Erste geförderte Ladestation der Berliner Vergabe eingeweiht

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Re: Erste geförderte Ladestation der Berliner Vergabe eingew

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Ich vermute auch stark, dass RWE die Säulen abbauen wird, auch wenn hier geschrieben wurde, die Verhandlungen würden positiv verlaufen. Vielleicht stellen sie ein paar mehr Säulen im Berliner Umland auf. Die Durchreisenden wird es freuen.
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Re: Erste geförderte Ladestation der Berliner Vergabe eingew

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Volker.Berlin hat geschrieben:Dazu geht demnächst eine Website online, auf der man konkrete Standorte vorschlagen kann. Voraussetzung dafür ist der Nachweis, dass man bereits ein Elektroauto hat oder eines im Zulauf ist (im Unterschied zur "Challenge" von TNM, die ziemlich unstrukturiert ablief).
Wer bestellt denn ein eAuto (bis auf ein paar Freaks), wenn er fußläuig von der Wohnung oder Arbeit keinen Ladepunkt hat, wenn max 11KW die Regel sein werden?

Kann ein Randberliner dann einen Ladepunkt in BErlin vorschlagen, wo ich während meines aAufenthalts in berlin gern laden können würde? ODer darf man nur zu Hause LAden und nicht am Arbeitsplatz?

Ich bleibe dabei, das 11KW kleingeister Schrott ist. Die Mehrkosten sind marginal undes werden alles 32A einpahsenlader bestraft.
Verwendung korrekter physikalischer Einheiten
"Online" heißt nicht, das ich gerade hier im Forum aktiv bin.

.

Re: Ladestationen in Berlin: be-emobil.de

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TeeKay hat geschrieben:
@e-future: Auf DC als Standardladung zu setzen, wäre dann der nächste Wahnsinn, der sich von anderen erfolgreichen Elektromobilitätsnationen abheben würde. Wer DC-Ladung als die neue Standard-Lademethode propagiert, will, dass die Menschen ihr Elektroauto künftig genauso betanken müssen wie die Verbrennerfahrer ihren Verbrenner. Statt "Plug in & Forget" heißts dann "Plug in & Wait" - geniale Idee.

Worin siehst du eigentlich ein Problem in zehntausenden Lademöglichkeiten in Berlin? Andere Städte planen das auch. Würde man bei allen Straßensanierungen die Parkplätze mit billiger Ladeinfrastruktur ausrüsten, entstünden auch nur geringe Mehrkosten. Auf 2km wurden an meiner Büroadresse in Berlin Parktaschen angelegt. Parallel dazu wurde der Gehweg aufgebrochen, um neue Telefonkabel zu verlegen. Hier waren schon alle teuren Tiefbauarbeiten vergeben und die Lade-Infrastruktur hätte als Abfallprodukt kostengünstig mit installiert werden können. Neben die Telefonkabel wären neue Stromkabel gelegt worden und die Parkplatzpflasterer hätten an jede Parktasche eine Säule einbetoniert.

Beim anderen Büro wurde gleich die ganze Straße neu gebaut. Richtig schickt mit Asphalt und natursteingepflasterten Parkbuchten und neuem Bürgersteig. Auch hier wären die Kosten für Lade-Infrastruktur gering gewesen. Wer aber selbst bei solchen Chancen NICHTS tut, nicht einmal vorbereitende Installationen wie Leerrohre, der braucht nicht mehr zu hohen Kosten bei der Nachrüstung argumentieren. Das sind dann selbst geschaffene Probleme.
bin voll Deiner Meinung TeeKay. Ich denke, Du hast mich hier missverstanden. Ich sehe überhaupt kein Problem in einem massenhaften Bau von Ladestationen, im Gegenteil das war schon in mehreren Threads stets meine Rede. Ich sehe nur nicht, dass entsprechend geplant wird, statt dessen wird eher der Status quo verwaltet. Selbst die NPE sieht in ihrem Konzept einen Bedarf von 80.000 bis 100.000 Ladestationen in Deutschland vor (bei 500.000 EVs in 2020). Das halte ich durchaus für realistisch. Gemessen an Population und Fahrzeugdichte müssten das mind. 3.000-4.000 Säulen allein in Berlin sein. Hier gibt's ja nicht nur den innerstädtischen Verkehr, sondern auch den Verkehr von >200.000 Pendlern jeden Tag. V.a. sind die Umstände einer Großstadt zu berücksichtigen: Home charging ist allenfalls eher für die Randgebiete mit Garage geeignet, im verdichteten Innenstadtbereich mit Mehrparteienhäusern eher schwierig, da ist das Laternenladen eigentlich ideal.
Destination charging wäre sicher die Domäne eines Arbeitgebers, da reichen auch geringe Ladeleistungen. DC Ladestationen müssten dennoch über die ganze Stadt strategisch verteilt sein. Im Moment gibt's 8 Lader und die stehen zur Hälfte entweder bei VW oder BMW (dank des Versagens der EMO) und sind auch noch sehr unglücklich verteilt. Habe neulich eine Taxifahrer mit eGolf beim DC Laden getroffen, wie soll man beispielsweise die Taxiflotte elektrifizieren ohne ein gutes Netz an DC Stationen zu haben, da ist AC Laden ein NoGo. Nur eines von vielen Beispielen.

Für die Elektromobilität gilt leider auch, was für die Energiewende im allgemeinen gilt: Bei der Gestaltung der Energiewende regieren vor allem zwei Prinzipien: durchwursteln und hoffen.
Ich könnte mich immer noch darüber aufregen wie der Gabriel von der Kohlelobby platt gemacht wurde. Erst war vorgesehen, die Betreiber über eine Emissionsabgabe an den Klimazielen zu beteiligen, was am Ende rauskam ist, dass der Verbraucher und Steuerzahler die Kohlekraftwerkbetrieber dafür entschädigen darf, dass diese keinen Klimafrevel begehen. Da wurde das Verursacherprinzip kurzerhand ins Gegenteil verkehrt und dem Steuerzahler aufgehalst. Wahnsinn!
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Re: Erste geförderte Ladestation der Berliner Vergabe eingew

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Da begreift man erst mal wie lange Aldi-Süd für deren Initiative forschen und verhandeln mussten bis es so rund wurde und dann innerhalb weniger Wochen zu realisieren war...
Das müssen Jahrzehnte gewesen sein - Faszinierend! :shock:
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Re: Erste geförderte Ladestation der Berliner Vergabe eingew

TeeKay
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@e-future: Ja, die Stadt müsste mit DC-Ladern gepflastert werden, um Laternenladern ein schnelles Backup für den Fall zu liefern, dass die AC-Ladepunkte alle besetzt oder zugeparkt sind. So macht es Estland (in Tallinn mit 430.000 Einwohnern stehen allein 15 50kW DC-Lader, in Berlin mit 8x mehr Einwohnern stehen halb so viele), Norwegen, Dänemark beginnt.

Re: Erste geförderte Ladestation der Berliner Vergabe eingew

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Wenn man sich auf der Webseite von "be emobil" die sog. Suchräume anschaut (wo Ladestationen errichtet werden sollen) wird schnell klar, dass der Senat davon ausgeht, dass Elektromobilität vorwiegend in der Innenstadt stattfindet. Alle Außenbezirke, aber auch relativ zentral gelegene Bezirke wie das westliche Charlottenburg sind völlig abgeschlagen. Weiterhin ist klar, dass es sich hier um offensichtliche Klientenpolitik handelt und den Carsharern in der Stadt eine auskömmliche Infrastruktur errichtet werden soll (alles was sich innerhalb des S-Bahnringes bewegt). Das ist schon schlimm. Die private Elektromobilität ist ein randständiges Phänomen und nicht weiter beachtenswert. Es ist schon krass, wie wenig zukunftsorientiert oder sagen wir visionär hier vorgegangen wird.
Ich finde neue Initiativen grundsätzlich gut und notwendig, aber was sich hier erkennbar abzeichnet, ist keinesfalls das visionäre Konzept, das eine Stadt wie Berlin gut gebrauchen könnte. Wieder eine vertane Chance.
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Re: AW: Erste geförderte Ladestation der Berliner Vergabe ei

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So ganz verstehe ich Deine Kritik nicht. Wo würdest Du die Säulen denn hin stellen? Auf gut Glück in die Außenbezirke verstreut (und somit keine oder weniger Säulen im Zentrum)? Die Reaktionen hier in Forum kann ich mir gut ausmalen.

Hast Du zur Kenntnis genommen, dass das Abrechnungsmodell von be-emobil geradezu Carsharing-feindlich ist? Und dass unabhängig von den Suchräumen jeder, der nachweislich ein Elektroauto besitzt, seine Wunsch-Location beantragen kann (ab Januar 2016)? Wie passt das zu Deiner Unterstellung? Wir wollen doch alle dort laden, wo man sich sowieso gern länger aufhält, und wünschen uns Säulen dort, wo möglichst viele Nutzer davon profitieren können.

Re: Erste geförderte Ladestation der Berliner Vergabe eingew

TeeKay
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Wenn man sich nicht von 800 auf 200 Säulen reduziert hätte, bräuchte man keine Suchräume, sondern könnte in ganz Berlin bauen. Und wenn man wie London gleich 120 Mio statt 9,6 in die Hand genommen hätte, wäre vielleicht auch ein vernünftiges, zukunftsfähiges Konzept entstanden. So reichen die 9,6 Mio allenfalls, um den Begriff "Wurde geblümelt" als Synonym für "Wurde absichtlich an die Wand gefahren" zu etablieren.

Dass das Abrechnungsmodell carsharerfeindlich ist, fiel schon auf. Umso absurder ist es, dass die Säulen-Suchräume explizit auf den Carsharer-Bedarf abzielen. Das ist nicht e-futures Erfindung, sondern wird von den Initiatoren auch so gesagt.

Und zu den beantragbaren Säulen ab 2016 warten wir mal ab, bis die erste beantragte Säule am beantragten Ort steht.

Re: Erste geförderte Ladestation der Berliner Vergabe eingew

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Ich wette eine komplette Crowdfunding-Box, dass die Carsharer sich einka*** ähm Lobbyarbeit leisten und andere Rahmenverträge aushandeln.
2014 - 2019: Renault Zoe Q210
2015 - 2020: Kangoo Maxi ZE
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1500km kostenloses SuperCharging für Dich und mich, wenn Du diesen Link zur Bestellung (S/3/X/Y) nutzt:
https://ts.la/bernd30762

Re: Erste geförderte Ladestation der Berliner Vergabe eingew

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Wenn dann auch wirklich jeder EV Besitzer in den Außenbezirken eine Lademöglichkeit erhält dann wäre das vergleichbar mit Amsterdam.
Ich persönlich werde auf jeden Fall meine Konsequenzen daraus ziehen wenn es für mich keine Lademöglichkeit geben wird.

Ein "auf gut Glück" verteilen der Ladesäulen in den Außenbezirken würde ich trotzdem begrüßen denn meist fährt man jemanden besuchten wo es keine Ladesäule in der Nähe gibt.
Auch könnten dadurch neue Interessenten gewonnen werden die dich danken EV kaufen.
Ich jedenfalls würde mir kein EV kaufen wenn ich evtl. Eine Ladesäule errichtet bekommen könnte wenn ich den Besitz denn Nachweise. Was mach ich denn wenn der Antrag abgelehnt wird ?
Ich finde es traurig das die Schukofraktion ausgeschlossen wird und langsam beginnt bei mir die Stimmung zu kippen und Resignation stellt sich ein.
Ich weis auch nicht wie ich weiter bei Freunden und Kollegen das EV bewerben und empfehlen soll wenn hier nur gekleckert wird statt geklotzt !

Naja abwarten ansonsten gibt's wieder nen Verbrenner für den täglichen Arbeitsweg. :-(
i-MiEV Bj. 2011
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