Zoe Kaufberatung für längere Pendelstrecken

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Zoe Kaufberatung für längere Pendelstrecken

Beitragvon quasimodo » Do 30. Mär 2017, 22:27

Liebe Forengemeinde,

zu Beginn: Hallo zusammen, ich bin neu hier :roll:

Seit längerer Zeit befasse ich mich mit Elektroautos und stehe aus beruflichen Gründen mit 30 Jahren nun vor dem Schritt, zum ersten Mal überhaupt ein eigenes Auto zu kaufen zu müssen :mrgreen:

Natürlich soll es ein Elektroauto sein. Aus Geschmacksgründen favorisiere ich den neuen Renault Zoe mit 40kWh Akkukapazität.

Mein Arbeitgeber plant, mich zum Herbst an einen neuen Standort zu versetzen. Je nach Standort kommt hierfür wahlweise eine Pendelstrecke von 65km pro Weg oder aber von 95km pro Weg in Betracht.

Nun frage ich mich natürlich, ob die Pendelstrecke von 95km auch mit der größeren Akkureichweite realistisch machbar ist. Zwar gibt es hier im Forum zahlreiche Erfahrungsberichte über "realistische 300km Reichweite", aber gleichzeitig auch viele Hinweise, dass das optimale Geschwindigkeit-Verbrauch-Verhältnis bei ca. 96km/h liegen soll.

Das Streckenprofil: 95km gemischte Strecke, geringe Anteile Stadtverkehr (ca. 8km, 55km Autobahn und der 32km-Rest Landstraße mit teilweiser Geschwindigkeitsbeschränkung). Das Fahrzeug möchte ich normal im Vekehrsfluss bewegen, sprich: Auf freien Landstraßen bis 90-100km/h und auf Autobahnen eine Reisegeschwindigkeit von ca. 110 km/h. Es handelt sich um Flachland mit nur geringen Steigungen.

Die Strecke soll morgens und nachmittags jeweils nonstop und ohne Zwischenladung absolviert werden können, sprich mit einer Akkuladung möchte ich folgende Leistung abrufen:

Gefahrene Strecke: ca. 200km (flache Ebene, kein Gefälle/Gelände)
Davon Autobahn (110-120km/h): 120km
davon Landstraße (70-100km/h): 65km
davon Stadtverkehr: 15km

Im Zweifel lege ich lieber eine größere Autobahnstrecke zugrunde, da dort der Energieverbrauch aufgrund gefahrener Geschwindigkeiten und mangels Bremsenergierückgewinnung am höchsten ist.

Es handelt sich um gemäßigte nördliche Breiten (Münsterland), Längere Perioden mit Temperaturen unter -10 Grad dürften im Winter recht unwahrscheinlich sein.

Da der Energieverbrauch bei >96km/h gefahrener Geschwindigkeit ja nun überdurchschnittlich ansteigen soll, mache ich mir nun doch Gedanken über die Machbarkeit meines Vorhabens.

Ich bitte um realistische Erfahrungsberichte: Haltet Ihr die neue Renault Zoe bei einer Pendelstrecke von bis zu 100km (davon Hälfte Autobahn bei 110-120km/h) und einer Gesamtstrecke von 200km pro Akkuladung noch für geeignet?

Würde bei meiner Rechnung eine Reduktion der gefahrenen Geschwindigkeit auf dem Autobahnabschnitt sehr große Unterschiede machen?

Auf die Heizung soll im Winter natürlich nicht verzichtet werden. :D

Ich würde mich sehr über ein paar realistische Einschätzungen freuen. Schließlich möchte ich gern bald die E-Auto-Fraktion verstärken, aber nicht ein paar Kilometer vor dem Ziel wegen eines leeren Akkus liegen bleiben. :oops:

Danke und Viele Grüße
quasimodo
 
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Re: Zoe Kaufberatung für längere Pendelstrecken

Beitragvon ammersee-wolf » Fr 31. Mär 2017, 06:14

Moin

Leih dir einen ZOE mit großem Akku für 48h aus und teste die Strecke.
Jeder größere Renaulthändler sollte dir das anbieten können.
Und frage den Vermieter, ob alle Kilometer incl.sind!

LG
Frank
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Re: Zoe Kaufberatung für längere Pendelstrecken

Beitragvon TobsCA! » Fr 31. Mär 2017, 06:17

Ich würde doch mal mit dem AG sprechen. Eventuell bekommst du eine Lademöglichkeit ?
MAcht das ganze bedeutend bequemer. Ich Lade im Geschäft an CEE Blau mit nem BMW Ziegel 16A.

MfG
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Re: Zoe Kaufberatung für längere Pendelstrecken

Beitragvon Nasenmann » Fr 31. Mär 2017, 06:45

ammersee-wolf hat geschrieben:
Und frage den Vermieter, ob alle Kilometer incl.sind!

LG
Frank


Sollten die bei der Aktion nicht automatisch inklusive sein? Weil mit ner Beschränkung auf z. B. 100 km brauch ich das Ding ja nicht 48 h probezufahren und erst recht nicht mit dem großen Akku.
Zuletzt geändert von Nasenmann am Fr 31. Mär 2017, 06:56, insgesamt 1-mal geändert.
Zoe Intens R240 Arktisweiß sonst nix

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Re: Zoe Kaufberatung für längere Pendelstrecken

Beitragvon Torwin » Fr 31. Mär 2017, 06:50

48-Stunden-Probefahrt ist ohne Kilometerbegrenzung. Ich bin knapp 500 km gefahren.
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Re: Zoe Kaufberatung für längere Pendelstrecken

Beitragvon joa » Fr 31. Mär 2017, 07:32

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Re: Zoe Kaufberatung für längere Pendelstrecken

Beitragvon ElektroAutoPionier » Fr 31. Mär 2017, 07:42

Diesen Test hast du gelesen?
http://zoepionierin.de/renault-zoe-ze40 ... angst-ade/
und diesen?
https://www.heise.de/autos/artikel/Prax ... 26468.html
und diesen?
https://utopia.de/ratgeber/renault-zoe-test-reichweite/

Dann würde ich Renault nach einen Alltagstest fragen. Also das du vielleicht mal 2 Tage hintereinander die Strecke fährst.
90-100 km/h Landstraße und Autobahn 110-120 km/h finde ich ein normales Fahrverhalten. Ich wundere mich auch immer wieder über diese utopischen Reichweiten. Wenn wir auf der Bundestraße fahren und wollen z. Bsp nach Warburg, dann fahren wir ständig bergrauf. Da nützt es nichts, wenn ich mit der Batteriekapazität nicht ankomme, dass es nacher wieder bergrunter geht.
Unsere Q210 kommt auch mit BMS-Update nur auf realistische 135 km Reichweite im Sommer und im Winter 90-100 km. Das ist nun einmal so. Jeder kann für seine Situation das nur selbst einschätzen. Also mach den Praxistest. Außerdem steht der Wagen am Zielort doch etwas länger. Da muss es doch eine Möglichkeit geben nachzuladen.
Zuletzt geändert von ElektroAutoPionier am Fr 31. Mär 2017, 11:05, insgesamt 1-mal geändert.
Renault Zoe Zen mit Rückfahrkamera aus F, EZ 07/2013, Import 06/2014,
TESLA Model S85 mit Pano, Doppellader, EZ 02/2014, gekauft: 01/2016,
seit dem 04.01.2016 keinen Verbrenner mehr im Haushalt.
Mehr als 90000 km rein elektrisch gefahren.
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Re: Zoe Kaufberatung für längere Pendelstrecken

Beitragvon Twizyflu » Fr 31. Mär 2017, 08:28

200 km schaffst du im Winter auf der Autobahn mit 100 Tempomat.
Oder Eco 96 km/h und Heizung 20 Grad.

Das geht sich aus.

Schaffe mit Q90 180-210 km im Winter, fahre aber nur Autobahn und da sogar über einen Berg drüber, der 30 km bergauf schon 8 kWh frisst.

Ansonsten als Alternative evtl. Hyundai IONIQ, doch dort musst du ganz sicher 100 km/h Tempomat fahren.
Der ZOE hat noch einen Tick mehr Reichweite, braucht aber grundsätzlich einfach mehr.
Shop unter https://www.nic-e.shop YouTube-Kanal unter https://www.youtube.com/channel/UC7uzeZzsjUvhpjX1cN4L5ig
01/14 bis 08/15 - ZOE Intens Q210 | 08/15 bis 01/17 - Leaf | 01/17 bis 04/17: ZOE Intens Q90 | seit 04/17: IONIQ Elektro Style
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Re: Zoe Kaufberatung für längere Pendelstrecken

Beitragvon romos » Fr 31. Mär 2017, 10:44

Ich habe meinen neuen Zoe seit gestern, also noch nicht viel Erfahrung.

Ich fahre Morgens um 5:30 nach München und Abends zurück.
Dadurch habe ich 20km Landstrasse, 40km Autobahn und dann 8km in der Stadt 2x am Tag.
Ich fahre auf der Autobahn und auf der Landstrasse gemütlich mit 94 km/h Tempomat ohne Eco.

Vorher bin ich schon zum Üben 3 Monate mit meinem Verbrenner die gleiche Geschwindigkeit gefahren und siehe da im Schnitt sind es 3 Minuten unterschied von 94 zu vorher 140 wann es ging.
Der kleinste Stau vor München oder in München an einer Ampel etc und der Vorsprung ist weg.

Heute Morgen bin ich mit 270 km losgefahren und mit Restreichweite 205 angekommen.
Muss aber sagen ich bin noch nicht geübt und habe jede Menge Verbesserungspotential.

Ich finde den Zoe genial und als Pendler mit ~150km Täglich sehr entspannend.
Das Problem das ich sehe ist eher egal welches Auto, reicht mir die Leistung auch noch wenn die Batterie nur noch 80% hat?

Das war mein Hauptkriterium für den Zoe und das Schnellladen zuhause mit 22kw.
Natürlich hat jeder seine eigenen Kriterien das sind halt meine gewesen.

Grüße

Robert
romos
 
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Re: Zoe Kaufberatung für längere Pendelstrecken

Beitragvon Vanellus » Fr 31. Mär 2017, 11:03

Ich habe meinen Q210 seit nun bald 4 Jahren (65.000 km) und habe aktuell (Tagesmax.-temperatur 18 Grad) eine Reichweite von 150-160 km. Ich gehe davon aus, dass man mit dem 41 kWh-Akku die doppelte Reichweite hat. Zwar sind 2 x 22 kWh mehr als 41 kWh, aber den Puffer, den man "unten" lässt (ca. 2-5 kWh, also 10-20% der Gesamtkapazität), bevor es wieder zum Laden geht, ist beim 41 kWh-Akku absolut genauso groß, aber relativ nur halb so groß. D.h. beim kleinen Akku nutze ich 80-90% der Kapazität, beim 41 kWh-Akku wären das 90-95% (immer von 2-5 kWh ausgehend). Absolut, und darauf kommt es an, sind das beim kleinen Akku 17-20 kWh, die real von mir genutzt werden und beim großen Akku wären das 36-39 kWh.

200 km sollten im Winter im Flachland immer drin sein, im Sommer sowieso. Die entscheidende Stellschraube ist die Geschwindigkeit auf der Autobahn. Wenn ihr tatsächlich mal -10 Grad im Münsterland haben solltet, musst du vorübergehend langsamer fahren. Ob 110 km/h bei 0 Grad drin sind für 55 km Autobahn muss man so oder so genau austesten. Bei den jetzigen Temperaturen (bei euch wohl über 20 Grad aktuell) sehr wahrscheinlich.
Gruß
Reinhard
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