Ladekarte der Maingau Energie

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Re: Ladekarte der Maingau Energie

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Wieso würde es zur Abschaltung des Wettbewerbs kommen, wenn Anbietern ein sagen wir maximaler Abgabepreis vorgeschrieben wird?
Wie z.B. der Telekom bei Anschlüßen, die ein Wettbewerber über das Telekomnetz anbieten möchte?
Solange allen der gleiche Ausgangspreis angeboten wird, sollte es imho kein Problem sein.
Gruß

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Re: Ladekarte der Maingau Energie

mickk
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@harlem24 Wenn der regulierte max. Abgabepreis unter dem Einstandspreis liegt, werden nur noch solche Wettbewerber mitspielen wollen, die den so erzielten Verlust aus einer Quersubventionierung ausgleichen können. Damit wird das Gegenteil des erwünschten Ziels erreicht: Der Anbietermarkt schrumpft sogar.

(ohne näher auf die Unterschiede zwischen CPO und eMobility Service Provider einzugehen, bei denen das Problem in ganz ähnlicher Weise besteht)

Re: Ladekarte der Maingau Energie

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Ich sehe das mit den dauerhaft steigenden Preisen etwas anders und bin der Meinung, dass sich der Markt auch wieder regulieren wird und wir mittelfristig auch wieder sinkende Preise sehen werden. Spätestens mit der zwangsweise steigenden Auslastung. Nur meine Meinung ;-)
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Re: Ladekarte der Maingau Energie

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mickk hat geschrieben: @harlem24 Wenn der regulierte max. Abgabepreis unter dem Einstandspreis liegt, werden nur noch solche Wettbewerber mitspielen wollen, die den so erzielten Verlust aus einer Quersubventionierung ausgleichen können. Damit wird das Gegenteil des erwünschten Ziels erreicht: Der Anbietermarkt schrumpft sogar.

(ohne näher auf die Unterschiede zwischen CPO und eMobility Service Provider einzugehen, bei denen das Problem in ganz ähnlicher Weise besteht)
Falls es so einen Preis geben sollte, muss der natürlich so gewählt werden, dass der CPO die Anlagen damit betreiben kann und es trotzdem möglich ist als EMP ein passendes Angebot dafür zu stricken. Beispiel war ja der Telekomunikationsmarkt, wo man auch eine Lösung gefunden hat.
Warum sollte es bei Ladesäulen nicht auf möglich sein?
Gruß

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Re: Ladekarte der Maingau Energie

Ladesaeule
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SirPhilippF hat geschrieben: Ich sehe das mit den dauerhaft steigenden Preisen etwas anders und bin der Meinung, dass sich der Markt auch wieder regulieren wird und wir mittelfristig auch wieder sinkende Preise sehen werden. Spätestens mit der zwangsweise steigenden Auslastung. Nur meine Meinung ;-)
Die Frage ist nur, ob bei den steigenden Preisen die Auslastung wirklich steigt oder nicht sogar sinkt, weil
1.) die Akkus jetzt erst recht besonders groß werden, um nicht extern Laden zu müssen (OK - Milchmädchenrechnung, aber der größere Akku hat ja auch noch weitere Vorteile)
2.) Man für die Langstrecke einen Verbrenner nimmt, obwohl das E-Auto eigentlich dafür geeinet wäre.
3.) Der Verkauf von BEV wieder ins Stocken gerät.

Steigt die Auslastung nicht, bleibt den Betreibern eigentlich auch nur eine Preissenkung oder die Einstellung des Geschäftsbetriebes.
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Re: Ladekarte der Maingau Energie

Jupp78
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mickk hat geschrieben: Dass gerade EnBW/ADAC ebenso wie Maingau aktuell gegenüber den kleineren Anbietern eine überlegene Marktmacht aufweisen, wird vermutlich niemand ernsthaft bestreiten.
Doch, das würde ich durchaus bestreiten.
An welcher Säule kann der Kunde nicht laden, wenn er auf einen Anbieter mit angeblich überlegener Marktmacht verzichtet?

Re: Ladekarte der Maingau Energie

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Ja, da bin ich absolut bei dir. Ich habe aber bspw. vor kurzem ein Interview mit Markus Emmert vom Bundesverband eMobilität gesehen und er hat sehr gute Ansätze, wie man das ganze Chaos in den Griff bekomme kann und auf längere Sicht auch wieder mit sinkenden Preisen rechnen kann. Desweiteren hat auch Roland Schüren interessante Ansätze wie sich das ganze Thema laden/Ladeinfrastruktur in Zukunft entwirkeln wird.
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Re: Ladekarte der Maingau Energie

mickk
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harlem24 hat geschrieben: Falls es so einen Preis geben sollte, muss der natürlich so gewählt werden, dass der CPO die Anlagen damit betreiben kann und es trotzdem möglich ist als EMP ein passendes Angebot dafür zu stricken. Beispiel war ja der Telekomunikationsmarkt, wo man auch eine Lösung gefunden hat.
Warum sollte es bei Ladesäulen nicht auf möglich sein?
Klar, ist möglich. Wie von mir geschrieben dann aber in einer Höhe die hier die meisten als vollkommen unattraktiv betrachten werden, dazu bitte die bekannten Vollkostenrechnungen konsultieren.

Ziel für die hier oft geforderte Regulierung waren eigentlich immer als günstig empfundene Preise. Die sind so aber eben nicht erreichbar.

Ladekarte der Maingau Energie

k_b
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Liebe Leute,
ich habe mal eine Frage, die in die entgegensetze Richtung zielt. Zur Erklärung, ich besitze die ESL Ladekarte noch aus der Zeit, als lediglich 5,00 ct/kWh AC berechnet wurden. Inzwischen bin ich Maingau Gas-Kunde geworden und habe die Karte (sehr selten) zum immer noch super günstigen Preis von 25,00 ct/kWh genutzt. Demnächst (01.09.2020) kommen auf mich als Energiekunde etwas höhere Preise zu:

AC: 27,29 ct/kWh
DC: 37,04 ct/kWh
IONITY-Ladesäulen: 73,11 ct/kWh

Jetzt möchte ich meinem Energieanbieter natürlich nicht schaden und möglichst nur an Säulen laden, an denen er etwas verdienen kann.
Welche wären diese denn?

Danke für hilfreiche Tipps!

Re: Ladekarte der Maingau Energie

mickk
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Jupp78 hat geschrieben:
mickk hat geschrieben: Dass gerade EnBW/ADAC ebenso wie Maingau aktuell gegenüber den kleineren Anbietern eine überlegene Marktmacht aufweisen, wird vermutlich niemand ernsthaft bestreiten.
Doch, das würde ich durchaus bestreiten.
An welcher Säule kann der Kunde nicht laden, wenn er auf einen Anbieter mit angeblich überlegener Marktmacht verzichtet?
Das Fehlen von Alternativen für den Nachfrager ist hier nicht der primäre Ansatz des Kartellrechts. Die Marktmacht orientiert sich (vsstl) nach Marktanteil bei den ausgegebenen Karten und Marktanteil bei der umgesetzten Energie und da sind EnBW/ADAC und Maingau eben vermutlich ganz weit vorne und den kleinen Anbietern weit überlegen.

Die Frage ist viel mehr: wer soll zB freiwillig bei einem kleinen Ladekartenanbieter laden, der kostendeckend arbeiten muss, wenn er beim quersubventionierenden Billigheimer viel weniger zahlen braucht? Um dieses Ausnutzen der Marktmacht geht es.
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