Ladekarte der Maingau Energie

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Re: Ladekarte der Maingau Energie

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yxrondo hat geschrieben: Das hat doch nix mit der Ladekarte von Maingau zu tun!
Mit den Preisen von Maingau schon.
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Re: Ladekarte der Maingau Energie

yxrondo
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watzinger hat geschrieben:
yxrondo hat geschrieben: Das hat doch nix mit der Ladekarte von Maingau zu tun!
Mit den Preisen von Maingau schon.
Nö, auch nicht!
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Re: Ladekarte der Maingau Energie

ubit
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Doch schon: Im Gegensatz zum "normalen" Haushaltsstrom kann Maingau ja "seinen Strom" an den Ladesäulen nicht verkaufen. Stattdessen wird beim Roaming nur die Zahlung "umgeleitet": Kunde zahlt an Maingau, Maingau zahlt an Säulenbetreiber.

Wenn Maingau den Strom direkt verkaufen dürfte und der Säulenbetreiber einen gesetzlich gedeckelten Anteil für die Nutzung der Infrastruktur bekäme, dann könnten Säulenbetreiber keine beliebigen Preise festlegen die sie Maingau gegenüber in Rechnung stellen.

Aktuell darf jeder Säulenbetreiber den Preis völlig frei festlegen. Wenn Maingau diese Säulen im Roaming haben möchte, dann sind sie gezwungen den Preis zu zahlen den der Säulenbetreiber aufruft. Das führt dazu das "teure Säulen" die Mischkalkulation "versauen" => Preissteigerungen wie wir sie gerade sehen. Oder es führt alternativ zu Preismodellen mit "bevorzugten Partnern" und "Anderen". Oder zu unübersichtlichen Tarifen wie bei TankE.

Großes Problem dabei: Der Kunde "sieht" den Preis der zwischen Säulenbetreiber und Maingau abgerechnet wird überhaupt nicht. Daher ist es auch schwierig im Roaming teure Säulen zu vermeiden die den Preis "für Alle" in die Höhe treiben.

Daher brauchen wir ein "Durchleitungsrecht" für die Stromanbieter mit dem die Säulen zu gesetzlich gedeckelten Konditionen für alle Anbieter nutzbar sind. Ganz wie beim Haushaltsstrom.

Ciao, Udo
VW e-Up! 2020 teal blue

Re: Ladekarte der Maingau Energie

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Das wäre doch mal ein interessantes Konzept wenn Maingau in der App die Säulen kenntlich macht deren Betreiber einen unverhältnismäßig hohen Betrag in Rechnung stellt. Ich denke die Community würde diese Säulen zukünftig meiden falls möglich.

Re: Ladekarte der Maingau Energie

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ubit hat geschrieben: Wenn Maingau den Strom direkt verkaufen dürfte und der Säulenbetreiber einen gesetzlich gedeckelten Anteil für die Nutzung der Infrastruktur bekäme, dann könnten Säulenbetreiber keine beliebigen Preise festlegen die sie Maingau gegenüber in Rechnung stellen.
Sie würden dann halt auch keine mehr aufstellen...
Passivhaus Premium, 18kWp PV, Sole WP mit Kühlung über BKA, KNX, 530e 3.2l/100km ~50% Elektrisch, Tested X3 xDrive30e, eTron 50, EQC In Testing ID.4, ENYAK, iX3
Mitglied bei Electrify-BW e.V. https://electrify-bw.de/

Re: Ladekarte der Maingau Energie

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kub0815 hat geschrieben:
ubit hat geschrieben: Wenn Maingau den Strom direkt verkaufen dürfte und der Säulenbetreiber einen gesetzlich gedeckelten Anteil für die Nutzung der Infrastruktur bekäme, dann könnten Säulenbetreiber keine beliebigen Preise festlegen die sie Maingau gegenüber in Rechnung stellen.
Sie würden dann halt auch keine mehr aufstellen...
Nach dieser Logik dürfte es auch keine Stromnetze mehr geben. Dennoch gibt es sogar immer mehr kleine Lokale Netzbetreiber, die die Konzessionen von den großen zurückholen (bzw. nicht neu vergeben). Trotz der Hundertschaften von Stromanbieter auf dem deutschen Markt, die fast überall in der Republik gebucht werden können.

Irgendwas scheint sich da also dennoch zu lohnen. Die Grenzen dürfen halt nicht zu niedrig gesteckt sein. Dann funktioniert das.

SüdSchwabe
--
Kona 64kWh Premium Facelift Acid Yellow GSD - bestellt am 09.September 2019 - abgeholt am 5.Juni 2020

Re: Ladekarte der Maingau Energie

yxrondo
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Ich finde es schon richtig krass wie weit man sich hier vom eigentlichen Thema entfernt.
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Re: Ladekarte der Maingau Energie

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Ja, zurück zum Thema bitte !
Ist das nicht gut ?
Ja ! Das ist nicht gut !

Re: Ladekarte der Maingau Energie

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Wir haben beim Stromnetz die Trennung vom Betrieb des Verteilnetz und dem Verkauf des Stroms durch den Energieversorger.
Ähnlich sollte es dann bei den AC Ladesäulen sein.
Der Netzbetreiber stellt die Ladesäule auf und bekommt die auf die Abgabe entfallenden Netzentgelte. Sind die Standorte schlecht gewählt, erhält der Ladesäulenbetreiber entsprechend weniger aus dem Stromverkauf.
Die EVUs spricht Maingau können dann ihre Stromtarife besser kalkulieren und z.B. auch günstigere Nachtladetarife oder Wochenendtarife anbieten.


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Re: Ladekarte der Maingau Energie

enabler
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Das ist eine Diskussion. Probieren wir es mal mit ein wenig Praxiswissen:
ubit hat geschrieben: Doch schon: Im Gegensatz zum "normalen" Haushaltsstrom kann Maingau ja "seinen Strom" an den Ladesäulen nicht verkaufen. Stattdessen wird beim Roaming nur die Zahlung "umgeleitet": Kunde zahlt an Maingau, Maingau zahlt an Säulenbetreiber.
Natürlich kann Maingau seinen Strom verkaufen: an den Maingau-Stationen geht das einwandfrei.
Aktuell darf jeder Säulenbetreiber den Preis völlig frei festlegen. Wenn Maingau diese Säulen im Roaming haben möchte, dann sind sie gezwungen den Preis zu zahlen den der Säulenbetreiber aufruft.
Auch hier:
Maingau hat ein paar strategische Entscheidungen getroffen:
1) sie errichten selber keine Stationen
2) sie wollen alle Ladestationen (um jeden Einkaufspreis) anbieten
3) zum einheitlichen Preis
Diese Entscheidungen haben einen guten Grund, haben aber strategische Schwächen: sie sind komplett vom Lieferanten abhängig und haben eine schlechte Verhandlungsbasis.

Wer zwingt also Maingau dazu, Säulen "im Roaming haben zu wollen?" Warum lassen sie nicht die exorbitant teuren Anbieter aus? Sie kennen ja die B2B-Preise und wenn sie unter dem Einkaufspreis weiterverkaufen, ist es deren bewußte Entscheidung. Ab einem gewissen EK-Preis rentiert es sich dann sogar, selber Stationen am gefragten Standort zu errichten. Was den weiteren Ausbau der Infrastruktur fördert.
Großes Problem dabei: Der Kunde "sieht" den Preis der zwischen Säulenbetreiber und Maingau abgerechnet wird überhaupt nicht.
Warum auch? Du kennst ja auch nicht die Einkaufspreise für Bananen und Kokosnüsse beim Aldi. Und wenn Aldi-Bananen die Aldi-Kokosnuß-Preise querfinanzieren müssen, dann ist das eine bewußte Entscheidung von Aldi. Und ebenso von Maingau. (Ich finde es immer wieder unterhaltsam, wie eine geschickte Maingau-Social-Media-Truppe die sonst kritischen Elektromobilisten einlullt. Sonst hat Maingau-Strom ja ncht den besten Ruf)
Daher brauchen wir ein "Durchleitungsrecht" für die Stromanbieter mit dem die Säulen zu gesetzlich gedeckelten Konditionen für alle Anbieter nutzbar sind.
Nö. Nur Teilnehmer, die sich an die Regeln des Marktes orientieren.

Und das ist bei der Emobilität recht einfach: Wenn A (in der Rolle des Kartenherausgebers) bei Ladestationsbetreiber B um Konditionen fragt, dann möchte B (in der Rolle des Kartenherausgebers) auch bessere Konditionen beim Ladestationsbetreiber A. Hat A keine Ladestationen schaut es schlecht aus.

Um aus dem Dilemma rauszukommen ist es für Maingau ganz einfach: wie die meisten anderen Ladestationsbetrieber massiv in Vorleistung zu gehen und anfangen, Ladeinfrastruktur zu errichten.
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