Neuer Schnelllade-Anbieter in Österreich: ELLA

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Re: Neuer Schnelllade-Anbieter in Österreich: ELLA

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ChrisZero hat geschrieben:Auch Normalo fährt nich täglich in Urlaub.
Ich kann mir grad kein einziges Szenario vorstellen, wo ich mit einem verbrenner günstiger käme, wie zurzeit mit meinen beiden EVs (mit rex im Volt).

Gruß Chris
Das stimmt auch wieder aber sie kaufen sich ja ein Großes Auto weil sie 1x im Jahr vollbeladen in den Urlaub fahren anstatt sich kleinere und Sparsame autos für den Täglichrn gebrauch kaufen un soch das Auto für dem Urlaub mieten
2012-2013 Tazzari Zero
2013-2016 Mitsubishi i-MiEV
seit 2015 CityEL
seit 2016 Kia Soul EV
seit 2021 Renault Fluence Z.E.
seit 2021 Citroen Saxo electrique

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"Wer braucht V6 oder V8 ?
Ich hab 360V DC!" :ugeek:
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Re: Neuer Schnelllade-Anbieter in Österreich: ELLA

Wackelstein
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Ich war letztens erst mit unserem Zoe im Urlaub. Ok, nur im südlichen Niederösterreich (von hier ca. 150km), aber trotzdem ein Abenteuer (bin halt ein Warmduscher :oops: ). Kosten: Exakt 0€ für ca. 500km in einer Woche.
Da ich schlicht nicht gewillt war mir für jeden x-beliebigen Anbieter eine Karte zu besorgen (und denen dann auch meine Kontonummer anzuvertrauen) und dank der hervorragenden Stromtankstellenkarte von goingelectric konnte ich dort sehr gute und zuverlässige Ladepunkte finden (in Krems, St.Pölten, Hainfeld, Lilienfeld). Ich habe mich dabei sehr an den Nutzerbewertungen orientiert. Daran konnte ich mir schon ausrechnen, wie hoch die Wahrscheinlichkeit ist dort und da laden zu können.
Praktisch alle Ladepunkte waren solche von Gemeinden oder Firmen. Die einzige andere Station war die von Lebensland Kärnten in St.Pölten. Meistens waren es schlichte CEE-rot 11kW, die wir mittels der mobilen Ladebox angezapft hatten.

Gleichzeitig war der Sohn meiner besseren Hälfte mit unserem Seat (Benziner) im Urlaub. Er fuhr auch sicher 400km oder so. Kosten ca. 50€

Ok, wir profitierten hier von der schnellen Lademöglichkeit des Zoe. Mit 11kW oder gar 22kW reicht es einzukaufen oder ein Eis zu futtern und man hat wieder ausreichend Saft für die nächste Etappe.
Meine Liebe zu Benzin/Diesel steigt mit dem Quadrat der Entfernung

Re: Neuer Schnelllade-Anbieter in Österreich: ELLA

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  • ELLA
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Liebe e-User!

Danke für die offene Diskussion, zu der wir gerne Stellung nehmen wollen, nachdem sich der Rauch etwas gelegt hat.

Herzlichen Dank auch für die konstruktiven Vorschläge, allen voran der Feedback- und Bonusvorschlag von JoDa.

Generell war uns klar, dass wir mit der Einführung des Pricing Trends setzen und auch etwas in die Zukunft blicken. Dazu haben wir im Vorfeld viel recherchiert, beobachtet und mit zukünftigen Marktzahlen verknüpft. Unser Fokus liegt dabei klar im „Aufbau eines flächendeckenden Schnellladenetzes“, als moderne zukunftsorientierte Hotspots für einen e-mobilen Individualverkehr. Verständlicherweise hat man da eine andere Sichtweise als jemand, der sich aufgrund der derzeitig herrschenden e-mobilen Pionierzeit in Österreich weiterhin eine gewohnte (Teil-)Gratisladewelt erwartet.

Wir fokussieren uns auf die Zukunft und auf die Prognose, dass im Jahr 2020 von vielen Experten ein Marktanteil von 3,5 % ePKWs erwartet wird – dies sind fast 40 mal so viele eAutos wie heute. Diese werden neben dem normalem und überwiegendem Homecharging unterwegs gelegentlich schnellladen wollen.

Alles was wir jetzt auflisten betrifft ausschließlich das Schnellladen (größer 22 kW). Für langsames laden (bis 11 kW) gelten durch andere Bedürfnisse auch andere Prinzipien.

Das Schnellladen teurer sein wird als normales AC-Laden auf der Steckdose oder Wallbox wird jedem verständlich sein. Dafür bekommt man auch eine entsprechend andere Gegenleistung. Wir erwarteten nicht, dass all jene, die bisher schnell mal nebenbei gratis bei uns schnellgeladen hatten, dies auch 1:1 zukünftig ebenso machen werden. Wichtig ist uns, dass die eMobilisten zuverlässige und gute Schnelllader vorfinden mit entsprechenden Standards und Supportqualität. Der Preis sollte bei entsprechender Nutzung der Schnelllader unter 40 Cent/kWh machbar sein und damit unter dem fossillen Preis zu liegen kommen. Dazu bitte die Freiminuten mit berücksichtigen.

International hatten wir z.B. im deutlich größeren Markt Norwegen an Erfahrung mitgenommen, dass die Abrechnungssysteme von der Kundenseite betrachtet, vor allem einfach sein müssen. Der Marktführer in Norwegen stellt zum Beispiel um einen Pauschalbetrag von ca. 8 Euro eine Schnellladung zur Verfügung. Ebenso zeigt sich als unbedingtes must have, dass die Stationen nicht unnötig lange besetzt bleiben dürfen. Es braucht einen Mechanismus, der die User ermutigt, den Ladepunkt nach dem Hauptteil der Schnellladung wieder frei zu geben.

Warum Zeit statt Kilowattstunden (kWh):
Gleichstrom (DC) als Ladestrom, wie bei Chademo und CCS in Anwendung, kann man auf der Abgabeseite (am Stecker zum Auto) nur sehr schwer und mit hohem Aufwand „eichfähig“ messen. Aus unserer Sicht würde man sich z.B. mit den normalen kWh-Angaben am Display der Ladesäule, die empirisch gerechnet sind, gegenüber den Kunden vor allem in einem zukünftigen Massenmarkt auf „rechtliches Glatteis“ begeben.

Außerdem löst kWh-spezifisch abrechnen nicht das Problem der Dauerlader. Wir haben immer wieder an unseren Ladern das Thema, dass jemand an der Schnellladebuchse für 2 bis 8 Stunden hängt und diese blockiert. Würde man zusätzlich eine Strafzeit verrechnen, um das Problem zu minimieren, würde sich das Pricing weiter verkomplizieren und entspräche nicht den Marktbedürfnissen (siehe Norwegen).

Vorauskasse:
Auch die Zahlungsmethode per Vorauskassa hat für den Kunden viele Vorteile. Grundsätzlich gibt es auf der Kundenkarte ein Guthaben, das für Ladevorgänge genutzt werden kann. Durch die automatische Aufladefunktion wenn das Guthaben zur Neige geht, ist gewährleistet, dass man nicht in die Verlegenheit kommt, nicht laden zu können und stromlos liegen zu bleiben. Der Betrag ab wann automatisch aufgeladen wird, kann vom Kunden frei gewählt werden. Die Bezahlung erfolgt bequem über das SEPA-Lastschriftverfahren. Sperrschutz, Kostenschutz und allerlei Dokumentation über Ladevorgänge und Kosten – auch für Smartphone optimiert – runden diese kundenfreundliche Zahlungsmethode ab.

Bonus für Vielfahrer:
Ist in Vorbereitung und soll mit der ersten Abrechnung (Anfang Sept. wird der August abgerechnet) bekannt gegeben werden.

Solltet Ihr noch weitere Fragen haben stehen wir euch gerne zur Verfügung :)

Liebe Grüße,

Euer ELLA-Team
ELLA AG
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A-3834 Pfaffenschlag
Telefon: +43(0)2848/6336-10
office@ella.at, http://www.ella.at


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Kategorie: „Transportsysteme mit Erneuerbaren Energien“

Re: Neuer Schnelllade-Anbieter in Österreich: ELLA

me68
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Die Ladekarte hat ein Guthaben? Das höre ich zum ersten Mal. Ich dachte das wäre eine Authentifzierungskarte und die Abrechnung erfolgt über ein zentrales Kundenkonto?

Kann ich den Guthaben-Stand auch selber einsehen?
Wird mir dann mit der ersten Rechnung das Guthaben in Rechnung gestellt, auch wenn ich noch gar nicht geladen habe?
Was passiert, wenn die Karte defekt wird oder ich sie verliere? Ist dann das Guthaben weg?

Generell sehe ich noch das Problem als Neuling Fuß zu fassen im Mitbewerb: solange ich beim Mitbewerb eine Flatrate habe, werde ich wohl auch beim Mitbewerb laden und nicht noch extra zahlen. Für viele E-Auto-Fahrer im Großraum Wien wird vermutlich das gleiche gelten. Nachdem man beim Mitbewerb auch schon von einem Netz sprechen kann, wird es als Neuling schwer bis unmöglich sich auf konventionellem Weg zu etablieren. Nun hat die ELLA zwar den Vorteil, dass die Investkosten durch die Aktionäre getragen werden und "nur" der Betrieb finanziert werden muss, aber ohne kreative, weitere Einnahmequellen, sehe ich das nicht. Drei Stichworte fallen mir dazu ein: Werbung, Partnerschaften & CO2-Emissionshandel wie es Elon Musk auch macht. Habt Ihr, liebe Forenmitglieder, Ideen, um den Betrieb zu finanzieren? Wäre schade um die Ella - Spirit ist ja voll da "mit den Windrädern die Autoräder antreiben" ...


Martin
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Re: Neuer Schnelllade-Anbieter in Österreich: ELLA

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Hallo Ella,

danke für die Erläuterungen und Ausführungen. Dadurch wird das Bild etwas klarer!

Nachvollziehbar aufwendig ist die eichfähige Messung bei der Abgabe von Gleichstrom. Da jedoch ChaDeMo und CCS nicht gleichzeitig funktionieren, wäre das durch eine einfache Drehstrom-Messung auf der Gleichrichter-EINGANGS-Seite zu lösen. Den geringen Verlust durch den Wirkungsgrad des Gleichrichters kann man dabei in Kauf nehmen, da diese Verluste auch dem Kunden zum Laden dienen.

Aus meiner Sicht ist eine Abrechnung nach kWh in den ersten 20min und danach erst nach Zeit das einfachste und transparenteste Modell!

Die Abrechnung nach Zeit und speziell mit den ersten 5 Freiminuten, macht es nicht so einfach auf den tatsächlich zu bezahlenden Preis zu kommen und ist für den einfachen Kosumenten zu kompliziert.

Weiter gibt es dann auch noch den Umstand, dass man mit einer Abfolge von
5 Frei-Minuten/5 Bezahl-Minuten/5 Pause Minuten
einen wiederholten Ladefall simulieren kann, um so mehrfach die 5 Freiminuten zu konsumieren. Das kann natürlich per Software verhindert werden, aber erfordert einen Änderungsaufwand in der Software und eine weitere Regelung wie oft und in welchen Intervall die 5 Frei-Minuten konsumiert werden können. - nicht einfach!

Bitte überlegt euch das nochmal mit dem Verrechnungsmodell - wir sind nicht in Norwegen und bei uns gilt: "Strenge Rechnung - Gute Freunde!" ;-)

ZOE Life in AzurBlau + 3D Sound + ZE@Interactive
Ladestrategie: an öffentlichen Ladesäulen mit Typ2 und zur Not, mit 22kW-NRGkick überall sonst!

Re: Neuer Schnelllade-Anbieter in Österreich: ELLA

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@eW4tler
Danke für deine kompetente Aufstellung der Gründe für eine Abrechnung nach kWh.
Wie von ELLA erklärt, wollen Sie:
*) Das Schnelladestationen nicht durch "Langsamlader" blockiert werden.
(Die meisten Plug-In-Hybride haben nur eine max. Ladeleistung von 16A*230V=3,7kW)
*) Die Abrechnung möglichst einfach machen.
(Geeichte DC kWh-Stromzähler sind außerdem teuer.)
Technisch versierten Kunden, einschließlich mir, wäre eine Abrechnung nach kWh natürlich lieber,
aber ich kann die Gründe von ELLA für die Abrechnung nach Lademinuten nachvollziehen.
P.S. Die 5 Freiminuten gibt es nur einmal täglich.

@me68
Wie im Kundenbrief angekündigt wird in nächster Zeit die Verrechnung von "Monatliche Zahlung im Nachhinein" auf "Vorkasse" umgestellt. Wie die Vorkasse realisiert werden soll, wurde im Beitrag von ELLA gerade etwas näher erklärt, wobei etwas unglücklich so getan wurde als ob es schon Vorkasse gäbe.
Jedenfalls erfordert diese Umstellung eine Änderung der AGB. Wie Gesetzlich vorgeschrieben wird die neue AGB den Kunden übermittelt und dieser kann dann entscheiden ob er die Änderungen stillschweigend annimmt oder vom Vertrag zurücktritt.

@Wackelstein @ChrisZero
Stimme Euch zu 100% zu. :prost:
Zuletzt geändert von JoDa am Di 21. Jul 2015, 15:37, insgesamt 1-mal geändert.
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Ich würde mit meinem PHEV auch den Chademo gerne nutzen solange der Preis fair ist.
Negativbeispiel hier wäre Ewald mit knapp 6 Euro pro Ladevorgang (chargemobile) an Chademo.

Re: Neuer Schnelllade-Anbieter in Österreich: ELLA

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Mit 20 Minuten ist nichts blockiert.

Bin gespannt ob man an den Supportladern noch ohne Kartenguthaben laden kann bzw. die 5 Minuten am Schnelllader konsumieren kann.
Zuletzt geändert von redvienna am Di 21. Jul 2015, 19:42, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Neuer Schnelllade-Anbieter in Österreich: ELLA

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@w4tler: Also ich hab das schreiben grad nicht zur Hand, glaube mich aber zu erinnern, dass die 5 Minuten einmal pro Tag zustehen, somit gibt es die von dir konstruierte Problematik nicht.... Kann aber auch sein, dass ich mich da jetzt irre.

@Ella: vielen Dank für eure Stellungnahme und auch für diese Art und Weise, da ich der Meinung bin, dass dieses Modell für Gelegenheitskader ebenso, wie für häufiglader interessant sein wird. 2teres vielleicht dann erst nach Bekanntgabe des vielladerbonus.

@martin: das was du im Vergleich mit smatrics schreibst, gilt aber für smatrics-nichtkunden umgekehrt genauso. Solange es Anbieter ohne flatrate gibt, werden sich gelegenheitslader nur schwer in den Zwang einer flatrate begeben. Da Zahl ich sogar gerne Ella mal einen Hunderter auf mein ladekonto, wenn das dann nur verrechnet wird, sobald ich tatsächlich lade.

Gruß Chris
C-Zero 2012-2016
Chevy Volt ab 2013
i3rex (schnellAC/DC) ab 2016
..bereits 170k km el. gef. (in der Fam. 350k km)

4,6 kWp PV (seit 2014)........20m2 Therm.Solar und Erd-WP (seit 1999).....5000l Regenw.anl. für Waschm., WCs und Gartenbew. (seit 2000)

Re: Neuer Schnelllade-Anbieter in Österreich: ELLA

me68
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Hallo Chris!

Ich denke die Mehrheit der Elektroauto-Fahrer im Großraum Wien ist schon smatrics-Kunde. Ob die nun die Flatrate aufgeben und auf Ella umsteigen? Oder ob sie sich dann beides leisten wollen? Da wäre vielleicht eine Umfrage interessant dazu.

Ich kann nur für mich sprechen: ich bin im Jänner 2013 eingestiegen beim Empora-Forschungsprojekt. Da gab es den Schnelllader in der Triesterstraße 248, aber nur für Teilnehmer an dem Forschungsprojekt. Da zahlte man eine monatliche Pauschale von ein paar Hundert Euro für ein Elektroauto + die Nutzung des Schnellladers. Ich hab mich damals erkundigt, ob ich den Schnelllader auch mit meinem eigenen Elektroauto nutzen könnte. Worauf es zunächst geheissen hat: "nein, aber wir überlegen uns was". Herausgekommen ist ein neues Angebot namens "Empora emobile complete light" für €9,90 Monatspauschale für die Nutzung der Infrastruktur ohne beigestelltes Elektroauto - konkret für mich eben dieses Schnellladers. Damit war für mich auch Wien und Umgebung elektrisch erschlossen. Dann wurde der E-Mobility Provider Austria gegründet und hat das Forschungsprojekt für ein kommerzielles Angebot weiterentwickelt - sprich die Infrastruktur der Öffentlichkeit erschlossen. Heute firmiert diese Firma unter dem Label Smatrics. Mein Vertrag wurde bisher jedes Jahr auf ein weiteres Jahr verlängert.

Wenn ich mir nun die Ella-Tarife ansehe, ist es schon teurer, wenn ich nur zweimal im Monat den Schnelllader anfahre.

Im Jahr 2014 bin ich knapp 21.000km mit unserem C-Zero gefahren, habe knapp 2.600kWh zuhause langsam und 450kWh auswärts schnell geladen. Es waren ungefähr 30 Fahrten nach Wien, also etwas mehr als zwei pro Monat.

Mir reicht im Prinzip der eine Schnelllader in der Triesterstraße 248 oder der eine in Brunn am Gebirge. Ich würde aber ungern die Möglichkeiten aufgeben, die mir smatrics durch deren Netz bietet. So war ich auch schon in Schloß Hof mit einer Zwischenladung in Göttlesbrunn. Das wäre mit Ella erst gar nicht gegangen.

Bei smatrics denke ich mir die €9,90 im Monat sind vertretbar, ob ich die Infrastruktur nutze oder nicht. Ich investiere in erster Linie in die Infrastruktur mit meinem monatlichen Beiträgen. Und ich lade wenn ich es für sinnvoll halte ohne an weitere Kosten denken zu müssen (so muss ich z.B. im Winter auf 90% laden, um wieder sicher nach Hause zu kommen - und 80% ->90% dauert halt dann etwas länger).

Bei Ella würde ich immer auf die Uhr schauen, denke ich und mich darüber ärgern, wenn es Richtung 80% immer langsamer wird. Über 80% wäre dann ohnehin kein Thema mehr. Das ist Stress und wenig einladend. Genau das Gegenteil von dem was ich mir vorstelle.

So sehr ich Ella Erfolg wünsche (bin sowohl Ella als auch W.E.B. Aktionär und mittlerweile W.E.B. Kunde), habe ich doch Bedenken, dass das Ella-Tarifmodell nicht attraktiv genug ist, um entsprechend Kunden anzulocken und in Folge entsprechend Umsatz zu generieren. Auch würde ich mir mehr Transparenz wünschen wie es weitergeht mit dem Ausbau, wie die 2. Kapitalerhöhung läuft usw. Wenn mal alle Verträge unter Dach und Fach sind, kann man doch die neuen Standorte bekanntgeben. Aber nein, die geplanten vier neuen Standorte westlich von Wien sind bis heute ein grosses Geheimnis.

Ein etwas enttäuschter

Martin
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