Renault ZOE und Mennekes Amtron Xtra 3,7

Chamäleon Lader und Ladeboxen - Themen, die das Laden des Renault ZOE betreffen

Renault ZOE und Mennekes Amtron Xtra 3,7

Beitragvon kusch » Sa 25. Jun 2016, 09:53

Hallo alle zusammen,

Bekomme in 2 Wochen meine ZOE intens und bin schon richtig aufgeregt. Jetzt sind natürlich viele Fragen aufgetaucht, auf die ich bis jetzt noch nicht wirklich ne Antwort gefunden habe.

Die Idee ist, dass ich meine ZOE fast nur mit PV-Strom von meinem Dach (10 kWp) laden möchte. Ich habe bereits einen SMA Sunny Home Manager bei mir im Haus und bin so zwangsläufig auf die Mennekes Amtron Xtra gestoßen. Ich brauch generell keine 11 kW oder 22 kW, da der Stromüberschuß so wie so nur bei max. 5-7 kW liegt. Im Winter auf Grund meiner Wärmepumpe sogar noch weniger. Hier jetzt die Fragen. Ein Freund meinte, dass der Zoe bei 3-phasigen laden mind. 7kW braucht und vorher nicht anfängt zu laden. Stimmt das ? Daher die Entscheidung die 3,7kW Version (einphasig) zu nehmen. Die längere Ladezeit spielt generell keine Rolle, da täglich nur ca. 30 km gefahren werden. Hat hier jemand genau diese Konfiguration (Mennekes Amtron Xtra 3,7 + Sunny Home Manager + ZOE) im Einsatz und kann mir sagen ob das Zusammenspiel gut funktioniert? Vielen Dank schon einmal für Infos...
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Re: Renault ZOE und Mennekes Amtron Xtra 3,7

Beitragvon Karlsson » Sa 25. Jun 2016, 10:56

R240 oder Q210?
Der 210er Zoe lädt 1-phasig etwas ineffektiv, der 240er ist etwas besser.
Unter 16A wäre nicht gut. Wo er 3-phasig anfängt zu laden, variiert von Fahrzeug zu Fahrzeug etwas, müsstest Du dann ausprobieren.

Meine Empfehlung wäre eine 3x32A Box, vorzugsweise mobil, weil man einfach mehr Möglichkeiten hat.
11kW/3x16A wäre nicht gut, da eben nur 16A pro Phase. Mit der 32er Box könntest Du aber 2 Phasen wegschalten und 1-phasig mit mehr als 16A laden. Entweder per Schalter (nicht während der Ladung!) oder indem Du eine zweite CEE32 installierst, wo nur L1 angeschlossen ist.
So könntest Du Deine Solaranlage doppelt besser nutzen - Zoe hat weniger Veruste und Du kannst mehr Leistung vom Dach einspeisen. Wenn Du mit Netzstrom laden möchtest (Winter?), schaltest Du auf 3 Phasen um und lädst noch effizienter.

Zur Solartechnik kann ich leider nichts beitragen, bin noch Mieter :(
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Re: Renault ZOE und Mennekes Amtron Xtra 3,7

Beitragvon HubertB » Sa 25. Jun 2016, 12:33

Wenn man aus dem PV Strom Laden kein Dogma macht kann man auch 3-Phasig eine gute Nutzung hinbekommen.
Hier ein Beispiel mit 3x13A, ungesteuert:
Ladung_Zoe3x13A.JPG

Wichtig ist ja eigentlich nur dass die grüne Fläche möglichst groß ist.
Ich habe nur 8,25 kWp, sollte bei Dir also noch besser klappen.
Einphasig hätten es schon mindestens 20A sein müssen, sonst wäre abends die Sonne weg gewesen bevor das Auto voll ist, abgesehen vom schlechteren Wirkungsgrad.

Mit einer 3,7 kW Wallbox würde ich nicht anfangen, irgendwann kommst Du leer nach Hause und willst schnell wieder weg.
Der Preisunterschied zu einer 11 oder 22 kW Box ist nicht so riesig.
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Re: Renault ZOE und Mennekes Amtron Xtra 3,7

Beitragvon Berndte » Sa 25. Jun 2016, 17:30

Ich würde mich mit einer 3,7kW Box nicht unnötig kasteien.

Und im Ernst... rechne dir mal durch, was die Spielerei "genau an der PV-Ertragslinie entlang laden" eigentlich an Mehrkosten verursacht!

Ich habe auch eine 10kWp Anlage... wenn die Sonne scheint, kann ich schon so abschätzen, wieviel kW ich übrig habe... dann gehe ich raus zum Fahrzeug und stelle entsprechend die Ladeleistung ein. Kostet ein wenig Arbeit, aber man kann auch nebenbei den Briefkasten leeren oder Müll rausbringen. Kostet aber keine Tausende Euro für hochkomplexe Regelungstechniken.
Das Geld bekommst du garantiert nicht durch die letzten optimierten kWh rein.

Wenn du das als Hobby verbuchst, dann ist der Preis aber sowieso egal.
Wenn man das Wissen und die Lust hat die Regelungen selber zu entwickeln und zu bauen, dann geht das vielleicht auch mit positiver Bilanz raus.
Ist genauso wie bei Hausspeichern... lässt man sich alles schlüsselfertig vom Installateur bauen, dann kommt da allerhöchstens eine schwarze Null raus. Installiert man alles selber und wird auf dem Gebiet auch ein wenig Fuchs, dann kann man auch Gewinn erzielen.

Meiner Meinung nach wird dem Thema PV-Überschussladung ein viel zu hoher Stellenwert eingeräumt ohne die Mehrkosten zu beachten. Um so genau du der PV-Kennlinie folgen willst, um so teurer wird es.
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Re: Renault ZOE und Mennekes Amtron Xtra 3,7

Beitragvon Karlsson » Sa 25. Jun 2016, 18:53

Der Aufwand, 2 Phasen weg zu schalten, ist doch auch nicht hoch. Das würde ich ruhig noch machen und dann die Box zb auf 20A stellen für die nicht total sonnigen Tage.
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Re: Renault ZOE und Mennekes Amtron Xtra 3,7

Beitragvon lingley » Sa 25. Jun 2016, 19:30

Fast gleiche Vorraussetzungen hier : 9,75kWp

Die PV-EV Regelung hatte heute schwerstarbeit zu verrichten bei diesem Wetter

2016-06-25.png

Oft reichte der Überschuss nicht mal für die eingestellte Mindestladestromstärke von 9A einphasig

IMG_20160625_202007.png

an den roten Spitzen gut erkennbar.

Fazit:
Der Kostenaufwand einer geregelten PV-Überschussladung lohnt sich idR nicht,
es sei denn man hat Bock drauf :)
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Re: Renault ZOE und Mennekes Amtron Xtra 3,7

Beitragvon kusch » So 26. Jun 2016, 05:44

Vielen Dank für die Infos. Scheint komplizierter zu sein, als gedacht. Wirtschaftlich macht das wirklich keinen Sinn. Da habt ihr vollkommen recht. Werde das Ganze jetzt folgendermaßen lösen: Da ich nur wenige Kilometer am Tag fahre(30km) und das Auto vier von 7 Tagen auch tagsüber zu Hause laden kann, werde ich die Überschussladungen durch eine SMA Bluetooth Steckdose erledigen lassen. Des Weiteren bietet die LEW in meinem Kreis eine kostenlose 11kW Ebox an, wenn man ein paar Aufkleber auf das Auto klebt. Wenn das Auto dann mal wirklich leer ist und ich ne Schnellladung brauche, dann steck ich das Auto an die 11kw Box an. Evtl lass ich das auch mit den Aufklebern und kauf mir lieber gleich ne einfache 11kw Box. Für den Notfall hab ich ja auch noch einen Stinker(Dieselgate ;-) in der Garage stehen ;-)

Evtl tut sich ja auch was in der Zukunft. Denn das E-Fahren steht ja erst am Anfang...
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Re: Renault ZOE und Mennekes Amtron Xtra 3,7

Beitragvon rolandk » So 26. Jun 2016, 07:29

Wenn Du dich da mal nicht versiehst.... (Diesel vs. Zoe)

Bisher wurde in den meisten Fällen hier der Diesel zum Zweitfahrzeug und nach einiger Zeit sogar abgeschafft, da er auch im Stand Kosten verursachte. Jedenfalls mehr, als der Strom, den man bei sich zu Hause auch aus dem Netz evtl. mit etwas PV-Unterstützung ziehen kann.

Nach Deinem letzten Text habe ich das Gefühl, als wenn Du der irrigen Annahme folgen möchtest, das Fahrzeug soll seinen Strom unbedingt umsonst bekommen. Löse Dich davon. Berechne doch einfach mal, was Dich eine Ladung bei Dir zu Hause kostet und vergleiche das mit den Kosten des Dieselfahrzeugs (vergiss dabei die Wartungskosten nicht).

Dann wirst Du schnell sehen, das zu Hause laden überhaupt kein Problem darstellt und Du wirst Dich ärgern, das Du zu Hause NICHT die Möglichkeit geschaffen hast mit 32A (22kW) zu laden. Fahrer mit dem Q210 ärgern sich teilweise, das sie die Ladung mit 43kW zu Hause nicht voll nutzen können.

Außerdem wirst Du ganz schnell das Tankstellen-Paradigma überwinden: Irgendwo hin fahren zu müssen, um weiter zu kommen. Du lädst am Ankunfstort (zuhause, Arbeit), steckst innerhalb von wenigen Sekunden das Kabel an und verschwindest. Und wenn Du den Wagen wieder benötigst, geht es einfach weiter.

Viel Spaß mit Deiner Zoe
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Re: Renault ZOE und Mennekes Amtron Xtra 3,7

Beitragvon kusch » So 26. Jun 2016, 08:39

Der Wunsch ist der Vater aller Gedanken. Klar würde ich mir wünschen, dass ich nur mit meinem eigenen Strom ökologisch fahren kann. Dass das natürlich nicht 100%ig machbar ist, ist mir klar. Aber so nah wie möglich an die Sache ran zu kommen ist das Ziel. Dabei sollte das ganze natürlich auch zu einem gewissen Grad wirtschaftlich und komfortabel sein. Hab bis jetzt den halben Morgen damit verbracht nach Wall-Boxen zu suchen. Die NRGkick oder B3200RD sehen sehr vielversprechend aus. Habe bereits ein CEE Anschluss in der Garage.

Bis jetzt habe ich ja leider meine kleine ZOE noch nicht. Das Ganze ist sicherlich ein Entwicklungsprozess. Im Moment kann ich es mir noch nicht vorstellen ohne einen Stinker zu leben, denn meine Verwandten wohnen 600-700km weit entfernt (Zug fahren ?! Nein! Danke.).
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Re: Renault ZOE und Mennekes Amtron Xtra 3,7

Beitragvon rolandk » So 26. Jun 2016, 08:53

kusch hat geschrieben:
Bis jetzt habe ich ja leider meine kleine ZOE noch nicht. Das Ganze ist sicherlich ein Entwicklungsprozess. Im Moment kann ich es mir noch nicht vorstellen ohne einen Stinker zu leben, denn meine Verwandten wohnen 600-700km weit entfernt (Zug fahren ?! Nein! Danke.).

Die Frage ist auch, wie häufig man die Strecke fährt. Als ich vor etwa 3 Jahren mit dem elektrischen fahren begonnen habe, war ich auch davon ausgegangen, das ich Strecken über 400km anders in Angriff nehmen müßte (2-3 mal jährlich Berlin). Jetzt fahre ich 3-4 mal jährlich nach Österreich (> 800km). Das ist erst mal eine reine Kopfsache. Achtung! Für Aussendienstler ist das so nicht geeignet!

Roland

PS.: bezgl. Ladebox. Schau mal was im Selbstbau möglich ist, wenn Dir das liegt. Vorsicht Lebensgefahr! Aber auch da ist einiges möglich. AC-Ladung ist kein Hexenwerk.
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