Nord-Korea und der Renault-Akku

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Nord-Korea und der Renault-Akku

Beitragvon Pol-Pott » Di 11. Apr 2017, 20:05

Die aktuelle Presse ist voll davon - USA provozieren - Nord-Korea wird bei den unberechenbaren US-Köpfen berechenbar zurückschlagen - Nach- und Fernziele.
Die Renault-Akkus werden von Süd-Korea auf die Reise geschickt. In Polen läuft die Akku-Fertigung bald an.
Gibt es neben dem Fertigungsstandort Polen noch weitere Fertigungsstätten, in denen aktuell E-Mobil-Akkus für LGchem gebaut werden ? (China & US sind sicher ausgelastet).
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Beitragvon bm3 » Di 11. Apr 2017, 20:42

Weswegen sollte Nordkorea denn jetzt zurückschlagen ? Denen hat doch niemand Bomben geschickt ? Nur Assads Vasallen haben bisher einen Gruß von Trump bekommen, da muss ich sagen, zu recht. Eventuell macht dieser verrückte Dicke in Nord-Korea aber mal einen Erstschlag. Den hat er ja schon in der Vergangenheit mehrfach angedroht. Was die Amis in Süd-Korea gemacht haben ist ein Raketenabwehrsystem stationiert. Das sehe ich so, bei den permanenten Drohungen des Verrückten, ist das durchaus nachvollziehbar.
Bei den Akkuzellen ist nun mal Süd-Korea führend. Wenn sie aber jetzt ein paar Fabriken anderswo bauen gehts doch ?
Mir wäre auch lieber die deutsche Autoindustrie hätte sich schon frühzeitig bei den Akkuzellen engagiert und hätte jetzt die passenden Zellen parat.
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Re: Nord-Korea und der Renault-Akku

Beitragvon Helfried » Di 11. Apr 2017, 20:54

Ich bin politisch nicht so bewandert... Sind denn die Akkuwerke dort und die Hyundai-Fabriken konkret gefährdet durch den Krieg? Oder worum geht es hier?
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Re: Nord-Korea und der Renault-Akku

Beitragvon bm3 » Di 11. Apr 2017, 21:00

Es kann dem TE eigentlich nur um eine mögliche Gefährdung Süd-Koreas durch den verrückten Kim gehen. Die leben dort aber schon lange mit dieser Bedrohung. Ich denke nicht das Trump irgend etwas gegen Nord-Korea militärisch unternehmen wird, das wäre ausgesprochen dumm und hoch riskant.
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Re: Nord-Korea und der Renault-Akku

Beitragvon Helfried » Di 11. Apr 2017, 21:34

Na super, ich kann mich dumpf erinnern, als wir 2016 kurz drüber diskutiert haben, ob man Reisschüsseln aus Schurkenstaaten oder deren Nachbarn überhaupt bestellen sollte ohne besonderes Risiko. Da habt ihr damals gemeint, es gäbe kein nennenswertes Risiko.
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Re: Nord-Korea und der Renault-Akku

Beitragvon Zoelibat » Di 11. Apr 2017, 22:01

Super Überschrift. Steht den Facebook Clickbait Geschichten um nichts nach.

Wenn dort der Krieg losgeht, dann ist irgendein Autoakku komplett egal. Manche haben aber auch Sorgen. :roll:

Oder wie es am Heeresgeschichtlichen Museum in Wien steht: "Krieg gehört ins Museum".
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Näheres hier: https://www.goingelectric.de/forum/renault-zoe-allgemeines/renault-aktion-bring-your-friends-t4960-140.html#p610816
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Re: Nord-Korea und der Renault-Akku

Beitragvon yadiori » Di 11. Apr 2017, 23:50

Wer würde am Krieg teilnehmen? USA, Nordkorea, Südkorea und vermutlich China. Vielleicht ist China auch schlau und opfert Nordkorea. Womöglich würden aber dann noch andere mit hineingezogen.

Drei dieser vier Länder besitzen Atomwaffen. Zwei davon haben politische Führer, denen man alles zutrauen muss, weil sie mental nicht ganz auf der Höhe sind. Bei Trump und Kim weiß niemand so genau, ob die nicht beim kleinsten Anzeichen gleich einen großen Bumm herbeiführen möchten. Trump würde vielleicht durch seinen Stab und das Militär von einem Erstschlag abgehalten. Bei Kim halte ich nichts für unmöglich. Und wenn Nordkorea zum Erstschlag ausholt, wird wohl eine Trumpsche Gegenreaktion stattfinden.

Das hat das Potential für Millionen Tote in kürzester Zeit.

Ob dann das Hyundai-Werk stillsteht, gar in die Luft fliegt oder Renault noch Batterien aus Südkorea erhält ist dann wohl erstmal nebensächlich.

Renault wird daran wohl eher nicht pleite gehen, und die deutschen Hyundai-Händler müssten sich dann eben ggf. nach einem anderen Geschäftsfeld umsehen (hoffentlich sind sie versichert oder müssen frühestens nach der Produktion zahlen, wenn die Autos auf dem Schiff sind).
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Re: Nord-Korea und der Renault-Akku

Beitragvon Pol-Pott » Mi 12. Apr 2017, 06:13

yadiori hat geschrieben:
Renault noch Batterien aus Südkorea erhält ist dann wohl erstmal nebensächlich.
Renault wird daran wohl eher nicht pleite gehen,

Was dem Großkapital passiert, ist mir eigentlich egal, ich bin Verbraucher und möchte wissen, welches Ersatzteil-Lieferrisiko jeder E-Mobil-Hersteller eingegangen ist (siehe ehedem VW und dessenZulieferer). Lagerbestände gerade der neuen ZE40-Akkus wird es nicht großartig geben - zumal nicht nur Renault ein Kunde von LG-chem ist.

Zur realistischen politischen Einschätzung, die Ergänzung, die 1ten Ziele sind sicherlich Hi-Tech-Zentren und Häfen. Auf dem absurd-einfachen Trump-Niveau weitergesponnen, ein zerstörter Süd-Korea-Fertigungsmarkt brächte den USA sogar Arbeitsplätze.
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Re: Nord-Korea und der Renault-Akku

Beitragvon TeeKay » Mi 12. Apr 2017, 23:05

Schlimmer als unter Pol Pot kanns ja kaum werden. Suchst du dir alle Autos nach dem geopolitischen Risiko aus? Wie viele Think Tanks beschäftigst du mit der Frage, wie die Ersatzteilversorgung deines Low Cost Kleinwagens nach einem lokal begrenzten Nuklearkrieg aussehen könnte?
https://www.facebook.com/ElektroautoImAlltag/
Projekt Stromspeicher im Selbstbau mit BMW i3 & Passat GTE Batterien: http://www.stromspeicher.blog/
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Re: Nord-Korea und der Renault-Akku

Beitragvon mlie » Mi 12. Apr 2017, 23:54

Na ja, irgendwo findet man sich immer ein Risiko.
Ob bei einem Tesla-Kauf (produziert in den USA, also einem Schurkenstaat ohne Rechtssystem und Hobbyrichtern), bei einem ZOE-Kauf in Frankreich (die streiken ja gerne, Akkuzulieferer ausserhalb Europas) oder Leaf-Kauf aus England (nach Brexit wird die Insel halt wirtschaftlich versenkt, ausser Regen gibt es dort nichts, was für Europa interessant wäre, dazu kommt: Akku auch von ausserhalb Europas).
Selbst bei einem Kauf eines Autos der ehemaligen Autobauernation kann man sich nicht sicher sein, ob es die Firma VW oder Mercedes 2030 noch gibt, dazu wird einfach zuwenig Gas gegeben bei den Themen, die in 5-10 Jahren aktuell sind, und das sind eben BEV und keine Dieselfahrzeuge mit Start-Stopp-Innovation. Richtige Innovation geht eben nicht, wenn Konzerne dem Staat die Handlung diktieren.

Also im Grunde kann man immer ein Risiko finden. Ob es zur Anwendung kommt, lässt sich eben im Vorfeld nicht abschätzen.
Aber darüber Nachdenken ist für den Verbraucher in Europa eigentlich eher nicht notwendig, die Konzerne sind da gefragt, eine Lösung zu finden. Schliesslich wollen die auch bei Ausfall eines Zulieferers noch Ware verkaufen. Das dürfte alles im Rahmen eines Risikomanagements in irgendeiner Form bedacht sein. Und wenn nicht, bekommt man das eben irgendwie hin (in Deutschland ruft man eben nach dem Staat) oder geht den gleichen Weg wie Saba, Nordmende, Telefunken, Grundig, Nokia usw. Alles kein Problem.
110Mm elektrisch ab 11/2012.

Bevor man den 200. Tröt zu einem längst ausdiskutierten Sachverhalt aufmacht, IMMER erstmal die Suche benutzen. Es gibt in diesem Forum KEIN Elektroautothema, welches nicht schon längst abschliessend diskutiert wurde!
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