Altes Thema Fi Schutzschalter - bitte um Hilfe

Chamäleon Lader und Ladeboxen - Themen, die das Laden des Renault ZOE betreffen

Re: Altes Thema Fi Schutzschalter - bitte um Hilfe

Beitragvon JoDa » Mo 17. Apr 2017, 15:36

Hallo umali,

Zwei 22kW-Typ2-Anschlüsse mit je einer simple-EVSE, und Lastmanagement über Modbus! :massa:
Ich hoffe du beschreibst, wenn du fertig bist, dein Projekt hier in einem eigenen Thema.
Da nun immer mehr Privathaushalte auch als Zweitauto ein Elektroauto haben wollen, wäre ein solches Lastmanagement schon eine tolle Sache.
Momentan ist m.E. die einfachste Lösung sich zwei Tesla Wall Connectoren zu kaufen.(Diese machen über ein Steuerkabel gegebenenfalls eine einfache Lastaufteilung.)

Zu deinen Fragen:
1.) Beide Lösungen sind lt. deutschen Normen Normkonform. (Na ja nicht ganz, laut DIN VDE ist für jeden Ladepunkt ein eigener FI vorgeschrieben. ;) )
Variante A: Mit FI TypB (ab 200€ bei ebay) ist zukunftssicherer, da sie auch vor nicht netzfrequenten Fehlerströmen schützt. (Womöglich wollen uns die deutschen Normen in Zukunft auch davor schützen. ;) )
Variante B: Mit Doepke FI TypA-EV (um knapp 300€) führt nur zu Fehlauslösungen wenn du gleichzeitig drei alte ZOEs lädst. (Auf ZOE Treffen getestet. ;) )
Variante C: Wenn du meinen Wiki-Artikel liest, kommst du möglicherweise zur Erkenntnis dass ein 30mA FI TypA um max. 50€ ausreicht.
2.) Funktioniert problemlos. Die beiden hintereinander geschalteten FIs sind zwar nicht selektiv, aber das ist kein Problem.
(D.h. Im Fehlerfall ist nicht klar welcher der beiden FIs zuerst auslöst.)

Wünsche dir viel Erfolg bei deinem Projekt
LG JoDa
Zuletzt geändert von JoDa am Mo 17. Apr 2017, 18:07, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Altes Thema Fi Schutzschalter - bitte um Hilfe

Beitragvon umali » Mo 17. Apr 2017, 18:06

Männer - Ihr seid spitze! Eure Hinweise helfen wirklich sehr. :applaus:

JoDa hat geschrieben:
Hallo umali,
Zwei Type-2 Anschlüsse mit je einer simple-EVSE und Lastmanagement über Modbus! :massa:
Ich hoffe du beschreibst, wenn du fertig bist, dein Projekt hier in einem eigenen Thema.
Da nun immer mehr Privathaushalte auch als Zweitauto ein Elektroauto haben wollen, wäre ein solches Lastmanagement schon eine tolle Sache.
Momentan ist m.E. die einfachste Lösung sich zwei Tesla Wall Connectoren (machen über Steuerkabel einfache Lastaufteilung) zu kaufen.

Ja - das ist geplant. Leider kann ich mich nur peu a peu vortasten (Zeitmangel).
Es sind 2 Arten von Lastmanagment geplant:
1. Loadsharing untereinander (für 2x Type 2), um mit max. 32A (22kW) am 5x6mm2-Einzelstrang zu laden. Die 1x CEE32 soll nur im Sonderfall als Einzelladepunkt genutzt werden können (in dem Fall => 2x Type 2 ungenutzt).
Mit den simple-EVSE und der Modbus-firmware soll da was gehen. Ein LAN-basierter 2-Richtungszähler am EVU-Punkt dient der sekündlichen Ermittlung von Einspeis./Bezug.
2. PV-eigenverbrauchsgesteuert (auch mit dem LAN-basierten 2-Richtungszähler am EVU-Punkt)

Danke für den Fi B -ebay-link. Damit ist Var.A auch noch günstiger und vermeidet Fehlabschaltungen. Ich würd das 4 TE-40A-Modell bevorzugen.
Dass an jedem Ladepunkt ein Fi B vorzusehen ist, ist m.E. überzogen. Alle 3 Ladepunkte hängen parallel am neuen Fi B (40A) und dürfen durch die Regelung in Summe nie mehr als 32A ziehen. Wenn die Regelung aussetzt, hat der Strang noch die LS-Absicherung mit 32A. Was soll da passieren?

Gut dass sich auch mobile WB MIT integriertem Fi B oder Fi A-EV in beiden Varianten vertragen.
Sollte ich selbst mal eine mobile WB bauen, käme da ein Fi A-EV rein, um bei Anschluss an Fremdinstallationen keine Fi A's erblinden zu lassen.
Eigentlich müsste das auch von NRGKick u.ä. so gehandhabt werden, oder? Mit 30mA DC aus der Fi B-Charakteristik hebelt man ja ev. vorh. fest installierte Fi A's in der Hausinstallation aus.

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Re: Altes Thema Fi Schutzschalter - bitte um Hilfe

Beitragvon JoDa » Mo 17. Apr 2017, 18:39

... Alles Richtig ! :D
*) 4 TE-40A-Modell FI(=RCD) 30mA TypB (=allstromsensitiv) bei ebay ab 200€ (von Siemens, Doepke, ABB, ...)
*) Ein FI an jedem Ladepunkt ist überzogen. (Vorteil ist, dass im Fehlerfall nur der betroffene Ladepunkt alleine abgeschaltet wird. M.E. hauptsächlich ein Vorteil für die FI-Hersteller. ;) )
*) In eine mobile WB gehört der Doepke FI Typ A-EV. (Das sagt nicht nur Doepke, sondern auch die neue IEC-Norm. M.E. braucht eine mobile WB gar keinen FI, mit dieser Meinung stehe ich aber ziemlich alleine. Provokante Begründung: Dein Holzspalter den du an der selben Dose anschliesen möchtest hat ja auch keinen FI eingebaut. ;) )
*) Zitat:" Mit 30mA DC aus der Fi B-Charakteristik hebelt man ja ev. vorh. fest installierte Fi A's in der Hausinstallation aus."
Ja, wenn man der DIN VDE glaubt. Ich glaubs jedoch nicht, sondern weis es besser ;)
Wenn dus auch wissen willst, lies wie bereits gesagt meinen Wiki-Artikel.

Hab zwar auch eine PV, aber in Österreich mit einem alten Einspeisevertrag (Einspeisetrarif: 18Cent/kWh). :D
Brauch daher kein Lastmanagment. Bei simpleEVSE kenn ich mich etwas aus, aber wie ein Modbus fährt habe ich keine Ahnung. :D
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Re: Altes Thema Fi Schutzschalter - bitte um Hilfe

Beitragvon UliZE40 » Mo 17. Apr 2017, 18:40

umali hat geschrieben:
Mit 30mA DC aus der Fi B-Charakteristik hebelt man ja ev. vorh. fest installierte Fi A's in der Hausinstallation aus.


Theoretisch und im Zweifelsfalle ja wenn ein DC Fehlerstrom im Bereich vor der Auslöseschwelle des einen FI und im Sättigungsbereich des anderen FI läge.
Und übrigens genau wie mit jeder anderen fest installierten Wallbox mit integriertem FI Typ B oder auch mit FI Typ A-EV (temporär) in dieser Konstellation. Es gibt da keinen Unterschied zwischen fest und mobil.
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Re: Altes Thema Fi Schutzschalter - bitte um Hilfe

Beitragvon umali » Mo 17. Apr 2017, 19:26

Yep - alles klar Männer!
Auch den WIKI-Artikel habe ich gelesen - er ist sehr hilfreich.
Auch wenn es "Optionen" zum Weglassen eines Fi B/Fi A-EV gibt, möchte man sich gerade bei Neuinstallation normgerecht verhalten und sich nicht darauf verlassen, dass z.B. ein in der Hausinstallation verbauter Fi A ev. doch erst bei >30mA DC "blind" wird. Ein Fehlerfall ist so selten, dass man das als Normalanwender nie wird prüfen können. Ich verlasse mich daher lieber auf herstellerseitig geprüfte Komponenten, die natürlich zusammenpassen müssen und sich nicht gegenseitig aushebeln.

Bezüglich Modbus u. simple EVSE melde ich mich wenn#s soweit ist mit neuem Thread.
Nachfolgende Seite und Rolands kompetente PN-Hilfe führten zur Entscheidung für "simple EVSE Wallbox" (!!! nicht die simple EVSE ohne WB !!!) statt openEVSE, smartEVSE und wie die Derivate alle heißen.
https://www.elektrofahrzeug-umbau.de/download-1/
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Re: Altes Thema Fi Schutzschalter - bitte um Hilfe

Beitragvon JoDa » Mo 17. Apr 2017, 21:19

Hab auch in meinem Hausverteiler einen 30mA FI TypB um 200€ von ebay. :oops:
Ein teures Elektroauto braucht auch einen teuren Schutz! (Selbstironie)

Als ich vor 4 Jahren meine PV und vor 3 Jahren meine ZOE gekauft habe, habe ich mich jeweils auch über "Lastmanagement-Systeme" informiert.
Damals gab es nur die Möglichkeit die Ladeleistung einer Wallboxen analog (0-10Volt Eingang) zu steuern.
Zusätzlich zum Zähler des EVUs musste man sich ein weiteres Leistungsmessgerät kaufen, weil man den EVU-Zähler nicht auslesen konnte. (An neueren Zählern mit blinkenden Leuchtdioden klebten Sparfüchse Optokoppler um diese auszulesen.)
Zur Regelung kamen damals die ersten Fertiglösungen auf den Markt. (In Österreich war m.E smartfox und in Deutschland powerdog der Markführer.) Einige Nerds versuchten aber auch schon eine Rasperry Pi zur Regelung zu verwenden.

Heute wäre eine Lösung zeitgemäß welche über die Schnittstelle des Smartmeters funktioniert. (Bis Ende 2020 sollen in der EU ja min. 80% der Zähler durch Smartmeter ersetzt werden.) Als ehemaliger Elektrotechniker bin ich prinzipiell konservativ, und würde daher eine kabelgebundene Lösung bevorzugen. Daher würde ich Rolands "simple EVSE WB" mit dem 0-5V Analogeingang ansteuern und nicht mit Bluetooth.
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Re: Altes Thema Fi Schutzschalter - bitte um Hilfe

Beitragvon umali » Di 18. Apr 2017, 07:39

good morning,
ja die 0-5V am AN der "simple EVSE WB" sind schon mal eine sehr schöne Standardschnittstelle.
Es gibt aber auch eine spezielle Firmwar mit Modbus-Protokoll, die die seriellen Pins Rx/Tx nutzt (Uart). Darauf kann man nun Bluetooth oder WLAN-Adaper (würde ich nicht machen, da ich nach dem Grundsatz "Wer Funk kennt, nimmt Kabel" lebe) oder andere Adapter anflanschen. Favorit ist da LAN to seriell, was lt. Entwickler schon laufen soll. Lies mal die manual am Ende.

Die Nerdlösung (vermutl. meinst Du volkszähler.org) liest mit Udo's IR-Kopf die neuen Smartmeter aus. Ich werde allerdings gleich einen extra LAN-Zähler verwenden (habe noch Ferraris). Die IR-Lösung macht aber prinzipiell nichts anderes. Die Hauptarbeit wird die Regelsoftware, wo aufgrund ansteigenden EV-Bedarfs Mitstreiter wahrscheinlicher werden. Allein schafft das nur ein Profi, der ich nicht bin.
Die Software sendet dann über LAN die Steuerinfos an die "simple EVSE Wallboxen". Die LAN-Adapter selbst haben ja unterschiedliche IP's, so dass mehrere WB ansprechbar sind.
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Re: Altes Thema Fi Schutzschalter - bitte um Hilfe

Beitragvon JoDa » Di 18. Apr 2017, 09:14

Danke für die Info. Habe im Manual überlesen, dass es schon eine "Ethernet
UART bridge (for example WIZnet serial-to-ethernet boards)" gibt.
Da du noch Ferraris (Doppeldeutigkeit :D ) hast, ist dann ein LAN-Zähler sicherlich die optimale Lösung.

Mit "neuer Smartmeter Schnittstelle" hatte ich keinen IR-Kopf gemeint. Hab jetzt nachgelesen und festgestellt das auch die neuen in Österreich zukünftig verbauten AMIS Zähler als Kundenschnittstelle nur eine IR-Schnittstelle anbieten, und das "Die Beschaffung eines optischen Lesekopfs, von Geräten und der Software in der Sphäre des Endkunden liegt." :evil:

Wünsche dir alles Gute.
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Re: Altes Thema Fi Schutzschalter - bitte um Hilfe

Beitragvon umali » Di 18. Apr 2017, 20:10

JoDa hat geschrieben:
Mit "neuer Smartmeter Schnittstelle" hatte ich keinen IR-Kopf gemeint. Hab jetzt nachgelesen und festgestellt das auch die neuen in Österreich zukünftig verbauten AMIS Zähler als Kundenschnittstelle nur eine IR-Schnittstelle anbieten, und das "Die Beschaffung eines optischen Lesekopfs, von Geräten und der Software in der Sphäre des Endkunden liegt." :evil:

Ja, die gute Industrie hat kein Interesse, dass DU die Daten für DICH nutzt. Es wäre sicher ein leichtes, eine LAN-Buchse in die neuen Smartmeter zu integrieren. Volkszähler.org hat da die passenden Antworten - leider etwas zeitaufwendig in der Einarbeitung und ein wenig nerdlastig. Ich mag's trotzdem.
Ein extra LAN-Zähler für 3p 63A kostet fast 400Eur. Ich sehe das mal als Einmalinvest mit Zugriffsoption wann und wie ICH will.
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