Schnellladesäulen in Ostösterreich

Re: Schnellladesäulen in Ostösterreich

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gemike
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folder Mo 15. Apr 2019, 07:50
Liebe E - Kollegen,

ich möchte nochmals klarstellen, dass ich das Problem nicht in der Dichte der Ladesäulenstandorte, sondern darin sehe, dass bei fast allen Standorten nur EINE CCS/Chademo Säule vorhanden ist. Erst am Freitag ist es mir wieder passiert, dass ich an eine besetzte Ladesäule gekommen bin und eine halbe Stunde warten musste. Wen so eine Situation nicht stört, der benutzt sein E Auto entweder nur in der Freizeit oder ist Pensionist.
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Re: Schnellladesäulen in Ostösterreich

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    AbRiNgOi
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folder Mo 15. Apr 2019, 08:00
Oder Kauft sich ein Fahrzeug mit DC Ladung erst wenn genug Ladesäulen vorhanden sind...
Was nützt mir eine 80kW Schnellladung wenn ich mit 3,6kW an AC hänge? Da fahre ich doch noch ein paar Jährchen mit AC43 herum bis sich die Lage verbessert hat. Nicht falsch verstehen, aber DC ist einfach sehr teuer in der Installation, das wird eine Zeitlang dauern. Aber die ganzen CCS Schnellladeparks mit 4 x 150kW an einem Standort sind doch schon mal ein schöner Blick in eine schöne Zukunft. Die 50kW Tripl waren ein Irrweg, das hab ich im immer schon gesagt, um das gleiche Geld hätte man zehn AC43 aufstellen können. Der Unterschied in der Ladegeschwindigkeit gleich Null. Klar ist CCS die Zukunft, nur für 50kW hat das halt keinen Sinn gemacht. Die sind jetzt alle ohne abgeschrieben zu sein, Edelschrott auf den Autobahnen. Die haben die Ladekosten unnötig nach oben getrieben nur um sich einen guten Brusa oder ähnliches zu ersparen... Ne, ich hab das noch immer nicht verstanden.
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Re: Schnellladesäulen in Ostösterreich

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Markus_T
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folder Mo 15. Apr 2019, 17:23
50 kW ist edelschrott? Ich fahre einen ioniq und würde den auch gerne noch weitere 10 Jahre fahren. Über einen (besser mehrere) 50 kW Lader pro Autobahn raststätte würde ich mich tierisch freuen! Es braucht aktuell keine 350 kW für die breite Masse.
Natürlich stehen an allen Ladestation mit 150 kW steckern die ioniq, Golfs und kona rum und laden dort mit 50 kW...

Der Unterschied bei meinem Auto zwischen 50 und 150 kW macht vielleicht 4 min aus. Da hätte ich lieber an jedem Autobahn Parkplatz (asfinag) einen Schnelllader, bevor ich 5 min durch 2 Kreisverkehre und stopptafeln mit 2 km Umweg fahren muss um zum Lader und wieder weg zu kommen (St Pölten von Wien aus zb.).....

Re: Schnellladesäulen in Ostösterreich

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ntruchsess
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folder Mo 15. Apr 2019, 18:27
AbRiNgOi hat geschrieben:
Mo 15. Apr 2019, 08:00
Die haben die Ladekosten unnötig nach oben getrieben nur um sich einen guten Brusa oder ähnliches zu ersparen... Ne, ich hab das noch immer nicht verstanden.
Nehmen wir mal an Laden an 43kW wäre überall kostenlos zu haben. Dann muss man grade mal 200000km fahren bis sich die Anschaffung zweier Brusa NLG664 im Vergleich zum Laden bei Inonity amortisiert hat. Oder 100000km im Vergleich zu Smartrics Single NET. Wir sind wahrscheinlich alle nur zu doof um das zu verstehen, oder fallen die Dinger irgendwo vom Laster?
Natürlich zahle ich den Lader mit - ob er nun im Auto, oder in der Säule steckt. Auch wenn er im Auto potentiell billiger zu realisieren ist (höhere Stückzahlen, Einbindung in vorhandenen Kühlkreislauf, kein CCS-prokoll etc...) - In der Säule wird der gleiche Lader halt deutlich besser ausgelastet und die Kosten verteilen sich auf viel mehr Schultern.

Re: Schnellladesäulen in Ostösterreich

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folder Mo 15. Apr 2019, 18:45
AbRiNgOi hat geschrieben:
Mo 15. Apr 2019, 08:00
Ne, ich hab das noch immer nicht verstanden.
Korrekt, hast du nicht. AC43kW war ein Irrweg und ist tot. Die Lader viel zu teuer, groß und schwer um sie in jedes Auto reinzulegen.
Warum sonst macht das KEIN Hersteller aktuell, und in Vergangenheit gerade mal EINER.

Es gibt viel mehr Elektroatos als Schnellladesäulen. Es wäre totaler Irrsinn, da in jedem Fahrzeug einen 43kW Lader einzubauen. Das rechnet sich immer, auch schon bei 50kW, dass in die stationäre Ladesäule zu packen.

Re: Schnellladesäulen in Ostösterreich

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    AbRiNgOi
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folder Di 16. Apr 2019, 08:09
Ich denke es kommt genau auf die Dichte der Ladesäulen an. Wenn wir das heutige Netz ansehen ist es für viele nicht dicht genug. Trotzdem ist das Netz so gut wie nicht ausgelastet. DIe Säulen die jetzt stehen sind alle durch Subventionen gestützt. Pro Säule wurden mindestens 50.000€ mehr als für eine 43kW AC gezahlt. Nach Eurer Rechnung wären dass in Fahrzeugladestationen 12 Fahrzeuge. Wie viele Elektrofahrzeuge gibt es in Deutschland mit DC Ladern an Bord? Nehmen wir von den 83.175 in Deutschland zugelassenen Fahrzeugen mal Großzügig 40.000 DC Ladende Fahrzeuge an, weil das meist Verkaufte Fahrzeug hat kein DC und Tesla rechnet anders. Das bedeutet, hätte man die Förderung auf die Fahrzeuge gesetzt wäre man bei einer Summe von 160.000.000€ rausgekommen, aber 5000 DC Schnelllader mit 50kW haben 250.000.000 Euro gekostet.

Der EINE Fahrzeughersteller, der mindestens 22kW AC verbaut hat: BYD, Tesla, Renault, Smart, ohne Förderung, 11kW: BMW, Daimler.
Zugegeben wäre eine Reise 2013 schlicht nicht möglich gewesen da hat es in Deutschland gerade mal 10 CCS Stationen gegeben.

Jetzt, wo wir beim Tesla Modell angekommen sind, also CCS mit 150kW, macht es wieder Sinn. Aber auch nur weil die Reichweiten so groß sind, dass es Sinn macht ein grobes Netz mit 200km zu spinnen und pro Ladeort mehrere Stecker zu platzieren. Die notwendigen 250 Mio hatten gerade mal gereicht ein Netz von 60km mit genau einem Stecker auf zu bauen.

PS: ein Brusa 43kW Ladegerät hat gerade mal 24 kg und ist 8cm hoch. Das hatte (für 22kW) sogar ohne Probleme im Smart Platz, bevor man wegen Renault gleichteile den Chamäleon Lader eingebaut hat, ein Fehler...

Warum immer alle glauben, dass ein Bord Ladegerät so groß und teuer sein muss wie die Tonnen der Tripel Lader an der Strasse.
Fahrzeuge die bei CCS 50kW dabei waren: VW, BMW.

Nichts gibt es gegen die modernen Fahrzeuge mit mehr als 50kW aus zu setzen, das macht wirklich Sinn. (Hyundai , Kia, Audi, Porsche)

Was ich sagen will: hätte man 2013 auf die 50kW verzichtet, hätte man viel Fördergeld gespart, Geld das in CCS 150kW hätte fließen können. All die Ladeparks mit 4 - 8 CCS 150kW sind genau das was tatsächlich Sinn macht.

Klar, ist 43kW eine Sackgasse, aber es hätte für eine bessere Infrastruktur gesorgt, auch wenn es 2019 keinen Sinn mehr macht als einzige Lademöglichkeit nur noch AC zu verbauen. Auch Renault wird auf CCS gehen. Macht Sinn, 2019.
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Re: Schnellladesäulen in Ostösterreich

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folder Di 16. Apr 2019, 11:41
2013 gab es noch nicht einmal einen Standard oder gar Stecker für über 50kW. D.h. Wenn man nicht 50kW gefördert hätte, man hätte mit CCS garnix gemacht. Dann wären wir aber nie, wo wir jetzt wären mit dem Standard! Die erste Generation eine Technologie ist nie die sinnvollste Ausprägung- mann muss aber den ersten Schritt machen (gefördert, weil Business Case komplett rot) um den nächsten Schritt machen zu können.

Re: Schnellladesäulen in Ostösterreich

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ntruchsess
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folder Di 16. Apr 2019, 14:25
AbRiNgOi hat geschrieben:
Di 16. Apr 2019, 08:09
Ich denke es kommt genau auf die Dichte der Ladesäulen an. Wenn wir das heutige Netz ansehen ist es für viele nicht dicht genug. Trotzdem ist das Netz so gut wie nicht ausgelastet. DIe Säulen die jetzt stehen sind alle durch Subventionen gestützt. Pro Säule wurden mindestens 50.000€ mehr als für eine 43kW AC gezahlt. Nach Eurer Rechnung wären dass in Fahrzeugladestationen 12 Fahrzeuge. Wie viele Elektrofahrzeuge gibt es in Deutschland mit DC Ladern an Bord?
Die Säulen sind doch nicht nur für die heute existierenden Elektroautos gebaut. Die gibt es weil die Industrie auf eine fahrzeugseitig preiswerte Schnellladetechnik gesetzt hat und auch weiterhin setzt. Und das ist auch gut so, die Fahrzeuge sollen ja nicht noch teurer werden.

Und was die Zahlen 'pro Säule' angeht: Auch wenn die aktuell nicht besonders ausgelastet werden, wird das in naher Zukunft sehr wohl der Fall sein. Ein Blick auf die Neuzulassungszahlen zeigen dass sich diese in den letzten paar Jahren alle etwa 1,5 Jahre verdoppelt haben. Das ist ein exponentielles Wachstum. Wenn der Zuwachs exponentiell steigt, dann tut das auch der Bestand. Das bedeutet konkret, dass in jeder Verdoppelungsperiode mehr Neufahrzeuge dazu kommen als vorher Gesammtbestand da war.
Also dieses Jahr 12 Fahrzeuge pro geförderter Ladestation, in 1,5 Jahren voraussichtlich schon 24, in drei Jahren dann 48 usw... Und schon sind diese vermeindlich teuren Säulen pro Auto richtig günstig geworden und man muss noch ganz viele (dann pro Auto sehr günstige) Säulen aufstellen um den Bedarf zu decken. (Das steigt natürlich nicht unendlich, irgenwann geht jedes exponentielle Wachstum in eine Sättigungsphase über und die Rate nimmt nicht mehr zu, aber aktuell ist der Bestand an E-Fahrzeugen noch klein gegenüber dem Gesammtbestand und daher ein entsprechendes Wachstumspotential da).

Meiner persönlichen Meinung nach haben 50kW Ladestationen in Zukunft genauso ihre Berechtigung. Die kann man nämlich oft auch ohne größere Investition in einen vorhandenen Anschluss aufstellen. An den Kosten der Ladestation wird es in Zukunft nicht scheitern - wenn entsprechende Stückzahlen nachgefragt werden, wird es die auch deutlich billiger geben. Einen neuen und stärkeren Mittelspannungsanschluss zu schaffen wird auch in Zukunft sicher teuerer sein. Warum sollte nicht in jeder Gemeinde > 1000 Einwohner ein 50kW Lader stehen wenn in der gleichen Gemeinde jeder zweite Einwohner ein BEV nutzt? (Das soll jetzt kein Plädoyer gegen HPCs sein, ich erwarte nur nicht, dass die in absehbarer Zeit an Stellen abseits der großen Verkehrswege gebaut werden).

Re: Schnellladesäulen in Ostösterreich

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    AbRiNgOi
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folder Di 16. Apr 2019, 15:20
Ok, lassen wir die Vergangenheit, weil die 12 war der Punkt ab dem eine Subvention der On Bord Charger gleich teuer wäre wie die Subvention der Schnelllader, es sind aber bei 40.000 Fahrzeuge über 5000 50kW Ladestationen gebaut worden, was teurer war, als alle Fahrzeuge mit On Bord Charger auszustatten.

Wenn aber in Zukunft noch mehr Fahrzeuge auf diese einzelnen Stecker los gelassen werden, hat man gar keine Chance mehr auf den CCS 50kW Stecker. Und durch verdoppeln von beidem wird der Quotient finanziell auch nicht besser. Daher lassen wir die Vergangenheit, schauen wir in die Zukunft.

Das die Zukunft die HPC mit mehreren Ladeports pro Standort an den Autobahnen ist, sind wir ja mal einig, das ist doch schon mal was.

Die Frage wäre ja nur, ob es für die vielen Destination Lader nicht einfacher wäre, AC auf zu stellen. Ein einsamer 50kW Port pro Ortschaft macht überhaupt keinen Sinn, den wird man gar nicht ergattern. Wenn ich einen 60kWh+ Akku habe, stecke ich doch beim Schwimmbad wegen 3,6kW gar nicht an, das lästige Kabel raus nehmen... (außer ich will unbedingt den Parkplatz haben)
Oder glaubst du wirklich es wird pro Schwimmbad/Einkaufszentrum/Museum zehn CCS 20kW geben wenn die EV immer mehr werden? Oder jedes Hotel bekommt CCS 20kW damit der 60kWh Akku in der Früh überhaupt voll ist?

Ich denke, dann hat uns die Fahrzeugindustrie genau dort wo sie uns haben will, abhängig vom HPC, der im Preis jede Höhe erreichen kann, weil es keine alternativen gibt. Da kann ich gleich beim Verbrenner bleiben.
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Re: Schnellladesäulen in Ostösterreich

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ntruchsess
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folder Di 16. Apr 2019, 16:43
Natürlich soll so ein 'einsamer' 50kW CSS keine Destination-charger ersetzen, sondern nur ergänzen. Wenn die HPC-ladeparks aus Kosten- und Auslastungsgründen erst mal nur an den Hauptverkehrstrassen gebaut werden wird abseits dieser Trassen es in ländlichen Gebieten für Leute mit schmalem Budget sonst nie attraktiv werden sich ein BEV zuzulegen. Die großen Akkus, die solche Lader im ländlichen Bereich überflüssig machen würden wird es in absehbarer Zeit nämlich erst mal nicht für kleines Geld geben.
Und für die meisten Leute ist ein Auto, dass nicht die Möglichkeit bietet auch mal spontan einen größeren Ausflug ohne größere Vorplanung zu unternehmen einfach unattraktiv. Das war bis dato schon so und wird sich erst ändern, wenn große Reichweiten auch im unteren Preissegment angekommen sind.
Ein hinreichend engmaschiges Netz an Schnelllademöglichkeiten ist eine notwendige Vorraussetzung für eine Demokratisierung der Elektromobilität. (Also eine von der Mehrheit gewollte und nicht als von oben diktiert wahrgenommene Handlungsalternative).
Dafür müssen die Schnelllader gar nicht so hyperschnell (und hyperteuer), sondern erst mal einfach nur öfter vorhanden sein. Auch in diesem Fall wird das Angebot sich seine Nachfrage schaffen.
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