1 Woche mit dem Fluence ZE

Renault Fluence Z.E. Themen

1 Woche mit dem Fluence ZE

Beitragvon EVplus » So 18. Nov 2012, 01:56

Seit Freitag vormittags fahre ich mit einem metallic silberfarbenem Fluence ZE.

Es ist wieder faszinierend mit dem grossen Fluence elektrisch dahin zu gleiten...

Aber zu den Erfahrungen :

Auf "Betteln" erhielt ich glücklicherweise noch das Typ2 Ladekabel. Es hat Sonderlänge , ca 6-7 Meter lang. Das normale Ladekabel hat nur 4 Meter. Nach meinen bisher gemachten Erfahrungen sind 4 Meter Länge zu kurz.

Die Ladedauer ist damit wesentlich kürzer als mit dem Notladekabel. Der Händler meinte zwar, dass dem nicht so wäre, das der Fluence aus der ersten Serie wäre , aber ich habe es dann bei mir in Ruhe getestet. Die Ladezeit ist kürzer.

Beim einstecken des Notladekabels wird in den ersten Minuten z.B. 4:40 h Ladedauer angezeit. Diese Zeitangabe verändert sich dannin ca. 10 Minuten bis auf 6:10 . Wechselt man zum Typ 2 Ladekabel welches an der Wallbox angeschlossen ist, erscheint anfangs auch 4:40 h Ladedauer welche sich dann aber in den ersten 5-10 Minuten auf 4:05 h verkürzt. Die Batterieanzeige war übrigends auf ca. 1/2 .


Auf dem Rückweg vom freundlichen Renault Händler besuchte ich eine neu eingerichtete Stromtankstelle in Bad Bellingen. Die nötige RFID Ladekarte des Energiedienstes hatte ich dabei. Aber dann eine Überraschung :

Die hochmoderne Ladesäule versteckt hinter der Schiebeklappe eine Schuko Dose.

Welche Diskrepanz !

Die Ladesäule liefert an dem eingestecktem Schukostecker erst Strom, wenn man die Klappe wieder nach unten schiebt und nur das Kabel herausschaut. Vorteil : Der Stecker ist gegen unbeabsichtigtes Abziehen gesichert. Nachteil : ein etwas dicker dimensioniertes Kabel muss mit sanfter Gewalt unter die Klappe gequetscht werden.

Um Die Klappe zu öffnen muss man die RFID Karte an die Ladesäule zur Freigabe anhalten.
Bild Bild Bild Bild Bild Bild Bild Bild

Anstatt "elegant" an einer Ladesäule mit dem Typ2 Kabel zu laden, musste ich das ganze "Gerödel" der mobilen Ladebox aufbauen... :x

Weitere Berichte folgen. ( Festgeschraubte CEE Stecker, blockierter Typ 2 Stecker in der Ladesäule... )

Grüsse EVplus
Benutzeravatar
EVplus
 
Beiträge: 1942
Registriert: Do 19. Apr 2012, 00:01
Wohnort: Rheinfelden

Anzeige

Re: 1 Woche mit dem Fluence ZE

Beitragvon midimal » So 18. Nov 2012, 12:08

Wie immer sehr gute Berichte von Dir! Danke dafür :mrgreen:
Bild
CANC≡L≡D , Werks I3(60Ah)+REX Leasing bis Nov18
Benutzeravatar
midimal
 
Beiträge: 5917
Registriert: Sa 8. Sep 2012, 21:49
Wohnort: Hamburgo

Re: 1 Woche mit dem Fluence ZE

Beitragvon ATLAN » So 18. Nov 2012, 13:53

midimal hat geschrieben:
Wie immer sehr gute Berichte von Dir! Danke dafür :mrgreen:


Stimmt, auch von mir ein Danke, bitte weiter so!!

Frage: Wie bist zu zu einer 1-Wochen "Probefahrt" gekommen? War der Händler so freundlich einen Vorführwagen als Mietwagen für diese Zeitspanne herzugeben? Wenn Mietwagen, was kostet dich dieser Langzeittest?
Ich würde nämlich selber auch gerne mal im regulären Fahrbetrieb einer Arbeitswoche mit Wochenende sehen, wie passend so ein Fahrzeug für mich wäre, denn grau ist alle Theorie ... 8-)

MfG Rudolf
Ab 18-11-2013 Fluence, seit 16-6-2015 MS 85D, seit 16-6-2017 MX 90D :-D Gratis SuC gefällig? :) http://ts.la/rudolf798
Benutzeravatar
ATLAN
 
Beiträge: 2176
Registriert: Fr 9. Nov 2012, 21:45
Wohnort: Wien

Re: 1 Woche mit dem Fluence ZE

Beitragvon STEN » So 18. Nov 2012, 16:56

EVplus blaues Köfferchen ist quasi das ladetechnische rundum sorglos Paket.
Habe gesehen, dass Du damit allen erdenklichen Steckern in DE was entlocken kannst.

Wie ich sehe kannst Du damit alles zw. 2kW und 22kW "absaugen" - schönes Teil.
already BildBild
Benutzeravatar
STEN
 
Beiträge: 2774
Registriert: Sa 30. Jun 2012, 14:15
Wohnort: 90763 Fürth, DE

Re: 1 Woche mit dem Fluence ZE

Beitragvon lingley » So 18. Nov 2012, 18:32

Hallo EVplus,
Super Beitrag - und die "Mobilbox" ist mit dabei :)

Kannst Du mal was überprüfen was mir bei der Probefahrt passiert ist ?
Fluence in Fahrstellung still stehend bergauf - Handbremse gezogen - kein Pedal gedrückt !
Nun wippt das ganze Auto leicht vor und zurück :shock:
Mit Duck aufs Bremspedal ist das wippen weg !
Kannst Du das nachvollziehen?
Oder ist das normal bei Automatikfahrzeugen ? - war mein Erster Kontakt mit Automatik :mrgreen:
vg lingley
lingley
 

Re: 1 Woche mit dem Fluence ZE

Beitragvon Guy » So 18. Nov 2012, 20:56

Hallo EVplus,

Danke für deinen interessanten Bericht. Bin schon auf die weiteren Teile gespannt.

Konntest du die Z.E. Services mittlerweile freischalten lassen?

Mit welchem Strom lädst du an öffentlichen Schuko-Dosen? Mutest du ihnen die 16 Ampere zu?

Guy
Guy
Administrator
 
Beiträge: 3499
Registriert: Fr 26. Aug 2011, 14:52

Re: 1 Woche mit dem Fluence ZE

Beitragvon EVplus » So 18. Nov 2012, 22:55

Am Samstag bin ich nur auf mir bekanntem Terrain gefahren. Die Stromtankstelle in Lörrach hatte als Schmankerl, daß der dort vorhandene Adapter von der CEE 230V / 16A Dose (blau) auf Schuko VERSCHRAUBT war. Sicherlich aus Gründen des Diebstahlschutzes oder unbeabsichtigtem Abziehens durch die Stromtankstellen Nutzer. Also eine kleine Schraube war durch das Kunststoffgehäuse des CEE Steckers durchgeschraubt bis zur Kunststoffschicht der CEE Dose. Mangels eines Schraubenziehers habe ich die Schraube, da gut zugänglich mit der Kante einer 1 Cent Münze herausgefummelt. Bitte nicht lachen !! Der Schukostecker war schon in relativ kurzer Zeit ( 5-10 Min ) heiss geworden. Bisher war mir gar nicht aufgefallen, das der Adapter festgeschraubt war, da ich mit dem Prius Plug-in immer den Schukostecker benutzt hatte. Ein Foto der abentuerlichen Verschraubung habe ich leider nicht.
Nachdem ich dann schlussendlich an der CEE Dose eingesteckt hatte, bemerkte ich noch die Hundesch... an meinem Schuh, da der Randstreifen neben der Stromtankstelle als Hundetoilette benutzt wird.
Diesel am Schuh von der Verbrennertankstelle riecht geringfügig besser...

Na ja... das Positive : Ich habe die Wallbox im grünen Koffer im Innenraum auf die Rücksitzbank gestellt und das Ladekabel von dort durch den Fensterspalt zur Fahrzeugdose geführt. Das Stromkabel von der CEE Dose ebenfalls durch das Fenster zur Wallbox . Das ist "diebstahlsicherer". Besonders an frequentierten öffentlichen Plätzen. Diesen "Trick" wenden auch einige i-Miev Fahrer an.

Bild Bild Bild Bild

Also, wenn immer möglich bevorzuge ich bei bei 16A Ladestrom die CEE Dosen anstatt Schuko, wenn ich die Wahl habe. Die Schuko Steckdosen werden teilweise ganz schön warm, besonders wenn die Kontakte in den Dosen durch die Umwelteinflüsse etwas oxidiert sind und dadurch höhere Übergangswiderstände vorhanden sind.

Der " Hammer " kam aber erst noch am Abend : an der neu eingerichteten Stromtankstelle des örtlichen Ernergieversorgers / Netzbetreibers an meinem Heimatort wollte ich diese einmal ausprobieren. Schicker Neubau usw. Also es sind zwei Ladesäulen vorhanden. Die Linke nur mit Schuko Stecker, die Rechte mit Typ2 Dose. Ich aktiviere die Ladesäule mit meiner RFID Karte, stecke den Typ2 Stecker ein , ebenso ins Fahrzeug. Aber irgendwie startet die Ladung nicht. Ich ziehe nochmals die Karte an der Ladesäule vorbei, im Display : Bitte Stecker ziehen. Nur der Stecker lässt sich nicht entfernen.

Nach vielen Telefonaten ( es ist Samstag abend ) kommt freundlicherweise der Hausmeister um mir behilflich zu sein. Nach einigen Diskussionen und dem Hinweis von mir, daß die meisten Ladesäulen eine Notentriegelung haben, wenn sie stromlos sind, wird unter telefonischer Unterstützung des Hauselektrikers, der anderswo weilt, der Hausanschlussraum mit der Sicherung und dem FI Schalter der Stromtankstelle gefunden. Nach über 1 Stunde ( telefonieren, warten, diskutieren ) ist der Stecker wieder frei. Es ist kein einziges Elektron geflossen. Nebenbei vernehme ich, daß schon zuvor vorgekommen ist, daß der Stecker blockiert war.
Das Fazit : ich werde bei meinem zukünftigem eigenem Kabel die Kunststoffstege die bei der Verriegelung den Stecker festhalten vorsichtig mit einem Dremel o.Ä. herausschleifen / entfernen. Dann kann man zwar theoretisch den Stecker während des Ladevorganges ziehen, aber solch eine Episode passiert mir dann nicht wieder.

Hier ein kurzes Video des blockierten Steckers :



Bei der Wave 2012 ist es auch einem Teilnehmer passiert, daß das Ladekabel "geopfert" werden musste.

http://drehstromnetz.de/2012_wave.html siehe den Bericht über Donnerstag 6. Sept. ....

Die Ladung an der Circontrol wallbox bei mir zuhause läuft bisher problemlos. Einzig der Typ2 Stecker welcher in der Wallbox steckt wird etwas warm ( handwarm ) , was mich verwundert. Wie warm wird das bei 32A mit dem ZOE ?

Beste Grüsse EVplus
Zuletzt geändert von EVplus am Mo 19. Nov 2012, 09:44, insgesamt 3-mal geändert.
Benutzeravatar
EVplus
 
Beiträge: 1942
Registriert: Do 19. Apr 2012, 00:01
Wohnort: Rheinfelden

Re: 1 Woche mit dem Fluence ZE

Beitragvon BuzzingDanZei » So 18. Nov 2012, 23:03

Danke für deine Ausführungen, SEHR interessant!!!
Benutzeravatar
BuzzingDanZei
 
Beiträge: 2581
Registriert: Mo 25. Jun 2012, 16:21
Wohnort: Wuppertal

Re: 1 Woche mit dem Fluence ZE

Beitragvon lingley » Mo 19. Nov 2012, 00:41

EVplus hat geschrieben:
Anstatt "elegant" an einer Ladesäule mit dem Typ2 Kabel zu laden, musste ich das ganze "Gerödel" der mobilen Ladebox aufbauen...

Toll, sieht dann unsere Zukunft an den Ladesäulen in etwa so aus ?
adapter-zukunft.jpg

Ich hoffe nicht !
gruß
lingley
lingley
 

Re: 1 Woche mit dem Fluence ZE, Geschwindigkeitsbegrenzer ,

Beitragvon EVplus » Mo 19. Nov 2012, 10:35

Weitere interessante Erfahrungen sind :

Der Geschwindigkeitsbegrenzer .
Einen Tempomat kennen wir ja seit Jahrzehnten. Damit ist der Fluence ZE auch ausgestattet.
Im Stadtverkehr oder auf kurvigen Lanstrassen , bzw. bei hohen Geschwindigkeiten auf Autobahn ist der Einsatz des Tempomaten ja nicht so zu empfehlen ( längere Reaktionszeit , instabile Kurvenfahrt zur Beibehaltung der Geschwindigkeit ).

Eine ganz neue Erfahrung für mich ist der Geschwindigkeitsbegrenzer !

Folgende Situationen :

Bergauffahrt auf kurviger Landstrasse : Geschwindigkeitsbegrenzer z. B. auf 70 km/h . Ziel : Energieeinsparung

Bis Tempo 70 fährt man ganz normal. Um Energie zu sparen und Leistungsspitzen zu kappen ist der Begrenzer bei Bergauffahrten ideal. Man kommt nicht mehr so oft in den 70- 74 kW Bereich der Leistungsanzeige und spart dadurch Energie bei Bergauffahrten. Wenn es recht kurvig ist, so wie bei mir gestern im südlichen Schwarzwald sind 70 km/h auch ausreichend.

Bergabfahrt mit Geschwindigkeitsbegrenzer. Ein Genuss ! Man muss nicht mehr mit dem Gaspedal herumspielen. Der Wagen hält auch bergab durch mehr oder wenig starke Rekuperation die Geschwindigkeit. Die Kurven kann man ganz normal "intuitiv" durchfahren ( Kurveneingang, Fuß vom Gaspedal = Wagen wird langsamer, Kurvenausgang .Gas geben = Wagen beschleunigt bis zum Begrenzerlimit ).

Wer jetzt Angst hat, daß man in Gefahrensituationen ja nicht Vollgas geben kann, den muß ich enttäuschen:

Wenn man das Gaspedal VOLL durchtritt, wird der Begrenzer sozusagen automatisch überstimmt und der Fluence macht einen "Bocksprung" mit 74 kW voller Leistung nach vorne. Es ist "ganz unten am Bodenblech" ein Druckpunkt zu spüren, danach liegt die volle Leistung an. ( Klassischer Kickdown )

Also ich bin vom Begrenzer begeistert. Besonders in der Kombination mit dem Elektroauto und der stufenlosen Rekuperation. Mein subjektiver Eindruck ist( zumindest was die momentane Leistungsanzeige in kW angeht ) das auch auf ebener Strecke der Verbrauch mit Einsatz des Begrenzers geringer ist als mit dem Tempomaten.

Eine Vollbremsung ( auf freier Strecke ca 80 km/h , weder Verkehr hinter mir, noch entgegenkommend ) stand auch auf meinem Programm:

Also die Verzögerung ist Klasse . Es geht ein ganzer Lichterbaum im Armaturenbrettgeht an: ESP, Warndreieck gross orange.
Es rattert das ABS an allen Ecken und Kanten und : Die Warnblinkanlage wird automatisch aktiviert.

Das war mir neu. Ist wohl jetzt Standard oder sogar vorgeschrieben ?

Bei einer Vollbremsung bei niedriger Geschwindigketi ( 30-40 km/h ) ging die Warnblinkanlage nicht an.

Die Vorklimatisierung per Schaltuhr gesteuert funktioniert auch problemlos. Insgesamt ist mein persönlicher Eindruck, dass die Heizungsanlage sehr gut funktioniert und der Stromverbrauch relativ gering ist. ( derzeitige Temperaturen zwischen 0°C bis +4°C). Beim Fluence Z.E. ist die Temperatur auf der Fahrer/Beifahrerseite separat regelbar.

Anbei ein paar Fotos von verschiedenen angefahrenen Stromtankstellen im Schwarzwald bei Rickenbach, Wehr und Basel/ CH.

Bild Bild Bild Bild Bild Bild Bild Bild Bild Bild Bild Bild
Benutzeravatar
EVplus
 
Beiträge: 1942
Registriert: Do 19. Apr 2012, 00:01
Wohnort: Rheinfelden

Anzeige

Nächste

Zurück zu Renault Fluence Z.E.

 
  • Ähnliche Themen
    Antworten
    Zugriffe
    Letzter Beitrag
  • Ähnliche Artikel im Blog

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast