Renault ZOE und Mennekes Amtron Xtra 3,7

Chamäleon Lader und Ladeboxen - Themen, die das Laden des Renault ZOE betreffen

Re: Renault ZOE und Mennekes Amtron Xtra 3,7

Beitragvon kusch » Mo 27. Jun 2016, 09:35

lingley hat geschrieben:
Steuer doch damit nen Schütz an, schon biste sauber

Damit sind wir wieder am Anfang des Problems. Generell ne Idee, aber bringt einige Nachteile.
1. Wenn ich eine 11kW oder 22kW Box damit schalte, zieht er ja die kompletten 11kW oder 22kW raus. Soviel bringt meine Anlage ja nicht einmal. Wenn man ne 100kWp Anlage auf dem Dach hätte, wäre das die optimalste Lösung. Müsste ich mein Haus um das 10fache vergrößern oder meine Rasenfläche mit Modulen voll stellen, was natürlich auch ne Idee wäre;-)
2. Der Home Manager kann dann nicht mehr die tatsächliche Stromentnahme messen(lädt das Auto oder nicht?) und kommt mit der Regelung der anderen SMA Steckdosen(Luftentfeuchter, Heizstab, Bierkühlschrank ;-), Waschmaschine, Trockner usw. ) durcheinander.
3. Wenn ich jetzt nur die 14A von der Renault-Box schalte, gehe ich zwar auf Nummer sicher, dass mir die SMA Steckdose kein Schaden nimmt, führt aber wieder zu Problem 2.

Laut SMA soll die Steckdose eine Dauerbelastung von 16A aushalten, vorausgesetzt sie ist an einer dafür ausgelegten Steckdose. Die 3 kW die dann durchlaufen wären optimal. Die sind sehr häufig an Tag übrig. Man kann es dann auch so einstellen, dass evtl. auch bis zu x % Netzstrom genommen werden darf(Winter).

Ideal wäre ja immer noch, wenn die Ladesäule ja nach Stromangebot die Stromstärke regelt. Laut Google-Recherchen soll die Amtron 11 oder 22 das aber noch nicht wirklich zufriedenstellend mit der ZOE bewerkstelligen.

Mir geht es eher darum, das so ökologisch wie möglich zu machen. Bis zu einem gewissen Grad natürlich. Wenn man dafür tausende von Euros ausgeben muss, dann hat der Spaß natürlich irgendwo ein Ende.
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Re: Renault ZOE und Mennekes Amtron Xtra 3,7

Beitragvon rolandk » Mo 27. Jun 2016, 10:13

Bitte daran denken, das der Zoe einphasig erst ab etwas über 8A lädt. D.h. wenn die Anlage weniger als 1700W liefert, landet davon exakt "null" im Zoe.

Eine Regelung ist, wie hier bereits erwähnt, nur dann sinnvoll, wenn man sehen will "ob's" geht.

Es ist nicht so, das man von den angezeigten z.B. 25kWh die eine Anlage am Tag produziert, alles ins Auto bekommt. Wenn man Pech hat, bekommt man gar nichts.

1zaehler1h.png


sieh Dir z.B. diese aktuellen Werte an. Die nach unten verlaufende Kurve zeigt die PV-Produktion an. Nur wenn dort mehr als 1700W (Grenzebereich Rot/Gelb) zur Verfügung stehen, gehen die ins Fahrzeug. Und das, obwohl der Hausverbrauch zum größten Teil versorgt wird (obere blaue Verbrauchskurve: weiße Fläche=komplett durch PV versorgt).

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Re: Renault ZOE und Mennekes Amtron Xtra 3,7

Beitragvon lingley » Mo 27. Jun 2016, 10:52

kusch hat geschrieben:
Damit sind wir wieder am Anfang des Problems. Generell ne Idee, aber bringt einige Nachteile.

Da sind wir wieder am eigentlichen Problem des "wo messe ich und mit was" angekommen.
Bei Eigenverbrauchs PV Anlagen ist der Messpunkt am ZRZ entscheidend.
Hier muss, egal welche "Blackbox" auch immer werkeln soll, auf +-0 W ausgeregelt werden.
Dann hast du auch, wie bei meiner Sunwatch-E.ON/ABL Lösung im Bild zu sehen, ALLE Verbraucher drin.
Zoe bekommt hierbei nur den Rest des anliegenden Überschusses zugeteilt, egal welche Verbraucher zu-oder abgeschaltet werden und wenn Ihm der nicht reicht musst du Ihm einen Mindeststrom garantieren.
Ein An/Aus je nach Wolkenlage würde ich dem Lader und dem Schütz in der Box nicht zumuten.

Edit : Da du SMA Komponenten einsetzt, schau dir auch mal die Seite von @smarted an.
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Re: Renault ZOE und Mennekes Amtron Xtra 3,7

Beitragvon Karlsson » Mo 27. Jun 2016, 12:23

kusch hat geschrieben:
1. Wenn ich eine 11kW oder 22kW Box damit schalte, zieht er ja die kompletten 11kW oder 22kW raus

Nein, Du stellst an der Box den gewünschten Ladestrom und ein schaltest per Schalter davor 2 Phasen weg/zu.
Dann kannst Du alles Deinen Wünschen entprechend eistellen, also zB auch 1Phase / 20A => 4,6kW. Das passt doch auch ganz gut zu Deiner Solaranlage und Du hast dazu noch weniger Ladeverluste.
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Re: Renault ZOE und Mennekes Amtron Xtra 3,7

Beitragvon kusch » So 10. Jul 2016, 12:40

Also meine ZOE ist jetzt da und möchte mal schnell meine Erfahrungen berichten, falls jemand das genau so machen will. Folgenden Aufbau hab jetzt ich gebastelt:
1. CEE-Dose(11kW) auf Schuko-Buchse
2. SMA Bluetooth Steckdose
3. Schuko-Stecker auf ZOE-Wanddose(die dabei ist)
4. Notladekabel von Renault.

Die Bluetooth-Steckdose hab ich auf folgende Parameter eingestellt:
- Leistungsaufnahme: 3100W
- Minimal Einschaltzeit: 15min
- Minimale Ausschaltzeit: 2min
- Priorität: hoch
- 100% PV-Erzeugung

Im Moment funktioniert das Ganze perfekt. Die Steckdose schaltet sich automatisch ein, wenn mind. 3100 W an Überschuss da sind und lädt für mind. 15min. Mittlerweile sind schon fast 50kWh durchgelaufen und der Prozentanteil liegt bei 98% PV-Strom und 2% Öko-Netzstrom. Damit ich am Montag morgen auch immer eine volle Batterie habe, habe ich über die Nacht ein Zeitfenster eingerichtet, dass die ZOE auf jeden Fall mit Netzstrom vollgeladen wird(Wenn die Batterie bereits voll ist, wird auch nichts verbraucht). Das wird mir dann aber wahrscheinlich auf Dauer mein PV-Anteil verschlechtern :-(. Im Winter werde ich wahrscheinlich den PV-Anteil runterschrauben müssen und einige extra Zeitfenster dazu nehmen. Ich werde aber berichten, was die Zukunft so bringt und welche Probleme aufgetaucht sind ;-)
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Re: Renault ZOE und Mennekes Amtron Xtra 3,7

Beitragvon HubertB » So 10. Jul 2016, 13:40

Berichte auch wie lange die SMA Bluetooth Steckdose gehalten hat, das dürfte hier einige interessieren.
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Re: Renault ZOE und Mennekes Amtron Xtra 3,7

Beitragvon kusch » So 12. Feb 2017, 18:27

Ich muss jetzt nochmal meine Erfahrungen über meine Konstruktion mitteilen. Bis dato hat das Ganze super funktioniert und hat auch nie irgendwelche Probleme gegeben. Die SMA-Dose ist nie heiß geworden und funktioniert bis heute ohne Probleme. Es wurden ca. 2000 kWh durchgejagt und der PV-Anteil lag im Durchschnitt bei ca. 70% (Der böse Winter ;-).

Das ganze Projekt wurde dann jetzt aber doch beendet, weil ich mir eine richtige Ladestation gekauft habe: Keba P30 mit der Ladesteuerung von http://www.eb-systeme.de über ein RaspberryPi. Die kann das gleiche, aber dafür auch mit 22kW laden. Ist leider auch ein bisschen teurer. Das war's mir aber jetzt dann doch wert.. GRINS
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