Wo werden die Ladepreise hin gehen?

Re: Wo werden die Ladepreise hin gehen?

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umali
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folder Mo 15. Apr 2019, 17:48
Ja - wenn HPC nicht infolge Überteuerung nutzlos werden soll, geht der Aufbau sicher nur mit Subventionen. Dann muss aber auch eine kWh-Preisobergrenze festgelegt werden, wenn Steuergelder fließen.
Ich bin mir aber unsicher, ob unsere Freunde von der GroKo schon den A.... dazu haben. Nun gut - VW wird ihnen schon Dampf machen, aber 100% sicher ist es nicht.

Mit Subventionen hätte ich jetzt kein Problem, wäre es doch ein vernünftiges Investment. Dass gleich noch netzlastausgleichende Zwischenspeicher installiert werden, sollte sinnvollerweise berücksichtigt werden.

Was nicht passieren darf, sind Szenarien, wo die kWh-Preise für den Nutzer >1 Eur gehen. Dies würde viele user veranlassen, diese Säulen tunlichst zu meiden. Ich würde schon bei >0,50Eur den sRex anwerfen (sofern vorhanden).

Dennoch favorisiere ich immer noch Unabhängigkeit (sRex). Keiner weiß, wie schnell und wie teuer der Ausbau realisiert werden kann und Baugenehmigungen ziehen sich in DE bekanntlich lange hin. Da bräuchte es schon Gesetzesänderungen, um den Ausbau zu beschleunigen.

VG U x I
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Re: Wo werden die Ladepreise hin gehen?

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folder Mo 15. Apr 2019, 17:57
Irgendwann geht dem Mittelspannungsnetz auch mal die Puste aus und dann gibt es keine zusätzlichen Standorte mehr, bzw. es wird wiederum teuerer für die Netzertüchtigung.

Ein typischer Ionity Standort hat einen 1,25MW Trafo. Der Ausbaukostenzuschuss für solch einen Anschluss an Mittelspannung kostet je nach VNB etwa 30-40€/kW - also bei 35€ etwa 44.000€ - und das nur für die Unterschrift auf dem Antrag, den Trafo darf man dann noch selbst kaufen...
Das muss alles eingepreist werden.

Edit:
Korrigiere den Baukostenzuschuss - Netze BW nimmt zb 85€/kW. Das wären für obiges Beispiel 106.250€ bei Anschluss an Mittelspannung (20kV).
Die genannten 30-40€ gelten für Niederspannung (400V).

Wohlgemerkt nur dafür, dass ich Leistung beziehen darf...
26kWp PV im Eigenverbrauch
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Re: Wo werden die Ladepreise hin gehen?

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folder Mo 15. Apr 2019, 18:46
Dafür sind die Netznutzungskosten (sowohl Leistungskomponente als auch die Energiekomponente) bei einem Anschluss an Mittelspannung niedriger. Ab einer bestimmten Größe lohnt sich das definitiv.

Re: Wo werden die Ladepreise hin gehen?

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folder Mi 24. Apr 2019, 14:01
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Re: Wo werden die Ladepreise hin gehen?

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folder Mi 24. Apr 2019, 15:15
Der Bericht ist nicht sonderlich gut. Weil nicht die Erneuerbaren energien sind das problem sondern die Fettern kohlekraftwerke die nicht abgeregelt werden weil es so wohl billiger für die betreiber ist.

https://www.agora-energiewende.de/servi ... 4.04.2019/
Passivhaus Premium, 18kWp PV, Sole WP mit Kühlung über BKA, KNX, 530e 3.2l/100km ~50% Elektrisch, 2021 EQC oder Crozz, PlugIn-PV Anlage
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Re: Wo werden die Ladepreise hin gehen?

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folder Do 25. Apr 2019, 07:35
Steht exakt so im Artikel der WELT:
Für die Versorger wäre es teurer, für die Zeit der Grüne-Strom-Spitzen, wie das Phänomen eines Überangebots von Solar und Wind im Jargon heißt, ihre Kraftwerke herunter- und später wieder hochzufahren, als Minuspreise zu zahlen. Und so kommt es regelmäßig zu dem paradoxen Zustand, dass nicht der Stromabnehmer den Produzenten bezahlt, sondern der Energieerzeuger zum Gratisstrom auch noch eine Prämie gewährt.
;)
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Re: Wo werden die Ladepreise hin gehen?

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folder Do 25. Apr 2019, 10:31
Und genau darin besteht die Synergie der Elektroautos mit den erneuerbaren Energien. Da diese Preise einen Tag vorher feststehen, kann so geladen werden, dass zu den Zeiten mit den niedrigsten Preisen geladen wird. Das ist gut für die Elektroautofahrer, da der Strom günstiger wird, und gut für die Anbieter, da diese zusätzliche Nachfrage den Preis zumindest etwas weniger absacken lässt. Bisher bietet das nur der Stromanbieter aWattAr an soweit ich weiß, und man kann das in Verbindung mit der go-E nutzen (oder geht es inzwischen auch mit OpenWB) - es wird dann einfach in einer vorgegebenen Zeitspanne (beispielsweise vom Anstecken um 18:00 bis um 08:00 morgens) die günstigsten Stunden der benötigten Ladedauer ausgesucht.

Re: Wo werden die Ladepreise hin gehen?

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    Eberhard
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folder Do 25. Apr 2019, 10:50
Da. hängt man noch PV ( ganze Tankstelle wird überdacht) ran und einen fetten Akku (>1MWg) mit Regelleistung etc.
Wird wirklich ein Geschäft draus.
CO2-Steuer könnte entsprechend die EEG Umlage reduzieren.


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Re: Wo werden die Ladepreise hin gehen?

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MatthiasGTE
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folder Do 25. Apr 2019, 12:57
Axxel hat geschrieben:
Sa 2. Feb 2019, 09:08
Fast die Hälfte der Kosten der Errichtung von Ladeinfrastruktur zahlt der Steuerzahler und die Finanzierungskosten liegen knapp über null Prozent. Danach erfolgt der Stomverkauf mit Margen jenseits von 100%. Die Elektromobilität hat noch nicht einmal richtig begonnen, schon werden die Kilometerpreise über die von Verbrennern gepushed. Bei 49 ct und den neuen 30 up Schrankwänden kosten 100km bald 15 bis 20 €. Da wünscht man sich seinen alten V8 wieder her.

Schau man sich in Europa um, so können schon heute unsere Strompreise bestenfalls als Raub bezeichnet werden.

https://www.kwh-preis.de/wp-content/upl ... rostat.jpg

https://www.verivox.de/nachrichten/eu-v ... is-120480/

Bald wird aus unserer Tasche richtig Kohle für die Kohle gezogen und wenn erst unser Staat die Einnahmen aus der Mineralölsteuer schrumpfen sieht, dann wird richtig hingelangt.
bei entsprechender Akkutechnik könnte sich ein "Stromtanktourismus" aufbauen :)

Re: Wo werden die Ladepreise hin gehen?

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folder Do 2. Mai 2019, 15:38
Eberhard hat geschrieben:
Do 25. Apr 2019, 10:50
Da. hängt man noch PV ( ganze Tankstelle wird überdacht) ran und einen fetten Akku (>1MWg) mit Regelleistung etc.
Wird wirklich ein Geschäft draus.
CO2-Steuer könnte entsprechend die EEG Umlage reduzieren.
Mit der CO2-Steuer die EEG finanzieren hätte schon einen gewissen charm. Das würde auch Wärmepumpen auf einen schlag attraktiver machen und den Strom billiger. Allerdings glaube ich nicht das man damit die Ladepreise deswegen viel billiger bekommt.
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