Ladebox EVR-3 ist eingetroffen

Chamäleon Lader und Ladeboxen - Themen, die das Laden des Renault ZOE betreffen

Re: Ladebox EVR-3 ist eingetroffen

Beitragvon Elektrolurch » So 14. Dez 2014, 14:47

In der Produktinfo steht:

"Die Steuerung der EVR3 enthält viele Schutzvorrichtungen: RCCB (residual current circuit breaker), Temperaturüberwachung, die den Ladevorgang unterbricht, wenn die Temperatur zu hoch ist, Selbsttest vor dem Beginn jedes Ladevorgangs, PWM-Schaltung."

Kann das jemand für mich übersetzen? Ist ein RCCB ein FI und falls ja, welchen Typs? Und was ist eine PWM-Schaltung?
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Re: Ladebox EVR-3 ist eingetroffen

Beitragvon Fender » So 14. Dez 2014, 15:21

Servus,

Ich habe die EVR 3 seit einer Woche im Einsatz und bin sehr zufrieden. Ich habe aber noch die Montage in der Garage vor mir.

Gruß Jörg
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Re: Ladebox EVR-3 ist eingetroffen

Beitragvon unityportal » So 14. Dez 2014, 15:59

Also den FI betreffend: RCCB ist die Abkürzung auf englisch für FI, welcher jetzt verbaut ist weiß ich nicht. Ich bin der Meinung das die schon wissen was sie verbauen und vertrau mal drauf dass nichts passieren kann. Ein neuer FI Typ B für 700,- oder ein gebrauchter dessen korrekte Funktion ich nur erahnen kann, gerade bei gleichgerichtetem Gleichstrom kommt mir sicher nicht ins Haus. Zumindenstens der pulsierende Gleichstrom wird ja über den Typ A auch überwacht.

Zur PWM Schaltung hab ich auf Wikipedia folgendes gefunden. Schlauer bin ich deswegen auch nicht geworden. Vielleicht haben wir im Forum jemanden der es uns ganz einfach erklären kann.

"Die Pulsweitenmodulation "PWM" wird zur Informationsübertragung und zusätzlich häufig zur Steuerung der Energieumwandlung in einem technischen System eingesetzt."
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Re: Ladebox EVR-3 ist eingetroffen

Beitragvon Berndte » So 14. Dez 2014, 18:33

Hallo,

ich übersetze mal:
RCCB ist englisch (residual current circuit device) und heißt somit auch nichts anderes als Fehlerstromschutzschalter (FI oder auch RCD). Entscheidend ist welcher hier verbaut ist. Zulassung im Anwendungsland, also auch mechanische Trennung ohne Hilfsenergie im Fehlerfall? Die OpenEVSE Platine hat auch einen Anschluss für einen kleinen Ringkernstromwandler. Also auch ein FI für Gleichfehlerströme. Jedoch keine mechanische Auslösung!
Ein neuer FI kostet bei 40A ca. 35€, wenn es unbedingt ein Typ B oder eher Typ EV sein soll, bekommt man den neu auch für 250,-€. Selbst ein gebrauchter FI wäre möglich, da über die Prüftaste ein Funktionstest möglich ist. Ich hatte in meiner Laufbahn noch keinen FI, welcher nicht mit der Messung auslöst, aber mit der Prüftaste. Die meisten defekten FI sind mechanisch defekt, weil hier zu oft als Schalter missbraucht. Aber dann lassen diese sich nicht mehr einschalten, weil innen alles ausgeleiert ist.

Temperaturüberwachung? Für was? An der Ladesteuerung fällt keine Verlustleistung ab! Wenn die EVSE warm wird ist was defekt!

PWM-Schaltung (Pulsweitenmodulation) ist das Signal was zu Fahrzeug über den CP Pin geht und dem Ladegerät im Auto sagt wie viel Strom es über den Anschluss jetzt ziehen darf. PWM ist nicht weiter als schnell Ein und Aus zu schalten, aber das ganze dann 1000x pro Sekunde! Das Verhältnis zwischen EIN und AUS ergibt die Ladeleistung bei 50/50 ca. 22kW/32A:
https://code.google.com/p/open-evse/wiki/J1772Basics

Gruß Bernd
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Re: Ladebox EVR-3 ist eingetroffen

Beitragvon AQQU » So 14. Dez 2014, 18:39

Q&A aus einer eMail:

1) RCCB circuit breaker - what type is it (A, B, EV)?

It is a residual current sensor that switches recharge off if the residual current exceeds 75mA.
It is not classifiable as Type A, B or other.



2) Does the box remember the last setting used as default?, or do I have to always when plugging it in cycle upwards through all the Amp-settings to reach the max. power output?

The control box remembers the last setting, so when you switch it on, it is on the current level of the last charging session.


3) In case of power outage, does the charging automatically restart (with the set power)?

Yes.


4) Do you have a version with a Typ2 socket instead of the fixed cable?

No, I'm sorry.


5) Do you have a version with a counter showing how much kWh have been drawn?

No, I'm sorry. You should install a kWh meter on the main supply.


6) When using e.g. a 400V 3-phase CEE32: if I plug in a BMW i3 which can charge 7.4kW 1-phase, does that work? (the manual is not quite clear about it).

Yes, it will charge with no problem.
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Re: Ladebox EVR-3 ist eingetroffen

Beitragvon Elektrolurch » Mo 15. Dez 2014, 12:09

Danke für eure Erklärungen! Frage an die Experten: Was ist von dem "nicht klassifizierbaren" RCCB zu halten?
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Re: Ladebox EVR-3 ist eingetroffen

Beitragvon rolandk » Mo 15. Dez 2014, 12:53

Elektrolurch hat geschrieben:
Danke für eure Erklärungen! Frage an die Experten: Was ist von dem "nicht klassifizierbaren" RCCB zu halten?


Kommt drauf an, wie weit man konform mit Vorschriften gehen will.

Laut Wikipedia (Fehlerstromschutzschalter/Verordnung) sieht es so aus:

In Europa sind, bis auf Großbritannien, netzspannungsunabhängige FI-Schutzschalter (RCD) vorgeschrieben. Die dahinterstehende Sicherheitsphilosophie stellt die Zuverlässigkeit der elektronischen Verstärkerschaltungen in Frage, welche in den einfacheren und kleineren elektronischen DI-Schaltern (Differenzstrom-Schutzschalter) im englischsprachigen Raum angewendet werden.


Demnach sind diese 'elektronischen' Schutzsysteme hier nicht zulässig.

Persönlich habe ich bisher nicht von einer erhöhten Mortalität in GB gehört, die auf das Stromnetz zurückzuführen ist. Ich habe das aber auch nicht weiter untersucht. Wahrscheinlich wird man eher vom Blitz getroffen. Also den vom Himmel ...

Roland
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Re: Ladebox EVR-3 ist eingetroffen

Beitragvon Elektrolurch » Di 16. Dez 2014, 11:50

Danke Roland, aber ich fürchte, ich habe meine Frage missverständlich formuliert. Es ging mir nicht um den Sinn bzw. die Notwendigkeit von RCCB an sich, sondern um die Zuverlässigkeit des hier konkret in der EVR-3 verbauten, bei 75mA auslösenden Typs, der weder als A noch als B noch als EV zu klassifizieren ist. Was macht der anders als die anderen?
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Re: Ladebox EVR-3 ist eingetroffen

Beitragvon AbRiNgOi » Di 16. Dez 2014, 13:43

Was macht der anderes? ganz einfach, er frägt nicht nach. Dieses Ding hat eine Spule um die Leiter gewickelt und schaut was an Strom hier induziert wird. Dieser wird dann irgendwie umgerechnet auf Fehlerstrom. Da wir das Umrechnen nur mithilfe der Frequenz hinbekommen, kann dieser die 75mA nur bei sauberen 50Hz Wechselstrom rechnen, alles andere bleibt entweder unbemerkt oder wird falsch interpretiert.
Stellt sich die Frage ob rein physikalisch mehr drinnen wäre, als die induzierte Spannung mittels angenommener Frequenz von 50Hz umzurechen. Sicher, man könnte die Frequenz der Spannung messen und dann die Umrechnung damit machen, besser, wir können nun mehrere Frequenzen richtig erfassen. Nun zum gepulsten Wechselstrom, dieser wäre wieder falsch, aber teoretisch machbar. Dann kommt aber noch der so gefährliche gleichstrom. Hm, was induziert dieser in einer Spule? richtig, nix. Oder fast Nix, weil es gibt ihn ja nicht den Gleichstrom, weil jeder Gleichstrom wenn dieser nicht seit dem Urknall fließt irgendwann einmal gestartet wurde und dadurch eine Frequenz hat. Kann man das Ausnützen? sicher, wenn der gleichstrom startet sehe ich eine Spannungsspitze und wenn dieser aufhört eine negative Spannungsspitze. Wenn also nur gestartet, dann nur eine positive Spannungspitze, super, erkannt. oder doch nicht? was wenn der gleichfehlerstrom gaaaaanz langsam steigt, dann habe ich als induzierte Spannung in dieser Zeit eine gaaaanz leichte induzierte Spannung. Jedes Radio induziert mehr...
Nein, ich denke die EVR mit Ihrer Spule kann das nicht. Man müsste wirklich die drei Phasenströme und den Nulleiterstrom mit shunt Widerstände erfassen und addieren. Mit Spule geht das nicht. Daher: EVR-3 hat wenn nur eine Messspule verbaut ist keine Möglichkeit einen Gleichfehlerstrom zu erfassen.
Aber, meine Meinung:

Wenn man das Fahrzeug immer an der gleichen Steckdose aufläd kann man dort den alten FI gegen einen neuen FI Type B austauschen oder für diese Steckdose einen eigenen machen oder wenn unbedingt in Serie dann den Typ Ev.
Wenn man dann hin und wieder wo anders ansteckt kann doch der Fehler am Fahrzeug nicht plötzlich auftreten und soooo groß sein dass es eine Gefahr darstellt. Ich denke es genügt "meistens" an Typ B zu laden, wenn dieser dann nicht irgendwann fliegt ist das Fahrzeug ok, und kann dann unterwegs hin und wieder ohne Typ B betrieben werden. Seht Eure Ladestelle mit Typ B zu Hause als Test für Euer Fahrzeug, um mit gutem Gewissen an anderen Dosen zu laden. (Und ich bin mir sicher ihr werdet öfters an Typ B laden als Ihr Euren FI (monatlich) testet...

Wenn Euch jemand blöd kommt, mit Typ B, einfach fragen: wann hast Du zu Hause zuletzt Deinen FI geprüft? Siehste , ich hab gestern meinen EV an Typ B geprüft (Den ihr natürlich auch monatlich prüft ;) ). Noch Fragen?
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Re: Ladebox EVR-3 ist eingetroffen

Beitragvon unityportal » Di 16. Dez 2014, 18:20

@ abringoi

Hat dein FI Typ B auch eine automatische Rechtschreibprüfung? :lol:

Jeder wie er will. Ich hab einen Typ A verbaut und auch die Chrombox gefällt mir nicht so. Ausserdem ist es eine Kostenfrage und wer bitte hat einen Typ B für seinen Gleichstrommotor in der Waschmaschine? Müsste ja eigentlich auch sein.
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