Ladesäulenpranger ohne große Diskussion (Falschparker, sonstige Mißstände) aber mit Foto

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Re: Ladesäulenpranger, Falschparker, sonstige Mißstände mit

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Greenhorn hat geschrieben:Wenn ich es recht im Kopf habe hat HH die ersten beiden Instanzen verloren und überlegen nun, wie es weiter geht.
Der BGH hat schon des öfteren Urteile der Vorinstanzen aufgehoben. Aber das kann noch ein paar Jahre dauern. Es geht ja hier um einen Rechtsgrundsatz.
Rechnen hilft. Bleistift, Stück Papier und ein Taschenrechner und man wird sich über einige Ergebnisse wundern. :idea:
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Re: Ladesäulenpranger, Falschparker, sonstige Mißstände mit

volvocoupe
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Liebes Forum!
Heute hatte ich besonderes Glück. Kurze beschreibung: Bei uns in Bad Reichenhall hat man sich schon vor Jahren entschlossen Parkplätze für E-Fahrzeuge an sehr günstigen Stellen auszuweisen. Bisher ist es mir kaum gelungen je einen dieser Parkplätze zu ergattern, weil da ständig Verbrenner parken. Diskussionen mit der Stadtverwaltung waren ergebnislos, kann angeblich nicht geahndet werden. Nun haben wir eine "Kommunale Verkehrsüberwachung", aber da ist auch nichts besser geworden. Ausgeschildert ist der ganze Streifen als gebührenpflichtiger Parkplatz, der ganz rechte mit dem Zusatzschild mit dem Stecker drauf.
Weil ich heute wieder mal nicht auf den Parkplatz konnte, der war mit einem Verbrenner besetzt, stellte ich mich auf den Bürgersteig um etwas im Geschäft abzugeben. Kommt der KÜV und droht mir ein Ticket an, ist dann aber gnädig, als ich ihm sage ich geb nur was ab, und auf "meinem" Parkplatz steht ja ein Verbrenner. Der hatte eine Parkschein, aber kein Ticket bekommen. Nächsten E-Parkplatz angefahren, selbe Situation, KÜV direkt davor. Ich stehe im Halteverbot, der Dieselstinker auf dem E-Parkplatz bekommt kein Ticket, "weil das noch nicht rechtlich geklärt ist".
"Ja wo samma denn"? Entfuhr es mir recht unwirsch, hat aber auch nichts geholfen. Also in dem Bayerischen Staatsbad Bad Reichenhall hat man zwar extra Parkplätze für E-Fahrzeuge ausgewiesen, deren rechtswidrige Nutzung von Verbrennern wird aber nicht geahndet. Deshalb sind diese 5 Parkplätze nie für uns 3 Elektromobilisten frei. Gibt es da wirklich keine rechtliche Würdigung, ist das wirklich nur Augenwischerei?
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Re: Ladesäulenpranger, Falschparker, sonstige Mißstände mit

volvocoupe
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iOnier hat geschrieben: Das ist ein besonderes Schild für den Taxistand, kein "normales" Halteverbotsschild.
Ein analoges Schild "E-Auto-Ladestand" gibt es (noch) nicht. Könnte "man" schaffen, aber kaum Du oder ich.
:roll: Wir hatten die letzten 8 Jahre Verkehrsminister von BMW. Und der jetzige wird genau so wenig schaffen. Aber die Mehrheit will das genau so, deshalb hat man so gewählt!
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Re: Ladesäulenpranger, Falschparker, sonstige Mißstände mit

waarskipper
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Ich habe die Mieter des DriveNow I3’s noch gesehen und gefragt, ob sie gerade parken oder wegfahren, weil keine Ladesäule mehr frei war. Sie wären gerade gekommen, sagten sie, und gingen dann weg. Als ich auf einem normalen Parkplatz geparkt hatte und ausgestiegen bin, habe ich gesehen, dass sie dort nur parkten ohne zu laden. Was eindeutig dort verboten ist. Vielen Dank!


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Re: Ladesäulenpranger, Falschparker, sonstige Mißstände mit

StVO
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volvocoupe hat geschrieben:Deshalb sind diese 5 Parkplätze nie für uns 3 Elektromobilisten frei. Gibt es da wirklich keine rechtliche Würdigung, ist das wirklich nur Augenwischerei?
Du kannst ja mal im Schilderthread ein Foto von der Beschilderung (inkl. Stellflächen bzw. Örtlichtkeit) posten.
Dann kann man das bewerten.

Re: Ladesäulenpranger, Falschparker, sonstige Mißstände mit

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DaHiTi hat geschrieben:
EV-Verkäufer hat geschrieben:Auf dem Weg in mein Osterwochenende habe ich am vergangenen Samstagnachmittag gegen 17.45 Uhr ein rotes Tesla Model S am Schnelllader der Lübecker Stadtwerke stehen sehen.

https://www.goingelectric.de/stromtanks ... -80/12988/

Beim Vorbeifahren erkannte ich ein wenig ernüchtert sofort, dass dieses am fest installierten Typ 2 Kabel angeschlossen wurde, an dem mit 43 kW geladen werden kann. Schade, denn man kann dort auch sein eigenes Typ 2 Kabel an einer Ladedose anschließen und 22 kW Ladeleistung erhalten. Der Anschluss mit 43 kW kann dann parallel betrieben werden. Der Fahrer hat so zu laden aus reiner Bequemlichkeit heraus entschieden. Es ist völlig eindeutig welcher Anschluss angesteckt wird und via Touchscreen aktiviert werden muss. Mutmaßlich zu faul das eigene Kabel aus dem Kofferraum zu holen. Und das nicht besser wissen zu können, ist für mich nicht diskutabel, weil zur Benutzung eines technischen Gerätes Mindestkenntnisse erwartet werden können. Immerhin hat der Fahrer die Ladestation gefunden, ohne das diese in seinem Navigationssystem zu finden wäre oder in einem handelsüblichen, kommerziellen Verzeichnis angeboten wird. Also sind sehr wohl gewisse Hintergrundinformationen vorhanden. Aber der Kreis schließt sich, denn...

...heute, am darauffolgenden Montag, stand das Fahrzeug gegen 10.15 Uhr immer noch unberührt dort. Eine eindeutige Begrenzung der Park-/Ladedauer ist natürlich ausgeschildert.

An einem Osterwochenende über 500 km elektrisch zurück zu legen ist dank ignorantester Autofahrer, die aus reiner Bequemlichkeit und bloßem Eigennutz Ladestationen auf Autobahnraststätten zuparken, schon aufregend genug.
Aber Fahrer von Elektroautos, die öffentliche und um keinen Zweifel aufkommen zu lassen, eindeutig beschilderte Ladeinfrastruktur zuparken, sind das Allerletzte. So ein Verhalten ist völlig unentschuldbar. Da lasse ich überhaupt keine Diskussion zu. Ich kann dieses Schöngerede nicht mehr hören. Es ist auch völlig egal wie etwas rechtssicher beschildert oder am Boden markiert oder sonstwie gekennzeichnet wird, solange es jedem Menschen, der befähigt ist ein Kraftfahrzeug zu führen, also mindestens lesen kann, erkenntlich gemacht wird, dass der Parkplatz ein Ladeplatz ist. Und im Zweifel wird halt nicht geparkt. Jedes andere Verhalten ist, unter dem Deckmantel der gefühlten Entschuldbarkeit, immer absichtlich.

Ich parke auch nicht vor der Zapfsäule, schließe ab und gehe im Tankstellen-Bistro frühstücken, auf die Toilette und danach noch gemütlich eine Zigarette rauchen. Und das obwohl nicht mal ein offensichtlicher Hinweis darauf vorhanden wäre, dass ich dies nicht dürfe. Warum nicht? Weil es zum allgemeinen Selbstverständnis gehört es nicht zu tun.

Auf der Autobahnraststätte Lüneburger Heide West musste ich heute mehr als ein dutzend Mal den weiteren Ladeplatz verteidigen, weil sich in allen Fällen mit purer Absicht vor die Ladestation gestellt wurde. Als ich glaubte es würde nicht besser, erlebte ich zwei Damen in einem Audi A3, die die Beschilderung erst nach dem Abstellen des Motors erkannten und selbständig umgeparkt haben. Ich habe mir gedacht, gehst du die fünf Meter herüber und sagst einfach mal Danke. Ganz ehrlich, dass tat beiden Parteien gut. Hinter meinem Rücken wurde die Ladestation binnen weniger Sekunden wieder zugeparkt. :cry:

Ich fahre nun schon im siebten Jahr elektrisch, die Infrastruktur ist ein Traum, wenn ich das mit meinen Reisen 2012, 2013, 2014 vergleiche, aber gefühlt verhalten sich die deutschen Mitbürger immer eigennütziger im Umgang mit Ladeinfrastruktur. Das gilt für Fahrer von Elektroautos, wie für die von thermisch angetriebenen Fahrzeugen. Emphatie scheint nicht mehr zum Selbstverständnis einer modernen und aufgeklärten Gesellschaft zu gehören, sofern wir in solch einer überhaupt noch leben.

Nichts von dem was ich hier kritisiere gehört in irgendeiner Form relativiert, weil ich nur beklage was eindeutig falsch gemacht wird. Von shit happens kann keine Rede sein.

Danke, dass ich mir das heute von der Seele schreiben durfte. Jetzt kann die Krone gerichtet und wieder durchgestartet werden. :D

Heue war er weg.
Ich durfte seinetwegen auch über das Wochenende verteilt ne gute Stunde länger laden als gewollt.
Laut Anzeige stand er Sonntag abend bereits über 50 Stunden an der Säule mit 120 kWh geladen (nicht schlecht :lol: ) Bedeutet also gute 60 Stunden am Montag :roll:
Habe den Besitzer bereits ein mal getroffen und drauf hingewiesen, dass er von mir aus die Säule hinter dem Stahltor so lange belegen kann, wie er will.
Mal sehen, wann ich ihn wieder treffe...
Ich finde das Verhalten des Fahrers unfassbar. Wenn ich nicht schon einen ellenlangen Beitrag hierzu geschrieben hätte, könnte ich glatt noch einmal von vorne anfangen.

Magst du das Kennzeichen bei der nächsten Begegnung notieren? Ich melde es dann den Stadtwerken. Vielleicht möchten sie ja ein Nutzungsverbot erwirken. Es handelt sich um Privatgrund und diese Art der Nutzung kann nicht in deren Sinne sein.

Der Fahrer wird ganz bewusst den abgelegenen Schnelllader auf dem Gelände der Stadtwerke ansteuern, da er sich hier sicher sein kann, dass die kommunale Verkehrsüberwachung kein Ordnungswidrigkeitenverfahren einleitet, wie es bei den Ladestationen auf öffentlichem Grund der Fall wäre, die mit derselben zeitlichen Nutzungsbeschränkung beschildert sind.

Generell bestätigt das meine Überzeugung, dass Ladeinfrastruktur nicht kostenlos nutzbar sein darf. Mit einem zeitbasierten Abrechnungssystem, wie es sich für eine Schnellladestation gehört, würde so etwas nicht passieren. Nicht umsonst peile ich in meinem Alltag bewusst kostenpflichtige Infrastruktur an. Nur dort kann ich mir sicher sein, dass sie bestimmungsgemäß verwendet wird. Nichts anderes rate ich meinen Kunden bei der Vorbereitung auf Ihr neues Fahrzeug.

Es macht mich tief betroffen, dass diese kundennahe technische Umsetzung, mit einer wirklich hervorragenden Ladestation, derart missbraucht wird. Denn es sind die negativen Erfahrungen, die sich in den Köpfen der Mitlesenden festsetzen. Verstehen zu geben, dass es sich um Ausnahmen handelt, die einen in den seltesten Fällen im persönlichen "Vorankommen" behindern, fällt damit sehr schwer.

Ewig werden die Lübecker Stadtwerke das System der kostenlosen Nutzung ohnehin nicht fortführen. Nicht umsonst sind alle Ladestationen technisch darauf vorbereitet mit einem Abrechnungssystem kommunizieren zu können. Dank Menschen wie dem Fahrer des roten Tesla wird so etwas vermutlich früher umgesetzt, als es die fairen Nutzer "verdient" hätten.

Re: Ladesäulenpranger, Falschparker, sonstige Mißstände mit

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Hier eine Ganz lustige Situation... Sonst ist diese Säule immer durch einen i3 Dauerparker und einem Car-Sharing Fahrzeug belegt.. Als ich sah, dass nur ein Fahrzeug lädt bin ich schnell hin und siehe da.. Alles "frei" :lol:
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Re: Ladesäulenpranger, Falschparker, sonstige Mißstände mit

UliZE40
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Warum hast du dir dann die Mühe gemacht das eigene Kabel hervorzuholen? :-D

Re: Ladesäulenpranger, Falschparker, sonstige Mißstände mit

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UliZE40 hat geschrieben:Warum hast du dir dann die Mühe gemacht das eigene Kabel hervorzuholen? :-D
Lieber mein eigenes trockenes Kabel als das total "voll" gelaufene Kabel :lol:
(Hat geregnet)
Außerdem war das mit einer Fremden Karte angemeldet. ;)
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Re: Ladesäulenpranger, Falschparker, sonstige Mißstände mit

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