43kW Ladung: Ladestatus ungenau

Chamäleon Lader und Ladeboxen - Themen, die das Laden des Renault ZOE betreffen

43kW Ladung: Ladestatus ungenau

Beitragvon Ruhr_Atoll » Di 31. Mai 2016, 18:04

Ich habe jetzt ein paar Mal 43kW Laden ausprobiert mit meinem Zoe. Heute etwa an einer Crowdfounding-Station aus dem Forum...
ich habe den Eindruck, dass der angezeigte Ladezustand beim Beenden des Ladevorgangs an 43kW-Stationen 5-10 Prozentpunkte zu optimistisch geschätzt wird vom Zoe.

von 30% auf etwas über 90% in ca. 20min scheint ja ok zu sein für 43kW Laden.
Mein Status bei Ankunft daheim war nur noch 67%. Ich hätte da eher ca. 75% erwartet nach dieser Strecke. Der Zoe wird ja nicht mehr verbrauchen mit vollem Akku. Also scheint die Lade-Anzeige ungenau.
Ist das normal, dass die Zoe bei Schnell-Ladung so durcheinander gerät?

Bei 22kw Ladung meine ich es auch festgestellt zu haben. Jedoch da eher so im Rahmen von 0-5%. Die Prozente purzeln nur relativ kurz nach der Ladung schnell. Danach ist der Verbrauch wieder normal.

Oder ist das die Folge davon, wenn die Zoe zu selten auf 100% geladen wird? Vor etwas über 2Wochen war sie das letzte Mal bei 100% (vom Händler mit vollem Akku übergeben). Da ich nur an öffentlichen Stationen lade, wäre es sonst etwas schwer, die 100% regelmäßig zu erreichen.
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Re: 43kW Ladung: Ladestatus ungenau

Beitragvon AbRiNgOi » Di 31. Mai 2016, 20:48

die Einfache Antwort wäre: ja, der Ladestatus ist je höher die Ladeleistung ist ungenau. Auch wenn Du das Ladeende abwartest ist die Ladung bei nichten immer 100%

Gut, aber mit dieser Antwort kann man wenig anfangen. Daher zuerst einmal der Hintergrund den ich vermute: Das Batteriemanagement kennt den LAdestatus nur bei der sogenannten Zellruhespannung, als die Spannungen an den einzelnen der 192 Zellen die sich nach einigen Minuten Ruhe einstellt. Diese Spannung kann das Batteriemanagement aber so gut wie nie messen, weder bei der Fahrt noch beim Laden. Jetzt scheint es so zu sein, das es Modelle innerhalb des Steuergerätes gibt welche den Ladestatus rechnet. Na ja, und der basst haöt zur Zelle oder eben nicht. Ich habe das Gefühl, je äletr die Zelle, desto weniger stimmt die Modellrechnung, und der Korrekturwert der hier verwendet wird um die Alterung der Batterie nach zu bilden, der SOH, na darüber dürfen sich ander auslassen.

Jetzt muss man aber zwei Dinge unterscheiden: 1.) die Unsichrheit die das Batteriesteuergerät selber hat und 2.) die Anzeig. Zur Anzeige is zu sagen, dass diese bis fast 95% immer alle 20 sel. ein Prozent nach oben geht, egal was das Modell im Batteriemanagement sagt, und schon gar nicht was in der Zelle selber los ist...
Den Wert den die Modellrechnung in dem Batteriemanagementsystem glaubt zu wissen kann man mit diversen Tools auslesen, CanZE ist hier wohl das bekannteste, oder den OBD-Tester oder ein umgebauter Twizplay vom Twizzy.

Der Wert geht nun doch weit vom Angezeigten Wert weg. Wenn Du also 95% auf der Anzeige hast, kann es sein, das der über CanZE auslesbare Wert erst bei 90% liegt. Aber auch dieser kann falsch sein, vorallem bei hohen Temperaturen, so meine Erfahrung. Man könnte dem Batteriemanagement die Chance geben, den Ladestatus genau zu erfassen indem man die ZOE einschlafen lässt, dann startet beim Aufwachen eine neue Bestimmung des Ladestatus der dann sehr genau zu scheinen scheint. Aber Achtung, der Angezeiget Wert im Display bleibt trotzdem immer auf 100%, man will die Leute nicht verunsichern. Die Anzeige gibt nur seinen Fehler zu, wenn nach langer Fahrt zu wenig Ladestats angezeigt worden ist, dann kann es nach einer halben Stunde oder so zu einer wunderbaren Ladestatus Vermehrung kommen. Das geht so weit, das Fahrer berichtet haben, an dem Ort wo das häufig vorkommt (z.B. beim Arbeitgeber ohne Lademöglichkeit) die Anzeige regelmäßig am Abend höher ist als am Morgen beim Abstellen und das doof TomTom Navi dort desswegen eine Ladestelle einzeichnet... :lol:

Was kann man nun machen: 1.) wenn Du die Möglichkeit hast, die Ladeleistung an der Säule zu kontrollieren, bekommst Du mit der Zeit ein Gefühl wie gut der Akku geladen ist. 2.) mit dem Tool CanZE (Handy + 10€ OBD-Adapter + App "CanZE") kannst Du zumindest den Wert auslesen welcher das Batteriemanagement berechnet hat und dieser stimmt bei einer neuen Batterie erstaunlich gut, 3.) ein wenig warten (wozu aber dann mit 43kW laden ???) und dann mittels CanZE nachgucken. Der Punkt 3 ist vieleicht eher etwas für einen ruhigen Abend, und die Erfahrung über den eigenen Akku dann gewinnbringend auf der nächsten Tour verwenden zu können. Bei mir ist es so, dass ich nach 40 Minuten statt der vermeintlich 20,8kWh Ladung und 100% Ladestatus nur mehr 98,2% über habe, egal mit welcher Leistung ich bis Ladeende geladen habe. Bei Abbruch 95% und 43kW Ladung ist es aber noch schlimmer.

Da nun die Batteriespannungen beim Fahren stark von den Modellwerten abweichen, aber auch die Anzeig zu hoch war, muss die Anzeige nun auf den ersten Kilometern korrigieren.

Ja, und entschuldige die lange Antwort, das Thema ist aber leider sehr Mystisch, und ich hab mir halt ewas plausiebles zusammengereimt so wioe ich dnke das es ist.
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Re: 43kW Ladung: Ladestatus ungenau

Beitragvon TeeKay » Mi 1. Jun 2016, 08:57

Sehr umfangreiche und korrekte Antwort. In Kurzform nochmal von mir:
Im untersten und im obersten SOC-Bereich ist die Anzeige falsch. Bis glaube 30 oder 40% zeigt das Display 2-3 Prozentpunkte weniger an als das Canbus-Diagnosegerät. Ab 80% zeigt das Display jedoch zuviel an, teils 10 Prozentpunkte mehr als das Diagnosegerät. Außerdem sinkt die Spannung nach Abschluss der Ladung schnell ab - die Zellen beruhigen sich sozusagen. Dabei gehen noch einmal mehrere Prozentpunkte verloren (bzw. sie waren eigentlich nie da, wurden nur fälschlich angenommen). Wenn man auf möglichst große Reichweite angewiesen ist, sollte man bis 99% Display-Anzeige + 15min laden.
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Re: 43kW Ladung: Ladestatus ungenau

Beitragvon Ruhr_Atoll » Mi 1. Jun 2016, 20:10

Danke für die Antworten. Soweit verstanden.

So einen OBD-Adapter habe ich mir sogar schon bestellt. Mal schauen, wann der ankommt.
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Re: 43kW Ladung: Ladestatus ungenau

Beitragvon ZoeZen1 » Do 2. Jun 2016, 21:00

richtig nervig ist das ganze dann im Winter, wenn man bei frost das auto läd

bei 22 kW dauert das laden der ZOE 1,5h bis 99% und das letzte 1% dann noch mal 1,5h bis 2h!!!
wenn man das nicht abwartet, ist der SOC Einbruch gewaltig , immer über 10%

lade im Winter ach daswegen seltener öffendlich und wartn tue ich da schon mal gar nicht drauf, das zieht sich

jetzt im Sommer ist´s ok, bei 99% abbruch ist der SOC Einbruch noch ok

was aber richtig auffällig ist: bei mit in der Mietgarage über Schuko (2,3kW) da ist der Einbruch bei 90-99% Aufladung des SOC Sommer wie Winter überschaubar, so um die 3% im Vergleich zum erwarteten
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Re: 43kW Ladung: Ladestatus ungenau

Beitragvon Karlsson » Do 2. Jun 2016, 21:45

Also so lang hat das bei mir in Winter nicht gedauert. Scheint kein generelles Zoe Problem zu sein.
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