Lastverteilung bei Alpitronic, Delta und anderen

Re: Lastverteilung bei Alpitronic, Delta und anderen

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Die ABB Terra 360 kann bis zu vier CCS-Kabel (kann man ja zwischen zwei Parkreihen stellen, die Kabel sind je 5m lang). Die 360 kW lassen sich in 30-kW-Schritten auf die Anschlüsse aufteilen.

https://new.abb.com/ev-charging/terra-360
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Re: Lastverteilung bei Alpitronic, Delta und anderen

Helfried
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30-kW-Schritte klingt schon mal fortschrittlicher.

Beim Lastmanagement frage ich mich aber manchmal generell, wozu es gut ist.
Wenn etwa der erste Fahrer langsamer laden und länger warten muss, weil ein zweiter ladender Fahrer kommt, und dieser dann auch wegen des ersten Fahrers länger warten muss, dann wäre es doch insgesamt schneller, wenn wenigstens der erste Fahrer schnell weiter lädt und danach erst der zweite Fahrer dran kommt und schnell lädt.

Der erste Fahrer wäre somit schneller fertig, der zweite Fahrer gleich schnell wie bei Halbierung der Ladeleistung bei zwei Fahrern.

Re: Lastverteilung bei Alpitronic, Delta und anderen

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Die variable Aufteilung macht ja schon aus dem Grund Sinn, da bei fast allen Fahrzeugen während der Ladung die Leistungsaufnahme mehr oder weniger sinkt. Wenn das auf vier Fahrzeuge aufgeteilt wird, die sicher nicht exakt gleichzeitig ankommen, wird die vorhanden Leistung besser ausgenutzt, als wenn die gleiche Leistung fest verteilt wird.
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Re: Lastverteilung bei Alpitronic, Delta und anderen

mobafan
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Oft ist ja die Anschlussleistung höher als die einzelne Ladeleistung, aber betriebswirtschaftlich ist es sinnvoll, nicht einfach die Summe der einzelnen möglichen Leistungen auch als Anschlussleistung der Säule zu nehmen. Hast Du vier Punkte mit 350kW, wären das deutlich über 1GW, würdest du sie summieren, obwohl niemals mehr als z. B. 500kW gleichzeitig benötigt werden. Also teilst Du diese 500kW auf die vier Ladepunkte auf, wobei es dann sein kann, dass einer mit 260kW lädt und an den anderen drei Ladepunkten zusammen nur noch 240kW ankommen. Da an einer Stelle ein e-Up mit 40kW lädt, ist das aber immer noch kein Problem (nur als Beispiel). Wichtig beim Lastmanagement ist halt, dass dynamisch nachgeregelt werden kann, z. B. weil bei steigendem SOC die einzelnen Fahrzeuge nur noch weniger Leistung abnehmen und somit für die übrigen Ladepunkte mehr zur Verfügung steht. Das dürfte aber i. d. R. wohl der Fall sein.
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Re: Lastverteilung bei Alpitronic, Delta und anderen

Ioniq1234
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Bei AC ist die Lastverteilung kein Problem, da ja jeder mit derselben Netzspannung laden kann. Bei DC wird die Spannung in der Säule geregelt. Und da kann ein Modul eben nur eine bestimmte Spannung ausgeben. Man kann lediglich einzelne Module dynamisch auf den einen oder anderen Ladeport umschalten. Ob das technisch während eines aktiven Ladevorganges geht, keine Ahnung. Die Alpitronic machen das scheinbar nicht.

Wenn nun demnächst mindestens 150KW je Ladepunkt verfügbar sein müssen, müssen die sich was einfallen lassen. Dann geht eigentlich nur noch eine Säule mit 4 Modulen a 75KW. Und selbst da würde ein Fahrzeug mit über 150KW den anderen Anschluss mit 150KW blockieren. Da wäre dann nur noch 75KW verfügbar. In wie weit das dann noch den Anforderungen entspricht?

Ich persönlich halte von den exorbitanten Ladeleistungen nicht so viel. So ein großer Aufwand für effektiv 5-10min schnellere Ladezeit. Ich bin der Meinung 150KW als Obergrenze sollten reichen. Bei Tesla haben die 125KW ja bisher auch gereicht.

Re: Lastverteilung bei Alpitronic, Delta und anderen

sheridan
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Helfried hat geschrieben: Der erste Fahrer wäre somit schneller fertig, der zweite Fahrer gleich schnell wie bei Halbierung der Ladeleistung bei zwei Fahrern.
Das kann man so nicht pauschal sagen, da man nicht weiss, wie lange der erste laden will. Die Rechnung geht z.B. nicht auf, wenn der 1. Fahrer 30min blockiert. Mein Ioniq 28 ist am HPC aber in 23min vollgeladen. Der andere Faktor ist die individuelle Ladeleistung. Wenn z.B. eine Halbierung 75kW bedeutet, dann habe ich auch keinen Zeitverlust im Ioniq, der max 68kW zieht. In dem Bsp verliere ich mit Warten 30min.

Die beste Option bei einem belegten Lader ist daher meistens, zum nächsten freien Lader weiterzufahren. Einen 1x2 CCS HPC betrachte ich als belegt, wenn ein CCS frei ist.
Model 3 SR 60, A250e

Re: Lastverteilung bei Alpitronic, Delta und anderen

Ioniq1234
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Habe gerade eine Ladeparklösung von Enercon gelesen. Hier werden bis zu 12 DC Wandler Module je 50KW auf 4 Stalls verteilt. Jeder Stall hat ein CCS und ein ChaDeMo Anschluss. Zusammen sind maximal 600KW möglich.

Wobei hier die "Kiste" mit den 12 Modulen und die Ladesäulen räumlich getrennt sind. Dadurch sind zwar zusätzliche Erdkabel nötig, aber dafür kann man je nach Standort bis zu 12 Ladeanschlüsse realisieren.

Wenn ich das System richtig verstanden habe, gibt es nur einen Gleichter, der die 12 DC/DC Wandler mit Gleichstrom versorgt, die je nach Bedarf auf die einzelnen Säulen geschaltet werden können.

Also eigentlich ähnlich wie Alpitronic nur in größer.

Enercon hat ja Erfahrung mit hochleistungs Gleichrichtern und DC Wandlern. Deren Windmühlen arbeiten ja im Zwischenkreis auch mit Gleichstrom und das im Megawattbereich.

Re: Lastverteilung bei Alpitronic, Delta und anderen

josefjosef
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mobafan hat geschrieben: Oft ist ja die Anschlussleistung höher als die einzelne Ladeleistung, aber betriebswirtschaftlich ist es sinnvoll, nicht einfach die Summe der einzelnen möglichen Leistungen auch als Anschlussleistung der Säule zu nehmen. Hast Du vier Punkte mit 350kW, wären das deutlich über 1GW, würdest du sie summieren, obwohl niemals mehr als z. B. 500kW gleichzeitig benötigt werden. Also teilst Du diese 500kW auf die vier Ladepunkte auf, wobei es dann sein kann, dass einer mit 260kW lädt und an den anderen drei Ladepunkten zusammen nur noch 240kW ankommen. Da an einer Stelle ein e-Up mit 40kW lädt, ist das aber immer noch kein Problem (nur als Beispiel). Wichtig beim Lastmanagement ist halt, dass dynamisch nachgeregelt werden kann, z. B. weil bei steigendem SOC die einzelnen Fahrzeuge nur noch weniger Leistung abnehmen und somit für die übrigen Ladepunkte mehr zur Verfügung steht. Das dürfte aber i. d. R. wohl der Fall sein.
Oha, nicht übertreiben: vor GW kommt noch MW. :-)

Re: Lastverteilung bei Alpitronic, Delta und anderen

mobafan
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Äh, ja. Da hatte ich mich tatsächlich verhauen.
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Re: Lastverteilung bei Alpitronic, Delta und anderen

Optimus
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Ioniq1234 hat geschrieben: Also eigentlich ähnlich wie Alpitronic nur in größer.
Ich dachte bei Alpitronic hat ein Modul 75 kW und die teilt man auf die zwei Ladepunkte der Säule auf.

War letzte Woche auf Strecke an einem EnBW Standort mit zwei Alpitronic HYC (1x 300kW mit 2x CCS und 1x 150 kW mit 2x CCS). Da ich am So. Vormittag um 10:30 der Erste war habe ich an einem der 300 kW CCS mit max. Leistung begonnen (170 kW). Nach kurzer Zeit kam noch ein Porsche Taycan. Der versuchte sich zuerst an einem der 150 kW Anschlüsse. Da waren nur <50 kW drin. Nach meinem Tipp kam er an den anderen 300 kW LP. Ich war da bereits unter 150 kW gefallen (Start war nach 230 km bei 3% SoC und 2°C Außentemperatur). Aber auch an dem 300 kW kam er nicht über 50 kW, trotz zuvor BAB-Fahrt.

In der Zwischenzeit haben an dem 150 kW HYC noch zwei BEV angesteckt (fast zeitgleich ein e2008 und ein EQA). Beide bekamen (trotz vorheriger AB-Fahrt) auch nur < 50 kW. Ich war da schon unter 100 kW gefallen.

Der Taycan ist dann enttäuscht von dannen gezogen (anderen/schnelleren Lader suchen). Verständlich. Ich hätte unter den Umständen/der Belegung erwartet, dass jeder wenigstens 75 kW an seinem Ladepunkt bekommt. So ist das wohl noch nicht gut geregelt mit der Lastverteilung je Säule oder hat der Standort dann isngesamt zu wenig Anschlussleistung?

Hier würde ich mir eine feinere Granularität (30 -50 kW je Modul) und mehr Ladepunkte je Standort wünschen. Zusammen mit einer zentralen Steuerung/Verteilung sollte es dann doch auch billiger werden (wie bei Enercon und Tesla) und die Säulen selbst wären schlanker.

Technolgie dazu kauft Alpitronic ja schon ein. http://www.semiconductor-today.com/news ... 1221.shtml
Model 3 SR+, MidnightSilver/black, noFSD seit 6/2019, seit 09/2020 EAP
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