Wo werden die Ladepreise hin gehen?

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Re: Wo werden die Ladepreise hin gehen?

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  • hghildeb
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Karlsson hat geschrieben: Ich möchte laden können, ohne personengebundene Daten zu hinterlassen.
Also nur gegen Barzahlung?
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Re: Wo werden die Ladepreise hin gehen?

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Karlsson hat geschrieben: Ich möchte laden können, ohne personengebundene Daten zu hinterlassen.
Das wird nicht einfach. Mit Bargeld gekaufte Prepaid-Kreditkarte vielleicht?

Re: Wo werden die Ladepreise hin gehen?

Michael_Ohl
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Und ich brauche das Gegenteil. Ohne gut Dokumentierte Abrechnung könnte ich die Kosten der Ladung selbst bezahlen - jetzt sind es Kosten meiner Firma und werden nicht vom Versteuerten Einkommen sondern vom Rohertrag bezahlt. Wäre das anders hätte ich anderes mit meinem Geld vor als early adaptor zu spielen und mir heute schon E-Autos zu leisten. Privat das doppelte zu bezahlen für halbe Leistung fände ich recht absurd.

MfG
Michael
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Re: Wo werden die Ladepreise hin gehen?

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  • hghildeb
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Ich denke, über kurz oder lang (eher einige Jahre) werden wir uns in Richtung Plug&Charge bewegen. Das Auto wird dann bei einem Stromanbieter registriert, der dann die einzelnen Roaming-Vorgänge einsammelt, seinen "Haustarif" darauf anwendet und mir eine konsolidierte Monatsabrechnung schickt.

So ähnlich ist es bei den Handytarifen auch gelaufen, ich sehe da durchaus Parallelen. Auch für verschiedene Abrechnungspräferenzen gibt es ja in der Telekom-Branche bewährte Modelle: Privat-/Firmen-/Flottenverträge, verbrauchsbasiert/Flatrate/Prepaid usw.

Und das bringt mich in Richtung BTT: Ich glaube fest daran, dass sich der Preis für Fahrstrom relativ schnell und zielstrebig in Richtung des Haushaltsstroms bewegen wird. Und ich fände das auch gar nicht schlecht: einfach, transparent, durchgängig einheitlich besteuert und damit am Ende des Tages vielleicht sogar halbwegs fair.
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Re: Wo werden die Ladepreise hin gehen?

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  • Tho
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hghildeb hat geschrieben: Und das bringt mich in Richtung BTT: Ich glaube fest daran, dass sich der Preis für Fahrstrom relativ schnell und zielstrebig in Richtung des Haushaltsstroms bewegen wird. Und ich fände das auch gar nicht schlecht: einfach, transparent, durchgängig einheitlich besteuert und damit am Ende des Tages vielleicht sogar halbwegs fair.
Bei dem Gedankengang frage ich mich immer, von was denn dann die Infrastruktur, Ladeinfrastruktur nicht Stromnetz, bezahlt werden soll.
Der Ladestrompreis wird immer bei Haushaltsstromptreis+Ladeinfrastrukturkosten liegen.
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Re: Wo werden die Ladepreise hin gehen?

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  • hghildeb
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Ich habe keine Bedenken, dass sich die Netz- und Ladepunktbetreiber kreative Rechenwege ausdenken werden, wie sie die Einkaufspreise und Netzentgelte untereinander aufteilen.

Vielleicht schätzen wir die Kosten der Ladeinfrastruktur im Vergleich zum restlichen Netz auch zu hoch ein. Ich bin da kein Fachmann, aber unterm Strich kostet ein Ladepunkt immer noch weniger als ein Umspannwerk. Beides muss durch den Strompreis bezahlt werden.
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Re: Wo werden die Ladepreise hin gehen?

ubit
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Tho hat geschrieben: Bei dem Gedankengang frage ich mich immer, von was denn dann die Infrastruktur, Ladeinfrastruktur nicht Stromnetz, bezahlt werden soll.
Der Ladestrompreis wird immer bei Haushaltsstromptreis+Ladeinfrastrukturkosten liegen.
Wer zahlt denn die Infrastruktur für die sonstigen Verbraucher? Gebäude, Gewerbe, Industrie? Klar zahlt man z.B. bei der Errichtung eines Hauses eine Anschlussgebühr, aber diese ist meist nicht kostendeckend. Und man zahlt ja "nur" den Weg vom Verteilerkasten zum Haus, nicht die Infrastruktur um den Verteilerkasten zu bauen und die Leitungen dorthin.

Diese Kosten müssen (auch bei der Lade-Infrastruktur) "nachträglich" über die laufenden Einnahmen gedeckt werden. Vielleicht verdienen die Stromkonzerne dann an der e-Mobilität anteilig weniger als am Haushaltsstrom. Pleite gehen werden sie daran vermutlich nicht...

Der Rest regelt sich über den Wettbewerb. Langfristig werden die Laternenparker keinen Stromtarif akzeptieren der spürbar über dem Haushaltsstrom liegt.

Ciao, Udo
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Re: Wo werden die Ladepreise hin gehen?

witt18
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ubit hat geschrieben: Wer zahlt denn die Infrastruktur für die sonstigen Verbraucher?
https://www.bundesnetzagentur.de/DE/Sac ... -node.html

Re: Wo werden die Ladepreise hin gehen?

ubit
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witt18 hat geschrieben:
ubit hat geschrieben: Wer zahlt denn die Infrastruktur für die sonstigen Verbraucher?
https://www.bundesnetzagentur.de/DE/Sac ... -node.html
Das war eine rhetorische Frage *g* Was willst Du uns mit dem Link mitteilen? Das Hausanschlüsse unter 30kW vom Baukostenzuschuss befreit sind?

Ciao, Udo
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Re: Wo werden die Ladepreise hin gehen?

herrohlson
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Warum geht ihr alle der Frage nach, wie günstig es im Idealfall werden kann ?
Jeder Ladesäulenbetreiber wird sich -wie auch im bisherigen Benzinmarkt- die Fragen stellen: Wieviel kann ich maximal kassieren und wie kriege ich möglichst viele Leute an die Säule ?
Die Tarife werden sich also an der Attraktivität der Umgebung orientieren und sie werden während der Ladung steigen,damit die Leute schnell abstöpseln.
Dass man zukünftig immer zu fixen Tarifen laden wird, denke ich nicht.
Da auch die Rahmenbedingungen für den Strompreis sich in den kommenden Jahren sehr schnell verschlechtern werden (Kohle- Kernkraftausstieg, dezentrale Erzeugung, zunehmende Infrastrukturkosten) und auch die Mineralölsteuer ersetzt werden muss (und ersetzen heißt immer überkompensieren), kann man von kräftig steigenden Stromkosten für den Endkunden ausgehen und für sehr kräftig steigende Ladekosten insbesondere an attraktiven Säulen in den Innenstädten und Autobahnen.
Das Laden eines E-Autos wird daher in 10 Jahren nicht mehr bei 5-10€ wie heute liegen, sondern (bei gestiegenen Ladekapazitäten) bei 80-100€ auswärts und bei 40-50€ zuhause.
Dann tanzen uns die Verbrenner auf der Nase rum, die für 40€ den Tank ihres Golf vollmachen, weil der Benzinpreis schon längst zusammengebrochen ist.

herrohlson
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