Mobile Ladebox + Elektroinstallation

Chamäleon Lader und Ladeboxen - Themen, die das Laden des Renault ZOE betreffen

Mobile Ladebox + Elektroinstallation

Beitragvon biker4fun » Di 1. Jul 2014, 21:07

Hallo,

ich werde wohl in Kürze auch zum erlauchten Kreis der Zoe-Fahrer gehören und kämpfe mich momentan durch die Problematik der Ladeboxen und Elektroinstallation.

Mir schwebt vor, den neuen Juice Bosster zuzulegen (http://www.e-driver.net/mobile-ladebox-juice-booster-1/). Dieser hat, wenn ich das richtig verstanden habe allerdings keinen FI (weder A noch B). Jetzt habe ich gelesen (hier: http://www.wallb-e.com/shop/), dass "mobile Ladestationen" ohne eignen Fi Schutzschalter laut Norm VDE 0100-722 nicht zulässig" seien. Da ich ein "elektrischer Laie" bin, bin ich jetzt total verunsichert.
Meine Infrastruktur sieht so, dass ich einen Starkstromanschluss (16 A) in der Garage bereits liegen habe. Im Sicherungskasten gibt es momentan nur einen FI Typ A für alle Sicherungen inkl. denjenigen für den Starkstrom.
Mir schwebt jetzt vor, die 3 Sicherungen für den Starkstrom mit einem FI Typ B im Hauskasten absichern zu lassen.

Meine Frage:
Ist die Konfiguration im Hauskasten so richtig und stimmt die Aussage dass mobile Ladeboxen ohne FI nicht zulässig sind? Wenn dem so wäre, dürfte doch der Juice Booster gar nicht verkauft werden, oder?

Danke für eure Hilfe!

Gruß
Martin
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Re: Mobile Ladebox + Elektroinstallation

Beitragvon eW4tler » Di 1. Jul 2014, 22:19

Hallo,

Gratulation zur Entscheidung für die ZOE! :)

dein Ansatz mit dem eigen FI für den Garagenanschluss ist richtig und gut. - so sollte es sein (habe aus einen anderenThread hier)
Installation.png
Installation.png (93.47 KiB) 1552-mal betrachtet


Ob eine mobile-Ladebox einen FI braucht oder nicht, dazu gibt es auch hier im Forum sehr unterschiedliche Meinungen. Dazu gibt es schon einige Threads, die du mit der Suchfunktion schnell findest.

Was ist deine Lade-Strategie? Wo und wann wirst du hauptsächlich laden?

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Re: Mobile Ladebox + Elektroinstallation

Beitragvon biker4fun » Mi 2. Jul 2014, 07:27

Danke für die Info! Dann bin ich schon mal beruhigt.
Durch die zahlreichen Beiträge habe ich mich schon durchgekämpft, aber je mehr ich gelesen habe, umso unsicherer bin ich geworden.

Stellt sich bei dem Ladegerät noch die Frage, ob die Aussage von wallb-e.com stimmt, ob ein Fi Schutzschalter laut Norm VDE 0100-722 zwingend erforderlich ist. Entweder steht dies in der Norm explizit drin, dann ist die Aussage korrekt oder es steht nicht drin, dann würde ich mir das Juice Booster-Ladegerät (ohne FI) holen.

Zu meiner geplanten Ladestrategie kann ich im Moment sagen, dass ich fast ausschließlich zu Hause mit der Wallbox laden werde. Bei mir in der Nähe gibt es keine Ladestation (die nächste in 10 km Entfernung). Und auch auf der Arbeit habe ich keine Möglichkeit zu laden. Werde versuchen, soweit dies möglich ist, den durch die PV-Anlage produzierten Strom ein bisschen mit einzubinden. Eine "intelligente" Ladung (nur dann, wenn die PV-Anlage genügend produziert, hier im Forum schon vorgestellt), habe ich im Moment nicht vorgesehen. Aus meiner Sicht lohnt sich das nicht, da ich nur Abends nach der Arbeit laden kann, also nicht tagsüber.

Gruß
Martin
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Re: Mobile Ladebox + Elektroinstallation

Beitragvon CorpSpy » Mi 2. Jul 2014, 11:17

Aus Sicherheitsgründen will ich mobil nicht auf den FI-B verzichten. Deshalb kommt der Juicebooster für mich nicht in Frage. Die kleine crOhm kostet auch nicht viel mehr und hat einen Fi-B.

Schöne Grüße,
Rainer
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Re: Mobile Ladebox + Elektroinstallation

Beitragvon biker4fun » Mi 2. Jul 2014, 11:34

Ich hatte zuerst auch an die CrOhm-Box gedacht, allerdings ist diese nicht so flexibel wie der Juice Booster und doch deutlich teurer (Juice Booster: 750 netto mit Adapter: 1.000 Euro, CrOHM mit Adapter ca. 1.500 netto) . Außerdem sehe ich ein Problem in den Fällen darin, dass bei einer Ladung an einer fremden Infrastruktur möglicherweise die Kombination FI Typ B - FI Typ A in Reihe auftritt, so dass in der Fremdelektroinstallation dies beim Laden zu einem zwischenzeitlichen "Erblinden" des FI Typ A führen kann. So zumindest wurde mir das erklärt. Ergo wäre das Hintereinanderschalten TYP B - TYP A absolut nicht empfehlenswert. Außerdem wird über die Sinnhaftigkeit/Notwendigkeit eines Typs B in der mobile Box sehr gestritten bzw. es gibt sehr unterschiedliche Auffassungen hierzu (so haben zumindest meine Recherchen ergeben)

Gruß
Martin
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Re: Mobile Ladebox + Elektroinstallation

Beitragvon Elektroniker » Mi 2. Jul 2014, 12:04

Der FI Typ B macht den FI Typ A nicht blind, sondern die möglichen DC-Ableitströme des ZOE.
Zumindest hätte der eingebaute FI Typ B bei Erkennung dieser für den Typ A nicht erkennbaren Fehlerströme die Chance, die Stromzufuhr zum Zoe zu unterbinden. Dann ist auch Schluss mit Ableitströmen die der Typ A nicht erkennt und gut ist's.

Viele Grüße
Wolfgang
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Re: Mobile Ladebox + Elektroinstallation

Beitragvon TeeKay » Mi 2. Jul 2014, 13:45

Und so wurde in der Legende aus der teuren Sicherheitsmaßnahme die eigentliche Ursache des Problems. Wenn der teurere FI den billigeren wirkungslos machen würde - wofür gäbs denn dann den teureren?
https://www.facebook.com/ElektroautoImAlltag/
Projekt Stromspeicher im Selbstbau mit BMW i3 & Passat GTE Batterien: http://www.stromspeicher.blog/
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Re: Mobile Ladebox + Elektroinstallation

Beitragvon biker4fun » Mi 2. Jul 2014, 14:04

Das Problem ist wohl, wenn diese hintereinander geschaltet sind. Das ergaben zumindest meine Recherchen. Aber vielleicht kann ja auch mal ein Elektriker, Elektrotechniker etc. mal hierzu etwas posten...

Aber was ich eigentlich wissen wollte, ist, ob der Betrieb einer mobilen Ladebox ohne eigenen Fi Schutzschalter laut Norm VDE 0100-722 tatsächlich unzulässsig ist, wie dies von wallb-e.com behauptet wird (s.o.).
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Re: Mobile Ladebox + Elektroinstallation

Beitragvon eW4tler » Mi 2. Jul 2014, 16:25

FI hintereinander schalten ist kein Problem. Wird mit verschieden Auslöseströmen auch so gemacht um eine "selektivität" zu erhalten.

Es ist etwas kompliziert bzw. verwirrend aber ich versuche es zu erklären:

Wenn du immer nur zu Hause lädst und du die Installation so wie auf dem oben angeführten Bild hast, ist es kein Problem wenn die mobile Box keinen internen FI hat. Bei einer eignen Zuleitung wie auf dem Bild angeführt hast du keinen anderen FI der "erblinden" würde und daher eine gefährliche Situation erzeugt.

Nun hast du aber ein "mobile" Box und willst dich überall anstecken. Überall dort wo der Anschluss eine eigene Zuleitung mit einem Typ-B hat (z.B. bei Ladestellen) ist es auch kein Problem.

So nun kommt der Knackpunkt. Du steckst dich mit deiner mobilen Box an einer bestehenden Installation die KEINEN eigenen FI-Typ-B für den Drehstromanschluss hat an (z.B. deine aktuelle Hausinstallation). Wenn nun die ZOE einen Fehlergleichstrom erzeugt wird der FI-Typ-A "erblinden". Wenn der Wert unter der Auslöseschwelle von Typ-B sitzt, ist es dann sogar egal ob du nun einen FI-Typ-B in der Box hast oder nicht. (Typ-B löst nicht aus da zu niedrieg und Typ-A ist blind)
Wenn nun der FI-Typ-A in deinem Haus "erblindet" ist, dann hast du den Schutz durch den FI-Typ-A für das ganze Haus verloren.

Aus diesem Dielemma gibt es n.M. zwei (drei) Auswege:
1. Du kaufst dir für daheim eine fix installiert günstige Wallbox (ideal mit fest installieren Anschlusskabel) und für unterwegs ein Notladekabel z.B. das Ratio 31323 (Kostenpunkt €470.-), da beim einphasigen Laden tritt das FI-Problem nicht auftritt.

Bei dieser Lösung hast du sogar den Vorteil, dass du eine Wallbox wählen kannst, die es erlaubt die Ladung nach der PV-Anlage zu steuern, von den Kosten bleibt es auch im Rahmen und du hast ZWEI Lademöglichkeiten.

2. Du kaufst eine kleine Wallbox (die auch mobil zu verwenden) ist mit einem CEE-32A Stecker. In diese Wallbox kommt dann ein FI vom Typ EV (kommt gerade auf den Markt). Mit diesem Typ-EV kannst du dich auch in Serie mit einem Typ-A stecken.
Hier wird das nochmal ausführlich erklärt:
doepke_5900229_dfs_ev_inf_web_de.pdf
(3.06 MiB) 192-mal heruntergeladen


(3.) Oder du verwedest doch die crOhm - Box. Soviel ich mitbekommen habe, habe die keinen herkömmlichen FI verbaut sondern lösen dies mit einer eigenen einstellbaren Elektronik. Ist also vergleichbar mit dem Typ-EV. Aber da wissen die crOhm-Spezialisten sicher mehr.

Also deine Schlüsselfragen zur Entscheidung sind:
- Will von der PV-Anlage geführt laden?
- Will/Muss ich unterwegs Schnellladen?
- Will/Muss ich mich unterwegs an jeder x-beliebigen Installation anstecken?

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Re: Mobile Ladebox + Elektroinstallation

Beitragvon biker4fun » Mi 2. Jul 2014, 19:14

Also ich sehe mittlerweile vor lauter Bäumen den Wald nicht mehr....

Kannst du mir eine Wallbox nennnen, die von der "PV-Anlage geführt wird"? Sind in diesem Fall weitere Maßnahmen außer der Wallboxinstallation, also z.B. im Sicherungskasten etc. erforderlich?

Brauch ich, wenn ich doch zur ChrOhm-Box greifen würde noch eine extra-Absicherung des Starkstroms durch einen FI Typ B im Stromkasten oder ist dieser dann entbehrlich? (Ich hätte dann nur 1 FI Typ A für alle Leitungen inkl. dem Starkstrom)

Um auf deine Schlüsselfragen zurückzukommen:
1. Da ich eien PV-Anlage habe, wäre es schön, wenn eine Abstimmung zwischen Ladebox und PV-Anlage möglich wäre.
2. Unterwegs schnelladen fände ich ebenso wichtig.
3. An jeder x-beliebigen Installation muss ich nicht unbedingt laden.

Also, was würdet ihr dann machen bzw. zu welcher Box (mobil oder stationär) tendieren und vor allem, was ist bei der jeweiligen Lösung im Sicherungskasten zusätzlich zu tun?

Sorry, dass ich so viele unbedarfte Fragen habe. Aber Elektrik ist nun wahrlich nicht mein Fachgebiet...

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