Trend städtische HPC Ladestationen

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Re: Trend städtische HPC Ladestationen

Jupp78
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Vielleicht hat man den HPC auch erst am 30.12. in Betrieb genommen und die Daten führen den halt auch.

Und ja, ich bin voll dabei, die Ladeparks werden eine bessere Auslastung schaffen.
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Re: Trend städtische HPC Ladestationen

Ioniq1234
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Naja die Auslastung bezoeht sich ja nicht nur auf die Zeit, an der ein Fahrzeug Strom zieht, sondern auch auf die durchschnittliche Ladeleistung im Vergleich zum Max. Und da sieht es noch viel schlechter aus.

Ein HPC300 kann eben 300KW abgeben. Die durchschnittliche Ladeleistung wird aber heutzutage nur bei 30-40KW liegen, weil die meisten Fahrzeuge nicht mehr können und fast alle ab etwa SOC 80% auch so weit herunterregeln.

Wenn so ein Lader dann 500kWh am Tag abgibt, sind das eben nur etwa 6% Auslastung, obwohl zu 20-30% der Zeit ein Fahrzeug angeschlossen war. Diese Werte werden zwar in den nächsten Jahren leicht steigen, aber gerade in EKZ sehr langsam. Hier stehen die Fahrzeuge meist deitlich länger als zum Laden benötigt wird.

Re: Trend städtische HPC Ladestationen

SnowyZoe
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Das würde dann aber zu anderen Zahlen als denen in der Studie führen. Dort wird von "occupied" (belegt) gesprochen. Und laut dieser Studie sind zu jedem beliebigen Zeitpunkt maximal 15% der Typ-2 Steckplätze und maximal 7% der CCS-Steckplätze belegt.
Wie in der Studie ebenfalls erwähnt ist die Abweichung groß. Wer also keinen Ladeplatz findet, der befindet sich halt am falschen Platz. Oder der Platz wird blockiert/zugeparkt ohne dass jemand eingesteckt hat.

Re: Trend städtische HPC Ladestationen

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tm7 hat geschrieben: Wenn eine Säule nur 20 kWh / Jahr abgibt, findet sie somit nur einen Ladewilligen pro Jahr. Entweder ist sie in der Regel defekt oder niemand hatte es nach einem Defekt für nötig gehalten, die Störungsmeldung in den einschlägigen Apps und GE zu entfernen. Und / oder der Standort ist "suboptimal" oder vielleicht auch die Bezahlmöglichkeit schlecht gelöst (z.B. nur Kreditkarten wie Gewerbepark Mittelelbe) oder sie gehört zu E.On oder ist nicht im üblichen Roaming drin oder oder oder...

Es wird schon seinen Grund haben, den man kaum verallgemeinern kann.

Auf der anderen Seite wird die Auslastung besser werden, sobald die Ladeparks größer werden, skurrilerweise. Das liegt daran, dass z.B. bei zwei Ladepunkten schon 50% belegt sind, wenn einer daran lädt, bei 20 Ladepunkten aber nur 5% - es ist kaum ein Problem, wenn an einem solchen Ladepark alle Plätze belegt sind - es wird nie lange dauern, bis wieder ein Platz frei ist. D.h., er kann viel besser ausgelastet werden.

Bei kleinen Ladestationsanlagen wird man nie eine wesentlich bessere Auslastung hinbekommen.
Ne nette Theorie...
Liegt der Ladepunkt optimal wird die Auslastung gut sein und steigen.

Egal ob einer oder mehrere.
Ab einem Zeitpunkt steigt, und da gebe ich Dir recht, der Gute Standort im. Verhältnis besser als der schlechte in dessen Auslastung.
Liegt dieser in Hintertupfing werden werden mehr Ladepunkte.... Auch keine bessere Auslastung haben.
Das ist Praxis, nicht Theorie.

Ladende lenken:
Wir Arbeiten schon noch meistens alle in der gleichen Kernzeit, oder?

Betreffend eend laden in der Nacht braucht man nicht lenken, nur die Ladepunkte, wie oben, nur gut platzieren, dann ist ein Ladepunkt jede Nacht belegtund liefert das X fache eines täglichen Einfamilienhausbedarfes.

Man muss nur jene wegbringen, welche meinen jeden Tag 5 kW laden zu müssen, was mit Mengentarifen einfach möglich ist.
Lädst du nur, z. B. 5 kW in der Kernzeit eines Ladepunkte, kostet es das doppelte.

Die Kernzeit des einen ist Nachts, des anderen Tags, des dritten Nachmittags, etc.
Diverse E Fahrzeuge von 18 bis 90 Kwh.

Re: Trend städtische HPC Ladestationen

Jupp78
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Ioniq1234 hat geschrieben: Naja die Auslastung bezoeht sich ja nicht nur auf die Zeit, an der ein Fahrzeug Strom zieht, sondern auch auf die durchschnittliche Ladeleistung im Vergleich zum Max. Und da sieht es noch viel schlechter aus.
Nein, das lese ich anders. Die Auslastung bezieht sich nicht mal auf die Zeit, wo ein Fahrzeug Strom zieht, sondern auf die Zeit wo ein Stecker gesteckt ist.

Man kann ja sehr interessant auch sehen (wobei ich das auch so angenommen hätte), dass bei DC Ladevorgängen der Strom die erste halbe Stunde voll fließt, die zweite halbe Stunde es massiv zurück geht (wohl weil teils bereits voll oder Ladeleistung bereits deutlich reduziert) und noch längere Ladevorgänge praktisch nicht eine verkaufte kWh mehr für den Betreiber bedeuten. Bei AC ist das Bild vergleichbar, wenn auch zeitlich nach hinten verschoben. Bis ungefähr 4 Stunden werden kWhs verkauft, danach geht praktisch nichts mehr. Da kann man so etwas von logisch ablesen, warum Betreiber bei 4h die Blockiergebühr eingeführt haben.

P.S.: In der Studie ist auch die durchschnittliche Ladeleistung an DC erwähnt, sofern denn Strom fließt ... es sind 46kW.

Re: Trend städtische HPC Ladestationen

Ioniq1234
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Jupp78 hat geschrieben: P.S.: In der Studie ist auch die durchschnittliche Ladeleistung an DC erwähnt, sofern denn Strom fließt ... es sind 46kW.
46KW im Schnitt sind nicht viel bei HPC´s, die eigentlich 300KW können. Ich denke dieser Wert wird in den nächsten Jahren langsam steigen, aber vermutlich in den nächsten 10 Jahren nicht über 100KW kommen.

Bei 150KW HPC´s kann man dann schon eine vernünftige Auslastung erreichen. Die 300KW Dinger eher weniger. Ein guter Kompromiss sehe ich in den 200KW Ladern, die 4x50KW Module enthalten und ihre Leistung auf 2 Anschlüsse verteilen.

Re: Trend städtische HPC Ladestationen

Jupp78
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Natürlich sind 46kW nicht die Welt. Aber bitte immer im Auge haben, dass wir da über Ladepunkte sprechen, die im Mittel eine Auslastung von 3% haben. Wer mehr umsetzen möchte, sollte als erstes sich um die verbleibenden 97% kümmern. Da steckt um Welten mehr Potential dahinter, als an den 3% herum zu optimieren.

Re: Trend städtische HPC Ladestationen

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Die anfangs im Artikel genannte Auslastung bei AC-Ladern war ganz eindeutig bezogen auf die mögliche abgegebene Energiemenge in Bezug auf die maximal mögliche Energiemenge bei der durchschnittlichen Standzeit:
pv-magazine.de hat geschrieben:Diese Annahme konnte in der Studie quantifiziert werden. 90 Prozent der Ladevorgänge an AC-Ladepunkten mit 11 Kilowatt Leistung werden nach vier bis fünf Stunden beendet. Bis dahin werden nur 11,75 Kilowattstunden Strom geladen; 44 Kilowattstunden wären möglich. Fahrzeughalter stellen also häufig ihre nicht vollständig entladenen Fahrzeuge an AC-Ladesäulen ab und lassen diese dort länger als nötig stehen.
Da lese ich ziemlich eindeutig heraus, daß es eben einen Bedarf an AC-Ladesäulen gibt, an denen man einfach stehen bleiben kann während man dort in der Gegend zu tun hat. Anschließend ist der Akku (ausreichend) voll und man fährt wieder. Bei dieser Betrachtungsweise werden auch die Fahrzeuge, die nur mit weniger als 11 kW laden können, nicht betrachtet. Insofern ist die Schlußfolgerung des letzten Satzes nur zu ~50% richtig.

Wenn aber an allen diesen Stellen statt AC-Ladesäulen DC-Lader aufgestellt werden würden, würde sich das Verhalten der eAutofahrer, die dort zu tun haben, nur zu einem geringen Teil ändern. Es ist eben nicht immer möglich oder brauchbar, zeitnah zum Ladeende umzuparken. Insofern würde dann an diesen DC-Ladern die Auslastung genauso sinken und damit die Wirtschaftlichkeitsrechnung hier - insbesondere auch wegen deren höherer Einstandskosten - noch schlechter ausschauen.

Ferner kommt ja die Studie zu dem Ergebnis, daß die Rentabilität bei 88 % der 11-kW-AC-Ladern gegeben ist - in einem hochlaufenden Markt finde ich das wirklich nicht schlecht:
pv-magazine.de hat geschrieben:Betreiber öffentlicher AC Ladepunkte mit einer Leistung von weniger als vier Kilowatt können diese in 38 Prozent nicht wirtschaftlich betreiben. Bei Ladeleistungen bis 12 Kilowatt sind es nur noch 12 Prozent der Ladepunkte, die unwirtschaftlich bleiben und bei 25 Kilowatt Leistung sind nur noch 9 Prozent finanzielle unattraktiv.
Außerdem sollte man beachten, daß die Studie ja hauptsächlicherweise von DC > 100 kW spricht, was aber keine HPC sind um die es sich ja in diesem Thread dreht.

Grüazi, MaXx
#2307 - Mit koordiniertem, gemeinsamen Laden die Strompreise reduzieren und die Welt retten ;-)

Re: Trend städtische HPC Ladestationen

tommywp
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Also DC > 100kw sind meiner meinung nach ziemlich eindeutig das was man unter HPCs in Städten versteht.

Re: Trend städtische HPC Ladestationen

Ioniq1234
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Ich dachte alles über 50KW sind schon HPC´s? Oder erst ab 100KW?

Ich denke die Betreiber sollten im Auge behalten, wie lange die zu erwartende Standzeit an einem Standort ist und entsprechend Säulen bemessen und aufstellen.

An einem Standort an der Autobahn mit Pinkelhäuschen wird kaum einer länger als nötig stehen. In einem EKZ mit vielen Läden und großem Supermarkt vielleicht 1-2h im Durchschnitt. An einem Schnellrestaurant oder kleinem Supermarkt sind wir vermutlich bei 15-30min, je nach Andrang.

In der Stadt an einer Tankstelle mit einigen sinnvollen Verweilmöglichkeiten in der Nähe aber fern ab von Fernstraßen vermutlich sehr unterschiedlich. Manche warten im Auto und fahren nach Ladeende wieder ab. Andere gehen Essen oder machen einen Parkspaziergang oder was auch immer dort möglich ist. Die Verweildauer kann dann auch mehr als eine Stunde betragen.
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