Forschungsprojekt eMobility mit ZOE nach Kopenhagen

Renault ZOE Themen, zu denen es kein eigenes Unterforum gibt

Forschungsprojekt eMobility mit ZOE nach Kopenhagen

Beitragvon ZoeKopMCJIN » Di 1. Dez 2015, 16:49

Hallo liebe goingelectric-Leser,

kurz zu meiner Person: Ich bin Studentin an der Dualen Hochschule in Stuttgart (DHBW) im 5. Semester des Studiengangs BwL-Industrielles Servicemanagement. Meine Kommilitonen und ich machen im Rahmen unseres Studiums ein sog. Integrationsseminar in dem wir eine Studie zur Wahrnehmung von eMobility im Vergleich verschiedener Kulturen untersuchen. Unser Vorgänger-Jahrgang hat dieses Projekt letztes Jahr auch mit Probanden aus Deutschland, China und den USA bereits gemacht (hier zum Bericht: http://www.dhbw-stuttgart.de/themen/akt ... -mobility/).

Für mich und vier andere Kommilitoninnen geht es nächste Woche für vier Tage nach Kopenhagen, wo wir in Kooperation mit der KEA University auch eine Erhebung zu eMobility durchführen werden. Hierbei messen wir mittels Online-Fragebogen verschiedene Leistungsdimensionen die die Probanden VOR und NACH einer Testfahrt mit dem Renault ZOE ausfüllen. Zuerst heißt es aber für uns erst einmal die beiden eAutos von Stuttgart nach Kopenhagen zu fahren. Da weder ich noch meine Mitfahrerinnen Erfahrung im Bereich Elektromobilität haben, würden wir uns über jede Hilfe freuen.

Wir sind Momentan mit der Planung unserer Route beschäftigt, also wie wir am Besten fahren, und auch wo wir das Auto am Besten aufladen. Einige Apps und auch die Karte mit den Stromtankstellen von goingelectric haben wir bereits entdeckt. Um die Planung nun auch zu Finalisieren müssen wir Folgende Dinge noch klären:
- wie ist die tatsächliche Reichweite mit einem Renault ZOE, vor allem im Hinblick auf Wintertemperaturen (Schätze dass es in DK auch mal um die 0 Grad oder kälter haben könnte)?
- mit wieviel Puffer sollten wir ggf. auch aufladen, damit wir nicht liegenbleiben?
- gibt es an Autobahnen viele eTankstellen bzw. wo kann man deren Verfügbarkeit prüfen?
- generell was ist zu tun, sollte der Akku gen 0 gehen, aber doch mal keine Tankstelle zur Verfügung sein?

Ich bzw. wir würden uns über jeden einzelnen Beitrag/Unterstützung freuen! :)

Vielen Dank und beste Grüße,
Carina
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Beitragvon Elektrolurch » Di 1. Dez 2015, 18:42

ZoeKopMCJIN hat geschrieben:
- wie ist die tatsächliche Reichweite mit einem Renault ZOE, vor allem im Hinblick auf Wintertemperaturen (Schätze dass es in DK auch mal um die 0 Grad oder kälter haben könnte)?
- mit wieviel Puffer sollten wir ggf. auch aufladen, damit wir nicht liegenbleiben?
- gibt es an Autobahnen viele eTankstellen bzw. wo kann man deren Verfügbarkeit prüfen?
- generell was ist zu tun, sollte der Akku gen 0 gehen, aber doch mal keine Tankstelle zur Verfügung sein?

Wenn ihr auf der Autobahn max. 96km/h fahrt (Tempopilot) und der Akku warmgefahren ist, sollten 120km auch bei Minusgraden immer drin sein. Regen, Gegenwind, Schneematsch und bergauf können da aber nochmal dran nagen.

Aufladen immer soviel, dass ihr für jede geplante Ladestation eine Alternative erreichen könnt.

Routenplanung und Verfügbarkeit am besten mit dem GoingElectric-Routenplaner hier checken.

Im Notfall könnt ihr die Renault Assistance rufen, die schleppt euch dann bis zur nächsten Lademöglichkeit. Dieser Service ist von der Batteriemiete abgedeckt.

Notladekabel dabeizuhaben ist auch keine schlechte Idee, noch besser wäre eine mobile Ladebox, mit der ihr an CEE Dosen mit 16 oder 32A deutlich schneller laden könnt.

Gute Fahrt und viel Erfolg! Könnt ja hier mal berichten, wie ihr so durchgekommen seid.
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Re: Forschungsprojekt eMobility mit ZOE nach Kopenhagen

Beitragvon Berndte » Di 1. Dez 2015, 18:50

Mobile Box als Backup und zum "überall nachladen" ist für so einen Trip schon fast zwingend!
Was für einen Zoe bekommt ihr denn? Ich hoffe noch das Modell Q210, denn der kann auch schnellladen mit 43kW.
Hier im Norden gibt es schon ein gutes Netz und in Dänemark auch.
So habt ihr fast die halbe Ladezeit!

Von Wo nach Wo soll es denn genau gehen?
Dann basteln wir euch eine schöne Route hier zusammen.
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Re: Forschungsprojekt eMobility mit ZOE nach Kopenhagen

Beitragvon umberto » Di 1. Dez 2015, 18:53

Elektrolurch hat geschrieben:
Wenn ihr auf der Autobahn max. 96km/h fahrt (Tempopilot) und der Akku warmgefahren ist, sollten 120km auch bei Minusgraden immer drin sein. Regen, Gegenwind, Schneematsch und bergauf können da aber nochmal dran nagen.


Im hügeligen Süden wäre mir das zu heiss. Gerade bei Regen und Minusgraden würde ich die 100 km nicht überschreiten, weil die Zoe an Gefällen kaum rekuperiert.
Sobald die Tiefebene erreicht ist, könnten die Etappen dann in dem von Dir vorgeschlagenen Maß länger werden

Auch von mir viel Erfolg.

Gruss
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Re: Forschungsprojekt eMobility mit ZOE nach Kopenhagen

Beitragvon ZoeKopMCJIN » Di 1. Dez 2015, 19:29

@Elektrolurch
Vielen Dank für die Infos! Wir werden auf jeden Fall berichten wie die Fahrt verlaufen ist :-) Danke!

@Berndte
Danke für die Tipps, es soll von Stuttgart (Paulinenstraße 50) nach Kopenhagen (KEA University) gehen.

Werde mir auf jeden Fall die Tipps Zwecks Reichweite für die Routenplanung zu Herzen nehmen, nicht dass wir dann mit unseren ZOEs (Q210) irgendwo liegen bleiben ;-)

Gruss, Carina
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Re: Forschungsprojekt eMobility mit ZOE nach Kopenhagen

Beitragvon Elektrolurch » Di 1. Dez 2015, 19:32

Was mir noch einfällt: Reifen auf 3bar aufpusten, reduziert den Rollwiderstand spürbar, bringt damit größere Reichweite. Und unbedingt Handy oder besser Tablet mit Internet dabei haben. Wattfinder-App installieren.

@Berndte: Stuttgart - Kopenhagen. Ich kann gerade keine vernünftige Routenplanung machen, schreibe auf'm "Brett".
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Re: Forschungsprojekt eMobility mit ZOE nach Kopenhagen

Beitragvon Berndte » Di 1. Dez 2015, 19:50

umberto hat geschrieben:
... weil die Zoe an Gefällen kaum rekuperiert....


Zoe rekuperiert bis 43kW!
Andere Fahrzeuge wie Leaf oder eNV mit maximal 30kW.
Aber das ist selbst bei einer Bergabfahrt eine ordentliche Verzögerung.
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Re: Forschungsprojekt eMobility mit ZOE nach Kopenhagen

Beitragvon beckslash » Di 1. Dez 2015, 20:12

100km sind eine gute Etappe mit zwei bis drei Personen, Heizung und kalter Witterung. Behaltet die angezeigte Restreichweite im Auge und lasst immer das Navi für die aktuelle Distanz zum Ziel mitlaufen. Aber keine Panik: bei vollem Akku ist die angezeigte Reichweite sehr konservativ. Ab ca. 50% Akkustand wird es genauer und die Reichweite nimmt zu. Ich fahre meistens so, dass ich mit 20km Reserve an der Säule ankomme.

Nicht nur für den Notfall ist bei der ZOE ein zusätzliches Ladekabel mit Steckern für rote Drehstrom-Anschlüsse Gold wert. Denn leider gibt es in Deutschland ja nicht immer dort eine Typ2-Ladesäule, wo man einen 100km-Stopp einlegen möchte. Z. B. mit einem NRGkick http://www.nrgkick.com/home/?lang=de könntet ihr auf sehr viele andere Stromquellen ausweichen und hilfsbereite Angebote nutzen.

Für DK habe ich keine eigenen Tipps, aber eine Anmeldung bei RWE macht für euch die bundesweit vielen Säulen besser nutzbar, da ihr dann mit 22kW laden könnt. LoveToLoad-Karte und PlugSurfing-Chip sind m. E. Für Langstrecken ebenfalls ein "must have". Die öffentliche Ladeinfrastruktur wird damit besser zugänglich, ist regional eben noch sehr unterschiedlich, aber gleichwohl "mission critical".

Wenn Ihr noch Zeit und Lust dazu habt, dann guckt mal hier: http://zoemobil.de/. Vielleicht könnt Ihr dort noch den einen oder anderen Tipp finden. In jedem Fall: viel Spaß und viel Erfolg!!!

Achso! Ganz wichtig: Warme Kleidung und vielleicht auch 'ne Decke sollte man und frau bei diesem Wetter immer dabei haben.
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Re: Forschungsprojekt eMobility mit ZOE nach Kopenhagen

Beitragvon rolandk » Di 1. Dez 2015, 20:20

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Re: Forschungsprojekt eMobility mit ZOE nach Kopenhagen

Beitragvon ZoeKopMCJIN » Di 1. Dez 2015, 20:37



Das war eine der Organisatorinnen unseres Projektes :-) Zwei Teams fahren mit dem ZOE nach Kopenhagen, und zwei Teams mit eGolf und eB-Klasse nach Enschede :-)
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