Adapterkabel gefährdet die Garantie für ZOE(angeblich)

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Re: Adapterkabel gefährdet die Garantie für ZOE(angeblich)

Beitragvon Stromdriver » Sa 6. Apr 2013, 23:39

Jogi hat geschrieben:
Um mal auf die Garantie zurückzukommen:
Den Anschluss einer 22kW-Box an einem "normalen" Hausanschluss muß der Elektriker durch den Netzbetreiber genehmigen lassen.


Seit wann denn das? Meines Wissens nach sind Häuser in D immer mit min. 50A bzw. 63 A abgesichert...

Und da soll man sich ne 32A Box anmelden lassen... klingt irgendwie komisch... :|
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Re: Adapterkabel gefährdet die Garantie für ZOE(angeblich)

Beitragvon Turbothomas » So 7. Apr 2013, 09:57

Hallo Stromdriver,

die 63A gelten im Süden der Republik (KAWAG =SÜWAG ironischerweise RWE-Tochter, Eon, EnBW) bei EFH ab ca 1960. Speziell im Ruhrgebiet sind noch viele Häser mit 32A-Absicherung zu finden (RWE-Gebiet).

Auch alte Aussiedlerhöfe, die vor WkII verdrahtet wurden, und Verkabelungen bis in die 60er Jahre hinein weisen die 32A Sicherungen auf.

Zwischenzeitlich gab es auch Umstellungen in der Norm. Im 230V Bereich von 2-Draht auf 3-Draht (Erde gnge als Extraleitung). Die Kabelfarben im Drehstrombereich (400V) wurde auf Kabelbeschriftung geändert (L1, L2, L3). Noch dazu achten manche EVU darauf dass das Drehfeld rechts drehend ist, anderen ist es speziell bei Altverkabelungen egal.

Das sich ein Elektriker mit der notwendigen Fachkunde die Hausinstallation ansieht ist sinnvoll, schließlich hat die Zoe die Anschlußleistung eines E-Herdes (4 Ceran-Platten =7kW, Backofen = 11kW; 7+11= 18 => Zoe = 22kW).

Eine Beschränkung auf ein bestimmtes Relais (Schütz) macht eher keinen Sinn, solange es die Vorgaben erfüllt.
Ciao
Thomas
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Re: Adapterkabel gefährdet die Garantie für ZOE(angeblich)

Beitragvon Jogi » So 7. Apr 2013, 10:14

In Wohngebieten werden die MS-Trafos mit einem Gleichzeitigkeitsfaktor irgendwo zwischen 0,2 und 0,3 berechnet.

D. h., der Trafo verkraftet max. 30% der Summe der Anschlußleistung(en).
An einem 400kVA-Trafo hängen in der Regel 30-40 Haushalte (oft auch mehr).
Wenn da Einer 'ne 22kW-Box installiert, ist das kein Problem, aber wenn es mit der Zeit 10 oder 15 werden, und nur die Hälfte von Denen bei der abendlichen Heimkehr das Auto anstöpseln und möglichst schnell wieder vollgeladen haben wollen, weil sie abends noch irgendwo hin fahren wollen, geht in der ganzen Nachbarschaft das Licht aus.

Der Netzbetreiber wird normalerweise niemandem die Installation untersagen, aber er muss wissen, wie sich die Last an den einzelnen Trafos entwickelt, um rechtzeitig reagieren zu können.
Die Aufrüstung einer Trafostation ist kein Hexenwerk, aber sie muß geplant und vorbereitet werden, das kann schon mal ein paar Monate dauern.
Wenn früher alles besser war,
hätte man's ja auch so lassen können.
Jogi
 
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Re: Adapterkabel gefährdet die Garantie für ZOE(angeblich)

Beitragvon Stromdriver » So 7. Apr 2013, 10:25

@Jogi & Turbothomas

Super & vielen Dank für eure Erklärungen! :)

Wie schön es doch ist, nie auszulernen... :danke:

Gruß Stromdriver
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