Verständnisfrage: Zoe und "segeln"

Elektromotor, Steuerung, Getriebe, Reifen des Renault ZOE

Re: Verständnisfrage: Zoe und "segeln"

Beitragvon EVplus » Sa 8. Mär 2014, 16:18

Du kannst den ZOE von den Rekuperationsstufen her in etwa mit der mittleren Stufe des e-up vergleichen. Die niedrigste Rekuperationsstufe des e-up kann Du auch mit "sensiblen Zehenspitzen" im ZOE kaum erreichen. Da geht beim ZOE nur wenn Du während der Fahrt in den Leerlauf "N" schaltest.

Diese Segelstufe beim e-up ist sicherlich gut um gerade als E-Anfänger sehr sparsam vorausschauend zu fahren. Irgendwann nervt es dann in den Reku Stufen herumzurühren...

Ich habe das Anfangs besonders mit dem Fluence ZE gemacht, lange zu segeln , um einen möglichst kleinen Verbrauch hinzubekommen und um überhaupt längere Strecken zu schaffen, da die Nachladedauer sehr lang war. Allerdings nervt man damit die anderen Verkehrsteilnehmer.

Mit dem ZOE erübrigt sich das supersparsame Fahren, da man in 10 Min. Ladepause mehr nachladen kann als man mit der ganzen Segelei einspart.

Ab und zu ist man evtl. auch mit dem ZOE gezwungen zu segeln....wenn die dritte Ladesäule defekt ist und die nächste eigentlich ausserhalb der Reichweite ist....dann verfällt man auch mit dem ZOE ins Segeln.

Die dritte Rekustufe des e-up erreichst Du beim ZOE durch "Streicheln des Bremspedals". Damit wird die Rekuperation fast auf die Werte des e-up erhöht. Der e-up hatte nach meinen Beobachtungen eine Reku bis 60 kW im Display. ZOE hat nur 43kW.
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Re: Verständnisfrage: Zoe und "segeln"

Beitragvon wody » Sa 8. Mär 2014, 16:23

Vielen Dank, das ist einleuchtend.
LG
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Re: Verständnisfrage: Zoe und "segeln"

Beitragvon Batterie Tom » Sa 8. Mär 2014, 17:45

Also ich habe jetzt über 14.000 km am Zoe und segle eigentlich ganz gerne. Ich schalte relativ häufig von D auf N - besonders, wenns mal bergab geht und man so richtig schön rollen kann. Der Tempomat ist da eher hinderlich. Wenns dann zu schnell wird,
kann man ohne Problem von N auf D gehen und rekuperiert wieder.
Beste Grüße Tom

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Re: Verständnisfrage: Zoe und "segeln"

Beitragvon dervorausschaut » Sa 8. Mär 2014, 18:56

ich schalte regelmäßig auf "N", also in den leerlauf, auch ganz kurzzeitig, einfach um ein abbremsen zu vermeiden und so lange und wie möglich zu rollen.

segeln :!: aber, meint etwas anderes, soweit ich mich an die bedienungsanleitung des Prius' erinnere.
dort war beschrieben:
zügig auf die gewünschte geschwindigkeit (z.b. 50) beschleunigen und dann kurz vom gaspedal gehen und wieder leicht drücken, um elektrisch zu segeln, so dass weder beschleunigt, noch verzögert wird.

heißt demnach geschwindigkeit halten, mit geringstem energieeinsatz und -verlust.
eben dahingleiten....
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ZOE ist da!(seit 18.10.13 >30 Tsd. km abgasfrei) >Reichweiten'erfahrung' ca. 110-190km
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Re: Verständnisfrage: Zoe und "segeln"

Beitragvon Frank » Sa 8. Mär 2014, 19:24

dervorausschaut hat geschrieben:
segeln :!: aber, meint etwas anderes, soweit ich mich an die bedienungsanleitung des Prius' erinnere.
dort war beschrieben:
zügig auf die gewünschte geschwindigkeit (z.b. 50) beschleunigen und dann kurz vom gaspedal gehen und wieder leicht drücken, um elektrisch zu segeln, so dass weder beschleunigt, noch verzögert wird.

Ich kenne die Priusbedienungsanleitung nicht, aber in Elektroautoforen kenn ich für "segeln" nur die hier beschriebene Definition "im Leerlauf rollen lassen".
dervorausschaut hat geschrieben:
heißt demnach geschwindigkeit halten, mit geringstem energieeinsatz und -verlust.
eben dahingleiten....

Dafür hat der Zoe einen Tempomat.

Bis vor ca. 3 Jahren kannte ich segeln nur von den Teilen die im Wasser schwimmen und so einen Stofffetzen an einem langen Mast spazierenfahren. :lol:

Gruß Frank
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Re: Verständnisfrage: Zoe und "segeln"

Beitragvon Blitz » Sa 8. Mär 2014, 21:33

Oeyn@ktiv hat geschrieben:
.....mmh, genau das ist der Kern meiner Frage. Dein Beispiel mit dem nicht schleppfähigen Ampera leuchtet mir ein. Mangels Kupplung dreht´s halt weiter, was eigentlich schlecht wäre. Also lass ich das mal lieber sein, mit dem Leerlaufrollen, bevor mir der Akku um die Ohren fliegt. Aber beim Smart-ED muss da ja irgendwie "ausgekuppelt" werden, sonst hätte der Smart ja die gleichen Probleme.
Oeyn@ktiv

Der Smart hat die gleichen Probleme wie bisher alle serienmässigen Elektromobile: echtes Segeln gibt es nicht, der Motor dreht immer mit, nur rekuperiert er beim "Segeln"nicht. Beim Smart scheint er einen höheren Restwiderstand zu haben als bei Zoe, ev. wegen der Permanenterregung.
Ich finde die Rekuperation bei Zoe insgesamt gelungen: die nur leichte bei weg vom Gas, und die per Bremspedal intuitiv gut dosierbare Mehrreku bei Bedarf. Will ich kurz segeln kann man das Gaspedal auf der Null Amp Stellung balancieren, oder wenn länger gesegelt wird den Schalthebel auf N, wie vielfach beschrieben. Auch daß die Reku nicht über 43 kW geht ist vernünftig: Das sind 2 C, mehr Ladestrom sollte man dem Akku nicht zumuten. Was VW, BMW da machen (5C) ist schlecht für die Batterielebensdauer, aber bei beiden verbleibt das Risiko eines schlecht behandelten Akkus ja beim Kunden (Kaufakku).
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Re: Verständnisfrage: Zoe und "segeln"

Beitragvon Twizyflu » So 9. Mär 2014, 11:52

Ich schalte auch oft auf N aber manchnal versuche ich es auch mit dem Strompedal auf 0 kW zu halten
Das ist ja dann das gleiche nicht?
Da immer rauf runter schalten will ich dann vermeiden :)
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Re: Verständnisfrage: Zoe und "segeln"

Beitragvon egonalter » So 9. Mär 2014, 12:52

Rauf- und Runterschalten ist für mich einfach bequemer als mich darauf zu konzentrieren das Gaspedal genau zwischen +1 und -1 kW zu halten.
Q210 ZOE Nr. 865, Bj Nov. 2012, aus Frankreich importiert
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Re: Verständnisfrage: Zoe und "segeln"

Beitragvon Oeyn@ktiv » So 9. Mär 2014, 13:40

EVplus hat geschrieben:
...Mit dem ZOE erübrigt sich das supersparsame Fahren, da man in 10 Min. Ladepause mehr nachladen kann als man mit der ganzen Segelei einspart.


Nachdem ich mittlerweile eigene Praxiserfahrung mit meiner Zoe habe, sehe ich das genau so wie EVplus: Reinsetzen, fahren und wohlfühlen :D .
Meine Fragestellung zu Beginn dieses Threads ergab sich aus meiner damals noch vorhandenen Unwissenheit.
Mittlerweile fahre ich meine Zoe wie ein ganz "normales" Auto, wobei meine Fahrweise generell eher defensiv ist.
Also an alle Neulinge: Elektroauto fahren ist gaaanz einfach und hängt sowieso von eurer inneren Einstellung ab.

Gruß

Oeyn@ktiv
seit dem 31.07.2013: Zoe intens, Black-Pearl-Schwarz und seit dem 05.04.2014: Zoe intens, azurblau / Wallbox: ABL SURSUM eMH2 22 KW / drei PV-Anlagen: 1. aus 2004 = 7,6 kWp, 2. aus 2007 = 7,5 kWp und 3. aus 2012 = 4,4 kWp
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