Wie viele "Samsungakkus" stecken in einer Z.E.40?

Alles rund um die Batterie und Reichweite des Renault ZOE

Wie viele "Samsungakkus" stecken in einer Z.E.40?

Beitragvon R400 » So 16. Okt 2016, 19:08

Noch eine Einschätzung?

Ich freue mich über die "große ZOE" und will sie auch nächstes Jahr haben. Und dennoch beschleicht mich eine Unsicherheit: Es scheint gelungen, fast die doppelte Kapazität elektrischer Leistung in's gleiche Gehäuse zu platzieren, genial, eigentlich!

In einem anderen Technologiebereich erleben wir gerade, wie immer dichteres Packen elektrischer Leistung irgendwann riskant wird. Die Relation kenne ich nicht, ob wir bei den EVs dem schon näherkommen, oder trotz Verdoppelung noch lange im "sicheren Bereich" sind.

Aber, was würde bei einem größeren Unfall passieren können mit der gespeicherten Spannung (Krematorium?); was passiert wenn ein 40 kwh - Akkublock in einem See oder Fluß untergeht, mit dem Lithium? - Muss nicht gleich und nicht mir passieren, aber wird es irgendwann.
Wir erinnern uns, dass das Löschen von brennenden Dächern, auf denen PV installiert ist, bei Sonneneinfall für die Feuerwehrleute kein Spaß ist - hat niemand zu Anfang daran gedacht... . Haben wir ähnliches zu erwarten, dass uns keiner schwerverletzt herausziehen mag ("Ui, a ZOE, die hat 400 Volt, nana!).

Ähnliches habe ich nach Führerscheinerhalt mich auch gefragt: "Die Benzinleitungen in einem heißen Motorraum, wenn die unfallbedingt abreißen, Ohoh!" - Achte ich heute nicht mehr als Risiko, aber es fällt mir gerade wieder ein... .

R400
R400
 
Beiträge: 133
Registriert: Sa 15. Okt 2016, 18:28
Wohnort: Chiemgau, Oberbayern

Anzeige

Re: Wie viele Samsungakkus stecken in eine Z.E.40?

Beitragvon HubertB » So 16. Okt 2016, 19:21

Antwort: keiner
Die Akkus kommen von LG

Der Akkublock im Fluss richtet mit Sicherheit weniger Schaden an als Benzin und Motoröl.
Und das mit der Feuerwehr relativiert sich schnell. Immerhin ist es leichter mich rauszuziehen wenn das Auto *nicht* brennt.
Also schön entspannt bleiben.
Twizy seit 3/2015, Zoe Q210 12/2015-11/2017, Ioniq seit 12/2017
CF Box 43kW Typ2 Kabel / 22kW Typ2 Buchse / 2x32A CEE / 2x CEE blau
Benutzeravatar
HubertB
 
Beiträge: 2586
Registriert: Mo 9. Mär 2015, 23:51
Wohnort: Deutschland, 50829 Köln

Re: Wie viele Samsungakkus stecken in eine Z.E.40?

Beitragvon R400 » So 16. Okt 2016, 19:43

HubertB hat geschrieben:
1)Die Akkus kommen von LG

2)Der Akkublock im Fluss richtet mit Sicherheit weniger Schaden an als Benzin und Motoröl.

3)Und das mit der Feuerwehr relativiert sich schnell. Immerhin ist es leichter mich rauszuziehen wenn das Auto *nicht* brennt.

Lieber Hubert B,

1) Dass die Akkus natürlich nicht von Samsung kommen, ändert leider noch nichts an der auch von uns geteilten Absicht, dass auch LG die Leistung erfolgreich weiter komprimiert, nur wann wird's gefährlich? Und um wie viel mal mehr als bei einem handyakku entstehen dann Überraschungen?
2) Lithium das leichteste Metall der Erde hat im 40 Jahre zurückliegenden Chemieunterricht eine bleibende amüsierte Erinnerung "eingebrannt": Das Element springt lustig flammensprühend so lange auf der Wasseroberfläche herum bis es restlos verbrannt ist. Ist unser Batterie-Lithium in seinem Verhalten da anders, ich hoffe es, es sind ja irgendwelche Li-Verbindungen?
3)Kommt eine zerstörte, aber noch immer unter Spannung stehende Batterie mit dem Metallkäfig namens ZOE in Berührung, steht dann derselbe unter Storm?

So Fragen halt!

R400
R400
 
Beiträge: 133
Registriert: Sa 15. Okt 2016, 18:28
Wohnort: Chiemgau, Oberbayern

Re: Wie viele "Samsungakkus" stecken in einer Z.E.40?

Beitragvon stromer » So 16. Okt 2016, 20:00

3) Nein
2009 Vectrix VX1 / 2011 Nissan Leaf / 2012 Renault Twizy / 2013 Renault Zoe Intens Q210 / 2014 Renault Zoe Intens Q210 / 2015 Renault Zoe Zen Q210 / 2015 Tesla Model S 70D / 2017 Renault Zoe Intens Q90 ZE40 / 2018 Tesla Model 3 / 2018 Microlino
Benutzeravatar
stromer
 
Beiträge: 2338
Registriert: Mi 17. Apr 2013, 09:09
Wohnort: Berghaupten

Re: Wie viele "Samsungakkus" stecken in einer Z.E.40?

Beitragvon novalek » So 16. Okt 2016, 20:25

Wenn man kurz und bündig zum Akku was lesen will, in der Welt von 16.10.2016 äußern sich "Fachleute".
Fakt sei (ich kann es nur glauben):
1. Lithiumzellen gibt es heute in vielen Geräten, selbst in Rauchmeldern !!
2. Höchste Kapazitäten werden neuerdings mit bis zu 80% Nickel zum Lithium möglich
3. Alle Zellen, insbesondere die höherer Kapazität sind bei Überladung, Übertemperatur, etc. selbstentzündlich und nicht löschbar, da die Zellen sich den Sauerstoff selbst erzeugen (man nennt da alle möglichen bekannten Zwischenfälle)
4. Recycling ist extrem umweltschädlich, da die PE-Dünnschichtzellen verbrannt würden, um aus der Asche chemisch Li und Ni abzuscheiden
5. Würden prognostizierte Mengen der E-Mobile realisiert, würde in kurzer Zeit, auch wenn man 2tes Akku-Leben betrachtet, eine riesige Halde Schrott entstehen.
Leugnen hilft nicht, dafür ist man selbst kein Fachmann - is ebent HeiTeck...

** man sollte allerdings Lithium nicht mit auf dem Wasser springenden Natrium des Chemie-Unterrichts verwechseln **
novalek
 

Re: Wie viele "Samsungakkus" stecken in einer Z.E.40?

Beitragvon R400 » So 16. Okt 2016, 20:36

novalek hat geschrieben:
Leugnen hilft nicht, dafür ist man selbst kein Fachmann - is ebent HeiTeck...

** man sollte allerdings Lithium nicht mit auf dem Wasser springenden Natrium des Chemie-Unterrichts verwechseln **

Natrium ist auch sehr leicht; war es das? Bestimmt hast Du recht, ist 40 Jahre her, und bin in einen ganz anderen Zweig einberuflicht. Lithium und Wasser-ungefährlich?

R400
R400
 
Beiträge: 133
Registriert: Sa 15. Okt 2016, 18:28
Wohnort: Chiemgau, Oberbayern

Re: Wie viele "Samsungakkus" stecken in einer Z.E.40?

Beitragvon HubertB » So 16. Okt 2016, 20:38

Das Lithium in der Batterie liegt nicht in der reinen Form vor wie bei dem lustigen Experiment im Chemieunterricht.
Von 300kg Batterie sind nur ein paar kg Lithium in gebundener Form.
50l Benzin sind meiner Meinung nach viel riskanter, sowohl was die enthaltene Energie als auch die Umweltgefährlichkeit angeht. Man hat sich nur dran gewöhnt.

Du bist jetzt wahrscheinlich aufgeschreckt weil Samsung sein Note7 vom Markt nehmen musste. Ich glaube nicht das man das mit einem Autoakku vergleichen kann. Da würde ich mir eher Sorgen um den Aktienkurs von Samsung machen.

Da das nur meine persönliche Einschätzung ist werde ich Dir deine Ängste wohl nicht nehmen können. Dazu fehlt mir die Autorität.
Ich hoffe nur das sich nicht allzu viele von Deinen Bedenken anstecken lassen.

@ novalek
Damit ist wohl die derzeitige Technik beim recyceln gemeint. Es gibt ein relativ neues Verfahren bei den die Komponenten geschreddert werden. Die Folienkomponenten können dann abgetrennt werden. Die Metalle werden eingeschmolzen. Das Verfahren braucht aber relativ große Mengen für einen wirtschaftlichen Betrieb.
Twizy seit 3/2015, Zoe Q210 12/2015-11/2017, Ioniq seit 12/2017
CF Box 43kW Typ2 Kabel / 22kW Typ2 Buchse / 2x32A CEE / 2x CEE blau
Benutzeravatar
HubertB
 
Beiträge: 2586
Registriert: Mo 9. Mär 2015, 23:51
Wohnort: Deutschland, 50829 Köln

Re: Wie viele "Samsungakkus" stecken in einer Z.E.40?

Beitragvon R400 » So 16. Okt 2016, 21:11

[quote="HubertB"]
Ich hoffe nur das sich nicht allzu viele von Deinen Bedenken anstecken lassen.

Noch mal, lieber Hubert,

nicht von Bedenken anstecken lassen ist meine Absicht, nur ein nötiges Risikobewusstsein. Wenn wir gefährliche Hobbys haben oder etwas vermeintlich ungefähriches Tag für Tag praktizieren, ist es gut, sich das Grundrisiko rechtzeitig klar zu machen um gegenzusteuern (Fukoshima u.ä. Wasser in Lagersalzstollen, die "normal" Millionen Jahre dicht sein sollten, sowas) Tagtäglich lügen wir uns was vor, bloß weil wir oft zu faul sind, die Risiken zu senken, darum geht's mir: Ich will das Grundrisiko eines zig kwh-Li-Akkus kennen, und dann setz ich mich da genauso rein, wie in unsere Benziner und Diesel bisher auch. Und ich will, dass höchste Sorgfalt waltet bei Entwicklung und Produktion, und nicht schon wieder mal geschludert wird.

R400
R400
 
Beiträge: 133
Registriert: Sa 15. Okt 2016, 18:28
Wohnort: Chiemgau, Oberbayern

Re: Wie viele "Samsungakkus" stecken in einer Z.E.40?

Beitragvon novalek » So 16. Okt 2016, 21:32

R400 hat geschrieben:
nur ein nötiges Risikobewusstsein.
Sollte man haben und daher eher im heimischen Haushalt aufpassen, als am E-Auto.
typisches Beispiel: Li-Akku-Pack eines xy-Gerätes und falsches Ladegerät (pedelec, Drohne, Rasenmäher, Akku-Schrauber, usw.) oder der Versuch nicht ladefähige Lithium-Batterien zu laden.
novalek
 

Re: Wie viele "Samsungakkus" stecken in einer Z.E.40?

Beitragvon Themse » So 16. Okt 2016, 21:38

Die Versicherung Haftpflicht/Vollkasko für meinen ZOE ist merklich billiger als für meinen alten Roomster.
Da würde ich meinen, da die Versicherer doch sehr vorsichtig Risiken einschätzen und berechnen,
dass dies ein Zeiger dafür ist, dass ZOE Fahrer vergleichsweise wenig Unfälle verursachen ;)
und dass die "Gefahr" die mit diesem Auto verbunden ist, geringer ist als beim Roomster !
Ich finde das beruhigend !
Sion reserviert am10.9.2017
Themse
 
Beiträge: 421
Registriert: Mi 8. Jun 2016, 12:34
Wohnort: Balingen

Anzeige

Nächste

Zurück zu ZOE - Batterie, Reichweite

 
  • Ähnliche Themen
    Antworten
    Zugriffe
    Letzter Beitrag
  • Ähnliche Artikel im Blog

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: Bofi, khm, stjanb, vsmotorsport und 4 Gäste