Wer wird am Ende die Nase vorn haben Discounter, Stromversorger, Autohersteller

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Wenn man so auf liest passiert ja doch in Deutschland recht viel was Ladestationen angeht.

Discounter Aldi, Lidl Kaufland stellen Ladesäulen auf zur Zeit nur um schön grün dazustehen. Denke aber das es nur eine Frage der Zeit ist bis da ein Bussinescase draus wird und bei jedem grösseren Händler Ladestationen entstehen wo man dann beim Einkaufen sein Auto laden kann.

Autohersteller nehmen sich der Sache an um sicherzustellen das sie ihre Elektroautos die verkauft werden auch auf der Fernstrecke die Mobilität sichergestellt wird. Ionity hat ja schon klar gemacht das sie damit lieber früher wie später Geld verdiene wollen. Bei Tesla die ihre Ladestationen nicht als Profitcenter betreibt jetzt schon mehrmals die Preise erhöht so das diese wohl auch zumindest kostendeckend arbeiten wollen bzw. muss um zu überleben.

Energiekonzerne innogy hat schon viele Ladesäulen und Standorte die EnBW hat ehrgeizige Ziele bis 2020 wollen sie 1000 Standorte mit 2000 Ladestationen aufstellen.

Wer wird am Ende die Nase vorne haben die Lebesmittelhändler mit den besten Standorten wo jeder mal vorbeikommt. Oder die Energiekonzerne die die Energie am günstigsten herbekommen?

Bei neue Firmen wie Fastned sehe ich recht kleine Chance das sie sich durchsetzen wegen dem hohen Kapitalbedarf und dem langen Atem dem man haben muss.
Passivhaus Premium, 18kWp PV, Sole WP mit Kühlung über BKA, KNX, 530e 3.2l/100km ~50% Elektrisch, 2021 EQC, ID.4x, iX3...
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Re: Wer wird am Ende die Nase vorn haben Discounter, Stromversorger, Autohersteller

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Warum muss sich einer durchsetzten? Es hat sich ja auch nicht ein Stromanbieter durchgesetzt...

Den meisten Umsatz werden HPC entlang Autobahnen machen. Deswegen würde ich Fastned da nicht zu schnell zu den Akten legen. Top Standorte haben die sich gesichert.

Die meisten Fahrer, die in den nächsten Jahren e-Autos kaufen, werden zu Hause laden können. Die paar Laternenparker fallen aus der Statistik meiner Meinung nach. Und wenn ich zu Hause laden kann, werde ich nicht bei Aldi/Lidl/... laden. Vorallem, wie bereits jetzt hier in München, der eine einzige Lader während den Hauptzeiten eh dauernd besetzt ist.

Ladeparks an Autobahnen - dass dürfte Kostendeckend klappen. IONITY, Fastned. Innogy holt aber auf.

Re: Wer wird am Ende die Nase vorn haben Discounter, Stromversorger, Autohersteller

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SnowyZoe
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kub0815 hat geschrieben: Wer wird am Ende die Nase vorne haben die Lebesmittelhändler mit den besten Standorten wo jeder mal vorbeikommt. Oder die Energiekonzerne die die Energie am günstigsten herbekommen?
Ich stimme Joyride zu, keiner muss sich hier durchsetzen.
HPC entlang der Fernstrassen können für den Strom etwas Premium verlangen. Wird das zu hoch, dann fahren die Leute ab und laden im nächsten Dorf oder ähnlichem.
Supermärkte könnten, wenn sie denn Geld verlangen, nur einen geringeren Preis nehmen als umliegenden öffentlichen Ladestationen. Schliesslich geht man dort auch zum Einkaufen hin und sieht die Ladestaation somit als gesponsort an. Ich kann mir aber vorstellen, dass der Aufwand für eine Abrechnung so kostenintensiv ist dass er sich nicht lohnen würde. Und zusätzlich zum Abrechnungsaufwand müssten die Supermärkte dann auch funktionierende Infrastruktur hinstellen, also inkl. einer Hotline, der Möglichkeit die Säule remote neu zu booten und Techniker die dort auch mal innerhalb von 24 Stunden hinkommen, nicht alle 4 Wochen. An der Ladestation vor dem Supermarkt kann man keinen besseren Service erwarten als im Supermarkt selbst. Das kann mit einer Förderung für private Ladeinfrastruktur wie von Herrn Scheuer angedacht in beide Richtungen kippen, je nachdem was man in die Förderbedingungen schreibt.
Stadtwerke und lokale Versorger werden sich im Stadtgebiet durchsetzen, lokal so aufgeteilt wie man es jetzt schon bei den Haushalten sieht. Denen gehört dort das Netz und die arbeiten mit den lokalen Behörden zusammen bei Planung und letztendlich auch bei der Förderung.

Re: Wer wird am Ende die Nase vorn haben Discounter, Stromversorger, Autohersteller

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Auf Dauer werden die meisten nach wie vor zuhause laden. Insofern wird der Markt nicht unbedingt so schnell wachsen wie manche glauben. Das wird etlichen Spielern auf dem Feld irgendwann den Garaus machen und sie werden von anderen, größeren geschluckt. Andere werden sich vielleicht zurückziehen, weil die andere Geschäftsfelder bevorzugen.

An den Autobahnen/Fernstrecken werden sich die größeren Betreiber etablieren. Alleine schon wegen der hohen Investitionen für Ladeparks aus mehreren HPC-Geräten. Den Kapitalbedarf werden regionale Anbieter nicht decken können.

In der Fläche sehe ich dagegen mittelfristig Kooperationen. Da wird sich der Parkplatzbesitzer mit einem Ladestromanbieter zusammentun. Der eine hat einen schönen Standort und Platz, der andere hat Technik und Know-How. Die Kosten und ggfs. Einnahmen teilen die sich dann untereinander. Die großen Burgerbrater machen gerade vor, wie das gehen kann.
Zuletzt geändert von hghildeb am Fr 17. Mai 2019, 10:28, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Wer wird am Ende die Nase vorn haben Discounter, Stromversorger, Autohersteller

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Innogy & Co. verdienen jetzt schon an den Supermarktsäulen mit, da sie idR mit dem Aufstellen beauftragt werden, teils auch mit dem Betrieb.
Das ist Risikoloser Umsatz, da der Markt für die Kosten geradesteht.
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Re: Wer wird am Ende die Nase vorn haben Discounter, Stromversorger, Autohersteller

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Dirkl
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Ich denke auch, dass sich niemand "durchsetzen" wird. Dafür ist die ganze Ladeinfrastruktur zu vielschichtig. HPC und Schnelllader an den Autobahnen und großen Bundesstrassen, 11 und 22 kw-Lader in den Städten. Die Discounter werden wahrscheinlich auch irgendwann auf langsamere Lader umbauen, dafür mehrere, denn wenn erst viele E-Autos unterwegs sind, will man ja viele Kunden anlocken, und nicht nur einen, der in 30 Minuten Strom für eine Woche hat.
Ich hoffe, Parkplätze rund um die Innenstädte werden auch mit kleinen Ladern "gepflastert", sei es von Stadtwerken, Geschäftsinhabern oder Parkplatzbetreibern. Das zieht Kunden in die Innenstädte, und wenn die Parkgebühren so angepasst sind, dass der Strom inklusive ist, ist das auch Werbung für die E-Mobilität. denn der Verbrenner zahlt das Gleiche und muss zusätzlich tanken fahren...

Re: Wer wird am Ende die Nase vorn haben Discounter, Stromversorger, Autohersteller

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AndiH
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HPC werden 2-3 Anbieter entlang der Autobahn "überleben" und die irgend wann kommenden gewerblichen Kunden abgreifen. Die Discounter/Supermärkte werden elektrisierte Parkplätze anbieten, um über den Zusatzservice die Kunden an zu locken, da werden als Betreiber oft die Energieversorger (EnBW, EON etc.) im Boot sein. Dazu wird es an größeren kostenpflichtigen Parkplätzen/Tiefgaragen einen bunten Zoo an Lademöglichkeiten geben und ab und an ein paar Destination Lader. Die weit verstreuten einzelnen AC Lader werden nach und nach verschwinden, der Rest lädt zuhause oder in der Firma.
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Re: Wer wird am Ende die Nase vorn haben Discounter, Stromversorger, Autohersteller

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zoppotrump
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kub0815 hat geschrieben:

Wer wird am Ende die Nase vorne haben die Lebesmittelhändler mit den besten Standorten wo jeder mal vorbeikommt. Oder die Energiekonzerne die die Energie am günstigsten herbekommen?
Ist das wirklich so? Ich dachte, dass Energiekonzerne ihre günstige Energie aus dem Erzeugergeschäft nicht Endkunden zur Verfügung stellen dürfen.

Re: Wer wird am Ende die Nase vorn haben Discounter, Stromversorger, Autohersteller

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AndiH hat geschrieben: HPC werden 2-3 Anbieter entlang der Autobahn "überleben" und die irgend wann kommenden gewerblichen Kunden abgreifen. Die Discounter/Supermärkte werden elektrisierte Parkplätze anbieten, um über den Zusatzservice die Kunden an zu locken, da werden als Betreiber oft die Energieversorger (EnBW, EON etc.) im Boot sein. Dazu wird es an größeren kostenpflichtigen Parkplätzen/Tiefgaragen einen bunten Zoo an Lademöglichkeiten geben und ab und an ein paar Destination Lader. Die weit verstreuten einzelnen AC Lader werden nach und nach verschwinden, der Rest lädt zuhause oder in der Firma.
Also ich sehe das recht grosse Supermärkte (Einkaufszentren) auch ganz gerne eigene Tankstellen bedienen. Die meist auch recht günstig sind. Das sie damit Kunden anlocken wollen mit günstigen Sprit stimmt schon aber ich glaube im leben nicht das die kein Geld damit verdienen. Deswegen gelaube ich das die grösseren Ketten das auf lange sicht das selber machen werden und keinen damit beauftragen werden. Kundschaft sehe ich da noch genug alle die nicht zuhause oder auf der Arbeit laden können. Würde das auf 10-20% Aller Autos schätzen. Und um eine Tankstelle mit 4 Rüsseln zu ersetzen bräuchte es schon ein vielfaches an Schnelladern. Würde so auf mind. die 10-20fache menge setzen. Da die Nutzverhalten ja anders ist. Beim Auto reiht man sich vor oder nach dem einkauf in die Schlange ein die meist nicht so gross ist beim Elektroauto erwartet man ja das man das erledigen kann während des Einkaufs.
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Re: Wer wird am Ende die Nase vorn haben Discounter, Stromversorger, Autohersteller

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zoppotrump
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Für das Laden während des Einkaufs benötigt man keine Schnelllader. AC reicht aus.
Die Retailer wollen den Kunden nicht den Akku voll machen, sondern sie ins Geschäft locken und die 3-20km Anfahrt "bezahlen".
Aktuell ist das noch kostenlos. Später wird dann vielleicht auf ein Rückvergütungssystem umgestellt, bspw. mit einer Erstattung der Ladekosten ab einem Mindesteinkaufswert. Kennt man von Parkhäusern.
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