Wo werden die Ladepreise hin gehen?

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Re: Wo werden die Ladepreise hin gehen?

Naturfreund68
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ecopowerprofi hat geschrieben: Ist ein wenig Offtopic aber die Masse der Vermieter wird nur was machen, wenn der Gesetzgeber es vorschreibt. Das wird kommen, fragt sich nur wann.

Wenn alle, die ein eigenes Haus haben, sich ein BEV anschaffen würden, wären 50 bis 70% der Fahrzeuge ein BEV.
Falsch, 57% der Bevölkerung leben zur Miete...
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Re: Wo werden die Ladepreise hin gehen?

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Warum Falsch? Wo wird zur Miete gewohnt?

Der Anteil Eigentum mit Pkw ist wohl auf dem Land und Speckgürtel viel höher. Dort sind pro Haushalt (5 pers.) oft mehr als 2 Wagen gemeldet.
In der Stadt sind es oft weniger als eins.
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Re: Wo werden die Ladepreise hin gehen?

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Blue shadow hat geschrieben: Warum Falsch? Wo wird zur Miete gewohnt?

Der Anteil Eigentum mit Pkw ist wohl auf dem Land und Speckgürtel viel höher. Dort sind pro Haushalt (5 pers.) oft mehr als 2 Wagen gemeldet.
In der Stadt sind es oft weniger als eins.
Wohneigentum heißt nicht gleich "freistehendes Einfamilienhaus mit massig Platz drum herum". Auch auf "dem Land" (wie immer man das definieren wollte), gibt es sehr viele Mehrparteienhäuser mit Eigentumswohnungen. Natürlich haben da sehr viele auch einen PKW. Und wenn sie Glück haben auch einen Stellplatz in einer Tiefgarage. Nur aufgrund der lustigen Gesetzeslage über die Einstimmigkeit von Eigentümerversammlungs-Entscheidungen haben selbst dort die wenigsten tatsächlich die Möglichkeit, eine Wallbox zu installieren.

Mein Fazit in Sachen "Homecharging":
Am Einfachsten ist es bei einem Einfamilienhaus. Da kann man (fast) machen, was man will.
Schon bei einer Eigentumswohnung (egal ob plattes Land oder Stadt) in einem Mehparteienhaus wird's schon schwierig bis unmöglich.
Und Mieter sind eh auf das Wohlwollen des Vermieters oder der Kommune angewiesen.

SüdSchwabe.
*) Aus dem Speckgürtel gesendet.
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Re: Wo werden die Ladepreise hin gehen?

ubit
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Naturfreund68 hat geschrieben: Falsch, 57% der Bevölkerung leben zur Miete...
Ganz so einfach ist das nicht *g* Man muss da schon noch die Anzahl der PKW pro Haushalt berücksichtigen. Und in den 57% stecken halt sehr viele Single-Haushalte drin (2014 waren es 72%) bei denen die Chance hoch ist das es im Durchschnitt weniger als 1 Fahrzeug pro Haushalt gibt. Es haben aber nur gut 1/3 der Haushalt "nur ein Auto". Insofern sollte die "mit Heimladern elektrifizierbare" Quote etwas höher liegen.

Außerdem schwankt die Eigenheimquote je nach Bundesland erheblich. Bayern, Baden-Würtemberg, Schleswig-Holstein, Niedersachsen, Rheinlnad-Pfalz und das Saarland liegen zum Beispiel alle bei über 50%. Schlusslicht ist Berlin - das versaut mit nur 14,2% Eigentümerquote den Durchschnitt ganz ordentlich. Wobei Viele in Berlin halt eigentlich gar kein Auto brauchen (und immer mehr mittlerweile auch darauf verzichten). Hamburg liegt mit knapp 23% auch sehr niedrig und auch hier wäre für Viele das eigene Auto verzichtbar.

Dazu kommen Mieter die feste Stellplätze/Tiefgaragen etc. haben. Das sind sicherlich auch noch mal einige Prozent bei denen grundsätzlich (und wenn dir Politik endlich mal in die Gänge kommt auch praktisch) eine Heimladung realisierbar wäre.

Ciao, Udo
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Re: Wo werden die Ladepreise hin gehen?

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Warum müsste Ihr Euch hier immer irgendwelche absolut gesehen Zahlen in die Köppe kriegen? Lasst sie weg. Die sind eh kaum zu beweisen und je nach Sichtweise wieder irrelevant. Kaum einer wird jedoch gegen die Aussage "Wenn alle die zu Hause oder beim Arbeitgeber laden können, sich ein BEV anschaffen würden, hätten wir massenhaft BEV auf den Straßen" etwas sagen können.
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Re: Wo werden die Ladepreise hin gehen?

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straylight hat geschrieben: Warum müsste Ihr Euch hier immer irgendwelche absolut gesehen Zahlen in die Köppe kriegen? Lasst sie weg. Die sind eh kaum zu beweisen und je nach Sichtweise wieder irrelevant. Kaum einer wird jedoch gegen die Aussage "Wenn alle die zu Hause oder beim Arbeitgeber laden können, sich ein BEV anschaffen würden, hätten wir massenhaft BEV auf den Straßen" etwas sagen können.
Das ist schon richtig, nur eben auch nur ein Teilaspekt der Geschichte. Denn die Überwiegende Mehrheit aller Arbeitnehmer hat weder die Möglichkeit zu Hause zu laden noch beim Arbeitgeber.

Wenn man die Zahl derjenigen vergleicht, die sowohl zu Hause laden könnten und / oder beim AG gegen die Zahl derjenigen, die das nicht können, ist das größte Potential wohl bei der letzteren Gruppe zu finden. Man muss also für die zahlenmäßig deutlich größere Gruppe auch die Möglichkeit schaffen, dass zumindest die Ladeinfrastruktur kein übergroßes Problem darstellt und die Leute davon abhält, ein eMobil zu kaufen.

"Ich würde ja gerne, aber ich sehe keine Möglichkeit, wo und wie ich laden könnte" darf nicht mehr als Argument in einer Unterhaltung Gewicht haben. Das muss das Ziel sein.

SüdSchwabe.
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Re: Wo werden die Ladepreise hin gehen?

Naturfreund68
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Danke Schwabe, genauso ist es!

Re: Wo werden die Ladepreise hin gehen?

ubit
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SüdSchwabe hat geschrieben: Denn die Überwiegende Mehrheit aller Arbeitnehmer hat weder die Möglichkeit zu Hause zu laden noch beim Arbeitgeber.
Klar: Das ist der IST-Zustand...
Entscheidend ist aber: Wie hoch ist der Anteil bei dem sich das mit "vertretbarem Aufwand" ändern ließe?
Ich denke DAS ist die überwiegende Mehrheit...

Übrig bleiben dann "nur" die Leute die jeden Tag zu Hause UND am Arbeitsplatz auf die Suche nach einem Parkplatz gehen müssen weil es weder daheim noch am Arbeitsplatz Stellplätze gibt die sich elektrifizieren ließen. Und DAS dürfte die klare Minderheit sein. Aus dem Bauch würde ich da auf weniger als 25% tippen. In einigen Bundesländern noch deutlich weniger.

Klar ist aber auch: Auch für diese relativ kleine Gruppe wird man im "elektrischen Endausbau" eine Lösung finden müssen. Und deshalb kann es nicht angehen das die Preise für das öffentliche Laden deutlich über dem Preis für Heimlader liegen. Völlig egal wie das dann umgesetzt wird - Mobilität muss für alle Bevölkerungsgruppen ähnlich teuer sein. Notfalls muss das durch entsprechende Vorgaben durch den Gesetzgeber geregelt werden. Ansonsten wählen die Deppen im Volk die falschen Parteien und/oder kaufen gelbe Westen.

Tatsache ist aber auch: Dieses Problem stellt sich JETZT eigentlich noch gar nicht. Denn aktuell ist e-Mobilität für "das gemeine Volk" schlicht noch kein Thema. Zu teuer, zu unbequem, zu unflexibel, zu geringe Produktionszahlen. Wir brauchen noch Jahrzehnte bis die e-Fahrzeugdichte so hoch wird das wirklich JEDER umsteigen "muss". Zumindest in Deutschland. In anderen Ländern kann das durchaus schneller passieren...

Ciao, Udo
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Re: Wo werden die Ladepreise hin gehen?

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SüdSchwabe hat geschrieben: Man muss also für die zahlenmäßig deutlich größere Gruppe auch die Möglichkeit schaffen, dass zumindest die Ladeinfrastruktur kein übergroßes Problem darstellt und die Leute davon abhält, ein eMobil zu kaufen.
Das bestreite ich gar nicht. Im Gegenteil. Widerspricht meiner Aussage aber auch nicht.
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Re: Wo werden die Ladepreise hin gehen?

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ubit hat geschrieben:
SüdSchwabe hat geschrieben: Denn die Überwiegende Mehrheit aller Arbeitnehmer hat weder die Möglichkeit zu Hause zu laden noch beim Arbeitgeber.
Klar: Das ist der IST-Zustand...
Entscheidend ist aber: Wie hoch ist der Anteil bei dem sich das mit "vertretbarem Aufwand" ändern ließe?
Ich denke DAS ist die überwiegende Mehrheit...
a.) Reine Spekulation, was die Zahlen angeht.

b.) Wie stellst Du Dir das vor mit dem "vertretbaren Aufwand"? Wie soll der Interessent den Arbeitgeber dazu bewegen, eine Lademöglichkeit zu schaffen? Hier haben wir das klassische Henne-Ei Problem. Niemand kauft sich ein eMobil, weil der AG keine Lademöglichkeit anbietet, die der AG gar nicht einsieht auf zu stellen, weil ja "niemand" (oder nur ein paar Hansel) überhaupt ein eMobil haben.
Oder wie soll ein Interessent eine Kommune dazu bewegen, für Ihn einen Stellplatz zu reservieren und da einen Ladepunkt hinstellen, damit derjenige dann eventuell über Nacht laden kann? Das wird so nicht klappen.
Das fordert extrem viel Enthusiasmus - und selbst wenn man den hat, ist der Erfolg keinesfalls garantiert.

Eine zu hohe Hürde für Otto-Normalverbraucher, denn es gibt eine funktionierende Alternative - nämlich ein Verbrenner.
Übrig bleiben dann "nur" die Leute die jeden Tag zu Hause UND am Arbeitsplatz auf die Suche nach einem Parkplatz gehen müssen weil es weder daheim noch am Arbeitsplatz Stellplätze gibt die sich elektrifizieren ließen. Und DAS dürfte die klare Minderheit sein. Aus dem Bauch würde ich da auf weniger als 25% tippen. In einigen Bundesländern noch deutlich weniger.
Kannst Du diese Spekulation irgendwie mit Quellen füttern oder ist das nur gut geraten?
Klar ist aber auch: Auch für diese relativ kleine Gruppe wird man im "elektrischen Endausbau" eine Lösung finden müssen. Und deshalb kann es nicht angehen das die Preise für das öffentliche Laden deutlich über dem Preis für Heimlader liegen. Völlig egal wie das dann umgesetzt wird - Mobilität muss für alle Bevölkerungsgruppen ähnlich teuer sein.
Das ist sie doch heute schon nicht. Warum sollte es dann für eMobile gelten.
Es wird Gewinner und Verlierer geben. So, wie bei jedem Wandel.

Wenn man weiter denkt, ist es vielleicht sogar erstrebenswert, dass für eine Gruppe es lohnenswert ist, auf ein eigenes Fahrzeug zu verzichten und statt dessen doch auf die ÖPNV um zu steigen, soweit möglich. Denn das ist auch eine Tatsache: Wir haben eine deutlich zu hohe Quote an individueller Mobilität. Das ist eine der Grundursachen der Probleme, die wir im Verkehrssektor haben. Auch hier: Perspektivisch. Der ÖPNV muss sich im Zuge der Verkehrswende deutlich verbessern.

Aber auch: Ich wage nicht zu beurteilen, für wen es "besser" (wie man das auch immer bemessen oder definieren wollte), auf ein privates Fahrzeug zu verzichten und auf ÖPNV um zu steigen.
Notfalls muss das durch entsprechende Vorgaben durch den Gesetzgeber geregelt werden. Ansonsten wählen die Deppen im Volk die falschen Parteien und/oder kaufen gelbe Westen.
Ja, der Gesetzgeber muss einiges tun. Bspw. die Lademöglichkeit in Gemeinschaftsanlagen erleichtern bzw. überhaupt erst ermöglichen.
Und nein, der Gesetzgeber muss auch mal unpopuläre Maßnahmen ergreifen dürfen, ohne dass der Mob gleich mit Mistgabeln, Fackeln und gelben Leibchen auf die Straße rennt, weil manche Leute einfach nicht verstehen wollen, dass wir nicht mehr so wie bisher weiter machen können.
Tatsache ist aber auch: Dieses Problem stellt sich JETZT eigentlich noch gar nicht. Denn aktuell ist e-Mobilität für "das gemeine Volk" schlicht noch kein Thema. Zu teuer, zu unbequem, zu unflexibel, zu geringe Produktionszahlen. Wir brauchen noch Jahrzehnte bis die e-Fahrzeugdichte so hoch wird das wirklich JEDER umsteigen "muss". Zumindest in Deutschland. In anderen Ländern kann das durchaus schneller passieren...
Jein. Jetzt müssen die Weichen für die Zukunft gestellt werden. Bis die Dinge in dem Gesetzen dann tatsächlich umgesetzt sind, dauert es dann nochmal viele Jahre. Wenn jetzt nicht gehandelt wird, wird sich sehr, sehr lange nichts bewegen.

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