Q90 Ladezicke?

Chamäleon Lader und Ladeboxen - Themen, die das Laden des Renault ZOE betreffen

Q90 Ladezicke?

Beitragvon roxxo_by » Do 20. Jul 2017, 12:41

Hi,

ich habe diverse Threads gelesen über das Ladeverhalten von der Zoe. Ladeabbrüche, Pfeifen usw. meine Frage dazu:
Ist das bei der Q90 immernoch so? Bzw wurden mittlerweile viele Probleme von Ladestationen bereits gelöst? War ja nicht immer nur die Zoe Schuld :) Die meisten Threads waren schon älter, das soll ein Versuch sein etwas aktuellere Infos zu sammeln.

Danke schonmal für die Antworten.
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Re: Q90 Ladezicke?

Beitragvon AbRiNgOi » Do 20. Jul 2017, 12:59

Ich denke das sich schon viel geändert hat, aber nicht am Fahrzeug.

Problem 1: Ladesäule, hier wurde viel nachgebessert und dort wo es noch immer eckt sind die Einträge hier im Verzeichnis sehr gut, niemand wird sich mehr aufregen, dass eine ZOE in Bruck / Mur nicht lädt, weil das weiß eh jeder..
Problem 2: Hausinstallation, die muss perfekt sein, der Nullleiter darf nicht zu viel Spannung haben, der Erder einen sehr kleinen Erdungswiderstand und natürlich keine Oberwellen. Da es sich um lokale Probleme handelt, sind diese inzwischen gelöst. Es kann aber gerade bei dem Erdungswiderstand bei Neuanschaffungen immer wieder zu Problemen kommen, das kann niemand ausschließen
Problem 3: Individuelles Verhalten der Fahrzeuge, die Probleme kann man nicht generell beschreiben, meine Zickt wenn diese kurz vor der 1P Ladung noch einmal kurz bewegt wird, ist aber wie viele solcher Kleinigkeiten ein Einzelfall. Das kriegt jeder für sich sehr schnell raus.
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Re: Q90 Ladezicke?

Beitragvon Hierse » Di 10. Okt 2017, 20:31

Ja, das ist schon recht schräg mit der Q90 ZOE. Wenn ich z.B. am Flughafen Köln lade, 2 Ladesäulen von Rhein-Energie, und alle Säulen sind besetzt, kein Problem, mein Q90 tut was er soll nämlich laden, auch auf 100%. Will ich bei meinem Arbeitgeber laden, ebenfalls 2 Ladesäulen von Rhein-Energie und es hängen andere Autos an den Säulen, bricht das Laden nach wenigen kW ab. Fast schon lustig, wenn es nicht so ärgerlich wäre, wenn ich in so einem Fall den Wagen auf- oder zuschließe, springt der Ladevorgang wieder an - allerdings nur für ca. 2 kW. Das Spielchen kann man dann ein paar mal machen, geht aber letztlich gar nicht.
An wem liegt es nun, einer zu empfindlichen Ladesteuerung in der ZOE oder der Ladeinfrastruktur? Ganz toll für mich als Verbraucher, der freundliche ZE Partner sagt alles i.O. mit dem Fahrzeug, die Rhein-Energie es muss am Fahrzeug liegen. Ich hasse diese Inkompetenz oder das nicht in die Verantwortung gehen von diesen Leuten. Fazit ich kann bei meinem AG nicht laden und dabei war die vorhandene Ladeinfrastruktur dort mit ein wesentlicher Faktor bei der Kaufentscheidung. Und ärgerlich, dass sich niemand kümmert.
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Re: Q90 Ladezicke?

Beitragvon Lewis » Di 10. Okt 2017, 21:08

Unser Q90 bisher kein einziges mal Probleme beim Laden.
Macht bisher alles mit von 1ph 1.8kW bis 3ph 40kW.
Das war bei unserem R210 allerdings auch nicht anders, bis auf wenige Ausnahmen A7 2016 Gramschatzer Wald bzw. Kirchheimer Dreieck oder Marburg Frauenbergstrasse.
Allesamt wie sich später herausstellte Probleme mit Oberwellen im Stromnetz.
2013er R210(MA 7)
2017er Q90(MA 17R)
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Re: Q90 Ladezicke?

Beitragvon sensai » Mi 11. Okt 2017, 08:33

so wie es AbRiNgOi geschrieben hat, ist in den meisten Fällen das örtliche Stromnetz der Grund, warum Zoe`s zicken.
Und das auch nur im 3 phasigen Ladebereich. Egal ob Q oder R, kleiner oder großer Akku

Im privater Ladebereich oder in Wohngegenden wird es eher sehr selten zu Problemen kommen, da die Netzlast
meist ausgeglichen ist. Problematisch wird es in den Industriezonen.
Hier bei meinem AP wurden im Frühjahr mehrere Wasseraufbereitungsanlagen für die Lackiererei installiert. Die
Generatoren erzeugen beim Abbremsen Schwingungen im Netz. Wenn diese aber nicht synchron sind (als quasi immer...),
dann verdoppeln sich diese Wellen und das mag die Zoe nicht und bricht die Ladung ab.
Mit "Türe auf" kann ich den Ladevorgang zwar wieder starten, bricht aber nach wenigen Minuten wieder ab.

Das Abstellen ist meist schwer und von Fall zu Fall verschieden.
Wir hier haben ein 25 Meter 4qmm Kabel als Dämpfer zwischengehängt. Heute scheint es zu funktionieren.
Meine Dame ist schon auf 72 % und ladet immer noch.
Niedrigstenergiehaus (17 kWh/m²) mit Wärmepumpe und Tiefenbohrung

Zoe Intens 12/2014 mit 17" TechRun und Folierung
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Re: Q90 Ladezicke?

Beitragvon Fotowolf » Do 12. Okt 2017, 15:52

Wie sensai gerade schrieb, gibt es die Probleme meist nur beim 3phasigen Laden. Das kann ich bestätigen und ist auch bei mir zu Hause so, da ich sehr weit von der Trafostation entfernt bin und eine ganze Siedlung dazwischen liegt (wie ich früher schon detailliert an anderer Stelle beschrieben habe). In meinem Fall "verschuckt" sich ZOE an den eigenen Oberwellen, die sie in das Netz zurückspeist, was nur kann, weil mein Stromnetz so schwach ist. Einphasiges Laden funktioniert dagegen immer. Oberwellen können aber - wie schon oft im Forum berichtet - auch von außen kommen, wie in Industriegebieten zum Beispiel.

@Hierse: Beim Arbeitgeber wäre es vielleicht einen Versuch Wert, einphasig zu laden. Besser 1/3 Ladeleistung als gar keine. Meine Erwartung wäre, dass es damit keine Abbrüche gibt.
- Für CEE rot verwende ich einen Zwischenadapter, in dem ich nur eine Phase durchverbunden habe (L1). Diesen Adapter stecke ich derzeit zwischen CEE Wandsteckdose und der Ladebox. Adpater deshalb, weil die Box für externe Verwendung grundsätzlich 3phasig bleiben soll.
- Bei Typ 2 wird's aufwändiger, weil man nicht so einfach zwei der drei Phasen weglassen kann, aber man könnte ein einphasiges Typ 2 Kabel verwenden. Oder man spricht mit dem zuständigen Elektriker, ob er testweise die Phasen L2 und L3 abklemmen könnte.
Ich werde mir mal ein einphasiges Typ 2 Kabel ausborgen und prüfen, ob das grundsätzlich mit ZOE funktioniert, was ich eigentlich erwarte. Ob es eine Abhilfe für problematische Ladepunkte ist, kann ich leider kaum testen, da ich in meiner Umgebung keine Ladepunkte habe, an der meine ZOE laufend abbricht (außer bei mir zu Hause halt).
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Re: Q90 Ladezicke?

Beitragvon novalek » Do 12. Okt 2017, 17:20

Fotowolf hat geschrieben:
Oberwellen können aber - wie schon oft im Forum berichtet - auch von außen kommen, wie in Industriegebieten zum Beispiel..

Wenn, sollte man es für kleines Geld mit einem passiven Drehstromfilter probieren, der käme je nach Netzsystem z.B. in den N-Strang.
Auch aktive Oberwellenfilter gibt es.
Und das schärfste Mittel, der Grundversorger muß sich an die EN-...-Norm halten, d.h. Netzschwankungen der Phasen und sich kummulierende Oberwellen-Spikes auf N. (einfach anfragen oder messen lassen und den Zeigefinger heben). Man zahlt schließlich für die Ware Strom.
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