Härtetest für die Zoe

Alles rund um die Batterie und Reichweite des Renault ZOE

Härtetest für die Zoe

Beitragvon 1fcb » Do 22. Jun 2017, 12:34

Habe mir am bisher heißesten Tag des Jahres eine Fahrt Böblingen-Karlsruhe im Berufsverkehr (mit nachfolgender Rückfahrt) gegönnt. Dabei wollte ich einmal sehen, wie sich unsere Zoe unter den widrigen Wetterverhältnissen (Start bei 34 Grad außen und ca 60-70 Grad innen), widrigen Straßenverhätnissen (hügeligster Autobahnabschnitt Deutschlands durch den Nordschwarzwald) und widrigen Verkehrsverhältnissen (Baustellen, Staus, zähfließender Verkehr) schlägt.

Randdaten:
Innen-Temperatur Start Hinfahrt: ca 60-70 (?) Grad
Außen-Temperatur Hinfahrt: 34 Grad

Innen-Temperatur Start Rückfahrtfahrt: ca 40 Grad
Außen-Temperatur Hinfahrt: 27 Grad

Distanz gesamt: 144,6 km
- Distanz Autobahn: 134,2 km
- Distanz Stadt: 10,4 km

Gesamt Höhenprofil: 1536m hoch und 1536m runter
- Höhenprofil Hinfahrt: 584m hoch und 979m runter
- Höhenprofil Hinfahrt: 979m hoch und 584m runter

Einstellung normal, also nicht auf Eco. Klimaanlage konstant auf 22 Grad, Fenster geschlossen, keine Vorkühlung. Radio an. Scheinwerfer auf letzter Hälfte der Rückfahrt an.

Hinfahrt: Typischer Feierabend Ziehharmonika-Verkehr mit einem längeren und einem kürzeren Stau.
Rückfahrt: 2 kurze Staus, ansonsten relativ freie Fahrt.

Fahrweise: Begrenzer auf 120km/h eingestellt. Wann immer ich konnte, habe ich zügig auf die 120 km/h beschleunigt und habe diese gehalten. Kein Windschattenfahren, keine geländeoptimierte Fahrweise. Mehrmals war die Verbrauchsanzeige bei Beschleunigung des Wagens auf 120 den Berg hoch auf maximal (+69 kW Motorleistung).

Ergebnisse:
Durchschnittsverbrauch: 16,2 kWh/100km
- Hinfahrt: 13,8 kWh/100km
- Rückfahrt: 18,6 kWh/100km

Durchschnittsgeschwindigkeit: 65,9 km/h
- Hinfahrt: 59,5 km/h
- Rückfahrt: 74,1 km/h

Ingesamt bin ich vom Ergebnise begeistert: 16,2 kW/h auf der extrem bergigen Strecke und bei der extremen Klimatisierung finde ich beeindruckend.

Interessant finde ich, dass der Klimaanlagenverbrauch anscheinend vernachlässigbar ist, obwohl der Wagen von fast 70 auf 22 Grad während der Fahrt heruntergekühlt wurde. Viel entscheidender scheint mir vor allem das Höhenprofil zu sein und die etwas höhere Durchschnitssgeschwindigkeit bei der Rückfahrt. Dass diese beiden Aspekte einen Mehrverbrauch von 4,8 kWh/100km ergeben haben, hat mich durchaus überrascht.

Summa summarum kann man also mit der Zoe im Sommer getrost die Strecke Stuttgart-München (220km) ohne Zwischenstopp ohne Eco-Modus einplanen, sofern man die 120km/h nicht überschreitet. Selbst 250km müssten mit guten Nerven am Stück machbar sein, ohne dass man bewusst Windschatten fährt oder die Eco-Taste drückt.

Hier noch das Höhenprofil: Bild
Und hier das Geschwindigkeitsprofil der Rückfahrt (Aufzeichnung der Hinfahrt hat leider nicht funktioniert): Bild
Zuletzt geändert von 1fcb am Do 22. Jun 2017, 13:53, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Härtetest für die Zoe

Beitragvon panoptikum » Do 22. Jun 2017, 12:36

1fcb hat geschrieben:
Habe mir am heißesten Tag des Jahres

Woher willst Du denn das wissen. Es können ja noch heißere Tage kommen. :lol:
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Re: Härtetest für die Zoe

Beitragvon TomTomZoe » Do 22. Jun 2017, 17:05

Radio an oder aus, das macht es fett ;)
Wenn Du anstatt 120 nur 110 Km/h fährst spart das viel Energie ein, weitere 10 km/h weniger bringt dann nicht mehr soviel weitere Ersparnis, meine Erfahrung. Ich cruise daher immer nur mit max. 110km/h dahin 8-)
Im übrigen sind die von Dir aufgelisteten widrigen Vekehrsumstände nur für den Fahrer widrig, der Akku freut sich über langsamere Geschwindigkeiten und dankt es mit mehr übriger Kapazität nach der Tort(o)ur ;)
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Re: Härtetest für die Zoe

Beitragvon schleicher » Do 22. Jun 2017, 17:11

hi....
bin gestern auch unterwegs gewesen.....
hab meine neue gebrauchte r210 abgeholt.....
260 km.... nahezu ausschließlich autobahn..... vom höhenprofil her nicht minder anspruchsvoll.....

war aber mehr ein härtetest für mich....
weil ich die klimaanlage NICHT eingeschaltet habe..... von wegen der reichweite......


heute weiss ich..... ich hätte nicht schwitzen müssen.....

ich bin fast ausschließlich im eco-betrieb gefahren.....
immer so um 95 kmh rum...... lange strecken im windschatten hinter den schnelleren lkw.......

in unkenntnis des ladezustandes bei übergabe und aufgrund der bergigen strecke hatte ich drei ladestops geplant....
einen gleich zu beginn der fahrt und dann noch zwei stops unterwegs......
und so hab ichs auch durchgezogen....

losgefahren mit 100 % akku und angezeigten 108 km reichweite......
zu hause angekommen habe ich wieder auf 100 % geladen und..... angezeigt wurden dann 208 km !! reichweite...

unterwegs, am berg, war ich einmal "runter" auf "nur" 95 km reichweite......
an den ladestops immer mehr oder weniger satt über 100 km restreichweite.....
ich hätte unterwegs eiswürfel machen können....
vom verbrauch her hätte ein ladestop gereicht...
aber.... man weiss ja nie was kommt.....


insgesamt eine tolle erfahrung und trotz der temperaturen eine entspannte fahrt......
auch längere strecken sind kein problem für die ZOE und die kurzen rasten zum laden habe ich als sehr angenehm empfunden....


gruss
martin
Den SONO Sion auch heute NICHT vorbestellt...!
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Re: Härtetest für die Zoe

Beitragvon Alex1 » Do 22. Jun 2017, 18:31

Super Werte :mrgreen:

Adieu Reichweitenangst :twisted:
Herzliche Grüße
Alex
Neue Zoe R90 Intens 15" 06/17
So gelingt die Energiewende. Alternativlos.
Echten Ökostrom: http://www.ews-schoenau.de/ Fast Alternativlos.
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Re: Härtetest für die Zoe

Beitragvon 1fcb » Fr 23. Jun 2017, 11:24

TomTomZoe hat geschrieben:
Radio an oder aus, das macht es fett ;)
Wenn Du anstatt 120 nur 110 Km/h fährst spart das viel Energie ein, weitere 10 km/h weniger bringt dann nicht mehr soviel weitere Ersparnis, meine Erfahrung. Ich cruise daher immer nur mit max. 110km/h dahin 8-)
Im übrigen sind die von Dir aufgelisteten widrigen Vekehrsumstände nur für den Fahrer widrig, der Akku freut sich über langsamere Geschwindigkeiten und dankt es mit mehr übriger Kapazität nach der Tort(o)ur ;)


Dass die 110 Durchschnitt deutlich mehr Reichweite bringen, ist mir von der Motoreffizienz kombiniert mit der Luftwiderstand klar. Daher habe ich 120 gewählt und will das ganze Experiment auch noch mal mit Bleifuß 139 durchführen.

Leder fehlt mir die Datenbasis, um festzustellen, ob der niedrige Gesamtverbrauch auf der Hinstrecke primär vom Gefälle oder vom Ziehharmonika-Effekt abhing. Aber die Haupterkenntnis war für mich, dass die Klimaanlage wohl keinen nennenswerten Einfluss hatte. Das hatte ich so nicht erwartet.
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Re: Härtetest für die Zoe

Beitragvon Tho » Fr 23. Jun 2017, 14:34

Gefälle hat einen sehr sehr starken Einfluss, auch wenn man langsam fährt.
Ich brauch auf dem Hinweg zur Arbeit (85km, 300m bergab) immer ca. 2kWh/100km weniger als auf dem Rückweg, die 85km wieder 300m aufwärts.
Alles bei einem Schnitt von 40-50km/h.
Renault Zoe Zen Q210 + Intens R90, S-Pedelec Grace MX,Tesla Model ≡ reserviert
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Wir müssen uns für unseren Wunsch nach Glück nicht rechtfertigen.(Dalai Lama)
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Re: Härtetest für die Zoe

Beitragvon Zoe1114 » Fr 23. Jun 2017, 14:44

Tho hat geschrieben:
Gefälle hat einen sehr sehr starken Einfluss, auch wenn man langsam fährt.
Ich brauch auf dem Hinweg zur Arbeit (85km, 300m bergab) immer ca. 2kWh/100km weniger als auf dem Rückweg, die 85km wieder 300m aufwärts.
Alles bei einem Schnitt von 40-50km/h.

Verbrauch allein wegen Steigung von 300 m Höhendifferenz entspricht etwa 1,3 kWh (ohne Roll- und Luftwiderstand), Gefälle von 300 m Höhendifferenz lädt ca. 1,04 kWh (ohne Roll- und Luftwiderstand).
Differenz von rechnerisch ca. 2,34 kWh passt gut zu deinen Erfahrungen.
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Re: AW: Härtetest für die Zoe

Beitragvon Helfried » Fr 23. Jun 2017, 15:04

schleicher hat geschrieben:
aber.... man weiss ja nie was kommt.....

Deine Punkttaste klemmt. Man weiß nicht, warum.
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Re: Härtetest für die Zoe

Beitragvon schleicher » Sa 24. Jun 2017, 00:04

@ helfried

nö..... die klemmt nicht.....
ich drück da immer mehrmals......

gruss
martin
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