Von Tuten und Blasen...

Renault Kangoo Z.E. / Renault Kangoo Maxi Z.E.

Re: Von Tuten und Blasen...

Beitragvon Jogi » Mi 19. Dez 2012, 23:27

Floeki hat geschrieben:
Frage wäre ob man dem Netzbetreiber (Eon) eine reinwürgen kann weil bei uns nur so eine Krüppelspannung ankommt und bei zugeschaltetem Verbraucher die Spannung in den Keller fällt.

Das darf in der Tat nicht sein.
Aber liegt das wirklich am Netzbetreiber?
Überprüf' mal deine Leiterquerschnitte und vor Allem auch alle Klemmstellen vom Hausanschluss bis zur fraglichen Steckdose.

Habe dann noch eine Überraschung vom Finanzamt erhalten und mich sehr gewundert: Soll 62Euro Steuern im Jahr abdrücken???

Das geht schon mal gar nicht!
Elektrofahrzeuge sind 10 Jahre steuerfrei!
Unbedingt nochmal bei der Zulassungsstelle vorstellig werden!

Abgesehen mal davon könnte ich den Kangoo an sich gegen die Wand klatschen. So ein beknacktes Auto hätte ich mir ohne E-Antrieb ums verrecken nicht gekauft.

So krass würde ich's nicht formulieren, aber ich kann's nachvollziehen... :(
Das ist einfach eine ganz andere Liga, als das was wir gewohnt sind.


Gruß Jogi
Wenn früher alles besser war,
hätte man's ja auch so lassen können.
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Re: Von Tuten und Blasen...

Beitragvon lingley » Do 20. Dez 2012, 01:17

...Jedenfalls habe ich die Phasen hin und her getauscht was die Sache nicht wirklich verbessert hat.

Das ist auch nicht der Sinn der Sache. L1,2,3 sollten schon genauso wie im Hauptverteier ausgehend auf der Dose aufliegen, namlich 1:1 durchgängig !
Wichtig wäre mal zu überprüfen, wie Jogi schon gesagt hat, die typischen "Spannungsabfallgeschichten" zu überprüfen wie Leitungslänge/Querschnitt/Übergänge, lockere Klemmverbindungen u.s.w, das Du Dir die Bude nicht abfackelst beim Laden.

Muss die Ladebox nun immer wieder aus und anschalten damit Strom reingeht. Total nervig das Ganze.

Das hat schon seinen Grund - bei Dir ist was faul in der Elektrik.

Frage wäre ob man dem Netzbetreiber (Eon) eine reinwürgen kann weil bei uns nur so eine Krüppelspannung ankommt und bei zugeschaltetem Verbraucher die Spannung in den Keller fällt.

Wo kommt "eine Krüppelspannung an" am Zählerkasten, kann ich nich glauben ?
Wohnst Du auf'n Einsiedlerhof oder ne Hallig ?
Irgendwo ist ein Spannungsabfall zu messen, d.h. irgendeine Phase hat mehr Widerstand, also schleunigst überprüfen,
sonst qualmts bald bei Dir :shock:

vg lingley
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Re: Von Tuten und Blasen...

Beitragvon ATLAN » Do 20. Dez 2012, 08:35

Floeki hat geschrieben:
Die Messung der Phasen ergab dass zwischen 215 und 225 Volt anliegen.
Habe dann versucht die schwächste auf L3 und die stärkste auf L1 zu legen mit dem Ergebnis dass nach blau(laden) geschalteter LED an der Box an L1 bloß noch 200V (also zu N) anlagen, es aber trotzdem nicht rot wurde...?!?

Frage wäre ob man dem Netzbetreiber (Eon) eine reinwürgen kann weil bei uns nur so eine Krüppelspannung ankommt und bei zugeschaltetem Verbraucher die Spannung in den Keller fällt.


Kenne jetzt die Deutschen EVU-Richtlinien nicht im Detail, aber hier in AT bekommst Du 230V mit 10% +/- Toleranz vertraglich zugesichert, sollte eigentlich in D nicht anders sein, am besten mal einen Ortsansässigen Elektiker diesbezüglich zu rate ziehen. Schließlich haben nicht nur Ladegeräte für E-Autos so Ihre Probleme mit Unterspannung! :shock:
200V sind jedenfalls zu wenig, zB. jede Computer-USV würde hier längst beginnen, Alarm zu rufen. Bevor Du aber das EVU (Netzbetreiber) am schlawittchen packst, vorher mal abklären ob der Spannungsabfall auch bereits unmittelbar nach dem Zähler auftritt, ansonst ist Deine Hausinstallation wahrscheinlich die Fehlerquelle und das EVU schickt für kommen, dumm reden, messen & grinsend abfahren eine nette Rechnung. Eventuell auch mal zum Vergleich bei den Nachbarn messen, und die gleich ein wenig aufstacheln von wegen mieser Stromqualität oder so .. ;)
Je mehr sich (berechtigt) beschweren, desto eher tut das EVU was...


MfG Rudolf
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Re: Von Tuten und Blasen...

Beitragvon Jogi » Do 20. Dez 2012, 10:26

lingley hat geschrieben:
Irgendwo ist ein Spannungsabfall zu messen, d.h. irgendeine Phase hat mehr Widerstand,

Da der Spannungsabfall anscheinend alle drei Phasen gleichermassen betrifft, habe ich eher den Nullleiter im Verdacht.
Bzw., wenn es sich um eine Installation mit "klassischer Nullung" (also über PE) handelt, ist die Erdung mangelhaft.
Wie das kommen kann:
Es wurde und wird zur Erdung von Hausinstallationen gerne die Wasserleitung verwendet, da wird der PE-Leiter einfach drangeklemmt.
Das funktioniert ganz gut, solange die Wasserleitung auch wirklich guten Erdschluss hat, was bei Metallrohren, die im feuchten Erdreich liegen, der Fall ist.
Wenn aber in der Zwischenzeit die Stadtwerke den Hausanschluss im Zuge einer Sanierung in Kunststoff ausgeführt haben, ist der Erdschluss nicht mehr einwandfrei, der Widerstand höher.
Der Strom fliesst dann nur noch über das Wasser aus der Hausinstallation ab, und erst irgendwo weiter weg ins Erdreich.


Gruß Jogi
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Re: Von Tuten und Blasen...

Beitragvon ATLAN » Do 20. Dez 2012, 20:01

@ jogi & lingley:
Irgendwie hab ich das heut morgen verpasst, dass ihr floeki eigentlich schon sinngemäß dasselbe geantwortet habt.. :?

Posten vorm Mogenkaffee sollt ich in zukunft bleiben lassen.. :mrgreen:

MfG Rudolf
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Re: Von Tuten und Blasen...

Beitragvon Floeki » Fr 21. Dez 2012, 14:58

Grübel Grübel...
Erstmal Danke für die zahlreichen Hinweise.
Gut zu wissen dass es da draußen Menschen mit Ahnung gibt.

In Sachen Steuern ist die Sache klar und das Finanzamt zeigte sich einsichtig.
http://www.gesetze-im-internet.de/kraftstg/__3d.html
Doof nur dass ich nun einen Antrag schreiben muss bevor die Ihren Fehler Rückgängig machen. Per Brief!!!!!

Was die Elektrik angeht so habe ich mein Versuchsfeld ausgeweitet und mich in Richtung des Umspanntrafos bei den Nachbarn durchgemessen.
Ergebnis: Beim Bauern der am nächsten an der Station liegt sieht es mit der Spannung genauso aus.
Min 212 - max 228V
Dort angeschlossen schmeisst die RWE Box sofort ab und es geht garnichts.
Mein Nachbar ist Elektriker und hatte bloß den nicht sehr hilfreichen Tip den Versorger (Lichtblick) anzurufen.
Nun schon fleißig mit Lichtblick, Eon und zu guter letzt der Schleswig-Holsteinischen Netzagentur telefoniert wo man schon Wochenende bzw. Weihnachten hat.
Resultat: Dieses Jahr geht da garnichts mehr.
Tja, dann wird weiter Bus gefahren (gottseidank der eigene) und gute Miene zum bösen Spiel gemacht.
Habe mir jedenfalls schon mal luft gemacht und meinem Renault Verkäufer mein Leid geklagt. Der wünscht mir Frohe Weihnachten !?!
Und so werde ich es hier nun auch halten.
Wünsche ein Frohes Fest und allen Stromern immer eine Amperestunde im Tank.
Floeki
"Simplicity is the real perfection...!" [Steve Jobs]
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Re: Von Tuten und Blasen...

Beitragvon ATLAN » Fr 21. Dez 2012, 17:47

Floeki hat geschrieben:
Was die Elektrik angeht so habe ich mein Versuchsfeld ausgeweitet und mich in Richtung des Umspanntrafos bei den Nachbarn durchgemessen.
Ergebnis: Beim Bauern der am nächsten an der Station liegt sieht es mit der Spannung genauso aus.
Min 212 - max 228V
Dort angeschlossen schmeisst die RWE Box sofort ab und es geht garnichts.


Wenn Lichtblick sich weiter uneinsichtig zeigt, könnte Dir zB. ein Spannungsstabilisator helfen:

http://www.sollatek.com/pdf/Brochure/Vo ... r%2011.pdf (Beispiel)

Ist eigentlich für Stromnetze in 3.Welt-Ländern gedacht, könnte aber Dein Problem lösen helfen.
Primär würde ich aber versuchen, auf Deinen 230V +/- 10% gegenüber dem EVU zu bestehen...

PS: Schon mal woanders mit der Box geladen, wo die Netzspannung passt? Eventuell hat ja auch der PWM-Signalgenerator in der Box was...

MfG Rudolf
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Re: Von Tuten und Blasen...

Beitragvon Floeki » Do 3. Jan 2013, 23:02

....Ein Frohes Neues allen Stromern und Anhang.
Und weiter gehts mit dem neuen teuren Hobby Kangoo Z.E. und meiner 'spannenden' Problematik.

Noch vor Weihnachten hatte ich die Zuleitung zum Zähler freigelegt um zu sehen was wirklich bei mit ans Haus ankommt.
Vier 10mm2 Leiter(schwarz, braun, blau, PE) mit Spannungen von 212 bis 224V. Stark schwankend auch wenn nichts im Haus geschaltet wird.
Es liegt also nicht an schlechter Verbindungen in der Hausinstallation. Hätte mich auch gewundert denn oft laufen Schweissgerät, Kompressor und Durchlauferhitzer gleichzeitig und trotzdem steht die Hütte noch.

Im nächsten Dorf bei Verwandten dann aber stabile 230V gemessen und dort - Oh Wunder - funktioniert's Laden problemlos.

Fazit: Unser kleines Dorf ist unterversorgt und es gibt von meiner Seite nichts mehr zu tun als auf die Initiative des EVU zu hoffen.
Diese habe ich gestern telefonisch kontaktiert und man will nun bei mir und am Trafo eine Woche lang messen.
Bis Heute ist keiner aufgetaucht. Doof das Ganze.
Es gilt in Deutschland übrigens die gleiche Vorgabe das 230V plus/Minus 10prozent geliefert werden müssen.

Im Übrigen habe ich mal geschaut wieviel Strom denn tatsächlich reingeht in den KAngoo Z.E. Baujahr 2011...
3,5Kw und Punkt.
Nix mit 11kw wie mir der Verkäufer erzählt hat. Hätte schon stutzig werden müssen bei 6 Stunden Ladezeit von fast leer auf 100%. Schade schade und wieder Geld verschenkt bei der Wahl der Ladebox denn ich war von 11Kw Ladeleistung ausgegangen.

Im Gegenzug habe ich schon gut 10 Leute mit meinem Stromer fahren lassen und viel Begeisterung geerntet. Ein Hamburger spielt sogar schon ernsthaft mit dem Gedanken seiner Frau einen Twizy zu kaufen.
Könnte sein dass ich noch ähnliche Missionierungserfolge erziele wie in meinen anderen privaten Kampagnen: " Apple, Thunfisch, Einzelhandel...."

In diesem Sinne,
Gute Fahrt,
Floeki
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Re: Von Tuten und Blasen...

Beitragvon ZoeZen1 » Do 3. Jan 2013, 23:37

Versteh ich das jetzt richtig:
Dann kommt der Ladefehler nur durch die schwankende Versorgungsspannung, die ihr im Dorfe habt?

Kann man da nix von Renault´s Seite machen, dem Bordlader mehr Tolleranz einprogramieren oder so?

Oh weh, hoffendlich macht mir der SchukoStecker in meiner Mietgarage keine Probleme.
Beim Twizy Probeladen hat´s zumindest geklappt. ;)
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Re: Von Tuten und Blasen...

Beitragvon EVplus » Do 3. Jan 2013, 23:53

Evtl. hilft Dir ein Spannungsstabilisator.

Das auf die Schnelle gefundene Modell hat 15A Ausgangsleistung. Evtl. fehlt da ein klein wenig...
Aber so als Idee, falls Du das EVU keine Lösung findet.

Screenshot_2013-01-03-23-49-49.png
Spannungsstabilisator


Das jetzt gefundene Modell hat 16 A Leistung. Das sollte ausreichen.

Screenshot_2013-01-04-00-01-02.png
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