Tausch Bremsflüssigkeit erfordert Trennung HV-Teil ?

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Re: Tausch Bremsflüssigkeit erfordert Trennung HV-Teil ?

Beitragvon Haralt » So 25. Nov 2018, 09:36

Guten Morgen,

Man sollte sich fragen, von vem und wie eine Analyse des Wassergehaltes an der Bremsflüssigkeit zu durchführen wäre. Wird es heute vom Automechaniker bestimmt? Ich weiss es nicht, aber glaube nicht. Solle eine Probe an Labor gesendet werden, dauert es wohl mindestens eine Woche bevor Analysergebnis kommt und danach kommit die Rechnung für die Analyse, die bestimmt viel mehr kostet als ein par Liter Bremsflüssigkeit.

Gruss
Haralt
 
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Re: Tausch Bremsflüssigkeit erfordert Trennung HV-Teil ?

Beitragvon Tommy601 » So 25. Nov 2018, 09:42

Hallo nochmal,

also das regelmäßige Wechseln der Bremsflüssigkeit ist tatsächlich sehr wichtig! Klar nutzt ein Elektroauto die mechanischen Bremsen weniger. Aber wie vor mir schon jemand geschrieben hat, der Wasseranteil ist in der Nähe der Radbremszylinder höher, weil die Bremsflüssigkeit so hygroskopisch ist, das durch das Gummi der Bremsschläuche Feuchtigkeit eintritt. Diese Feuchtigkeit kann auch wenn ein bestimmtes Maß überschritten ist zu Korrosion führen. Also ich werde da auch mit nem Elektroauto nicht dran sparen.

Ich arbeite übrigens selbst als Automechaniker und bin grad bei der Stufe2, also ich darf Freischalten und an der freigeschalteten Anlage arbeiten, auch bei Nutzfahrzeugen. Dadurch musste ich die ganzen Regeln auch lernen, damals war das noch die BGI 8686, inzwischen aufgegangen in die DGUV 200-05. Die können sehr interessierte mal googlen.

Ein Riesen-Dokument, aus dem jedoch (leider nur sehr am Rand) ersichtlich ist das "nicht Elektrotechnische Arbeiten" eben keine Freischaltung benötigen was die Lage der Vorschriften, sowie der Regelungen der Berufsgenossenschaften und Unfall-Versicherungen betrifft.

Natürlich könnte es dennoch sein, das Renault selbst dies fordert. Da würde mich jedoch die Begründung interessieren. Sowieso ist die Reparatur von E-Autos derzeit ein heikles Feld, da die Ersatzteilpreise alleine schon extrem sind. Das "Argument" das ein E-Auto gegenüber dem Verbrenner da Kosten spart kann man eigentlich gar nicht mehr bringen. Denn wenn mal was kaputt geht, ist die Reparatur so teuer, da kann man mit dem TDI 10 mal für in die Werkstatt.

@Haralt: Das macht der Mechaniker. Es gibt ganz simple Handtester, die das praktisch über den elektrischen Leitwert der Bremsflüssigkeit machen. Die taucht man nur ein, und bekommt meist nur ein ungefähres Ergebnis, dh. gut oder schlecht. Dann gibt es etwas aufwendigere Standgeräte die eine Probe der Flüssigkeit tatsächlich zum kochen bringen, und die genaue Temperatur anzeigen.

Gruß,
Thomas.
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Re: Tausch Bremsflüssigkeit erfordert Trennung HV-Teil ?

Beitragvon iOnier » So 25. Nov 2018, 12:33

TMi3 hat geschrieben:
iOnier hat geschrieben:
Den höchsten Wassergehalt hat sie leider unten im Radbremszylinder und nicht oben im Ausgleichsbehälter ... also dummerweise auch gerade da, wo es im Zweifel an wärmsten wird und nicht da, wo man die Messprobe entnimmt ...

Kannst Du das näher erklären?

Ähnlich wie Tommy601 das schon erläutert hat, allerdings hätte ich nicht angenommen, dass nennenswert Feuchtigkeit durch die Schlauchwandungen diffundiert; die mir bekannte Erklärung zielt auf die Kolbendichtungen, die bei jedem Bremsvorgang "arbeiten", wobei anliegende Feuchtigkeit in die Spalträume gelangt und so weiter nach innen "wandert". Hinzu kommt, dass Wasser wohl das höhere spezifische Gewicht hat und sich daher über den Diffusionsgradienten gegen die Schwerkraft nie ganz gleichmäßig verteilen wird, zumal nicht, wenn es eh von unten kommt.
Und auch wie gross die Unterschiede sind?

Nein, ich habe nur die Information über diese Tatsache an sich (samt der Erklärung) von Fachleuten gehört. Da mir die Erklärung plausibel schien habe ich das angenommen :-)
Aber wahrscheinlich:
Man kann auch die Bremse entlüften und das rausgedrückte Öl messen. Ich hab das ein paar mal gemacht, es war kein Unterschied festzustellen.

... liegen die Unterschiede unterhalb der Genauigkeit Deiner Messmethode.
PS: Was m.E. am Bremssattel verbleibt sind Luftblasen, aber nur wenn die Bremse überhitzt wurde.

Woher sollen die kommen, wie soll Überhitzung Luft eindringen lassen? Ich kenne in diesem Zusammenhang (nicht aus eigener Erfahrung) eben genau Dampfblasen, und die kollabieren dann wieder, wenn die Bremse abgekühlt ist. Luft müsste im System verbleiben und ein permanentes Problem verursachen. Habe ich so aber noch nie gehört.
Das spürt man am (matschigen) Bremspedal, zumindest kenn ich das vom Rennauto. Im Strassenauto hatte ich das nie.

Ich auch nicht. Ins Fading geheizt habe ich eine Bremse schon mal, bei meiner ersten und unerfahrenen Passfahrt den Brenner runter. Fühlt sich nicht gut an, wenn man mit voller Kraft auf der Bremse steht und sich kaum was tut.
Gruß
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Re: Tausch Bremsflüssigkeit erfordert Trennung HV-Teil ?

Beitragvon BinKino » So 25. Nov 2018, 18:21

Danke für die Vorwarnung! :massa: :thumb:

Wenn meine dann mal 4 wird (11/2019) werde ich das vorher abchecken.

Und auch wenn das Zettelchen von der freien Werke drin baumelt, ist dem Bereich ja schon Genüge getan.
-> Recht auf freie Werkstattwahl.

Dies betrifft nicht den HV Bereich, auf den ich zum Glück noch 5 Jahre habe. Bin ich ja mal gespannt.

Das bißchen Bremsflüssigkeit ausdrücken kann auch bei Frl. Zoe keine große Herausforderung sein, zumal sie ja zu Fuße normale Bremsen hat und sich eigentlich nur durch den Druckspeicher anstelle BKV unterscheidet.
Keine elektrische Parkbremse ... also was soll passieren. Druck baut sie über das Pedal an den Sätteln auch im Träummodus auf.
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Re: Tausch Bremsflüssigkeit erfordert Trennung HV-Teil ?

Beitragvon TMi3 » So 25. Nov 2018, 18:45

Alle 4 Jahre neue Bremsflüssigkeit lasse ich mir ja noch einreden. BMW will das alle 2 Jahre, dafür muss allerdings keine mechanische HV-Trennung gemacht werden.
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Re: Tausch Bremsflüssigkeit erfordert Trennung HV-Teil ?

Beitragvon leEVcamargue » Do 6. Dez 2018, 10:10

Conclusio :

Auf meine tel. Nachfrage bei Renault Deutschland, ob deren erste Antwort bitte verständlicher formuliert/erklärt werden könnte und warum andere Werkstätten den Schritt „stromlos machen“ nicht berechnen, erhielt ich die Aufforderung, dies zu belegen. Ich habe daraufhin am 23.11. ein Vergleichsangebot ohne „stromlos machen“ mit der Hoffnung eingereicht, zumindest mehr Informationen zu bekommen. Fehlanzeige!

Heute (6.12.) erhielt ich erst auf erneute Nachfrage die Antwort, dass man zu technischen Hintergründen/Zusammenhängen keine Auskunft bekommt. Es läge in der Verantwortung jedes einzelnen Werkstattbetriebes, sich an die Herstellervorgaben zu halten oder nicht. Das kann Renault Deutschland niemanden vorschreiben.

Also aufgepasst, beim Wechsel der Bremsflüsdugkeit und sicherlich auch anderen 0815-Arbeiten VORHER die Werkstatt fragen, ob derartige, kostenintensive Arbeitsschritte wie „stromlos machen“ später auf der Rechnung erscheinen. Leider bin ich bei der Bremsflüssigkeit erst gar nicht auf diesen abwägigen Gedanken gekommen. DAS soll mir eine Lehre gewesen sein und vielleicht hilft es auch Euch.
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Re: Tausch Bremsflüssigkeit erfordert Trennung HV-Teil ?

Beitragvon zoppotrump » Do 6. Dez 2018, 10:49

leEVcamargue hat geschrieben:
Conclusio :

Auf meine tel. Nachfrage bei Renault Deutschland, ob deren erste Antwort bitte verständlicher formuliert/erklärt werden könnte und warum andere Werkstätten den Schritt „stromlos machen“ nicht berechnen, erhielt ich die Aufforderung, dies zu belegen. Ich habe daraufhin am 23.11. ein Vergleichsangebot ohne „stromlos machen“ mit der Hoffnung eingereicht, zumindest mehr Informationen zu bekommen. Fehlanzeige!

Berechnen die anderen Werkstätten das einfach nicht oder führen sie den Arbeitsschritt nicht aus?
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Re: Tausch Bremsflüssigkeit erfordert Trennung HV-Teil ?

Beitragvon leEVcamargue » Do 6. Dez 2018, 19:16

@zoppotrump
Ich vermute, dass andere Werkstätten kritischer/kundenfreundlicher bzgl. der Werksvorgaben agieren und vielleicht die Einsicht mangels Routine fehlt, wie lebensgefährlich ein Wechsel der Bremsflüssigkeit beim E-Auto sein kann...

Wahrscheinlich ist es einigen Freundlichen auch eher unangenehm, nur für das sog. „Stecker ziehen“ 140,-€ extra zu berechnen. In Wahrheit und bei Routine wird der Arbeitsschritt auch nicht über 1 Stunde dauern, sondern in wenigen Minuten erledigt sein. Der Aufwand dafür geht dann sicherlich in den restlichen Kosten - hier in der 4. Wartungspauschale für gesamt 150-200,-€ - unter.
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Re: Tausch Bremsflüssigkeit erfordert Trennung HV-Teil ?

Beitragvon Athlon » Fr 7. Dez 2018, 06:43

Ich habe bei Renault keine hv Sachen berechnet bekommen beim Flüssigkeitswechsel im Oktober. Es wurde auch nichts getrennt denn dafür haben die kein Werkzeug zum den Stecker zu verriegeln (LOTO). Also entweder Glück gehabt oder die wussten es nicht besser.
Dieser Post kann Spuren von Sarkasmus und nicht ganz ernst gemeinten Bemerkungen enthalten :!:

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