Wie groß ist das Interesse an Elektro-Umbauten? (Umfrage)

Ich hätte Interesse an:

Kompaktfahrzeug bis 18.000€
3
14%
Kompaktfahrzeug 18 bis 23.000€
1
5%
Kompaktfahrzeug 23 bis 28.000€
1
5%
Kompaktfahrzeug mehr als 28.000€
0
Keine Stimmen
Oldtimer bis 20.000€
4
19%
Oldtimer 20 bis 25.000€
1
5%
Oldtimer 25 bis 30.000€
2
10%
Oldtimer mer als 30.000€
0
Keine Stimmen
Ich bin eher an einem "herkömmlichen" Umbau interessiert (habe ein Fahrzeg/suche dieses selber aus)
9
43%
 
Abstimmungen insgesamt : 21

Wie groß ist das Interesse an Elektro-Umbauten? (Umfrage)

Beitragvon Sebastian » So 11. Nov 2018, 21:06

Hallo zusammen!

Ich spiele derzeit mit dem Gedanken, ebenso ins Elektroauto - Umbaugeschäft einzusteigen. Mein Ansatz wäre dabei (je nach Bedarf neben "herkömmlichen" Umbauten) jener, anstatt nur des Umbaues, auch fertige Fahrzeuge anzubieten. Hintergrund ist jener, dass ich denke, der Vorgang aktiv mit einem Fahrzeug an eine Firma heranzugehen, und diese für einen Umbau zu beauftragen, könnte für manche potentielle Kunden aufgrund des Aufwands abschreckend wirken.
Die Frage ist allerdings natürlich, ob hierfür ausreichend Nachfrage bestünde, und welcher Preis als gerechtfertigt angesehen wird.

Die günstigere Option sollte dann sein: Ein kompaktes und alltagstaugliches Fahrzeug, welches im Verbrennerleben seine Lebensdauer schon erreicht oder überschritten hat, und in großen Stückzahlen verkauft wurde. (z.B. Golf II o.Ä.) Das Argument der anfallenden Herstellungsenergie wäre somit auch als netter Nebeneffekt nur auf die neu verbauten Komponenten beschränkt.
Das Fahrzeug soll dabei so minimalistisch wie möglich ausgestattet werden. Also, keine 5 Displays, keine elektronischen Helferlein, höchstens Bremskraftverstärker / Servolenkung wenn das im Basisfahrzeug bereits verbaut ist.
Technische Eckdaten könnten folgendermaßen aussehen:
Akku: 15 bis 20kWh (150+km)
Höchstgeschw.: 120 km/h
Ladegerät: 10kW 3phasig, doppelte Leistung gegen Aufpreis möglich
Heizung, BMS


Die teurere, bzw. weniger alltagstaugliche Option wäre z.B. als VW Käfer möglich.
Eckdaten:
Akku: 20kWh
Höchstgeschw.: 110km/h
Ladegerät: 10kW 3phasig
Heizung, BMS

Das eigentlich Interessante folgt nun in der Umfrage: Was darf's kosten? Bitte um ehrliche Antworten, wer Interesse hat und wieviel ihr bereit wärt, dafür zu zahlen. Mir ist bewusst, dass die Preise am unteren Ende der Fahnenstange heute nicht wirtschaftlich realisierbar sind. Trotzdem interessiert es mich, bei wievielen User mit kleinerem Budget ein Interesse besteht. Natürlich sind auch größere Akkukapazitäten möglich, allerdings mit entsprechendem Aufpreis. (+10kWh = ca. +5000€)

Für Fragen stehe ich natürlich ebenso gerne zur Verfügung.

Viele Grüße,
Sebastian
Fahrzeug:
VW Käfer Elektro, BJ. 1996/2012 | Verbrauch ab Steckdose: Bild
Bestellt: Hyundai IONIQ Style, Polar White - Sangl Nr. 141 ...kommt hoffentlich im April/Mai. Abgeholt :)
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Re: Wie groß ist das Interesse an Elektro-Umbauten? (Umfrage

Beitragvon eSmart » So 11. Nov 2018, 22:18

Wenn es bei der Auswahl nur um den Preis geht, kommt nichts gescheites bei raus. Jeder will das billige Angebot.
Man nehme einen Artikel der tatsächlich 100€ wert ist und bietet ihn für 10€ an. Selbst dann wird noch um den Preis gefeilscht.

Ja, ich würde mein altes Auto sofort auf E umbauen (lassen) wenn es einen Anbieter gäbe der das richtig gut kann. Wie beim Kauf eines Tesla ist man da bereit Geld auszugeben wenn es richtig gut ist. Also Kompoenten die was leisten und optisch nicht nur ein paar Kabelbinder, nein eine schicke Installation die retro aussieht.
Meinen 67er Lincoln mag ich nicht wieder mit dem V8 zusammenbauen
100.000km elektrisch unterwegs
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Re: Wie groß ist das Interesse an Elektro-Umbauten? (Umfrage

Beitragvon Sebastian » So 11. Nov 2018, 23:20

Das hab ich eh befürchtet, aber es reicht vielleicht, sich mal ein grobes Bild zu machen. Ich empfinde es als relativ schwierig, die Nachfrage diesbezüglich grob einzuordnen.
Was ich so vermute, wird eben kaum jemand recht viel für ein Alltagsfahrzeug ausgeben wollen, wenn's da schon gebrauchte zeitgemäße EVs gibt, die selbiges oder mehr können.

Ästhehik ist mir eh sehr wichtig, ich hatte auch daran gedacht, zumindest die Anzeigen & Bedienelemente bei älteren Fahrzeugen in einem zur Epoche passenden Stil zu gestalten. Sprich SOC, Spannungen, etc. mit Analoginstrumenten zeitgemäßer Bauart. Bevor man aber tatsächlich etwas verkaufen kann, wird man eh nicht umher kommen, einmal einen Prototypen zu fertigen. Dann sollte man aber auch wissen, in welche Richtung dieser gehen sollte.
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Re: Wie groß ist das Interesse an Elektro-Umbauten? (Umfrage

Beitragvon verbraucher » Mi 14. Nov 2018, 04:06

Hi,

bei den Elektroautos ist der CW Wert und das Gewicht (nach meiner Ansicht) am wichtigsten. Da hilft dir eine klassische Karosse garnichts, die ist immer schwerer und klobiger als ein "normales" E-Fahrzeug.
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Re: Wie groß ist das Interesse an Elektro-Umbauten? (Umfrage

Beitragvon Sebastian » Mo 19. Nov 2018, 14:57

Danke erst einmal für die Antworten und Abstimmungen. Manche haben sich ja doch in die höheren Regionen getraut :)

@verbraucher:
Stimmt zum Teil. Was bei älteren Fahrzeugen wiederum oft weit kleiner ist, ist die Stirnfläche.
z.B. cW*A beim i3 = 0,714, beim Käfer = 0,828 - sind als im Endeffekt gereade einmal 14% mehr, und der Käfer ist mit einem cw von 0,46 ja ein Extrembeispiel. Der Luftwiderstandswert cW*A beim Golf II beträgt gar nur 0,67, ist also sogar besser als bei so manch neuen E-Fahrzeugen!

Das Leergewicht lässt sich aber meist auch geringer halten, als bei Neufahrzeugen (man bezahlt natürlich mit weniger Sicherheit und technischen Spielereien). Mein Käfer ist jedenfalls fast 200kg leichter als ein i-miev und bietet ebenso Platz für 4 Leute bei fast gleicher Akkukapazität.
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Re: Wie groß ist das Interesse an Elektro-Umbauten? (Umfrage

Beitragvon BinKino » Sa 1. Dez 2018, 14:34

Interessant und ressourcenschonend ist ein Umbau eines Verbrennerfahrzeuges auf E-Antrieb auf jeden Fall immer ;)
Nur leider herrscht auch hier ein teilweise undurchsichtiger Dschungel, wo am Ende immer Summen im Raum stehen, die eine Anschaffung einer bspw. gebrauchten Zoe immer wirtschaftlicher erscheinen lassen.

Nehme ich gerade mal die aktuelle Situation:
Ich habe meinen betagten Megane ph1 weitergegeben und mir eine 2015er R240 auf 4 Jahre finanziert.
Der Umbau auf E auf Zoe-Reichweiten-Niveau hätte mich afair 12.000 Euronen gekostet und es wären noch Nebenarbeiten für den TÜV fällig gewesen.
Damit ist, neben dem Twizy, nur noch mein geschätzter 1983er Capri mit seinem wunderschönen V6 Klang als Verbrenner auf meiner Seite. Es wäre ein inakzeptabler Frevel, den auf E umzubauen.

Nachdem ich nun die Zoe habe, wurde u.A. meine Mutter (70+) auf damit angesteckt. Die Spritpreise, die Fahrruhe (Thema Hörgeräte!), i.d.R. nur Kurzstrecken. Für sie lohnt sich aber ein Wechsel kaum noch, realistisch und ihre eigene Aussage. Es muss ja auch finanziert sein.

Würde man nun in Betracht ziehen, ihren Ford Fusion umzubauen - da liegt man bei einer Investition und Aufwand, der jedes gebrauchte E-Mobil sinnvoller erscheinen läßt. Unter 10.000 Euro findet man kaum etwas, und da kommt wieder ein gebrauchter Zoe ins Spiel (ja, Zoe - da halte ich mich jetzt mal fest. Es gibt natürlich auch andere E-Fzg ;-) )

So ein Umbau ist für einen Liebhaber eines Autos etwas, dem die Originalität nicht so wichtig erscheint; seinen Oldie auch umweltfreundlicher bewegen will. Beim Capri sind es nur noch wenige Hundert KM im Jahr, da kann der Spritpreis noch so steigen, tut nur der Literpreis weh, aber nicht auf das Ganze umgelegt.

Gäbe es einen Umbau für bspw. 5.000,- mit einem 20kW Akku, wäre das vertretbar. Aber ein Drauflegegeschäft für jeden Umbauer. Die Komponenten kosten eben leider ihr Geld und für ein "vergeld's Gott macht keiner was" ;)


Viel interessanter aus meiner Sicht, auch für die Zukunft, sind Batterie-Recycler.
Nehmen wir ein beliebiges E-Fahrzeug mit Kaufbatterie. Oder würde bspw. Reno in bspw. 10 Jahren einfach sagen "es gibt für das Modell keine Batterien mehr von uns, Mietverträge enden, könnt die Batterie aber zum Symbolpreis kaufen." (die können für die Zoe nicht ewig die Batterie bevorraten, das weiß sogar jeder BWL Anfänger. irgendwann kommen Wechsel und das Modell fliegt raus.)
Dann fährt man zu einem solchen Umbauer, und lässt sich den AKku neu bestücken. Mit moderneren Zellen, und demzufolge auch zeitgemäßerer Kapazität, je nach Kundenwunsch und Geldbeute.
Auch das muss wieder attraktiv bleiben.
Ich kann in solchen 10 Jahren nicht (Beispiel!) 10.000 Euro für einen Akku hinlegen, wenn vergleichbare Gebrauchtfahrzeuge nur die Hälfte kosten würden.
Wenn ich in 10 Jahren den Akku für lau raus kaufen kann und man mir 30 oder 40 kWh für 5.000 oder 6.000 Euro anbieten kann, dann würde ich das machen. (es sei denn, ich bekäme für 10.000 Euro einen 100kWh Akku für die Zoe, das wäre dann doch mal eine Nummer hehe)
Klar, wenn ich bei einem Verpenner nach 10 Jahren einen neuen Motor will, kostet der mich auch das 10 Fache eines gebrauchten. Meist um die 3.000 Euro? je nach dem was ich für einen Boliden habe. Aber der "normale Pkw Motor" bewegt sich ja in dem Feld.

Sehe das aber optimistisch, bekommt man in den USA einen Austausch-Akku für den Prius für grob 1.500,- zum selbst wechseln.

Wir können auch gespannt sein, wie sich die Jamer-Industrie anpassen wird.
Viele, die den Zug verpasst haben und auch nicht gewillt sind sich anzupassen, werden vom Markt verschwinden, und neue, innovativere Firmen an ihre Stelle treten. Wie der TE, genau das benötigen wir für eine gesicherte E-Mobilitäts-Zukunft. Bevor die "Großen" aufwachen und diese Plätze reservieren. Wer erst mal im Markt gefestigt ist, so klein er dann auch ist, den Platz müssen die "Großen" dann erst mal einnehmen können. Bekanntlich schrumpft mit der Größe eines Unternehmes auch die Flexibilität und der Untergang wird selbst verschuldet... Da sind viele kleine Anbieter auf recht sicherer Seite.


Das sind meine paar 5ct, muss nicht alles stimmen, ist nur, wie ich es zum jetzigen Zeitpunkt sehe und einschätze ;)
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