrastruktur am Brenner - ein Spiegel für Elektromobilität in Europa

Helfried
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Wie viele Ladesäulen sind denn dort von Tesla besetzt im Schnitt und an starken Reisentagen?

Re: Schnelllade-Infrastruktur am Brenner - ein Spiegel für Elektromobilität in Europa

Odanez
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Helfried hat geschrieben: Wie viele Ladesäulen sind denn dort von Tesla besetzt im Schnitt und an starken Reisentagen?
Das ist es ja - Tesla baut ihre Superchargerstandorte so aus, dass Hauptverkehrsadern für Urlaube mit besonders vielen Ladepunkten versehen werden, damit auch dann genug Teslas Laden können. Habe neulich in Hilpoltstein gesehen - da gibt es auch 13 Anschlüsse - und alle waren besetzt. War Ferienende glaube ich. Die 3 allego Ladesäulen gegenüber waren alle frei.
Ich gehe davon aus, dass es genug Zeiten gab, wo alle dieser 16 Ladepunkte am Brenner besetzt waren.
2013 Euroleaf Acenta, 24kWh. SoH 83%, 80.000km

Re: Schnelllade-Infrastruktur am Brenner - ein Spiegel für Elektromobilität in Europa

smarty79
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Dass Tesla bzgl. HPC-Ladern einen Vorsprung hat, steht wohl außer Frage. Die Teslas sind mit ihrer Kombination aus großem Akku und min. 1,5C-Ladung nach wie vor als einzige langstreckentaugliche e-Autos in Stückzahlen auf der Straße.

Trotzdem kann man ja auch ein Foto von 350kW-IONITY-Ladern bei T&R machen und nach den SuC fragen. Ergebnis sieht ähnlich aus.

Wobei ich rein psychologisch eher am Fuße eines Passes „tanken“ wollte :)
e-Up! style am 02.07.20 in WOB abgeholt.

Re: Schnelllade-Infrastruktur am Brenner - ein Spiegel für Elektromobilität in Europa

mobafan
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Ganz ehrlich? Abgesehen davon, dass das Geheule langsam nervt, ist der Standort (fast) sinnfrei. Am höchsten Punkt eines Berges will ich nicht wirklich laden bzw. wenn überhaupt nur eine kurze Notladung machen. Viel wichtiger ist es, beiderseits des Passes im Tal ausreichende Lademöglichkeiten zu haben, um den Berg hochzukommen. Bin ich erstmal oben, komme ich i. d. R. von allein wieder runter.
(Von einer Notlademöglichkeit vielleicht mal abgesehen, die dann aber wohl auch nur an schneereichen Tagen benötigt wird).

Re: Schnelllade-Infrastruktur am Brenner - ein Spiegel für Elektromobilität in Europa

jo911
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Theoretisch richtig, aber praktisch ist das Gefälle Richtung Italien nicht stark genug um nennenswert zu rekuperieren. Ein Sockel für einen 2. Triple ist schon seit Monaten bereit, alle warten auf ihn, nur es kommt keiner. Ob das Geld abgezogen wurde? In Vahrn(kurz vor Brixen) ist jedenfalls ein neuer Standort hinzugekommen. Leider wieder nur mit 1 Triple(+1 T2 Doppel)
Auch Richtung Österreich kommst du von 90% niemals auf 100%. Ebenfalls zu flach dafür. Dafür bin ich mit dem Ioniq28 schon vom Brenner Plessimuseum nonstop bis nach Hause gekommen (ca. 250km) :D
Ioniq28 EZ 08/2017 + Zoe EZ 06/2013 bis 09/2020 + Kona64 bestellt

Re: Schnelllade-Infrastruktur am Brenner - ein Spiegel für Elektromobilität in Europa

geko
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Ach wie nett! Ich bin der Fahrer vom blauen Model X, das du fotografiert hast. Und ich sagte noch zu meiner Familie, wie toll, dass wir einen Münchner i3 dort treffen! Wollte noch zu euch rüberkommen, aber ihr saht sehr beschäftigt aus mit Routenplanung o.ä. :-) An dem Triple Charger habe ich unseren i3 auch schon oft geladen. Die Vorbereitungen für einen zweiten Triple (wobei ich mehrmals nun hörte, dass dort ein HPC aufgebaut wird) sind ja bereits dort. Hoffentlich dauert es nicht mehr lange.

Die Tesla SuC sind dort zu Ferien-Zeiten (vor allem zu niederländischen Ferienzeiten!) sehr stark ausgelastet. Ich kann die Rastmöglichkeit „Lanz am Brenner“ auch nur jedem sehr empfehlen. Alleine die Weinauswahl zu Winzerpreisen (kein Werbe-Blabla, sondern wahr) ist grandios. Und guten Espresso gibt‘s auch.

Re: Schnelllade-Infrastruktur am Brenner - ein Spiegel für Elektromobilität in Europa

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Die lückenhafte Ladeinfrastruktur an der Brennerautobahn ist mir auch schon aufgefallen. Ich habe deshalb im Januar folgendes Mail an den BEÖ (Bundesverband Elektromobilität Österreich) geschrieben und darum gebeten hier bei der ASFINAG Druck zu machen, damit sich in Sachen Ladeinfrastruktur an der Brennerautobahn was bewegt:

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich fahre seit 2014 ein Elektroauto (Renault Zoe´). Im Urlaub bin ich viel in Nord- und Südtirol unterwegs. Was mir aufgefallen ist, dass es an der Brennerautobahn nur sehr wenig Ladeinfrastruktur für E-Autos gibt. Auch hinsichtlich geplanter Ladestationen habe ich nur wenig Informationen gefunden. Dort wo es bereits Ladeinfrastruktur gibt, besteht diese zumeist aus höchstens einem einzelnen Tripellader. Viel zu wenig für eine der meistbefahrenen Nord-Süd-Routen Europas. Hier besteht die Gefahr, dass man seine Reise ab­rupt unterbrechen muss, weil der Tripellader schon besetzt oder defekt ist. Hier wäre es dringend notwendig Redundanz zu schaffen und durch echte Ladeparks mit mehreren Schnellladepunkten eine sichere Reiseplanung zu ermöglichen. Tesla macht dies mit seinen Superchargern vor. Es ist mir unverständlich, dass hier nicht investiert wird, nachdem die Menschen im Wipptal entlang der Brennerautobahn von Lärm und Abgasen mehr als geplagt sind. Mehr Elektromobilität würde hier eine sehnlichst erwartete Entlastung bringen. Ich habe bei meinen beiden letzten Reisen nach Tirol mein E-Auto zu Hause gelassen und war mit dem Verbrenner unterwegs.

Bei einer vorangegangenen Tour über den Brenner mit einem E-Auto hat mich nur die Tatsache, dass es vom Brenner Richtung Innsbruck fast ausschließlich abwärts geht, gerettet, nachdem der Tripellader am Brenner defekt war. Deshalb meine Bitte an den BEÖ: Setzen Sie sich bitte für einen massiven Ausbau der Ladeinfrastruktur an der Brennerautobahn von Innsbruck zum Brenner ein. Die E-Mobilsten aus ganz Europa, aber auch die Anwohner im Wipptal werden es Ihnen danken!

Mit besten Grüßen
Zoe Zen (Q210 / Baujahr 12/2013) von August 2014 - Januar 2020 | seit Juli 2020 Seat Mii electric | Peugeot 2008 electric bestellt (dann komplett ohne Verbrenner) | 10 kWp Photovoltaik
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