ZOE schön gerechnet? Würde ich ja gerne…

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Re: ZOE schön gerechnet? Würde ich ja gerne…

Beitragvon Henry » Fr 1. Sep 2017, 12:47

Meiner Erfahrung nach ist das BEV in Österreich recht bald (3-5 Jahre) die billigere Alternative. Ich gebe zu, in Deutschland möge es auf Grund einiger Parameter anders sein. Meine aktuellen Beispiele:

1) MB SLK 200 (5 Jahre alt):
15.000 km/Jahr; Vollkasko-Versicherung
ct/km: will niemand wissen - man gönnt sich ja sonst nichts ;)

2) Toyota Prius II (2009 bis 2014)
25.000 km / Jahr; Vollkaskoversicherung, reale Abrechnung
ct/km: 29

3) Audi A3 TDI, Bj. 2006 (2010-):
17.500 km / Jahr, Teilkaskoversicherung, Zeitwert niedrig angenommen
ct/km: 28 bis 29

4) Nissan Leaf (2014-):
24.000 km/Jahr, Vollkaskoversicherung, Zeitwert niedrig angenommen (konkretes Angebot 13.000 Euro)
ct/km: 22

Bin der Meinung, dass sich nach 5 Jahren auf jeden Fall das BEV rechnet (bei gebrauchten Fahrzeugen noch viel früher). Und das Ganze bei einem anderen Umweltgewissen und Komforterlebnis ...

lg, Henry
Autofahren ist mehr, als nur von A nach B zu kommen ...
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Re: ZOE schön gerechnet? Würde ich ja gerne…

Beitragvon sensai » Fr 1. Sep 2017, 13:49

Ich habe meine Dame vor knapp 2 Jahren gekauft, ohne vorher die genauen / tatsächlichen Kosten zu kennen.
Recht rasch habe ich dann eine günstige Lademöglichkeit in der Firma bekommen (5 € Monatspauschale versteuert)
Jetzt schaut die Welt für mich wirklich rosig aus :D

Zoe Intens: FR Import um 14.500,- (BJ 11/14 gekauft mit 6 tkm)
Ausstattungsbereinigt würde ein neuer Punto etwa das gleiche Kosten.

Vorgängerauto Fiat Punto (somit ähnlich dem Polo)
Österreicher und somit 15 Cent/kW brutto Strom Heimkosten

Gefahrene Jahreskilometer:....17.799 km / Jahreskosten
Geladen daheim:.....................872 kW.........130,50 €
Geladen Firma/öffentlich.........1829 kW..........60,00 €
Haftpflicht VS:.........................................133,44 €
Service:...................................................92,00 €
Gesamt o. Batterie:................ 415,94 €
Kosten 100 km => 2,337 €
Batteriemiete:........................94/mtl.........1.128 €
Gesamt m. Batterie:................. 1543,94
Kosten 100 km => 8,674 €

Vergleich Fiat Punto
1140 l Benzin 1,1 €........................1.254,00 €
Haftpflicht & Steuer.........................496,00 €
Service........................................~ 200,00 €
Gesamt:..................................1950,00€-
Kosten 100 km => 10,955 €

Somit folgende Jahres Einsparung mit der Zoe im Vergleich zum Punto
o. Batterie: 1.534 €
m. Batterie: 406 €


Beim Kauf habe ich mit einer geringe Mehrung meiner Gesamtkosten kalkuliert.
Aber das es sich dann, dank der günstigen Firmenlademöglichkeit und der doch recht hohen Möglichkeit der
öffentlichen/gratis Lademöglichkeiten die Gesamtkosten so gering ausfallen, war dann doch auch eine positive Überraschung für mich.

Meine Empfehlung also:
hole dir eine gebrauchte Zoe und lass dich von den tatsächliche Kosten überraschen.
Niedrigstenergiehaus (17 kWh/m²) mit Wärmepumpe und Tiefenbohrung

Zoe Intens 12/2014 mit 17" TechRun und Folierung
IONIQ Premium schwarz: Bestellt November 2017 (#sangl 371) Liefertermin März 2018
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Re: ZOE schön gerechnet? Würde ich ja gerne…

Beitragvon Martin_BY » Fr 1. Sep 2017, 14:50

Volt hat geschrieben:
abschreibung (Restwert) nicht vergessen.

einen 10 jahe alten polo, I10 oder Dacia wird man immer noch los.
einen zoe mit 10 jahren und der km-Leistung bei Batteriemiete wohl eher nicht.

der verbrenner wird derzeit eindeutig preiswerter sein.


Warum sollte eine Zoe nach 10 Jahren unverkäuflich sein? Gerade mit Batteriemiete hat man doch ein überschaubares Risiko?

Davon ab hat ein Polo in 10 Jahren mindestens 10 Inspektionen gesehen, wenn nicht mehr. Wenn da jede 200.-€ mehr kostet als bei der Zoe, hat man schon wieder 2000.-€ Puffer beim Restwert.
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Re: ZOE schön gerechnet? Würde ich ja gerne…

Beitragvon HeinHH » Fr 1. Sep 2017, 14:53

sensai hat geschrieben:
Österreicher und somit 15 Cent/kW brutto Strom Heimkosten

Kann nur aus dem Verbrennen verschnittener Braunkohle und ranzigem Schwerölabfällen stammen! ... ist nur der Neid :-)
Bye Thomas
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Re: ZOE schön gerechnet? Würde ich ja gerne…

Beitragvon Themse » Fr 1. Sep 2017, 14:59

Ich fahre meine ZOE inzwischen 15 Monate und ca 13.000 km und
hab noch keinen €ent für Fahrstrom ausgegeben, da sich eine passende
Ladesäule einen Steinwurf entfernt von meinem Wohnort befindet.
Da macht Elektroautofahren schon noch etwas mehr Spaß als wenn man
solche Lademöglichkeiten nicht nutzen kann.
Für die Förderung der Elektromobilität werden die von den Gemeinden usw. auch aufgestellt :-)
Wer keine solche Ladesäule in der Nähe hat, kann von dieser Förderung
natürlich nicht partizipieren :-(
Natürlich ist es für Leute, die solche Gelegenheiten nicht nutzen können/wollen entsprechend teurer.
Jedoch kann jeder vor dem Kauf eines Elektroautos prüfen ob es vielleicht in Lauenburg
eine kostenlose Ladesäule gibt, in deren Umfeld man zB. auch einkaufen, oder Mittagessen
oder sonstige Sachen erledigen kann.
Stromkosten senken kann auch derjenige, der die Möglichkeit einer eigenen PV hat.
Damit kann er seinen Strompreis mehr als halbieren.
So wird aus dem Elektroauto quasi ein Ökomobil ;)
Doch glücklicherweiße darf jeder seine Entscheidung selber treffen,
muss jedoch auch die Konzequenzen tragen.
Wenn in den Groß-Städten in den nächsten Jahren Dieselfahrverbote eingeführt werden,
dann wird es nämlich schwierig, nicht nur mit der uneingeschränkten Mobilität,
sondern auch mit dem Wiederverkaufswert eines Diesels, der tendiert dann nämlich gegen NULL
Sion reserviert am10.9.2017
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Re: ZOE schön gerechnet? Würde ich ja gerne…

Beitragvon Karlsson » Fr 1. Sep 2017, 15:06

awe hat geschrieben:
Gerne würde ich mir die Anschaffung einer ZOE wirtschaftlich schönrechnen.

Das wird Dir nur gelingen wenn Du mit anderen Klassen vergleichst oder eine Inselbegabung hast ;)
Lass es einfach. Elektrisch fahren ist heute eine gewisse Art Luxus, der einen gefühlten enormen Mehrwert bietet.
Überlege, ob dieser Mehrpreis für Dich für das Gebotene OK geht.
Ich habe mich ohne Schönrechnen bewusst für den Zoe entschieden. Ich muss mich nicht belügen, um so eine Entscheidung zu rechtfertigen. Es ist mein Geld und meine Entscheidung, was ich damit mache.
Zoe Q210 seit 06/15
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Re: ZOE schön gerechnet? Würde ich ja gerne…

Beitragvon novalek » Fr 1. Sep 2017, 15:40

Priusfahrer hat geschrieben:
Warum willst Du den Akku nach 4 Jahren tauschen? Vielleicht nach 14 Jahren, wenn überhaupt.

Zwischenruf: nach über 100.000 km hat der seine 70% Fassungsvermögen und gilt landläufig als Schrott (notfalls für's second-life reif).
Eigenerfahrung R240: 13000km minus 8 % SoH (von 102% auf 94%)
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soh.JPG
R90/16
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Re: ZOE schön gerechnet? Würde ich ja gerne…

Beitragvon felix52 » Fr 1. Sep 2017, 16:10

Na ja,
dem Threaderöffner darf man wohl unterstellen, dass seine Berechnung realistisch ist. Aus seiner Situation.
Es gibt allerdings durchaus auch andere, im Vergleich sehr viel günstigere Berechnungsmöglichkeiten in anderen Situationen:
Und eben auch Vorteile, die NUR die Zoé bietet. Als ich meine im September 2015 bestellte und rasch noch nach Lieferung 2015
zugelassen hatte, um z.B. die steuerl. Afas, vorher im August 2015 deutschlandpresseweit mit 50 % propagiert wurden, war ich zunächst als Heilberufler, also Freiberufler, gerne bereit, diese zu kassieren. ;)
Wurde dank Herrn Schäu... nix draus. Allerdings relativiert sich so etwas durch etwa die Möglichkeit eines "Verlustvortags".
Dann die Dauerchance, direkt vor der Haustür an mehreren 22 kw Säulen zu laden. Bis Mitte 2016 umsonst, ab da pro Jahr
pauschal für 120 € p.a.! Bei jetzt knapp 20 T. km nach 18 Monaten schon günstig. Und ich rede von "Grünstrom"! Für mich pers. schon ein Argument fürs Umweltherz.
Aber es gibt, in meinem Fall kaufentscheidend, auch Nischenargumente:
Kein Scheibeneiskratzen im Winter, wie an den anderen Pkws, damit die Mitarbeiter/Innen schnell zu Ihren Patienten kommen.
Wohlige Wärme ebenfalls. OHNE Verbrennerstandheizung. Und im Sommer? Alles cool.... Das schafft kein Verbrenner. Mit 17er
Reifen sieht das Ampelbeschleunigungswunder ja auch richtig knubbelig aus.
Im Ernst: Wir machen am Tag mit diesem Fahrzeug mindestens 15 Fahrten. Oft sitzen Allergiker und etwa Epilepsiegefährdete
drin. Gekühlt, gewärmt mit durch Ionisator gereinigter Luft (ZEN) haben wir keinen "Anfall" mehr erlebt. Dies mal als
Nischenargument genannt.
Hier auf dem "platten Land", so abseits von moderner Nahverkehrsinfrastruktur, bietet sogar das "E" im Nummernschild
einen durchaus geschäftsfördernden Imagegewinn.
Sprüche hab ich nicht auf das Auto geklebt. Ich bin kein Überzeuger. Aber das am Luftleitplastik hinten mittig angebrachte,
vergoldete und protzig dicke Auspuffendrohr mit eingesteckten Plastiksonnenblumen hat auch Überzeugungswert... :D

"Wenn da nur nicht mehr diese inkompetenten Werkstätten wären". Aber die Hoffnung stirbt zuletzt. :lol:
Jeder Zweck muß den Zweck haben, etwas zu bezwecken. Bezweckt der Zweck nichts Bezwecktes, so hat der ganze Zweck keinen Zweck und ist somit zwecklos.
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Re: ZOE schön gerechnet? Würde ich ja gerne…

Beitragvon Jack76 » Fr 1. Sep 2017, 16:54

@novalek: lass das SoH-Update machen!
3Jahre, 72tsd km: 98% SoH und 22,ebbes kWh real entnommene Energie "on tour"!
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Re: ZOE schön gerechnet? Würde ich ja gerne…

Beitragvon mifrjoar » Fr 1. Sep 2017, 20:21

Ich fasse mal zusammen:

Hardfacts: sprechen gegen Elektroauto
Softfacts: sprechen für Elektroauto.

Wer sich "Soft" leisten kann sollte es machen. Wer rechnen muss nicht.
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