Produktionsprobleme beim R240

Renault ZOE Themen, zu denen es kein eigenes Unterforum gibt

Re: Produktionsprobleme beim R240

Beitragvon Solarianer » Mo 17. Aug 2015, 09:57

Aby73 hat geschrieben:
Ich habe gerade die Autobild von einem Arbeitskollegen bekommen und den Bericht bzw. Mitteilung über den Zoe gelesen. Wie schwer kann es denn sein, seinen Kunden auf Anfrage die "Wahrheit" sagen bzw. eine Info zu geben. Die Kundenpolitik von Renault ist unter aller Sau .....


Ich befürchte eher, dass es nicht nur die Kundenpolitik betrifft. Wenn man einen kompletten Antrieb neu entwickelt, dann gibt es bewährte Methoden bei der Erprobung. Von Ladeproblemen bei den Q210 kann man hier im Forum genug lesen, also sollte man als Hersteller darauf vermehrtes Augenmerk bei der Erprobung legen.
Nachdem die "vereinzelten" Fehler sehr schnell aufgetreten sind würde ich mal annehmen, dass man hier nicht, wenig, oder schlampig mit der Validierung des neuen Antriebes umgegangen ist.

Unterm Strich habe ich aber die Befürchtung, dass noch mehr Bugs auftreten werden, die im erweiterten Feldversuch beim Kunden gefunden werden. :o

Da fällt die saumäßige Kundenpolitik doch kaum mehr ins Gewicht, oder?

Immerhin hat man uns nicht angelogen, als es hieß, es gibt keine konkreten Liefertermine.
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Beitragvon Timelord » Mo 17. Aug 2015, 10:11

Solarianer hat geschrieben:
Nachdem die "vereinzelten" Fehler sehr schnell aufgetreten sind würde ich mal annehmen, dass man hier nicht, wenig, oder schlampig mit der Validierung des neuen Antriebes umgegangen ist.

Unterm Strich habe ich aber die Befürchtung, dass noch mehr Bugs auftreten werden, die im erweiterten Feldversuch beim Kunden gefunden werden. :o


Ich verstehe den Ärger "as much as the next guy", aber ich hab das Gefühl es driftet wieder ein wenig Richtung Emotionalität ab.
Aus technischer Sicher kann es nunmal sein, dass es einen Fehler gibt, der erst in freier Wildbahn auftritt. Daraus Rückschlüsse auf die Forschungs- und Entwicklungsqualität zu ziehen halte ich für gewagt.

Nach der selben Logik könnte BMW keine Motoren entwickeln wegen der "Gerissene-Steuerkette"-Problematik beim 1er oder würde VW Getriebe-Murks verbauen (die Berichte aus meiner Bekanntschaft bezüglich Probleme mit dem DSG beim aktuellen Golf gehen auf keine Kuhhaut!). Mercedes könnte keine Chassis bauen...man erinnere sich an Rostblasen unter der GESCHLOSSENEN Lackschicht.
Die Liste ließe sich beliebig fortsetzen. Da ist eine "abgebrochene Schnelladung an bestimmten Säulen" water under the bridge.

Selbst bei Audi...denen man ja nachsagt GANZ tolle Autos zu bauen hat mir ein Bekannter (KFZ Meister) wortwörtlich gesagt: "Jaja, Audi...grandios zu fahren...scheisse wenn dus bezahlen musst" (bezogen auf Wartungskosten).

Die Kommunikation seitens Renault ist allerdings, da bin ich bei dir, unter aller Sau. Selbst mein Händler hat bei Renault angerufen und gefragt: "Wie kann das eigentlich sein, dass ein KUNDE mir von einem Auslieferungsstop berichten muss?"
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Re: Produktionsprobleme beim R240

Beitragvon Solarianer » Mo 17. Aug 2015, 10:32

Natürlich geht das hier auf die Emotionale Schiene. Ich denke, es gibt einige, die richtig sauer sind.

Ich würde Dir gerne zustimmen, aber in diesem Fall sehe ich es etwas differenzierter.
Ja, bei allen Herstellern gibt es Q-Probleme. Ich hab aber noch nicht erlebt, dass man wegen solcher Probleme den Markt gestoppt hat, ohne etwas zu kommunizieren. Normalerweise misst diese Branche die Fehler in PPM (parts per Million). Bei unserem Thema scheint es aber im Bereich Prozent zu liegen - so viele R240 sind vor dem Stop nicht ausgeliefert worden.
Es ist ein Fehler, der nicht erst nach einiger Zeit auftritt, sondern von Anfang an - das unterscheidet ihn von Steuerketten und Rost oder anderen unangenehmen Fehlern. Damit kann man auf jeden Fall davon ausgehen, dass bei einer guten / ausreichenden Erprobung der Fehler hätten auftreten müssen.

Nachdem der Stop nach immerhin ca. 6 Wochen endlich unter Druck der Öffentlichkeit einer Zeitschrift zugegeben wurde, die Kunden 6 Wochen hingehalten und das Problem auf die Händler abgewälzt wurde, fällt es mir scher hier Vertrauen aufzubauen.

WER EINMAL LÜGT, DEM GLAUBT MAN NICHT!

Angenommen, "in Einzelfällen könne der Ladeprozess ungewollt abbrechen", das reicht doch nicht für so eine Maßnahme. Warum hat das Renault nicht schon bei den bisherigen Ladeproblemen gemacht? Es gab genug Leute, die hier von Problemen berichtet haben.

NEIN, meiner Ansicht nach steckt mehr dahinter.
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Re: Produktionsprobleme beim R240

Beitragvon Timelord » Mo 17. Aug 2015, 10:51

Was mir aber einfach nicht ins Hirn will: Warum hört man nichts von einem Rückruf?
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Re: Produktionsprobleme beim R240

Beitragvon mstaudi » Mo 17. Aug 2015, 11:16

Hört sich trotzdem alles an wie ein früherer i3 Thread. Kommunikation unter aller S.. hieß es da ständig. Ihr seid nicht allein
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Re: Produktionsprobleme beim R240

Beitragvon Jack76 » Mo 17. Aug 2015, 11:47

Timelord hat geschrieben:
Was mir aber einfach nicht ins Hirn will: Warum hört man nichts von einem Rückruf?


Rückruf gibt's ja erst, wenn der Freundliche was beheben kann. Da Röno auch erst mal (gem. der Meldung) neue Komponenten benötigt um die bereits produzierten Zoes "auf Halde" umzurüsten, gibt's also auch noch nichts. Oder wollt Ihr, die ihr bereits gelieferte R240er habt, diese die nächsten paar Wochen beim Dealer "parken" bis überhaupt Ersatzteile verfügbar sind?
Da es sich ja offensichtlich auch um kein sicherheitsrelevantes Problem handelt (denn dann müsste Röno sofort mit Warnschreiben, evtl. Einkassieren/Stilllegung etc. reagieren!) heisst es nach wie vor abwarten und Tee trinken. Dann kommen erst die Halde-Fahrzeuge um die Wartenden endlich zu beliefern und dann werden die Händler mit Teilen, OTS etc. bestückt und die bereits ausgelieferten (falls überhaupt betroffen) werden auch beglückt. Und obendrauf kommen noch die Werksferien, das machts halt nicht besser.

Verständnisvolle Grüße (warten ist nunmal sch...)
Jack
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Re: Produktionsprobleme beim R240

Beitragvon Stefan_M » Mo 17. Aug 2015, 12:07

Timelord hat geschrieben:
Was mir aber einfach nicht ins Hirn will: Warum hört man nichts von einem Rückruf?

Ich habe privat von einem Renault - Mitarbeiter (kein ZE Punkt) erfahren: "Klingt nach blaue OTS"
... auf deutsch
"Wird bei der Jahresinspektion mit erledigt"
... keine offizielle Auskunft!
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Re: Produktionsprobleme beim R240

Beitragvon Jack76 » Mo 17. Aug 2015, 12:14

Stefan_M hat geschrieben:
Ich habe privat von einem Renault - Mitarbeiter (kein ZE Punkt) erfahren: "Klingt nach blaue OTS"
... auf deutsch
"Wird bei der Jahresinspektion mit erledigt"
... keine offizielle Auskunft!


Und hiesse damit ganz klar, "nicht sicherheitsrelevant"...
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Re: Produktionsprobleme beim R240

Beitragvon Timelord » Mo 17. Aug 2015, 12:26

Jack76 hat geschrieben:
Und hiesse damit ganz klar, "nicht sicherheitsrelevant"...


Und DAS regt mich auf. Ich für meinen Teil hätte zumindest gerne die Wahl gehabt. Ich hab in den ersten Wochen nicht für 5 Cent vor an 22 KW zu laden. Bei mir wird per PV-Anlage Schnarchgeladen. Ergo hätte ich das "Problem" nichtmal bemerkt. Hätte kein Problem damit gehabt wenn mir der Händler gesagt hätte "Gibt noch Probleme mit 22 KW...einfach in ein paar Wochen mal vorbeikommen, dann tauschen wir das Teil aus".

Aber nööööö! :cry:
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Re: Produktionsprobleme beim R240

Beitragvon PowerTower » Mo 17. Aug 2015, 12:30

Solarianer hat geschrieben:
Unterm Strich habe ich aber die Befürchtung, dass noch mehr Bugs auftreten werden, die im erweiterten Feldversuch beim Kunden gefunden werden. :o

Das ist ja an sich nichts Neues. Die frühen Q210er erleiden teilweise Motorschäden, die frühen R240er haben an bestimmten Ladesäulen Ladeprobleme. Für mich gilt daher die Weisheit, lieber ein Modell zu wählen, welches frühestens ein Jahr nach Markteinführung produziert wurde. Das muss noch lange nicht bedeuten, dass da keine Probleme auftreten, aber gewisse Kinderkrankheiten sollten eben reduziert bzw. ausgeschlossen sein. Bei Q210 wäre das demnach ein 2014er Jahrgang und bei R240 ein 2016er. Ich kann es aber auch verstehen, wenn man sich sofort etwas kaufen möchte, was dieses "will haben" Gefühl auslöst. Und dann soll man ein Jahr auf die neue Droge warten? :shock: Und wenn alle warten gibt es auch niemanden, der die Fehler feststellt.

Diese Produktentwicklung beim Kunden ist aber kein reines Renault Problem. Im i3 Forum gab es am Anfang ebenfalls jede Menge Berichte über defekte KLEs. Wir sind alle nur Beta-Tester, in Zeiten der einfachen Software-Updates noch viel mehr als früher. So nach dem Motto wir liefern erst mal aus und beheben die Fehler später. Aber die Informationspolitik von Renault ist eben sehr wenig kundenorientiert und wohl der Hauptgrund, warum die Kunden so aufgebracht sind. Die Ursache ist nicht der festgestellte Mangel an sich. Ich denke jeder freut sich, wenn er ein möglichst mängelfreies Fahrzeug geliefert bekommt.
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