Bau eines Schnellladers (Tagebuch)

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Re: Bau eines Schnellladers (Tagebuch)

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Die Wandler sind gerade gekommen.
Nach langem würfeln hat man sich jetzt wohl für 500/5 entschieden... :roll:
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Außerdem ist das Kabel bestellt.
Laut Hersteller wäre ein NAYY-J 5x95mm² knapp möglich, aber bei der angedachten Nutzung nicht empfehlenswert gewesen. Jetzt wird es 5x120mm².
Trotzdem bin ich erstaunt. Nach meinen Recherchen hätte ich eher mit einem 5x150mm² gerechnet - aber wenn es der sogar der Hersteller so gerechnet hat. Irgendwie verliere ich die Lust, alles zigmal infrage zu stellen...
26kWp PV im Eigenverbrauch
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Re: Bau eines Schnellladers (Tagebuch)

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Hat doch tatsächlich heute Westnetz angerufen und den Tauschtermin des Trafo für morgen früh 08.30Uhr angekündigt...
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Re: Bau eines Schnellladers (Tagebuch)

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Für wen oder was dienen die Wandler? Wenn 500 A fliessen, dann werden 5 A induziert?

Kann Dir Westnetz nicht die Kabelschuhe dran klemmen?
ExKonsul leaf blau winterpack ca 57000 km Spannung und Spass mit 16,5 kWh Akku ....brusa booster 22 kW in arbeit....akkurex in Plannung by muxsan.com...Made in Dresden arrived...Ahk liegt bereit

Re: Bau eines Schnellladers (Tagebuch)

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Der Strom wird über eine Auswerteeinheit erfasst, das kann z.B. ein Energy Manager von TQ Automation sein oder etwas Vergleichbares. Diese Geräte können meist nur Direktmessung bis 63 A. Mit allem was darüber liegt, würdest du die Technik grillen.

Wenn nun also 200 A fließen, reduzieren die Messwandler diesen Strom und geben 2 A auf den Direktmesseingang des Energy Managers. Der Rest ist Mathematik. Das Gerät multipliziert den gemessenen Strom mit Faktor 100 und kann dir sagen, dass an der Einspeisung trotzdem gerade 200 A durchgehen.
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Re: Bau eines Schnellladers (Tagebuch)

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Im Moment ist einiges los.
Ich schreibe gerade hier mit 100% Diesel...

Der erste Truppe Monteure hat das Dach entfernt. Danach ist der Unimog mit Kran, Trafo und Stromerzeuger gekommen.
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Das Aggregat von Westnetz hat nun die Versorgung der angeschlossenen Straßen übernommen. Dazu wurde ein doppeltes Leitungspack mit Steckkupplungen an die Station angeschlossen - alles Plug & Play. Dann haben sie das Aggregat warm laufen lassen und anschließend eine Netzkopplung durchgeführt. Bei Übernahme durch das Aggregat wurde die Netzfrequenz auf 51,8Hz angehoben und damit alle Solaranlagen hier im Umkreis außer Betrieb gesetzt - auch unsere Anlagen stehen auf Störung.
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Nach entfernen der Hoch.- und Niederspannungsanschlüsse, wurde der alte Trafo durch das Dach hinausgehoben und der neue wieder eingesetzt. Im Moment werden die Niederspannungsabgänge an das Verteilfeld mit dickeren Kabeln ausgestattet.

Geht gleich weiter...
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Re: Bau eines Schnellladers (Tagebuch)

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Spannend, dass sie mit den 51,5Hz alle PV-Anlagen stoppen. Auch absolut verständlich, dass das sein muss.

Aber wie holen sie die Anlagen danach wieder zurück?
Über klopfen und sagen, sie müssen einem kurz die PV neu starten? Oder reicht es, wenn später wieder alles auf 50Hz ist weil die PV-Anlagen dann selbstständig wieder starten?
smart fortwo 451er ED 3,7kW-Lader, EZ 05/2013; aktuell >230.000km
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Re: Bau eines Schnellladers (Tagebuch)

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MineCooky hat geschrieben: Spannend, dass sie mit den 51,5Hz alle PV-Anlagen stoppen. Auch absolut verständlich, dass das sein muss.

Aber wie holen sie die Anlagen danach wieder zurück?
Über klopfen und sagen, sie müssen einem kurz die PV neu starten? Oder reicht es, wenn später wieder alles auf 50Hz ist weil die PV-Anlagen dann selbstständig wieder starten?
Meine (SMA) würde, bin ich mir ziemlich sicher, wieder von selbst anlaufen.

Aber, wieso verständlich, dass die PV-Anlagen abschalten?
Wenn die anbleiben würden, würde der Dieselmotor als Generator dienen und RWE könnte Diesel regenerieren.
Na, das wär doch mal was. Ok, geht nicht, der Tank würde überlaufen....

Danke nochmals für die Doku. Finde das sehr interessant !
e-Golf und Kia e-niro
PV-Anlage 18kWp, Speicher 13,5kWh netto, von der Notwendigkeit der Energie- und Mobilitätswende überzeugt

Re: Bau eines Schnellladers (Tagebuch)

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Genau - der Tank würde überlaufen... :lol:

Aber im Prinzip ist genau das der Grund. Der Generator kann keine Leistung verbraten. Wenn also mehr PV als Verbrauch da wäre, gäbe es ein Problem. Heute hatten wir ja einen bedeckten Tag - alleine unsere PV hat 26kWp. Die Abnahmeleistung am Aggregat hat eben zwischen 70 und 100kW gelegen. Es wäre also selbst hier durchaus möglich, dass die PV-Leistung den Verbrauch überschritten hätte.

Die Niederspannungskabel sind jetzt auch wieder dran.
Vorher waren es jeweils zwei Einzeladern pro Phase mit einem Kabelschuh an Ende. Jetzt wurde auf die Gewindeabgänge vom Trafo ein Adapter aufgeschraubt und einfach das abisolierte Kabelende hineingeschoben und verschraubt.
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Danach wurden erst die 20kV Sicherungen mit 40A eingelegt (vorher waren 16A drin)
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und danach die Niederspannungssicherungen der Abgangsseite mit 630kVA.
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Re: Bau eines Schnellladers (Tagebuch)

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Zum Abschluss der Arbeiten mußte wieder die Netzsynchronität hergestellt werden.

Damit die Regelung des Aggregates 'weiß' was im Netz los ist, wurde zuerst dieses Messgerät an die einzelnen Leiter angeschlossen.
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Auf der Kabeltrommel dahinter befindet sich ein Datenkabel um das Messgerät mit dem Generator zu verbinden. Nach einschalten der Messbox ging sofort die Drehzahl des Generators herunter, um wieder auf die ca. 50Hz Netzfrequenz zu kommen. Dies ist laut den Monteuren ein sehr kritischer Moment, da die PV-Anlagen sich wieder automatisch zuschalten. Sollte die Leistung der Anlagen zu hoch sein, kann der Generator keine Synchronität herstellen und das Netz müßte für einen Moment doch noch komplett abgeschaltet werden. Gleichzeitig wurden alle drei NH Sicherungen zugeschaltet.

Da es recht bewölkt war, hat alles funktioniert.

Hier noch eine Aufnahme des Bedienfeldes des 250kVA Generators:
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Schön zu sehen, das L1 anscheinend mehr als die anderen Phasen belastet ist - wäre aber normal und hat keinen interessiert.

Hier noch ein Bild von den Anschlüssen des Generators am Verteilfeld der Station:
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Schön zu sehen ist unser Abgang ganz rechts mit Namen.


Alles in Allem hat es also funktioniert - der Trafo ist getauscht und damit fast alle Hürden der Stromversorgung genommen - ja fast...
Heute war auch kurz der Elektriker anwesend und hat mir mitgeteilt, dass am 23.05. um 09.00Uhr der Zähler gesetzt wird! Wenn dies vollzogen ist, ist Westnetz mit seiner Arbeit fertig.

Gleichzeitig haben wir den 30.05. (Feiertag) festgehalten für die Umschaltung unserer Hauptverteilung. Das wird auch noch einige Stunden dauern.
Das Kabel soll am Donnerstag mit einem Lkw angeliefert werden. Die Presszange hat er auch organisiert - es scheint im Moment wirklich zu laufen. Die Einweihung am 15.06. rückt näher.
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Re: Bau eines Schnellladers (Tagebuch)

Compton
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Hallo Schwani,

schön zu sehen wie es voran geht!
Laut Hersteller wäre ein NAYY-J 5x95mm² knapp möglich, aber bei der angedachten Nutzung nicht empfehlenswert gewesen. Jetzt wird es 5x120mm².
Trotzdem bin ich erstaunt. Nach meinen Recherchen hätte ich eher mit einem 5x150mm² gerechnet
Ich muss sagen, dass mir der Querschnitt auch zu gering erscheint.. Weißt du nach welcher Leistung / welchem Strom das Kabel ausgelegt wurde?

Laut Datenblatt von Alpitronic müssten es für eine 150 kW Ladesäule eingangsseitig 160 kW bzw. ~235 A sein. Ein 5x120 mm² Alu-Kabel kann mit max. 245 A (bei direkt Erdverlegung) belastet werden - die nächst kleinere NH-Sicherungsgröße ist aber 224 A, also zu gering..

Kann mich aber auch irren.


Viele Grüße
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