Typ2 11kW im Lampenmast - geht auch

Re: Typ2 11kW im Lampenmast - geht auch

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  • kphklaus
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Lamentiert nicht wegen ein bisschen Strom.
Seit der Grundsteinlegung des Berliner Flughafen sind in China 60 Flughäfen in Betrieb gegangen. So ist der Deutsche nun mal!

Deutschland und der Weihnachtsmann
https://www1.wdr.de/mediathek/audio/wdr ... n-100.html
Aber nur für hartgesottene.
[*]..ab November 2018 Nissan Leaf Heidelberg Wallbox 77% Strom von zu Haus
Vermute niemals böse Absicht, wenn etwas auch durch reine Dummheit erklärt werden kann.
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Re: Typ2 11kW im Lampenmast - geht auch

WinnieW
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Anmar hat geschrieben:Ich frage mich immer, warum man im Ausland, Lichtmasten auch in Ladesäulen umrüsten kann.
https://www.electrive.net/2018/08/16/si ... tionen-um/
Naja, im Falle von London ist die Sache nachvollziehbar.
Da geht es um die City-Maut. Seit letztem Jahr wird für Fahrzeuge die zu viele Abgase produzieren eine erhöhte Maut für die Londoner Innenstadt fällig. Elektroautos sind von dieser erhöhten Maut ausgenommen.
Aber diese Autos müssen ja auch irgendwo laden können u. ich schätze dass es sehr viele Leute gibt welche die Autos an den Straßenrändern parken. Garagen oder sonstige Stellplätze für Autos sind in London Luxus.
Langsam aber stetig hat geschrieben:...und viele Laternen sind nicht direkt an der Straße, so dass das Kabel eine Stolperfalle wird
Stimmt, das Ladekabel über den Gehweg gelegt ist eine potentielle Stolperfalle für Leute mit Sehbehinderung oder Blinde... v.a. wenn es nicht flach aufliegt sondern durch den Aufwicklungsdrall bedingt stellenweise nicht auf dem Boden aufliegt.
...oder wenn das Ladekabel über einen Radweg gelegt werden muss... da weiß ich auch nicht ob das so sinnvoll ist wenn die Leute mit dem Fahrrad darüber fahren.

Re: Typ2 11kW im Lampenmast - geht auch

gthoele
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Na ja, es ist kein technisches Problem die Laternen nachzuverkabeln. Dazu muss man halt den Fußweg aufbuddeln um an ein Stromkabel des Versorgers ranzukommen und da die benötigte Leistung abholen und irgendwo den Sicherungskasten und Zähler hinbauen. Machen kann man das. Es ist ein wirtschaftliches Problem. Nichts ist so teuer und nervig wie buddeln (lassen) - das will man also lieber nicht machen.
Und wenn man eh teuer buddeln muss kann man für dieselbe (wahrscheinlich sogar weniger, da frei platzierbar) Buddelei (also für praktisch dasselbe Geld) eine freistehende Ladestation bauen, was man dann auch macht da man sich dafür nicht andauernd mit dem Besitzer der Laterne abstimmen muss.

Ich arbeite ja schon einige Zeit in der Verwaltung. Das mit den Genehmigungen ist nicht die größte Hürde. Meine Überzeugung ist, dass man, wenn man das wirklich will, Genehmigungen für eine Laternenladestation bekommen kann, es sei denn der Laternenbesitzer hat keine Lust - da die Laternen sein Eigentum sind darf der das ablehnen...
Genehmigungen für eine freistehende Station sind leichter zu erhalten. Dafür muss man bloss im Rathaus "Sondernutzungserlaubnis und straßenrechtliche Anordnung, bitte" sagen, dafür gibts hier nichtmal ein Formular. Ich empfehle immer persönlich hingehen und lieb fragen. Wie es in den Wald hineinschallt so schallt es auch wieder raus.

Nochmal zusammengefasst: Verboten ist hier gar nix. Geregelt ist aber vieles.
* Jeder kann in DE Ladestationen im öffentlichen Raum bauen.
* Die notwendige Sondernutzungserlaubnis ist im Prinzip dasselbe wie für ein Straßenfest. Sollte möglich sein. Ausnahme: Berlin - hier nur für Teilnehmer am Berliner Modell (was prinzipiell jeder machen kann, nicht nur Allego).
* Wer ein Freihaltungs-Verkehrsschild will braucht eine "straßenrechtliche Anordnung". Schwieriger aber auch möglich.
* Mehr Genehmigungen sind nicht erforderlich. In der Verwaltung für die ich momentan arbeite dauert das Ganze ca. sechs Wochen. Warum der Bau einer Ladestation trotzdem ein Jahr dauert - das Rathaus ist jedenfalls nicht Schuld.
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