Renault führt 100 kW DC ein

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Re: Renault führt 100 kW DC ein

Beitragvon panoptikum » Di 20. Dez 2016, 11:42

Wikipedia (https://de.wikipedia.org/wiki/Blindstrom#Sinusf.C3.B6rmiger_Strom-_und_Spannungsverlauf) spricht:
Da der Blindstrom den Strom im Stromnetz unnötig erhöht, stellen die Energieversorgungsunternehmen Großabnehmern die vom Blindstrom verursachte Blindarbeit („Blindleistungsverbrauch“) in Rechnung. Daher betreiben die Großabnehmer Einrichtungen zur Blindstromkompensation. Diese sind in erster Linie Kondensatoren, die einen kapazitiven Blindstrom aufnehmen, der dem üblicherweise induktiven Blindstrom der Verbraucher entgegengesetzt gerichtet ist und ihn näherungsweise aufhebt.


Diese Blindstromkompensation könnte in einer Ladesäule verbaut sein, dann muss die Blindleistung auch nicht verrechnet werden.
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Re: Renault führt 100 kW DC ein

Beitragvon TeeKay » Di 20. Dez 2016, 13:36

Ich würde mal behaupten, alle AC-Säulen sind mit einem ganz gewöhnlichen Hausanschluss angeschlossen. Da gibts natürlich auch keine Blindleistungskompensation - eine Ladesäule ist ne simple "Ich schalt mal das Schütz"-Einrichtung.
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Re: Renault führt 100 kW DC ein

Beitragvon nicatron » Di 20. Dez 2016, 13:59

Ohne meckern zu wollen - aber was genau hat das alles schonwieder mit der CCS-Einführung bei Renault zu tun?
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Re: Renault führt 100 kW DC ein

Beitragvon AbRiNgOi » Di 20. Dez 2016, 14:11

Ha, ich kann die Kurve kratzen.. (also von AC mit hoher Blindleistung welche bezahlt werden muss oder nicht hin zu den 100kW DC)

Also die Kurve kriegen wir so: Wenn man einen solchen Gleichrichter mit 100kW auf die Straße stellt, wird dieser induktiven Blindstrom erzeugen, genauso wie die ZOE heute auch. Umrichter bleibt Umrichter, oder nicht?
Mit ein bisschen mehr Aufwand, also nicht mit dem Antriebsmotor der ZOE als passives Bauteil im Umrichterkreis, sondern mit einer aktiven Kapazität könnte man sogar kapazitiven Blindstrom erzeugen, ja sogar abhängig vom Gewünschten genau den richtig großen. Damit lässt sich gutes Geld verdienen, sozusagen als Blindstromkompensation...
Das Ding kostet eh schon 50k€ aufwärts, da kommt es auf einen oder mehrere Bauteile nicht mehr an und schon wird jede ladende ZOE zum Blindstromfresser.

PS: für alle die nur noch Bild verstehen, ein kapazitiver Blindstrom und ein induktiver Blindstrom heben sich gegenseitig auf. Einmal kommt der Strom ein wenig zu früh, und einmal ein wenig zu spät, halt nicht passend zur (Wechsel-) Spannung. Und immer wenn der Strom kurz in die andere Richtung zur Spannung fließt, geht Energie in den Verbraucher zurück. Dieses dauernde hin und her der Leistung an den Stromwendepunkten ist dann die Blindleistung.
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Re: Renault führt 100 kW DC ein

Beitragvon ecopowerprofi » Di 20. Dez 2016, 14:25

TeeKay hat geschrieben:
Ich würde mal behaupten, alle AC-Säulen sind mit einem ganz gewöhnlichen Hausanschluss angeschlossen. Da gibts natürlich auch keine Blindleistungskompensation - eine Ladesäule ist ne simple "Ich schalt mal das Schütz"-Einrichtung.

Der Stromanschluss hat doch nix mit dem Verrechnungspreis zu tun. Der Stromanschluss kommt vom Netzbetreiber und der Strom vom Stromlieferanten. Zwei paar verschiedene Dinge.
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Re: Renault führt 100 kW DC ein

Beitragvon panoptikum » Di 20. Dez 2016, 14:33

AbRiNgOi hat geschrieben:
Also die Kurve kriegen wir so: Wenn man einen solchen Gleichrichter mit 100kW auf die Straße stellt, wird dieser induktiven Blindstrom erzeugen, genauso wie die ZOE heute auch.

Nein, laut Wiki wird sogar bei Windkraftanlagen eine Gleichstrombrücke zum Entkoppeln verwendet, um keinen Blindstrom in das Netz einzuspeisen.
https://de.wikipedia.org/wiki/Blindleistungskompensation#Sonstiges
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Re: Renault führt 100 kW DC ein

Beitragvon TeeKay » Di 20. Dez 2016, 19:28

ecopowerprofi hat geschrieben:
Der Stromanschluss hat doch nix mit dem Verrechnungspreis zu tun. Der Stromanschluss kommt vom Netzbetreiber und der Strom vom Stromlieferanten. Zwei paar verschiedene Dinge.

Aber der Netzbetreiber installiert den Zähler, der Blindleistung misst und das wird er nicht bei einem gewöhnlichen 63A Hausanschluss tun.
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Re: Renault führt 100 kW DC ein

Beitragvon Yorch » Di 20. Dez 2016, 21:36

Ohne jetzt hier in alten Threads zu graben, ich glaube der Zoe liefert erstmal kapazitiven Blindstrom, wegen der Filterkondensatoren vor dem Gleichrichter.


Zu Windkraftanlagen: Diese verfügen vor allem über einen Gleichstrom-Zwischenkreis, um die Frequenz und somit die Drehzahl des Rotors von der Netzfrequenz zu entkoppeln. Und wenn man dann erstmal einen Frequenzumrichter hat, kann man damit quasi jede mögliche Netzdienstleistung vollbringen, z.B. Blindstrom beliebig kapazitiv oder Induktiv erzeugen um damit die Spannung zu stützen, oder während eines Fehlerfalles im Netz weiter Strom einspeisen und das Netz stützen, oder, aber das wird soweit ich weiß bisher nicht vergütet, z.B. im Falle eines Freuqenzeinbruchs wie ein großer Generator reagieren und Wirkleistung einspeisen ( virtuelle Trägheit) etc....
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Re: Renault führt 100 kW DC ein

Beitragvon ecopowerprofi » Mi 21. Dez 2016, 01:03

TeeKay hat geschrieben:
Aber der Netzbetreiber installiert den Zähler, der Blindleistung misst und das wird er nicht bei einem gewöhnlichen 63A Hausanschluss tun.

Worin besteht denn der Unterschied? Im Zählerantrag muss ich angeben was für Verbraucher angeschlossen wird und welcher Stromlieferant den Strom liefert. Der Hausanschlusskasten ist immer der selbe.
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Re: Renault führt 100 kW DC ein

Beitragvon ecopowerprofi » Mi 21. Dez 2016, 01:12

Yorch hat geschrieben:
Ohne jetzt hier in alten Threads zu graben, ich glaube der Zoe liefert erstmal kapazitiven Blindstrom, wegen der Filterkondensatoren vor dem Gleichrichter..

Das spielt beim Gleichstromladen keine Rolle. Der Gleichrichter sitzt in der Säule. Bei 100 kW macht der Netzbetreiber eh eine Leistungsmessung. Der Zähler misst dann auch den Blindstrom.

Selbst bei 43 kW bzw. 63 A Ladesäule wird es inzwischen gemacht. Die Netzbetreiber wollen Geld verdienen.
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