Höhe des Nullleiter-Stromes bei 400V, 16A, 3P, AC??

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Höhe des Nullleiter-Stromes bei 400V, 16A, 3P, AC??

Beitragvon leEVcamargue » Di 9. Sep 2014, 15:02

Hallo,

bitte ein kurze Frage an die Fachleute hier: bei annähernd gleicher Belastung aller 3 Phasen und 11kW Ladeleistung fließt durch den Nullleiter nahezu KEIN Strom beim Ladevorgang (z.B. Zoe)???? Wenn ja, dann kann man bei der Dimensionierung von Schaltschützen (Contactor) im Betreff-Beispiel einen Typ mit z.B. 3 Leistungskontakten (25A) und einem Hilfskontakt (10A) verwenden!?!?

Muss eigentlich Null bei festverdrahteten Anlagen gemäß VDE immer mit geschaltet werden??? Neodid-Sicherungen trennen ja auch nur die jeweilige Phase...

Danke im voraus für die aufklären Antwort.

Gruß, Jens
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Re: Höhe des Nullleiter-Stromes bei 400V, 16A, 3P, AC??

Beitragvon AbRiNgOi » Di 9. Sep 2014, 15:48

leEVcamargue hat geschrieben:
Hallo,

Muss eigentlich Null bei festverdrahteten Anlagen gemäß VDE immer mit geschaltet werden??? Neodid-Sicherungen trennen ja auch nur die jeweilige Phase...



Wie schon in diesem Forum festgestellt wurde, haben wir es mit 3 getrennten Ladeeinheiten zu tun, welche auch getrennt von einander verwendet sein können. Je nach Temperatur und Ladezustand der Batterie nimmt sich die ZOE gerne mal ein bisschen weniger, nirgends steht, dass die ZOE das symmetrisch machen muss.
Weiters wird ein Kurzschluss, wenn nur in einer Phase vorhanden, über den Nullleiter geführt, dann hast du einen 10A Kontakt weniger... Und zu guter Letzt die Norm, wenn der Nullleiter vorhanden ist muss dieser genauso stark wie die Phasen dimensioniert werden. (gilt auch für den Schutzleiter, gleiches Argument)

Und das mit der Sicherung ist mehr ein Feature für den Elektriker, dass dieser beim Arbeiten an abgeschaltenen Leitungen nicht dauernd den FI wirft wenn beim Einfädeln der Kabel zufällig Nullleiter mit Schutzleiter zusammenstoßen. Die genannten Sicherungen sind vor dem FI, daher kein Problem...
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Re: Höhe des Nullleiter-Stromes bei 400V, 16A, 3P, AC??

Beitragvon EVduck » Di 9. Sep 2014, 16:36

AbRiNgOi hat geschrieben:
Und das mit der Sicherung ist mehr ein Feature für den Elektriker, dass dieser beim Arbeiten an abgeschaltenen Leitungen nicht dauernd den FI wirft wenn beim Einfädeln der Kabel zufällig Nullleiter mit Schutzleiter zusammenstoßen. Die genannten Sicherungen sind vor dem FI, daher kein Problem...

Nicht ganz richtig. Sicherungen dürfen den Neutralleiter nicht abschalten, damit gewährleistet ist, dass bei gefallenen / durchgebrannten Sicherungen der Aussenleiter nicht mehr anliegt (Sicherheit). Ausnahmen gibt es nur bei allpolig (verbundenen Sicherungen. Das o.G. Problem hast du auch bei einzelautomaten, die den Neutralleiter nicht mit abschalten (dürfen). Einfache Abhilfe: FI selber auschalten oder Leitung erst auflegen, wenn alles andere schon fertig ist.
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Re: Höhe des Nullleiter-Stromes bei 400V, 16A, 3P, AC??

Beitragvon Ihno » Di 9. Sep 2014, 17:31

leEVcamargue hat geschrieben:
Hallo,
bitte ein kurze Frage an die Fachleute hier: bei annähernd gleicher Belastung aller 3 Phasen und 11kW Ladeleistung fließt durch den Nullleiter nahezu KEIN Strom beim Ladevorgang (z.B. Zoe)????

Moin,

bist Du da sicher ? Ist das eine Feststellung oder eher eine Frage...? Hast Du den Strom am Nulleiter gemessen ?
Soweit ich weiss, nutzt die ZOE immer nur je eine Phase gegen Null !
Somit ergibt sich auch, dass jeweils 230V~ gegen Null anliegen und Zoe die 400V~ = Phase gehen Phase nicht genutzt werden.
Demnach muss auf dem Nulleiter auf jeden Fall "ordentlich" Strom fließen !
Gruß
Ihno

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Re: Höhe des Nullleiter-Stromes bei 400V, 16A, 3P, AC??

Beitragvon mlie » Di 9. Sep 2014, 17:57

Abzüglich etwas klirrfaktor wird der strom gegen null gehen, der NEUTRALleiter heisst so, weil er den strom bei ungleicher Aussenleiterbelastung neutralisiert/ausgleicht. Dabei ist es unerheblich, ob der Drehstromverbraucher im Stern oder im Dreick den Strom nutzt, durch die Phasenverschiebung von 120 ○ zwischen den Aussenleitern ist der Strom gegen null. Der Neutralleiter sollte auch nicht über das Schütz geführt werden.
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Bevor man den 200. Tröt zu einem längst ausdiskutierten Sachverhalt aufmacht, IMMER erstmal die Suche benutzen. Es gibt in diesem Forum KEIN Elektroautothema, welches nicht schon längst abschliessend diskutiert wurde!
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Re: Höhe des Nullleiter-Stromes bei 400V, 16A, 3P, AC??

Beitragvon leEVcamargue » Mi 10. Sep 2014, 16:11

@ all

danke für die Antworten!

@ Ihno

...das war meine Frage...nein, ich habe den Strom durch den Nullleiter nicht gemessen.

@mlie

Okay, ich habe hoffentlich richtig verstanden, dass der eine Lader oder die 3 Einzellader (?) der Zoe bei 3 Phasen nur die Spannung 230 Volt gegen Null verwendet. Bei gleichmäßiger Belastung aller 3 Phasen ist sowohl in der Stern- als auch Dreieckschaltung der Strom durch den Nullleiter nahezu Null. ABER die Zoe soll auch je nach "Gusto" eine oder sogar 2 Phasen abschalten (?), d.h. dann fließt durch den Nullleiter/die Phase derselbe Strom (1P-Betrieb). Bei 2 Phasen fließt (120° Verschiebung) fließt durch den Nullleiter immer ein geringerer Strom als durch jede Phase (2P-Betrieb).

Richtig?

Interessant finde ich ebenfalls Deine Aussage, dass (bei der Festverdrahtung) der Nullleiter NICHT über den Schütz geschaltet werden sollte?!?!

Gruß, Jens
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Re: Höhe des Nullleiter-Stromes bei 400V, 16A, 3P, AC??

Beitragvon Elektroniker » Mi 10. Sep 2014, 16:37

Bei der E.ON-Wallbox, resp. Abl-Sursum-Wallbox, ist definitiv der Neutralleiter über das 4-polige Schütz geführt und wird damit gleichzeitig mit den 3 Phasen zugeschaltet. Bei anderen Wallboxen ist es, wie auch schon gesehen habe, anders realisiert, also der Neutralleiter dauerhaft durchverbunden.
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Re: Höhe des Nullleiter-Stromes bei 400V, 16A, 3P, AC??

Beitragvon Mei » Mi 10. Sep 2014, 16:53

Hallo,
ein wenig Verwirrung stiften ;)

Wenn die einzelnen Lader keine Powerfaktorkorrektur haben/hätten, dann fliesst auch bei symetrischer Belastung im Neutralleiter ein Strom und zwar der 3 fache Strom wie in einem Aussenleiter.
Aber bestimmt haben die Lader eine Powerfaktorkorrektur.

Grüße
GTE 10/17
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Re: Höhe des Nullleiter-Stromes bei 400V, 16A, 3P, AC??

Beitragvon fff313 » Do 11. Sep 2014, 12:20

Nicht mal das ist möglich, da ja nur höchstens der angegebene Strom über die verkettete spannung getrieben wird. Das heißt. zB 16A fließen rein und 16A kommen auch wieder raus, aufgeteilt auf 2 bis 4 Leiter, je nach Zeitpunkt (phasenverschiebung).
kann man sich mit 3 um 120grad phasenverschobene sinsuwellen darstellen.
na egal, jedenfalls stimmts schon:
Bei symmetrischer Belastung fließt im N-Leiter kein Strom. ABER: Wer weiß schon ob ZOEdas so macht, dauernd: Laut meinen Messungen ist es nicht ganz symmetrisch und daher fließt im N-Leiter ca 0,03A (30mA)Bei einem 3phasigen Ladestrom von ca.15,1A.
Auch wenn der Ausgleichsstrom gering ist, darf man hier den N-Leiter nicht einpolig (d.H.: "alleine") sichern oder schalten.
Entweder mitschalten mit 4poligem Leitungsschutzschalter oder ungesichert an die N-Leiterschiene im Verteilerkasten schließen.(wird vorzugsweise bei Schraubsicherungen angewandt)Sollte nämlich eine andere sicherung auslösen und die restlichen bleiben bestehen, dann kann es zu verschiebungen kommen und mehr strom als gewünscht fließen.
eben bis zum vollen Nennstrom von zB 16A.
Deshalb besser voll (gleich wie L1/L2/L3) oder gar nicht absichern.
Immer unter Rücksichtnahme des geeigneten Querschnitts.
Hm, dabei frag ich mich ob das überhaupt jemand wissen wollte.---- :roll: :? :oops:

LG
Christian
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Re: Höhe des Nullleiter-Stromes bei 400V, 16A, 3P, AC??

Beitragvon Mei » Do 11. Sep 2014, 12:27

Moin,
wenn keine PFC vorhanden ist kann im schlechtesten Fall tatsächlich über den Neutralleiter der 3 fache Strom fliessen.
Kommt allerdings auch darauf an, wie die 3 einzelnen Netzteile miteinander verschaltet sind.

Ohne PFC, kein Sinus und weil kein Sinus, auch keine Aufhebung.
grüße
GTE 10/17
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