Erste geförderte Ladestation der Berliner Vergabe eingeweiht

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Re: Erste geförderte Ladestation der Berliner Vergabe eingew

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Nichts neues.

Bisher immer noch 4€ die Stunde (oder 0.05 Cent Minute + 77 Cent Start) und gerüchteweise 2€ die Stunde für 1-Phasenlader.
Twizy hat ja nun mal leider nur einen 2kW Lader.
Gruß
Großstadtfahrer

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Re: Erste geförderte Ladestation der Berliner Vergabe eingew

TeeKay
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Volker.Berlin hat geschrieben: Inzwischen habe ich von TNM eine Rechnung bekommen! Die erste überhaupt.

Drei kürzere Ladungen wurden jeweils pauschal mit 1 Euro bepreist. Für eine längere Ladung von 3:39 Stunden wurden 7,16 Euro in Rechnung gestellt (jeweils zzgl. MwSt).

Für die letztgenannte Ladung habe ich also 8,52 € (inkl. MwSt) bezahlt. Ich habe 3,65 Stunden mit 11 kW geladen, also etwa 40 kWh erhalten. Somit habe ich 2,33 €/Stunde bezahlt, oder 0,21 €/kWh.
Mit anderen Worten: Es gibt keinerlei Preissicherheit bei be emobil. Es ist eine Lotterie, bei der man vorher den Gewinn nicht kennt und auch nicht den Einsatz. Die Preisstruktur ist eindeutig:
35 Cent für TNM
77 Cent für Be Immobil
5 Cent pro Minute

Wie können da pauschale 1 Euro oder 2,33 Euro pro Stunde oder 1,96 pro Stunde herauskommen? Stellt dieses Schwachsinnsprojekt endlich ein und belästigt nicht die armen Nutzer mit dem typisch berlinerischen Dilletantismus. An Stelle der bei der Ausschreibung gescheiterten Konkurrenten würde ich es mal mit einer Abmahnung gegen TNM und die Stadt Berlin probieren, da hier vermutlich gegen Gesetze verstoßen wird. Wenn der Anbieter keine klaren Preise kommuniziert, werden Verbraucher getäuscht und der Wettbewerb verzerrt.

Re: Erste geförderte Ladestation der Berliner Vergabe eingew

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TeeKay hat geschrieben:Wie können da pauschale 1 Euro [...] herauskommen?
Ich weiß es nicht mehr genau, weil es so lange her ist, aber ich habe mich ein paar Mal beschwert, weil etwas nicht so funktioniert hat, wie es hätte sollen. Zum Beispiel hat die Ladung nach einer gewissen Zeit einfach abgebrochen. In einigen Fällen wurde mir Kulanz versprochen, und ich vermute, das sieht dann so aus: 1 Euro Bearbeitungsgebühr, und den Strom geschenkt, oder wie auch immer Du es betrachten möchtest. Ich finde das fair.
TeeKay hat geschrieben:Die Preisstruktur ist eindeutig:
35 Cent für TNM
77 Cent für Be Immobil
5 Cent pro Minute
Wenn ich 3:39 Stunden, also 219 Minuten, mit dem von Dir genannten Preis von 0,05 € multipliziere, kommt etwas mehr raus, als das, was ich bezahlt habe. Jedenfalls nicht weniger. Vielleicht sind da ein paar Minuten Kulanz eingeräumt, damit man Zeit hat für's ein- und ausstöpseln und um die Ladung zu starten. Vermutlich aus dem Grund, damit Meckerköppe wie Du endlich zufrieden sind. ;) Ich kann damit leben.

Die 2,33 €/Stunde, die ich ausgerechnet habe, sind der effektive Bruttopreis für den konkreten Ladevorgang. Das ist natürlich keine runde Summe, aber es ist die einzige Zahl, die mich am Ende interessiert.

Re: Erste geförderte Ladestation der Berliner Vergabe eingew

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Volker, ich möchte hier Teekay mal beipflichten. In Deinem letzten Beitrag sind mir zu viele "vielleichts". Du magst recht haben, dass 2,33 EUR pro Stunde für AC3 ok sind, aber es ist nicht transparent.

Bei Deinen 219 Minuten komme ich auf 11,72 EUR (warum eigentlich 0,35 EUR für TNM, wo steht das) und nicht 8,39 EUR.

Wenn ich nicht im vorhinein weiß, was ich bezahlen muss, verstößt das gegen geltende Regeln, Kulanz hin oder her, es ist intransparent und wird daher von den meisten gemieden. Ausnahmen wie bei Dir, denen das egal ist, wird es immer geben.

Ich möchte auch gerne vorher wissen, was mich mein Essen im Restaurant kostet und nicht am Ende eine Rechnung über 300 EUR präsentiert zu bekommen.
BMW i3 - 60Ah - BEV (Baudatum 09-2013) Andesitsilber - I001-18-11-539 - 10/2015-04/2019
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Re: Erste geförderte Ladestation der Berliner Vergabe eingew

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Ich kenne wenig Leute, die etwas dagegen haben, weniger zu bezahlen, als erwartet. Eure Kritik würde für mich nur Sinn ergeben, wenn ich mehr bezahlen müsste, als erwartet. Solange es weniger ist, ist mir jede Erklärung dafür recht. Und sei es nur, dass be-emobil noch dabei ist, zu üben... Sollen sie doch.

Re: Erste geförderte Ladestation der Berliner Vergabe eingew

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Wozu haben die Säulen eigentlich ein Display? Ob der linke oder rechte Anschluss frei oder belegt ist kann ich auch anders erkennen.. :roll:
Ist es zu viel verlangt dort die Kosten angezeigt zu bekommen, nachdem ich mich authentifiziert habe?
i3-Rex seit 04.2014 (i300), id.3-1st-Max seit 11.2020 (i301)

Re: Erste geförderte Ladestation der Berliner Vergabe eingew

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Ich war kürzlich auch mal wieder mit der ZOE in Berlin und habe eine be emobil Säule zum destination charging genutzt, weil sie praktisch direkt vor dem Haus stand. Die 22kW-RWE-Säulen sind ja leider dauerbelegt durch "ladende" carsharing Fahrzeuge... Insofern scheint der Zeittarif bei den be emobil Säulen tatsächlich zu bewirken, dass sie nicht als Parkplatz missbraucht werden.

Ich habe da ca. 2h geladen, aber die Ladung taucht in meinem MyTNM Account gar nicht auf... Ist jetzt 2 Wochen her. Vielleicht dauert der Datenabgleich noch?

Aber generell ist das schon kurios: Ich kann mit meiner TNM Karte eine Ladung starten, ohne zu wissen, was es mich kosten wird.* Jeder Onlineshopbetreiber setzt sich einem nicht unerheblichem Abmahnrisiko aus, wenn er nicht peinlich genau die Preise der angebotenen Waren oder Dienstleistungen vor dem Kauf zwingend und nachweislich zur Kenntnis bringt. An öffentlichen kostenpflichtigen Ladesäulen zu laden scheint hingegen eine Art Glücksspiel zu sein. Braucht man dafür nicht eine spezielle Lizenz? ;)

*) Klar könnte ich in die App gucken, aber das ist eben kein zwingender Bestandteil des "Kaufprozesses".
ZOE Intens Q210 2013-2018
ZOE ZE40 Limited R110 ab 2019
Ratgeber Elektroautos | ZOE-Blog

Re: Erste geförderte Ladestation der Berliner Vergabe eingew

MarkusD
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Volker.Berlin hat geschrieben:Ich kenne wenig Leute, die etwas dagegen haben, weniger zu bezahlen, als erwartet. Eure Kritik würde für mich nur Sinn ergeben, wenn ich mehr bezahlen müsste, als erwartet.
Das Problem ist, daß ich nichtmal weiß, was ich erwarten kann, darf und soll.

Elektrolurchs Aussage trifft es. Ähnlich habe ich mich auch schon früher geäußert.
Selbst die Preis-Angaben in der TNM-App sind mit Vorsicht zu genießen. Würden die stimmen, hätte ich schon mal Rechnungen bekommen müssen. War hier ein Vorteil für mich, ja. Könnte aber auch anders herum laufen.

Ich denke, ist nur noch eine Frage der Zeit, bis bei den Abmahnanwälten Bewegung in die Sache kommt.

Re: Erste geförderte Ladestation der Berliner Vergabe eingew

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i300 hat geschrieben:Wozu haben die Säulen eigentlich ein Display? [...] Ist es zu viel verlangt dort die Kosten angezeigt zu bekommen, nachdem ich mich authentifiziert habe?
Genau dafür haben sie das Display. Dieses Display ist (neben Farbe, Leistung, Tarifmodell u.a.) ausdrücklich Bestandteil der entsprechenden Vorschrift, die dazu führt, dass RWE und Vattenfall ihre Säulen in Berlin werden abbauen oder umrüsten müssen. Die Begründung für die Erfordernis dieses Displays ist eben gerade Preistransparenz: Herr Blümel selbst hat mir erklärt, dass es doch nicht ginge, eine Leistung zu beziehen und anschließend eine Rechnung zu erhalten, ohne dass vorher klar sei, was es kosten würde.

Insofern gehe ich im Moment noch davon aus, dass genau das noch kommen wird. Alles andere sind Kinderkrankheiten und Anlaufschwierigkeiten. Man kann natürlich auch immer sofort motzen und kritisieren, aber wenn man dadurch irgendetwas erreicht, dann doch nur, dass alles noch komplizierter wird und es noch langsamer vorwärts geht. Deshalb sage ich: Lasst sie doch erstmal machen und seid einfach zufrieden, solange ihr keine unberechtigten Forderungen erhaltet.

Re: Erste geförderte Ladestation der Berliner Vergabe eingew

TeeKay
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fridgeS3 hat geschrieben:(warum eigentlich 0,35 EUR für TNM, wo steht das)
TNM berechnet für jede Ladung 35 Cent Abrechnungsentgelt.
Volker.Berlin hat geschrieben:Ich kenne wenig Leute, die etwas dagegen haben, weniger zu bezahlen, als erwartet.
Das Problem ist, dass teure Infrastruktur vorgehalten wird, die in Erwartung hoher Preise niemand nutzt, weil die tatsächlich abgerechneten Preise nicht kommuniziert werden. Es wird ein fiktiver, hoher Preis ausgerufen, der von der Nutzung abhält. Offenbar hat keiner Interesse an einer Nutzung der subventionierten Infrastruktur. Für Allego ist das ideal. Allego bekam ein pauschales Errichtungsentgelt pro Säule, die Kosten für den Netzanschluss trägt zu 100% die Stadt Berlin. Weiterhin fließt pro Ladepunkt ein Betreiberentgelt an Allego, egal ob da jemand lädt oder nicht.

Je weniger die Säulen genutzt werden, desto weniger Wartungs- und Transaktionskosten fallen an und nach 5 Jahren gehen die nie genutzten und daher nie reparaturbedürftigen Säulen an die Stadt zurück. Allego hat am Bau und dem Vorhalten der ungenutzten Infrastruktur verdient und kann das Geld an anderer Stelle einsetzen. Ich nenn das Wettbewerbsverzerrung.

Nun könnte man natürlich spekulieren, dass sich die niedrigeren realen Preise herumsprechen und die Säulen doch genutzt werden. Doch da wären wir wieder beim Preisjoker. Keiner weiß vorher, was am Ende wirklich abgerechnet wird. Wären es 3 Euro pro Stunde + 1,12 Euro pro Ladestart, wäre meine Kalkulation dahin. Das merke ich dank der enorm verspäteten Abrechnung aber erst nach 6 Monaten. Wer außer dir geht dieses Risiko ein? Nach meiner Beobachtung keiner, die Säulen sind meistens frei.

Im Übrigen ist deine liebe Blümel-Geschichte doch nur deshalb nötig, weil der selbe Blümel so ein absurdes Tarifkonstrukt ausdachte. Vermutlich verzögerte sich die Ausschreibung allein deshalb um 2 Jahre:
- Abrechnungsentgelt in Abhängigkeit vom Abrechnungsdienstleister (derzeit nur TNM, daher noch einfach)
- Startentgelt unabhängig vom Abrechnungsdienstleister
- Minutentarif dreiphasig in Abhängigkeit vom Abrechnungsdienstleister (derzeit nur TNM, daher noch einfach)
- Minutentarif einphasig in Abhängigkeit vom Abrechnungsdienstleister (derzeit nur TNM, daher noch einfach)

4 Preiskomponenten, die zu einer unendlichen Anzahl an Endpreisen führen. Bei einer schlichten kWh-Abrechnung mit vom Land vorgegebenen kWh-Preis bräuchte ich kein Display und auch keine Preisangabe. Ich wüsste, dass ich pro kWh immer z.B. 30 Cent zahle.

Das wäre ein echtes Berliner Modell gewesen. So steht das Berliner Modell für das absurdeste Tarifkonstrukt, das mir bisher unterkam. Eben echt gute Behördenarbeit. Zur Übergabe des Ordens "Aktivist des Siebenjahrplans" an Blümel lade ich nächste Woche in den Görlitzer Park ein...
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