"Reduktives" Ladegerät beim ZOE

Chamäleon Lader und Ladeboxen - Themen, die das Laden des Renault ZOE betreffen

"Reduktives" Ladegerät beim ZOE

Beitragvon EVplus » Mo 4. Feb 2013, 22:52

Hier einige links in englischerSprache zum "reductive charging" wie es wohl auch beim ZOE zur Anwendung kommt.

Wie man "reductive charging" korrekt auf deutsch übersetzen kann, weiss ich nicht. Hat jemand Vorschläge ?

Ich vermute, daß durch die Technik des "reduktiven Ladens" auch die Inkompatibilität mit niedrigen Ladestärken des Notladekabels begründet liegt.

http://www.acpropulsion.com/products-reductive.html

http://www.plugincars.com/fast-charging ... 25421.html

http://sourceforge.net/apps/mediawiki/t ... le=Charger

Grüsse EVplus
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Re: "Reduktives" Ladegerät beim ZOE

Beitragvon BuzzingDanZei » Mo 4. Feb 2013, 23:06

An der Stelle meint reductive ja "minimierend" in Bezug auf die Anzahl der Bauteile, respektive den Aufwand. Sehr interessante Links, wenn auch nicht neu, dass Renault das so konstruiert hat. Ob es nun wirklich Probleme mit dem Laden bei 10A gibt, bezweifel ich, zumindest für das fertige Produkt, nach wie vor.
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Re: "Reduktives" Ladegerät beim ZOE

Beitragvon Guy » Di 5. Feb 2013, 10:11

Der Ausführungen von AC Propulsion lassen zumindest nicht darauf schleißen, dass es ein generelles Problem mit niedrigen Leistungen bei dieser Technik gibt:
Finally, the Reductive charger operates efficiently throughout its power range. Whether operating at its full 18 kW capability, or at end-of-charge conditions, when charging power is 1 kW or less, the Reductive charger makes efficient and economic use of electricity.

Hat jemand von euch eine Seite gefunden, die die Technik dahinter erklärt? Würde mich sehr interessieren. Mit meinem mechanischen Hintergrund, erschließt sich mir das leider nicht von selbst.
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Re: "Reduktives" Ladegerät beim ZOE

Beitragvon brushless » Do 14. Feb 2013, 22:47

Hallo liebe ZOE Fankollegen,
also der ZOE hat ein sog. Chamäleon Ladegerät eingebaut. Es ist aber im eigentlichen Sinn kein separater Charger, sondern es wird der Motorcontroller im Revers-Betrieb als Charger verwendet. Möglicherweise bedeutet reduktiv daher soviel wie umgekehrt oder zurück. Denn im Fahrbetrieb wird aus DC ein 3Phase AC erzeugt und im Ladebetried aus 3Phase AC ein DC für die Akkuladung. Der Vorteil ist, dass kein zusätzlicher schwerer Battery Charger mitgeführt werden muß um auch 43kW einladen zu können sondern es wird der Motorcontroller, der ohnehin bis zu 65kW für den Motor leistet, verwendet. Eine wirklich sehr intelligente Lösung die nicht einmal beim Tesla Sedan vorhanden ist. Ich warte auch schon auf die Lieferung im Juni; hoffentlich wird nicht wieder eine Lieferverzögerung eintreten.
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Re: "Reduktives" Ladegerät beim ZOE

Beitragvon Desti » So 17. Feb 2013, 02:00

Kann der Chameleon Lader den Strom auch wieder ausspeißen?
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Re: "Reduktives" Ladegerät beim ZOE

Beitragvon Jogi » So 17. Feb 2013, 12:13

Desti hat geschrieben:
Kann der Chameleon Lader den Strom auch wieder ausspeißen?

Also, es gab da mal zumindest eine Absichtserklärung, die Fahrzeugbatterie als Zwischenspeicher für's Hausnetz zu verwenden (Vehicle to home grid).
Aber ich bezweifle, dass Das beim ZOE der ersten Generation schon zur Verfügung steht. Ansonsten würde Das doch großspurig angepriesen, oder?

Grundsätzlich kann man mit den bidirektionalen Ladeboxen eine gesteuerte Rückspeisung realisieren, aber die Wechselrichterschaltung im Auto muß das unterstützen, sonst geht's nicht.
Wenn früher alles besser war,
hätte man's ja auch so lassen können.
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Re: "Reduktives" Ladegerät beim ZOE

Beitragvon wasserkocher » So 17. Feb 2013, 13:06

Wenn das so wäre, wäre das bestimmt auch in den Mietbedingungen festgelegt. So wie auch eine Überschreitung der vertraglichen km-Zahl um 100km mit 5€ verrechnet wird. Renault wird die zusätzlichen Ladezyklen bestimmt nicht kostenlos zur Verfügung stellen.
ZOE Q210 seit 28.05.2013. R240 seit 22.07.2016. Model 3 reserviert. EcoUp (CNG) seit 31.08.2017.
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Re: "Reduktives" Ladegerät beim ZOE

Beitragvon Jogi » So 17. Feb 2013, 13:13

Stimmt.

Warst du gestern in Coburg?
Wenn früher alles besser war,
hätte man's ja auch so lassen können.
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Re: "Reduktives" Ladegerät beim ZOE

Beitragvon brushless » So 17. Feb 2013, 17:58

Generell werden bidrektionale Verwendungen der Car Akkus bei den eventuell zukünftigen "Smart Grid" Anwendungen derzeit noch diskuiert. Allerdings sind hier noch rechtliche und technische Probleme zu klären. Erstens benötigt man dazu einen von Energieversorger abgenommen Wechselrichter der spezielle Anforderungen erfüllen muß (ähnlich wie bei Einspeisung mittels Photovoltaic Modulen) - wenn das Stromnetz ausfällt muß gewährleistet sein, dass der Wechselrichter nicht ins Netz einspeist. Außerdem darf nicht vergessen werden, dass der Car Akku nie ganz ausgesaugt wird (max 30-50% wenn noch eine Restreichweite verbleiben soll) und wie bereits im Forum angemerkt, wird der Akku unnötig mit Teil- Lade- Entlade- Zyklen belastet, die die Gesamtzyklenzahl (Lebensdauer des Akkus) reduziert. Eigentlich nur sinnvoll bei wesentlich höhern Energieinhalten der Car Akkus (min. >60kWh) und bei Akkus mit sehr hoher Zyklenlebensdauer (LiFePO4 Akkus, welche 2000 - 4000 Zyklen aufweisen).
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Re: "Reduktives" Ladegerät beim ZOE

Beitragvon Desti » Mo 18. Feb 2013, 01:50

Muss ja nichtmals direkt fürs Grid sein, Mitsubishi bietet z.B. für Chademo eine kleine 1500 W Wechselrichter Box an, mit der man dann eine mobile Notstromversorung hat.

http://www.ev-life.com/our_ev/MiEV_power_BOX.html


Wenn der Chameleon Lader aber tatsächlich ein Problem mit geringen Strömen hätte, wären solche Kleinverbraucher wohl auch gar nicht anschließbar?
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