Batteriekapazität erhalten durch Ladestrategie

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Re: Batteriekapazität erhalten durch Ladestrategie

Beitragvon Rolle » Di 2. Sep 2014, 20:45

Ladestrategie funzt halt nur für Leute mit meinem Profil und wenn der Akku noch nicht grenzwertig ist (siehe weiter unten). Ich fahre selten längere Strecken, und auch wenn ich nur bis 80% lade und bis 25% fahre, muss meine Flunze nur alle paar Tage mal an das Kabel.

Ich musste heute nach Thun und bin ab vollem Akku 167 km mit einem Schnitt von 11.5 kWh / 100 km zügig gefahren. Dafür habe ich etwas mehr als 19 kWh entnommen. Zu Hause habe ich den Akku noch etwas gestresst und habe mit voller Heizung wissen wollen, wieviel ich maximal bis Stillstand ziehen kann. Als dann die 20 kWh erreicht waren, war die Fluse im Turtle-Mode immer noch fahrbar, habe aber dann abgestellt. D.h., dass mein Akku noch eine Mindestkapazität von 20 kWh hat, was wiederum heisst, dass der Akku noch 91% seiner ursprünglichen Kapazität aufweist, was wiederum bedeutet, dass ich bei sparsamerer Fahrweise im Idealfall gegen 200 km Reichweite komme................. ;)

Nun frage ich mich, angesichts der vielen Meldungen über vorzeitig degradierte Akkus, ob in meinem Modell, das erste, Prime Time, eventuell andere Zellen verwendet wurden als in den Folgemodellen........ :?: Meine Flunze ist fast 2 Jahre alt und hat nun fast 7500 km auf dem Zähler, 5000 von mir........... :mrgreen:

Ich will mit diesem Bericht niemanden neidisch machen.... :| und verstehe den Frust von Flusentreibern mit schrumpfender Reichweite. Ich finde es lediglich interessant, dass es bei den Akkus offenbar so grosse Unterschiede gibt. Auf irgend etwas muss das doch zurückzuführen sein. DAS wäre mals etwas, das ich wissen möchte.

Sorry, ist jetzt etwas ausführlicher geworden als geplant.
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Beitragvon axlk69 » Di 2. Sep 2014, 21:24

@ Rolle

Ja, das wäre sicher interessant!
Allerdings ist Deiner mit 7500km ja tatsächlich noch fast eine Jungfrau!
Was mich am meisten interessieren würde ist: Sind die ganzen Softwareupdates bei Dir gemacht worden oder hast Du quasi noch die erste "Firmware"
Einige inkl. mir haben das Gefühl, dass die Kapazität nach den Updates schlechter wurde!

Übrigens knapp 20 KWH bei 7500 km und einem Akku, für den Stress ein Fremdwort ist, zeigt aber auch bei Dir, bereits eine mäßige Degradation an!
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Re: Batteriekapazität erhalten durch Ladestrategie

Beitragvon Rolle » Di 2. Sep 2014, 22:47

Ich habe offenbar noch die alte Version auf dem Bordcomputer. Mit der aktuellen kann man nur zusätzlich den Rückfahrassistenten ein- oder ausschalten und die Lautstärke des Piepsers einstellen. Oder habt Ihr hier noch mehr Zusatzfunktionen?

Könnt Ihr da eventuell die Batteriekapazität einstellen und habt versehentlich 16 kWh gewählt.... :D :D :D :kap:

Allerdings kann ich mir nicht recht vorstellen, dass der Bordcomputer Befehlsgewalt über das Lade- Entladeprozedere hat. Aber wissen tu ich es auch nicht.

"Übrigens knapp 20 KWH bei 7500 km und einem Akku, für den Stress ein Fremdwort ist, zeigt aber auch bei Dir, bereits eine mäßige Degradation an!"


Also, dazu muss ich gestehen, ich habe die Fluse nocht nicht ganz 3 Monate, und die fast 5000 km kamen zustande, weil es einfach soooooo geil ist mit der Karre zu fahren, derweilen sich mein zweirädriger Abfangjäger vor Langeweile fast in die Vergaser pinkelt.... :D Ich muss jedoch zugeben, dass ich nicht mehr so viel "unsinnig" herumfahre wie am Anfang. Dies auch mit Blick auf den Batteriemietvertrag mit 12500 inklusive Kilometern..... :oops: Die "Ladestrategie" verwende ich erst seit etwa einem Monat.

Vorher war die Fluse 2 Jahre als Vorführfahrzeug bei einem Renault Händler und wurde auch vom Verkäufer (begeistert) regelmässig benutzt. Als ich die erste Porbefahrt gemacht habe, stand ein Durchschnittsverbrauch von irgend etwas um 37 kWh auf dem Zähler. Die haben also ganz schön "Guzzi" gegeben. Wie die Garage geladen hat, entzieht sich meiner Kenntniss. Ist aber anzunehmen, dass die sich dazu bestimmt keine Gedanken gemacht haben. Der Akku dürfte also demnach eine ganz normale Historie haben und steht mit 91% doch deutlich besser da als viele seiner Brüderchen. Wobei ich jetzt auch noch nicht weiss, wie es mit meinem Akku weitergeht. Ich hoffe, dass ich mich noch länger nicht in die Reihe der Reichweitengeschädigten einreihen muss. Mal sehen.

Prime Time Fahrer könnten doch mal berichten, ob sie auch Kapazitäts-Probleme mit den Akkus haben. Vielleicht hat man bei den ersten Akkus einfach mehr Sorgfalt walten lassen und eventuell nur geprüfte, gematchte Zellen verbaut. Irgendwo muss der Hund ja begraben sein.
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Re: Batteriekapazität erhalten durch Ladestrategie

Beitragvon ATLAN » Mi 3. Sep 2014, 01:27

Rolle hat geschrieben:
Ich habe offenbar noch die alte Version auf dem Bordcomputer. Mit der aktuellen kann man nur zusätzlich den Rückfahrassistenten ein- oder ausschalten und die Lautstärke des Piepsers einstellen. Oder habt Ihr hier noch mehr Zusatzfunktionen?

Bei mir ist noch Automatisch verriegeln während der Fahrt dabei und die Standklimatisierung.

Übrigens auch bei mir mit über 12000km , gekauft mit 4000km, sinds ca. 21 kWh. Lade aber immer in den Fahrpausen wo möglich, und da immer 16A , komme daher im schnitt max. 3x pro Monat unter 20% SoC, geladen wurde auch die 4000km vorher nur mit 16A an einer Wallbox, der Notladeziegel wurde erst von mir aus der Werksverpackung geholt.

MfG Rudolf
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Re: Batteriekapazität erhalten durch Ladestrategie

Beitragvon Rolle » Mi 3. Sep 2014, 11:57

Welches Modell fährst Du denn? Bis zu welchem SoC lädst Du normalerweise?
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Re: Batteriekapazität erhalten durch Ladestrategie

Beitragvon axlk69 » Mi 3. Sep 2014, 12:24

ATLAN hat geschrieben:
Übrigens auch bei mir mit über 12000km , gekauft mit 4000km, sinds ca. 21 kWh. Lade aber immer in den Fahrpausen wo möglich, und da immer 16A , komme daher im schnitt max. 3x pro Monat unter 20% SoC, geladen wurde auch die 4000km vorher nur mit 16A an einer Wallbox, der Notladeziegel wurde erst von mir aus der Werksverpackung geholt.

MfG Rudolf


Wurden bei Dir die Updates gemacht?
LG
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Re: Batteriekapazität erhalten durch Ladestrategie

Beitragvon Rolle » Mi 3. Sep 2014, 20:16

Habe das hier noch gefunden, von einem der offenbar weiss wovon er spricht, ausgebildet an der TU-Berlin:

"Eine Li-Ion Batterie verliert ständig an Kapazität. Die Frage ist nur wie schnell. Eine vollständig geladene Li-Ion Zelle verliert im Jahr etwa 20% ihrer Kapazität bei einer Lagerung bei 25°C. Bei 40°C sind das schon 35% und das unabhängig von der Nutzung der Zelle. Stellt man aber einen Vollgeladenen Li-Ion Akku in den Kühlschrank bei 0°C, kann man die Alterung auf 6% reduzieren. Eine etwa zur Hälfte geladener Akku verliert gerade einmal 2% ihrer Kapazität bei 0°C bzw 4% bei 25°C. Das ist auch der Grund, weshalb Notebookakkus immer halb-geladen geliefert werden. Niedrige Temperaturen verlangsamen das Altern, aber bei -25°C kann man den Akku zerstören."

Quelle: http://www.qianqin.de/de/2009/07/12/things-about-li-ion-batteries/

D.h., vollgeladener Akku plus Faktor Temperatur ist des Akkus frühe Degradation.

Die Empfehlung von Renault, möglicht immer voll zu laden und das Kabel dran zu lassen, ist demnach offensichtlich inkompetentes, hirnloses Geschwurbel. :evil:
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Re: Batteriekapazität erhalten durch Ladestrategie

Beitragvon axlk69 » Mi 3. Sep 2014, 21:50

Rolle hat geschrieben:
Habe das hier noch gefunden, von einem der offenbar weiss wovon er spricht, ausgebildet an der TU-Berlin:

"Eine Li-Ion Batterie verliert ständig an Kapazität. Die Frage ist nur wie schnell. Eine vollständig geladene Li-Ion Zelle verliert im Jahr etwa 20% ihrer Kapazität bei einer Lagerung bei 25°C. Bei 40°C sind das schon 35% und das unabhängig von der Nutzung der Zelle. Stellt man aber einen Vollgeladenen Li-Ion Akku in den Kühlschrank bei 0°C, kann man die Alterung auf 6% reduzieren. Eine etwa zur Hälfte geladener Akku verliert gerade einmal 2% ihrer Kapazität bei 0°C bzw 4% bei 25°C. Das ist auch der Grund, weshalb Notebookakkus immer halb-geladen geliefert werden. Niedrige Temperaturen verlangsamen das Altern, aber bei -25°C kann man den Akku zerstören."

Quelle: http://www.qianqin.de/de/2009/07/12/things-about-li-ion-batteries/

D.h., vollgeladener Akku plus Faktor Temperatur ist des Akkus frühe Degradation.

Die Empfehlung von Renault, möglicht immer voll zu laden und das Kabel dran zu lassen, ist demnach offensichtlich inkompetentes, hirnloses Geschwurbel. :evil:


Stellt sich aber immer noch die Frage warum nahezu ausschließlich der Fluence von diesem Phänomen betroffen ist!
Mittlerweile sind doch schon einige Elektroautos am Markt, eine Degradation wie beim Fluence ist bei keinem anderen bekannt!
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Re: Batteriekapazität erhalten durch Ladestrategie

Beitragvon Twizyflu » Mi 3. Sep 2014, 22:45

MOMENT MOMENT.
Hier wird aber was vergessen.

Es gibt einen signifikanten Unterschied zwischen "Laptop" Li-Ion Akkus oder Handy Li-Ion Akkus und dem im Elektroauto.
Und zwar die Zellchemie und dass da ein BMS dahintersteht.

Ihr habt doch selbst gemerkt, dass viele ZOE Fahrer selbst nach 45.000 km und 1 Jahr noch gut 95/96% SOH hatten.
Und ich glaube kaum, dass jeder immer bei 50% gestoppt hat und gesagt hat: Ok, abstellen und bei 0 Grad lagern.

Versteht ihr was ich meine? Das ist auch oft von der Größe der Zelle bzw. Batterie abhängig. Dem ZOE stehen nicht umsonst nur 22 der 26 kWh zur Verfügung (bzw. zum Fahren!)
Shop unter https://www.nic-e.shop YouTube-Kanal unter https://www.youtube.com/channel/UC7uzeZzsjUvhpjX1cN4L5ig
01/14 bis 08/15 - ZOE Intens Q210 | 08/15 bis 01/17 - Leaf | 01/17 bis 04/17: ZOE Intens Q90 | seit 04/17: IONIQ Elektro Style
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Re: Batteriekapazität erhalten durch Ladestrategie

Beitragvon Rolle » Do 4. Sep 2014, 01:42

Twizyflu hat geschrieben:
Dem ZOE stehen nicht umsonst nur 22 der 26 kWh zur Verfügung (bzw. zum Fahren!)


Das ist ja vermutlich der Dreh: Wenn die ZOE ihren 26 kWh Akku immer nur mit maximal 22 kWh lädt, kommt der Akku gar nie in die maximal schädliche Zonne von 100% SoC, eventuell gepaart mit hohen Temperaturen, sondern hat effektiv max. 84% SoC bei angezeigter 100% Ladung. Im Gegensatz zu uns Flusentreibern mit 91% SoC. Ausserdem liegen die 22 kWh der ZOE vermutlich auch in einem optimierten "Arbeitsfenster".

Wir hätten demnach theoretisch auch eine geringfügigere Degradation, wenn die Ladeelektronik unsere Akkus nur bis effektiv 84% SoC laden würde, mit entsprechend eingeschränkter Reichweite...... ;) Da sie das nicht macht, muss man halt "manuell" dafür sorgen, dass der SoC nicht zu hoch geht, insofern man nich wirklich auf maximale Reichweite angewiesen ist. Das ist dann eben Ladestrategie, die für Flunzen mit noch gutem Akku OK ist.

Vielleicht hat Renault bei der Fluse die Ladekurve etwas zu scharf gezogen um mit Reichweite zu glänzen, auf Kosten der Haltbarkeit des Stromwürfels. Nun bei der ZOE korrigiert.

Hier noch ein Link zu einer wissenschaftlichen Abhandlung über die aktuelle Akku-Technologie. Für uns interessant ab Seite 21, ganz besonders ab Seite 26. Li-Ion Akkus sind als Antriebsbatterien für Elektrofahrzeuge eigentlich grundsätzlich ungeeignet, da regelrechte Zicken und bei tieferen Temperaturen konstruktionsbedingt Weicheier...... :shock:

Für mich ist das Thema abgehakt, ich weiss jetzt was ich tun muss um meinen Akku optimal zu bedienen. Nun muss das nur noch mit dem anfallenden Alltagsbedarf verwurstet werden.

https://www.google.ch/url?q=http://www.wosnitza.fh-aachen.de/wp-blog/wp-content/uploads/2012/03/Lithium-Ionen-Speicher_150411.pdf&sa=U&rct=j&ei=o4QHVO7GFMK6ygPLtoCYBw&ved=0CDEQFjAFOCg&sig2=tDk0FEYQreA0MnrBDnKNgg&usg=AFQjCNGhaVGaOaUxBi0WE--BTxOjhOjP4g&cad=rja
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