Berlin - Usedom in 8 Stunden! Die taz fährt ZOE

Renault ZOE Themen, zu denen es kein eigenes Unterforum gibt

Re: Berlin - Usedom in 8 Stunden! Die taz fährt ZOE

Beitragvon Nothi » Mo 12. Sep 2016, 09:15

Ist halt alles gezielte Desinformation. Medien leben von Werbung und so fallen halt auch die Artikel aus. Argwohn ist des deutschen liebstes Kind.
240 km ist ziemlich genau die Strecke von mir nach Bad Neustadt, incl. Berg und Tal. Mit R240 bei Würzburg einmal bis 99% laden und dann den Rest auf der Autobahn mit 120km/h. Ankunft mit Ladepause 3h 30min, 28km Rest. Reichweitenangst ist bei den meisten das Problem. Für die Strecke von mir bis nach Kehl/Straßburg ganz über die Autobahn brauche ich nur ne 1/2 Stunde länger als mit meinem Fiat 500. Dazu braucht niemand besondere Kenntnisse.
Der, der mit der Zoe und Twizy keine Probleme hat!
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Re: Berlin - Usedom in 8 Stunden! Die taz fährt ZOE

Beitragvon PowerTower » Mo 12. Sep 2016, 09:32

Man sieht sehr gut, dass die Tester etwas unerfahren sind. Sie wollten ja z.B. die TNM Box in Pasewalk ansteuern, obwohl diese nur mit 3,7 kW angegeben ist. Dass diese nicht gefunden wurde liegt vielleicht auch daran, dass noch keiner aus dem Forum die Box in Pasewalk überprüft hat. Bei TNM hat sie eine etwas abweichende Adresse, das könnte ein Grund sein. Aber selbst wenn sie diese Lademöglichkeit gefunden hätten, gehe ich zu 99% davon aus, dass sie keine passende Ladekarte an Bord gehabt hätten.

Auch bei erfahrenen E-Auto Nutzern kann mal was schief gehen. So wie bei mir am vergangen Samstag auf dem Weg von Radebeul ins schöne Vogtland. Eine überschaubare Tour mit gerade mal 170 km Streckenlänge.
- Hinfahrt über Autobahn: 2h 10min mit CCS Ladesäule in Chemnitz und Reisetempo 120 km/h
...bzw. 2h 30min mit Diskussion im Autohaus über deren Nutzung, obwohl dies am Tag davor telefonisch zugesagt wurde
- Rückfahrt über Landstraße: 6h

Normalerweise bin ich davon ausgegangen, dass ich die Rückfahrt dank 500 Meter Gefälle vielleicht sogar am Stück durchfahren kann oder maximal eine Stunde an Typ2 laden muss für weitere 30 km Reichweite. Der erste "Fehler" war wohl, dass ich zusammen mit Tho nach Drebach gefahren bin, um bei ihm zu laden. Das war also schon eine Abweichung von der Route, die für einen Einphasenlader deutlich Zeit kosten kann. Nach einem halbstündigen Aufenthalt und ausreichend Restkilometern ging es weiter Richtung Freiberg, wo ich nur mit 10 statt wie geplant mit 40 km angekommen bin. Dort also nochmal eine halbe Stunde geladen und entschieden, das Gefälle zu testen und bin mit gerade mal 8 km Rest in Tharandt angekommen, obwohl ich von etwa 20 km ausgegangen bin! Wieso es zu dieser Fehleinschätzung kommen konnte, weiß ich noch nicht. Dort dann also noch mal geladen, ausreichend für den Heimweg, um dann festzustellen, dass die einzige Straße in die entsprechende Richtung gesperrt ist. Umleitung über 10 km. Habe mich dann nachts um 3 Uhr mit 3 km Rest zur CCS Station beim freundlichen VW Händler geschleppt und dort in 7 Minuten 60 km nachgeladen. Es könnte so schön einfach sein. Immerhin, und da hat mir die Erfahrung dann doch geholfen, ich bin noch irgendwie angekommen. Das war der Moment wo ich mir wieder gesagt habe: "das Problem sind nicht die Autos - Sachsen, komm endlich in die Gänge bei der Ladeinfrastruktur!!!". Natürlich ist mir auch bewusst, dass das mit einer ZOE so nie passiert wäre.

Zumindest würde ich das Erlebte in dieser chaotischen Nacht niemals in einer Zeitung veröffentlichen und als den "Status quo" der Elektromobilität hinstellen. Positiv erwähnen muss ich allerdings, dass alle angesteuerten Ladepunkte problemlos funktionierten. Das hätte andernfalls noch mehr Salz in der ohnehin schon ungenießbaren Suppe bedeuten können.

Es kamen also auch hier mehrere Faktoren zusammen.
- keine nutzbare CCS Ladestation auf der Rückfahrt (20 kW hätte locker gereicht)
- Abweichung von der ursprünglich geplanten Route
- Straßensperrung mit großen Umweg
- Meine Fehleinschätzung, dass 500 Meter Gefälle über diese Distanz deutlich an Reichweite bringen. Zwischendurch ging es auch immer mal wieder 200 Meter nach oben. Zumindest auf dem Teilabschnitt bis Drebach standen abschnittsweise Reichweiten größer NEFZ im Display.

Mit einer guten Ladeinfrastruktur lassen sich Reichweitendefizite bei den normalsterblichen Elektrofahrzeugen sehr gut kaschieren. Zumindest auf den mittleren Strecken bis 300 km.
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Re: Berlin - Usedom in 8 Stunden! Die taz fährt ZOE

Beitragvon Tho » Mo 12. Sep 2016, 10:41

Warum stellen wir nicht als eMobilisten mal einen Foderungskatalog an die CCS verkaufende Industrie und Politik online, wo sich die schlimmsten Ladelücken auf den Autobahnachsen befinden?

Mein erster Punkt wäre Chemnitz....
Den Nutzern aus anderen Regionen fällt da sicher auch genug ein.
Schön als Google Map visualisiert, von möglichst vielen Elektroautofahrern unterzeichnet und dann als offener Brief raus an Presse und Hersteller.
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Wir müssen uns für unseren Wunsch nach Glück nicht rechtfertigen.(Dalai Lama)
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Re: Berlin - Usedom in 8 Stunden! Die taz fährt ZOE

Beitragvon eDEVIL » Mo 12. Sep 2016, 10:41

Bei mir kommt:
Journalismus hat seinen Preis.

Aber niemand soll dafür zahlen, wenn sie nicht kann.
Soll ich für dieses Mist auch noch bezahlen oder mir Werbung antun???

In Bernau ist einer dr Preisgünstigsten lademöglichkeiten überhaupt (mal von komplett kostenloses angesehen)
Da zahlt man bei den Stadtwerken minimal Parkgebühren.

Warum will man an ner 11KW in Prenzlau Laden??? Nur etwas weiter ist "Zum Speicher & Alte Brennerei"
Verwendung korrekter physikalischer Einheiten
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Re: Berlin - Usedom in 8 Stunden! Die taz fährt ZOE

Beitragvon TeeKay » Mo 12. Sep 2016, 10:57

novalek hat geschrieben:
All das sagt doch nur, ein Jedermann, der ganz normal Kfz fährt, braucht mehr fahrzeugspezifisches Wissen. Bitt'schön, woher ?

Im Selbstversuch angeeignet. Kein Mensch kauft sich ohne Vorab-Info ein Elektroauto und fährt dann ohne Vorab-Info gleich mal ne Tour, die die typische Reichweite übersteigt. So ein "Test" ist also maximal praxisfremd und hat mit der elektromobilen Realität 0,0 zu tun. Die Tests, die die elektromobile Realität zehntausender Europäer abbilden, sind aber nur in homöopathischen Dosen erschienen und stammen in der Regel nicht von der Standardpresse, sondern von Special Interest Websites oder Youtube Channels.

Dass die Renault Zoe kein Langstreckenrenner ist, weiß jeder vor dem Kauf. Es ist ein Nahbereichs-Pendlerfahrzeug. Warum wird es also nicht dem Einsatzzweck entsprechend getestet und gezeigt, wie wunderbar sich das Fahrzeug für tägliche Pendelstrecken bis maximal 150km Gesamtfahrstrecke eignet? Dass man nie wieder irgendwo Zeit mit Tanken vergeudet, wenn man zuhause lädt. Dass man jeden Tag voll geladen losfahren und abends leer zurückkommen kann, ohne irgendwo Zeit mit Laden und Tanken zu verschwenden. Da darf dann ruhig auch ein Hinweis stehen, dass Menschen ohne eigene Lademöglichkeit in den allermeisten Regionen Deutschlands noch Leidensfähigkeit mitbringen müssen oder die Nutzung gar völlig unmöglich ist. Dass man morgens klimatisiert losfahren kann, wo andere Eis kratzen oder sich ins heiße Auto setzen müssen. Dass das Fahren viel entspannender ist und die tägliche Pendeltortur zu einer Fahrt macht, die einfach entspannt, Spaß statt Stress generiert.

All sowas könnte in Tests von Nahbereichspendelfahrzeugen stehen. Stattdessen werden die Fahrzeuge auf Horrortouren geschickt. Leafs mit Schuko von Bayern nach NRW, e-Ups von Berlin nach München, Zoe von Berlin nach Usedom ohne jeden Plan. Und immer ist der garantiert dämlichste Fahrer am Steuer, der für Geld auftreibbar war. Und garantiert immer stellen sich diese dämlichsten Fahrer dann noch dümmer an, als es der Chefredakteur je zu hoffen wagte.

Was kommt dabei am Ende raus? Dass Elektroautos schlecht oder dass Medienredaktionen durch und durch verblödet sind? Warum testet niemand einen 40-Tonner als Golf-Caddy? Warum wird nicht endlich untersucht, wie gut sich ein Airbus A380 als Segelflugzeug eignet? Wer testet endlich einmal, wie gut sich ein Rasentraktor auf dem Balkon schlägt? Wo bleiben die Kochshows, die schonungslos aufdecken, dass das Filetieren eines Lachs mit der neusten Gardena Kettensäge weniger gut funktioniert als mit dem handgeschmiedeten japanischen Filetiermesser? All das muss doch endlich mal untersucht und die Öffentlichkeit über die schockierend schlechten Testergebnisse informiert werden. Warum wird all das unter den Teppich gekehrt?
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Re: Berlin - Usedom in 8 Stunden! Die taz fährt ZOE

Beitragvon Wackelstein » Mo 12. Sep 2016, 11:15

Warum wird es also nicht dem Einsatzzweck entsprechend getestet und gezeigt?

Na weil Mercedes und VW dafür bezahlen...... :twisted:

Vergesst bitte nicht: Wenn ich als Ösi mir den Großteil der deutschen Automagazine ansehe, dann muss ich davon ausgehen, dass der "durchschnittliche" deutsche Autofahrer jeden Tag mit seinem Auto 1000km (natürlich hin- und zurück) bei einer durchschnittlichen Geschwindigkeit von 250km/h fährt.
Meine Liebe zu Benzin/Diesel steigt mit dem Quadrat der Entfernung
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Re: Berlin - Usedom in 8 Stunden! Die taz fährt ZOE

Beitragvon daedalus » Mo 12. Sep 2016, 11:39

TeeKay hat geschrieben:
Warum wird nicht endlich untersucht, wie gut sich ein Airbus A380 als Segelflugzeug eignet?


Vermutlich weil die Generalprobe mit einem A310 schiefgelaufen ist...
https://de.wikipedia.org/wiki/Hapag-Lloyd-Flug_3378

Zur Sache selbst: So abwegig ist für mich diese Fahrt für ein EV, die gerade einmal einen Ladevorgang erfordert, nicht. Die Kritik kann sich doch eigentlich nicht an Fahrzeug und Strecke richten, sondern nur an die Akteure.

MfG

Daedalus
EV-Interessent auf der Suche nach Entscheidungshilfen
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Re: Berlin - Usedom in 8 Stunden! Die taz fährt ZOE

Beitragvon eDEVIL » Mo 12. Sep 2016, 11:45

TeeKay hat geschrieben:
Wo bleiben die Kochshows, die schonungslos aufdecken, dass das Filetieren eines Lachs mit der neusten Gardena Kettensäge weniger gut funktioniert als mit dem handgeschmiedeten japanischen Filetiermesser?

:thumb:

:lol:

Klar ist die Strecke nach usedom schon entsprechend unpassend gewählt, aber selbst das kann man entsprechend positiv planen und dar stellen, wenn man möchte.

7:00 Uhr Duschen
7:45 Uhr Losfahren Berlin.
8:30 Uhr Käffchen in Bernau
8:45 Uhr Weiterfahrt
10:00 Uhr frühstück cafezumspeicher
11:00 weiterfahrt
13:00 Ankunft Parkplatz in Heringsdorf - anstöpsel und baden gehen *

4h inkl.frühstück

Im Vergleich dazu mit dem Verbrenner

7:00 Uhr Duschen
7:45 Uhr Frühstücken
8:45 Uhr Abfahrt
9:45 Uhr Kaffee TOTAL Buckowsee Ost
10:00 Uhr weiterfahrt
12:45 Ankunft Heringsdorf -baden gehen

Da könnte man ja noch zähfliessenden verkehr wg. höherem Verkehrsaufkommen aufgrund der späteren Abfahrtzeit mit unter bringen und schon hat man gleichstand


* was ist eigentlich mit der "versteckten Ladesäule" in Bansin passiert? Die steht gar nicht mehr im Verzeichnis!
Verwendung korrekter physikalischer Einheiten
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Re: Berlin - Usedom in 8 Stunden! Die taz fährt ZOE

Beitragvon TeeKay » Mo 12. Sep 2016, 12:52

daedalus hat geschrieben:
Zur Sache selbst: So abwegig ist für mich diese Fahrt für ein EV, die gerade einmal einen Ladevorgang erfordert, nicht. Die Kritik kann sich doch eigentlich nicht an Fahrzeug und Strecke richten, sondern nur an die Akteure.

Wie dir hier schon mehrere bestätigten, ist diese Strecke auch kein Problem - wenn man sich nicht wie der letzte Depp unvorbereitet direkt nach der Übernahme des Fahrzeugs auf eine Tour begibt, für die das Fahrzeug nicht konstruiert wurde. Die beim Zoe R240 fehlende Schnelllademöglichkeit zeigt doch bereits, dass das Fahrzeug nicht dafür gedacht ist, mehr als eine Batterieladung pro Tag zu verfahren.
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Re: Berlin - Usedom in 8 Stunden! Die taz fährt ZOE

Beitragvon Alex1 » Mo 12. Sep 2016, 14:07

Schlimm, dass auch die taz sich ganz geschmeidig in die Rotte der Verpester-geschmierten PS-Journaille einreiht. :roll:
Herzliche Grüße
Alex
Neue Zoe R90 Intens 15" 06/17
So gelingt die Energiewende. Alternativlos.
Echten Ökostrom: http://www.ews-schoenau.de/ Fast Alternativlos.
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