neuartiges System der TU München

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Beitragvon UmfrageNEmo » Mo 12. Dez 2016, 16:53

Hallo zusammen!

Im Rahmen des Forschungsprojekts „Nutzerorientierte Elektromobilität (NEmo)“ am Lehrstuhl für Fahrzeugtechnik der TU München führen wir derzeit eine Umfrage zur Nutzerakzeptanz eines neuartigen Sysgtems durch. Dazu möchten wir euch eininge Fragen stellen. Das Ausfüllen des online-Fragebogens sollte nicht länger als zehn Minuten dauern und eure Angaben werden gänzlich anonym behandelt. Die gewonnen Daten sollen uns wichtige Anhaltspunkte für das weitere Vorgehen in der Forschung liefern. Durch Eure Erfahrung mit E-Fahrzeugen helft Ihr uns, Erkenntnisse über die Zielgruppe zu gewinnen und ermöglicht es, in Zukunft besser auf eure Bedürfnisse einzugehen.

http://www.soscisurvey.de/UmfrageNEmo/

Vielen Dank für Eure Teilnahme!

Bei Rückfragen könnt Ihr uns unter folgender E-Mail Adresse erreichen:
umfragenemo.gotzler@tum.de
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Re: neuartiges System der TU München

Beitragvon cpeter » Mo 12. Dez 2016, 18:34

Umfrage gerne ausgefüllt. Wie im Kommentarfeld angemerkt ist die Schnelladefähigkeit >= 43 kW beim heutigen EV Angebot ein entscheidender Faktor, wenn es um Fahrten geht, die über die Reichweite des Akkus hinausgehen (Langstrecke).

Ich bin froh über die NEmo Forschung. Das Ziel EVs effizienter zu machen und vielleicht auch mehr Ladehub aus dem Akku zu holen klingt vielversprechend. Die Annahme, dass lediglich die Reichweite und die Genauigkeit der Reichweitenanzeige einer höheren Akzepzanz von EVs im Weg stehen, ist allerdings aus meiner Sicht nicht korrekt.

Anschaffungspreis, verfügbare Ladeinfrastruktur und einfache und rasche Schnellademöglichkeit auf längeren Strecken sind ebenso wichtige Faktoren. Zur Ladeinfrastruktur gehört auch dazu, dass das Chaos der unterschiedlichen Ladekarten und das fehlende europaweite "Roaming" für die Bezahlung adressiert werden muss und auch die leichte Auffindbarkeit (grosse, km-weit sichtbare Schilder bei Tankstellen vs. auf (unbekannten) Parkplätzen nur schwer auffindbaren Ladesäulen.

Zum Bezahlen an Ladesäulen: an jeder Tankstelle in Europa kann man mit Bankomatkarte und Kreditkarte zahlen, warum sollte das nicht auch bei Ladesäulen gehen? Auch der anfallende Tarif bei den Ladesäulen ist heutzutage intransparent, wenn man ohne Vertrag laden möchte.

Es ist natürlich OK, dass das NEmo Forschungsprojekt nur die Effizienz und Vorhersagbarkeit des Antriebstrangs erforscht. Aber die Aussage, dass die Lösung lediglich dieser Faktoren die EV Adoptionrate dramatisch ansteigen lässt, ist zu kurz gedacht.
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Re: neuartiges System der TU München

Beitragvon E-lmo » Mo 12. Dez 2016, 21:06

Auch ich habe den Fragebogen gleich ausgefüllt.
Allerdings gleich eine Anmerkung:
Der Ansatz der variablen Zwischenkreisspannung ist eine Möglichkeit, die Motorabstimmung an den aktuellen Leistungsbedarf des Fahrzeugs anzupassen.
Aber ich glaube Tesla hat den gleichen Effekt von der anderen Seite angegangen und damit die Zugkraftunterbrechung einerseits vermieden und Allradantrieb obendrein gewonnen:
Hier ist der Ansatz zwei unterschiedlich abgestimmte Motoren passend zum aktuellen Betriebszustand einzusetzen und zu kombinieren. Bei kleiner Leistung -kleiner Motor allein an der Vorderachse, bei mittlerer Leistung der größere an der Hinterachse und bei großem Leistungsbedarf beide zusammen. Drei Abstufungen dadurch etwas größere Reichweite und Allrad. Und in der Praxis schon erprobt.

Man sollte auf jeden Fall beide Ansätze direkt vergleichen!
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Re: neuartiges System der TU München

Beitragvon 2tonner » Mo 12. Dez 2016, 21:36

E-lmo hat geschrieben:
Der Ansatz der variablen Zwischenkreisspannung ist eine Möglichkeit, die Motorabstimmung an den aktuellen Leistungsbedarf des Fahrzeugs anzupassen.

Was ist denn eigentlich diese ominöse "variable Zwischenkreisspannung"?
So was wie die Stern- Dreieckschaltung bei der S-Bahn?
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Re: neuartiges System der TU München

Beitragvon E-lmo » Mo 12. Dez 2016, 21:49

@2tonner Ich würde sagen, die Richtung stimmt soweit. Hier hast Du durch Umschalten der Motorwicklungen 2 verschiedene Spannungen an jeder Motorwicklung und eine Spreizung der Leistung von 1:3
Im E-Auto wird die Leistung grob gesagt durch Takten des Stromflusses gesteuert. Bei geringen Leistungen sind das dann nur Nadelspitzen. Bei halber Spannung könnte man die Zeit der Bestromung verlängern. Im Zusammenhang mit der Induktivität des Motors hat das bestimmt Vorteile.

Das gleiche kann man meiner Meinung nach mit der Aufteilung auf zwei gleich große Motore und deren intelligenten Einsatz auch erreichen. Mit zwei unterschiedlichen Motoren kann man da sicherlich noch mehr rausholen.

Das ist aber nur meine Meinung. Die Praxis kennt meistens noch so einige Fallen...
Zuletzt geändert von E-lmo am Mo 12. Dez 2016, 22:26, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: neuartiges System der TU München

Beitragvon iOnier » Mo 12. Dez 2016, 22:16

Ich hab's auch mal ausgefüllt - aber teils mit "keine Antwort" ... was sollen so Fragen nach durchschnittlicher Reichweite. Die Spanne geht ja von realistischen 130 (Drilling) bis über 500 km (Teslas). Wie soll man den Durchschnitt bilden? Nach Autotypen? Nach der Zahl der tatsächlich zugelassenen Autos?
Oder "14. Um mit einem Elektrofahrzeug zu fahren, ist keine Umgewöhnung oder Anleitung nötig." - Fahren kann das E-Auto ja jeder Trottel. Fuß aufs Pedal und ab geht die Luzie. Aber ankommen? Tja. Muss man schon Ladeinfrastruktur haben und sich damit auskennen ... was ist jetzt gemeint?
Und 15. "Bitte schätzen Sie ein, wie gut die Folgenden Fahrten mit einem Elektrofahrzeug zu erledigen sind:" - Was ist denn nun ein "Geschäftsfahrzeug" im Sinne der Frage? Für den Versicherungsvertreter sicher etwas anderes als für den Pizzaboten oder den Pflegedienst... und "Tägliche Fahrt zu Arbeit/Ausbildung etc.gut geeignet" - für *mich* reichen 50 km solide Reichweite zum Pendeln aus - andere pendeln 100 km eine Strecke und mehr ...
17. "Halten sie eine Elektrofahrzeug für spontane Ausfahrten geeignet?" - super geeignet ... wenn die Ladeinfrastruktur zum Auto passt ...
18. Welche Reichweite [km] muss ein Elektrofahrzeug (unabhängig vom Preis) mindestens besitzen, damit ein Kauf für Sie (theoretisch) in Frage kommt? - tja, für mein Pendlerfahrzeug reichen die genannten 50 km, das 2. Auto in der Familie muss aber ein Arbeitstier für Urlaubsfahrten mit AHK sein ... so nicht zu beantworten, die Frage ...
Gruß
Werner
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Re: neuartiges System der TU München

Beitragvon Toumal » Mo 12. Dez 2016, 23:27

Die Umfrage ist garnicht mal so schlecht aufgestellt. Ich finde gut dass eine konkrete Frage gestellt wurde, und nicht bloss blind zum 100sten mal geforscht wird "ob das mit diesen E-Autos ueberhaupt funktionieren kann"

Habe sie ausgefuellt.
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Re: neuartiges System der TU München

Beitragvon DiLeGreen » Fr 16. Dez 2016, 00:09

Das Thema mit der Umschaltung der Batterieverschaltung passt auch irgendwie zu den kommenden 800V Ladesystemen, um zu den bisherigen DC Ladern kompatibel zu bleiben werden die ja evtl. auch die Batterie "halbieren".
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