AC - ein Auslaufmodell?

Re: AC - ein Auslaufmodell?

USER_AVATAR
read
Schwani hat geschrieben:Noch einmal zur Klarstellung:
Ich setze zwingend voraus, das für meine Hypothese mobile oder kleine DC Wallboxen in die gleiche Preisregion kommen, wie heutige AC Geräte! Daran habe ich aber auch gleichzeitig keinen Zweifel - über den Zeitpunkt müssen wir ja jetzt hier nicht spekulieren.
Wenn die DC Wallboxen soviel kosten wie die AC heutzutage dann sind aber auch die AC Wallboxen deutlich billiger - 50 Euro?

Und die DC-Wallboxen sind dann trotzdem noch keine Schnelllader! Und Du beraubst Dich der Möglichkeit im Notfall bei Witwe Bolte Dein Verlängerungskabel einzustecken und 5 kW nachzuladen um zum nächsten "richtigen" Ladegerät zu kommen.

Allein aus diesem Grund glaube ich nicht daß die AC-Ladung überhaupt jemals aufgegeben wird, auch nicht in 50 Jahren...

Grüazi MaXx
Anzeige

Re: AC - ein Auslaufmodell?

WinnieW
  • Beiträge: 463
  • Registriert: Mo 3. Okt 2016, 20:24
  • Hat sich bedankt: 6 Mal
  • Danke erhalten: 8 Mal
read
Schwani hat geschrieben:Noch einmal zur Klarstellung:
Ich setze zwingend voraus, das für meine Hypothese mobile oder kleine DC-Wallboxen in die gleiche Preisregion kommen, wie heutige AC Geräte!...
Wann soll denn das geschehen? In den DC-Wallboxen steckt zwangsläufig deutlich mehr Elektronik im Vergleich zu den AC-Wallboxen.
Wie sollen die jemals so preisgünstig werden wie AC-Wallboxen? Da müsste ein Hersteller ja die darin verbaute Elektronik verschenken.

Re: AC - ein Auslaufmodell?

USER_AVATAR
  • spark-ed
  • Beiträge: 1920
  • Registriert: Sa 2. Aug 2014, 09:39
  • Wohnort: Sehnde
  • Danke erhalten: 273 Mal
read
MaXx.Grr hat geschrieben:Wenn die DC Wallboxen soviel kosten wie die AC heutzutage dann sind aber auch die AC Wallboxen deutlich billiger - 50 Euro?
Das ist ja gerade das Argument für die multifunktionalere DC-Technik. Bei den meisten Ladepunkten sind die Nebenkosten der Installation ohnehin viel teurer als die Hardware der angeschlossenen Wallbox.
Sagen wir mal, die Installationskosten liegen bei €1000,- und die AC Box kostet €50,- und die DC Box €600,- dann sind die effektiven Kosten nur 50% höher.
MaXx.Grr hat geschrieben:...im Notfall bei Witwe Bolte Dein "Verlängerungskabel" einzustecken...

oh, là, là - das läßt Raum für phantasievolle Interpretationen :lol:

Diese Form des Notstandes ist bei den meisten Elektromobilisten wohl nur in der Theorie bekannt.
Ich persönlich fühle mich mit ICCB an Bord auch besser, die meisten haben ihr "Notladekabel" aber noch nie für Notfälle gebraucht.

Aber was spricht denn auch dagegen, für dieses Szenario ein echtes "Notladekabel" als externen DC Lader mitzuführen.
Im etwas aufgeblasenen CCS Steckergehäuse ist für dieses Notladekabel dann die 2kW Ladeelektronik integriert.
SmartED - einfach, wie für mich gemacht

Re: AC - ein Auslaufmodell?

USER_AVATAR
read
@MaXx

Das AC Boxen auch günstiger werden ist anzunehmen.
Mir war nur wichtig festzustellen, dass man für das gleiche Geld, das man heute schon für AC Lademöglichkeiten ausgibt, wahrscheinlich gleich starke DC-Lader bekommen wird.

Außerdem spreche ich in dem erwähnten Ladebereich bewusst nicht von Schnellladen. Im Gegenteil - ich gehe fest davon aus, dass es bei entsprechender Verbreitung der e-Mobilität, zu festgelegten Grenzen für das Laden zuhause geben wird. Es sei denn, wir bekommen ein Geräte und Hersteller übergreifendes Lastmanagement für einzelne Straßenzüge und Regionen.

@WinnieW

Wann das Geschehen soll, kann ich dir nicht sagen. Fest steht jedoch, dass es gerade in diesem Bereich (Elektronik) seit Jahrzehnten genug Beispiele dafür gibt. Ich schreibe da nur Fernseher.
Da ich für ein eigenes Projekt seit über einem Jahr die Preise von Schnellladern verfolge, habe ich dort schon einen Preisverfall von fast 10.000€ für ein Nachfolgemodell mitbekommen.
29,95kWp PV im Eigenverbrauch
Outlander PHEV 06/17 - 11/18, e-load up! 02/18, Kona Acid yellow 64kWh 01/19; Sohn Ioniq

Re: AC - ein Auslaufmodell?

WinnieW
  • Beiträge: 463
  • Registriert: Mo 3. Okt 2016, 20:24
  • Hat sich bedankt: 6 Mal
  • Danke erhalten: 8 Mal
read
spark-ed hat geschrieben:Aber was spricht denn auch dagegen, für dieses Szenario ein echtes "Notladekabel" als externen DC Lader mitzuführen.
Im etwas aufgeblasenen CCS Steckergehäuse ist für dieses Notladekabel dann die 2kW Ladeelektronik integriert.
Es spricht nichts dagegen aber eben auch nichts dafür.
Wo ist jetzt der bedeutende Unterschied ob man ein 2 bis 3 kW Ladegerät im Auto fest eingebaut hat oder dies (ständig) lose im Auto mit sich herumfährt?
Ich kann da jetzt keinen bedeutenden Unterschied erkennen.
Solange es keine Verpflichtung gibt nur noch DC-Ladesäulen zu installieren und keine weiteren AC-Ladeanschlüsse mehr angebracht werden dürfen sehe ich nicht dass ein eingebautes Ladegerät überflüssig wird.

Die Frage ist ja auch wie die Situation in anderen Ländern aussieht. Ob sich dort DC-Ladesäulen gegenüber AC-Ladesäulen durchsetzen werden.
spark-ed hat geschrieben:Ich persönlich fühle mich mit ICCB an Bord auch besser, die meisten haben ihr "Notladekabel" aber noch nie für Notfälle gebraucht.
In einem solchen Notfall würde ich an eine AC-Ladesäule fahren anstatt das ICCB zu nutzen.

Ich sehe es jedenfalls die Entwicklung nicht kommen dass e-Auto in naher Zukunft nur noch an DC-Ladern laden können.

Re: AC - ein Auslaufmodell?

JuGoing
  • Beiträge: 1680
  • Registriert: So 16. Okt 2016, 20:46
  • Wohnort: DE 58300 Wetter
  • Hat sich bedankt: 195 Mal
  • Danke erhalten: 104 Mal
read
WinnieW hat geschrieben:Die Frage ist ja auch wie die Situation in anderen Ländern aussieht. Ob sich dort DC-Ladesäulen gegenüber AC-Ladesäulen durchsetzen werden.
Wie ist das denn in Norwegen, die sind ja schon ein paar Jahre weiter ?
10/13 PV 9,75 kWp (Ost / West) & Pelletsheizung ÖkoFen 25 kW mit 15 qm Solarthermie
02/17 Hauskraftwerk E3/DC S10E12 mit 13,8 kWh Batteriekapazität und Notstromversorgung
05/17 ZOE R90 ZE 40 22 kW
11/17 Sion reserviert

Re: AC - ein Auslaufmodell?

Kuhprah
  • Beiträge: 129
  • Registriert: Sa 11. Okt 2014, 00:40
  • Wohnort: CH-SO
read
Also bei uns gibt's sehr viele AC Säulen. Aber auch DC. Beides is gut :)

Und AC haste fast überall. Ich lade seit Jahren auswärts fast immer nur AC, meist sogar Schuko. Entgegen allen Schnelladefetischischten reicht das nämlich locker wenn man 10 bis 12h mit 10A laden kann.

Re: AC - ein Auslaufmodell?

USER_AVATAR
read
JuGoing hat geschrieben:
WinnieW hat geschrieben:Die Frage ist ja auch wie die Situation in anderen Ländern aussieht. Ob sich dort DC-Ladesäulen gegenüber AC-Ladesäulen durchsetzen werden.
Wie ist das denn in Norwegen, die sind ja schon ein paar Jahre weiter ?
Norwegen ist ein schlechter Vergleich, weil es da die AC Anschlüsse schon gab, als noch keine E-Mobile zu kaufen waren: damit konnte man nämlich die ICE Fahrzeuge vorwärmen / warm halten.

Gruß SRAM

Re: AC - ein Auslaufmodell?

WinnieW
  • Beiträge: 463
  • Registriert: Mo 3. Okt 2016, 20:24
  • Hat sich bedankt: 6 Mal
  • Danke erhalten: 8 Mal
read
In Norwegen sind das normale Aussen-Schuko-Steckdosen um z.B. elektr. Heizgeräte am Parkplatz anschließen zu können da es dort im Winter ar...gkalt werden kann u. das zu einem Problem beim Starten der Motore werden kann.

Das sind allerdings keine Typ2-Ladeanschlüsse u. wohl ebenfalls nicht für länger Zeit 16 A gedacht.
In den Städten gibt es aber sehr viele Parkplätze mit Typ2-AC-Ladeanschluss. DC-Schnelllader gibt es im Prinzip nur ausserhalb der Städte oder wenige in Parkhäusern.
In norwegischen Städten dominieren ganz klar die AC-Ladeanschlüsse.

Wer sich für die Ladesituation in Norwegen interessiert, dem empfehle ich folgendes PDF zu lesen, ab Seite 47, auf Seite 53 ist eine Übersicht zu finden über die Anzahl und Art der Ladeanschlüsse.
https://www.toi.no/getfile.php?mmfileid=47474

Re: AC - ein Auslaufmodell?

USER_AVATAR
  • LtSpock
  • Beiträge: 1900
  • Registriert: Di 25. Apr 2017, 14:19
  • Wohnort: Ortenau
  • Hat sich bedankt: 325 Mal
  • Danke erhalten: 323 Mal
read
Finde es immer witzig, wenn bei mir im Schwarzwald in irgendeinem Kuhdorf ein Typ2 Lader mit max. 22kw vom Bürgermeister mit Spektakel eingeweiht und dann noch als Zukunftsinvestition verkauft wird. Von den Ladepreisen jenseits von Gut und Böse abgesehen, welche den Ladeziegel in der heimischen Garage geradezu als Discountangebot erscheinen lassen. Wenn der nächste DC-Lader dann noch über 20km entfernt steht frage ich mich worin die Innovation besteht solche Schnarchlader aufzustellen.
IONIQ Premium bestellt: 28.04. >> uvb. Lieferung: August/September >> 20.12.2017 >> 03.02.2018 >> 22.01.2018 Abholung
Anzeige
AntwortenAntworten

Zurück zu „Öffentliche Lade-Infrastruktur“

Gehe zu Profile