ZOE an Steckdose laden

Chamäleon Lader und Ladeboxen - Themen, die das Laden des Renault ZOE betreffen

Re: ZOE an Steckdose laden

Beitragvon 29bde » So 26. Nov 2017, 14:15

Hallo,

CEE blau kannst Du bei Google eingeben, dann bekommst Du hunderte Bilder :) Dieser Stecker-/Buchsentyp ist dazu ausgelegt, einphasig 16A auch für einen dauerhaften Zeitraum zu liefern. Normale Haushalts-Schuko Verbindungen sind meistens "nur" für eine Dauerbelastung von 10A ausgelegt. In der Regel sollte die Verkabelung vom Sicherungskasten zur Waschmaschine diese 10A auch aushalten - das ist aber nur eine Vermutung. Wenn Du nun das Kabel aber in die Garage verlängert (womöglich "brückst" Du in der Schuko Dose an der Waschmaschine), dann könnte dies ein potenzieller Gefahrenherd sein. Daher solltest Du die Installation so oder so von einem Fachmann prüfen lassen.

Planst Du aber nur mit 10A (2,3kW) zu laden, dann sollte die vorhandene Verkabelung und die vorhandene Schuko Dose ausreichend sein. Gegebenenfalls in der ersten Zeit einfach die Temperatur im Auge behalten (der gesamten Stecke).

CEE blau als Dose macht nur dann Sinn, wenn die Stecke bis dahin auch 16A Dauerlast verträgt und Du auch ein Ladekabel mit 16A Leistung besitzt.

Das Kabel von Ratio gibt es aus den o.g. Gründen auch mit den zwei unterschiedlichen Steckern und somit mit 2 unterschiedlichen Leistungen. Ob sich der finanzielle Aufwand lohnt, für die 1,5kW (Mehr-)Leistung verglichen zu 10A - das musst Du entscheiden.
Ich als Leaf Fahrer mit 3,7kW max Ladeleistung würde das nicht ausgeben.

Ich würde bei einer Zoe dann eher 3phasig ins Auge fassen - aber nur vor dem Hintergrund, wenn Dir die Zeit über Nacht zum Nachladen mit 10A nicht reicht. Wenn der Elektriker eh Kabel neu verlegen muss, weil die vorhandene Verkabelung einfach nicht ausreicht, dann solltest Du unbedingt ein 3 phasiges Kabel legen lassen. Das wäre bzw. ist auch nach meiner Meinung die derzeit zukunftssicherste Version: 3phasig CEE rot 32A in die Garage legen lassen. Daran kannst Du dann alles anschließen, was derzeit und später erhältlich sein wird.

Das Ratio Kabel ist ein "Zoe-Ladekabel", dann wäre deines für 600 EUR überflüssig. Was für eins hast Du denn genau - ggfs. ist das schon ausreichend.
Das steckst Du wie jedes Typ 2 Kabel mit dem einen Ende direkt in die "Steckdose" (entweder CEE blau, dann 16A oder Schuko, dann 10A) und mit dem anderen Ende in den Typ 2 Ladeanschluss an der Zoe.


Nochmal zurück zum Anfang: wenn ich das richtig verstanden habe, dann hast Du:
1. die Schuko-Dose in der Garage von einem Elektriker legen lassen (als Verlängerung von der Wachmaschine)
2. kein Problem damit, dass die Zoe 20 Stunden benötigt, wenn Akku leer
3. kein Problem während dieser Ladezeit die Waschmaschine ausgeschaltet zu lassen

Wenn alles zutrifft, dann brauchst Du dir eine Sorgen machen und kannst ganz entspannt mit einem 10A Ladekabel die Zoe langsamladen :)
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Re: ZOE an Steckdose laden

Beitragvon JuGoing » So 26. Nov 2017, 14:46

Vielleicht hast du ja auch Lust einfach mal ein paar Videos zur ZOE und dem Laden anzuschauen.
Es gibt halt gute und weniger gute.
Also einfach Mal ein paar mehr anschauen, dann bekommt man schon einen guten Überblick.
https://www.google.de/search?client=tab ... %2B0Vo4%3D

Es gibt hier auch verschiedene eAuto Stammtische, wo man Erfahrungen austauschen kann.

Oder du schreibst mal woher du kommst, dann findet sich vielleicht jemand, bei dem du dir Mal das Laden ansehen kannst.
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Re: ZOE an Steckdose laden

Beitragvon schnapper » So 26. Nov 2017, 15:34

Nochmals besten Dank für die viele Unterstützung.

Ich komme aus Süddeutschland, Unterallgäu, in der Nähe von Bad Wörishofen.

Momentan habe ich weder ein E-Auto noch ein Ladekabel. Bevor ich irgendwas kaufe, möchte ich vorab erst klären, ob ich in der Garage überhaupt laden kann.

Mein Worst-Case-Szenario wäre, dass ich ein E-Auto kaufe, den Benziner in Zahlung gebe und dann feststelle, dass ich in der Garage das E-Auto nicht laden kann. Das darf auf gar keinen Fall passieren, darum stelle ich in diesem Forum auch lauter dumme Anfänger-Fragen, denn ich bin nämlich einer.

Ich habe folgendes:

1. Die Schuko-Dose in der Garage von einem Elektriker legen lassen, als Verlängerung vom Kellerlicht. In meinem Kellerraum ist eine Steckdose, ein Lichtschalter und eine Deckenlampe. Von dieser Stromzufuhr hat man ein Kabel nach draußen gelegt, das in die Garage geht. Die Waschmaschine hängt lediglich an der gleichen Sicherung, befindet sich aber auf der anderen Seite. Standorttechnisch hat die Waschmaschine nichts mit der Verlängerung in die Garage zu tun.

2. Ich habe kein Problem damit, dass die Zoe 20 Stunden benötigt, wenn Akku leer, denn ich fahre ohnehin nicht viel. Ich würde den Akku aber nie ganz leer laufen lassen sondern nach jeder Fahrt wieder aufladen, sofern das dem Akku nicht schadet.

3. Ich habe kein Problem während dieser Ladezeit die Waschmaschine ausgeschaltet zu lassen, denn ich wasche nur einmal pro Woche, manchmal auch zweimal. Da ich die Waschmaschine immer selbst einschalte, weiß ich genau, wann die läuft und kann dann das E-Auto von der Ladung nehmen.

Wenn ich das Notladekabel für den Zoe kaufe, dann kriege ich doch eine Steckdose mitgeliefert, oder? So habe ich das jedenfalls immer verstanden.

Zusammenfassung, was ich nun machen muss:

Erster Schritt:

Ich müsste die gleiche Elektrikerfirma kommen lassen, die mir das Kabel in die Garage verlegt hat, und diese Firma muss ich erstmal die Leitung prüfen lassen, ob ich damit überhaupt stundenlang Strom abzapfen kann.

Zweiter Schritt:

Dann würde mir diese Firma meine jetzige Steckdose:

a) entweder gegen die Zoe-Steckdose tauschen und ich würde mit dem Notladekabel von Renault laden (das für 600,- Euro). Diese Lösung lädt mit 10A (2,3 kW).

b) oder gegen einen blauen CEE-Stecker tauschen und ich würde mit dem Ratio-Kabel laden (das für 400,- Euro). Diese Lösung lädt mit 16A.

In beiden Fällen muss ich aber erst durch einen Fachmann prüfen lassen, ob meine verlegte Garagenleitung für 10A oder 16A Dauerlast ausgelegt ist, richtig?

Dritter Schritt:

Jetzt kann ich mir ein E-Auto kaufen, entweder einen Zoe oder einen Nissan Leaf.

Den Nissan Leaf kann man doch auch über die Steckdose laden, oder?

Ich würde den Zoe mit 400 km theoretischer Reichweite bevorzugen, da der Leaf 2 erst nächstes Jahr erscheint und auch nicht mehr Reichweite hat.
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Re: ZOE an Steckdose laden

Beitragvon 29bde » So 26. Nov 2017, 15:46

Ok, unter den Voraussetzungen:

1. Elektriker kommen lassen und die Leitung inkl. Steckdose(n) bis zur Garage prüfen lassen, ob 10A Dauerlast ein Problem darstellen. 10A deswegen, weil das Ratio Kabel bzw. der potenzielle Leaf Ziegel eh nur 10A leisten können und nur einen Schuko Stecker haben
2. 16 A würde ich zumindest bei Mehrkosten nicht ins Auge fassen, denn es kommt laut deiner Aussage auf die letzten Stunden eh nicht an und das Geld für ein neues Ladekabel inkl. potenzieller neuer Verkabelung und Steckdosen kann man so für die zukünftige Investition sparen.

Das original Renault Ladekabel würde ich nicht kaufen. Wenn die Leitung 10A verträgt, dann das Ratio Kabel mit Schuko, maximal - wenn die vorhandene Leitung wider Erwarten auch 16A Dauerlast kann - dann soll der Elektriker die vorhandene Schuko Dose gegen CCE 16 blau tauschen. Kostet nicht die Welt und du kaufst das Ratio Kabel mit CEE Stecker und kannst schneller laden.

Zukünftige Schritte:
1. dedizierte 3phasige Leitung in die Garage legen lassen
2. auf 32A pro Phase achten
(CEE rot 32A)

Damit kann der neue Leaf dann einphasig mit 6,6kW geladen werden oder die Zoe gar 3phasig mit 22kW.
Beides aber nur mit neuen, passenden Ladegeräten/Wallboxen...
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Re: ZOE an Steckdose laden

Beitragvon JuGoing » So 26. Nov 2017, 16:10

@schnapper
Kannst du so machen.
Auf jeden Fall machst du es richtig, dich vor dem Kauf mit der Ladethematik auseinander zu setzen.

Ich würde keine 600 Euro für das Renault Kabel ausgeben - ist einfach zu teuer.
Ich habe das nur deshalb, weil ich eine ZOE vom Hof genommen habe und es nicht möglich war, das Kabel raus zu nehmen.
Ist unbenutzt, mit Schuko-Dose, wenn jemand Interesse hat, gerne per PN.

Wenn du etwas neu machst, bin ich bei den Vorrednern.
Lass ein 5 adriges Kabel legen (das ist dann 3 phasig + Nullleiter + Erde) wo 32 Ampere drüber gehen.
Damit hast du für die nächsten Jahre vorgesorgt.
Die ZOE kannst du dann, wenn es wirklich Mal sein muss, in zwei Stunden voll machen. Die Ladung ist dann mit bis zu 22 kW möglich.

Aber ich will dich jetzt auch nicht verrückt machen, das ist nur eine Option, falls du dich entscheidest etwas neu in die Garage legen zu lassen, ansonsten bleib bei deinem Plan.
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Re: ZOE an Steckdose laden

Beitragvon schnapper » So 26. Nov 2017, 16:24

OK, dann bin ich jetzt im Bilde.

@JuGoing: Was ist denn der Unterschied zwischen meiner Schuko-Steckdose und der von Renault mitgelieferten Schuko-Steckdose? Das ist mir noch nicht ganz klar. Ist die von Renault stabiler oder besser?

@29bde: Wenn ich das Ratio-Kabel mit Schuko-Anschluss haben möchte, dann wähle ich das so aus wie in beigefügtem Bild, und ich habe von der Funktion her genau das gleiche Kabel wie das von Renault, richtig?

Das Ratio-Kabel ist genauso gut wie das von Renault, nur billiger. Sehe ich das richtig?
Dateianhänge
RatioKabel.jpg
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Re: ZOE an Steckdose laden

Beitragvon roxxo_by » So 26. Nov 2017, 16:33

ratio mit schuko: 10 A
ratio mit cee-blau: 16 A
renault notlader mit schuko von renault: 14 A
renault notlader mit schuko standard: 10 A

wenn du ein beliebiges ladegerät mit 10A willst würde ich dir zu einem gebrauchten raten. die 400euro lohnen sich meiner meinung nach nur wenn man auch die 14 bzw 16 A bekommt.
roxxo_by
 
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Re: ZOE an Steckdose laden

Beitragvon JuGoing » So 26. Nov 2017, 16:36

Ich kann deine Schuko-Dose nicht aus der Ferne beurteilen. Normalerweise sind die 10 Ampere dauerfest, also man kann mehrere Stunden mit 10 Ampere Dauerlast arbeiten. Renault gibt für seine Schuko-Dose 14 Ampere Dauerlast an. Da ist einfach mehr Sicherheit drin.
Überlege trotzdem auch CEE Blau. Die Vorteile wurden ja schon beschrieben.
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Re: ZOE an Steckdose laden

Beitragvon schnapper » So 26. Nov 2017, 16:44

OK, vielen Dank.

Wenn meine Leitung also wider Erwarten 14 Ampere Dauerlast kann, dann kann ich entweder die Schuko-Dose von Renault nehmen oder mir einen CEE Blau einbauen lassen.

Letzte dumme Anfänger-Frage:

Was wäre, wenn meine Leitung nur 10 Ampere Dauerlast kann und ich tausche die Schuko gegen die von Renault?
Lade ich dann trotzdem nur mit den 10 Ampere, die möglich sind?

Oder würde die Schuko-Dose von Renault automatisch auf 14 Ampere erhöhen und mir somit die Leitung überhitzen?
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Re: ZOE an Steckdose laden

Beitragvon 29bde » So 26. Nov 2017, 16:53

Mal ne Frage an die Besitzer von Zoe‘s: ist da serienmäßig kein Ziegel dabei? Bei Nissan war und ist zumindest der 10A Klotz dabei...

Beim 2.Zero ist dann außerdem noch Typ 2 auf Typ 2 32A dabei.

Wenn der Ziegel dazu gehört, dann ist der Aufwand für @schnapper recht gering: nur aus Vorsicht eine Prüfung der Leitung auf Dauerfestigkeit von 10A und weiter nichts.

@schnapper: wenn die Leitung keine 14A hergibt, baut der Elektriker die 14A Dose nicht an. Wenn doch, dann könnte es einen Kabelbrand geben.
Wie gesagt: Kauf nicht das teure Renault Kabel mit 14A. Wenn du unbedingt schneller laden willst, dann CEE blau mit 16A und entsprechendem Kabel von Ratio oder bleib bei 10A wenn es auf die Zeit nicht ankommt.
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