Wie viel kostet die Errichtung einer E-Tankstelle ?

Re: Wie viel kostet die Errichtung einer E-Tankstelle ?

Beitragvon Marcel_S » So 22. Jun 2014, 00:07

rolandk hat geschrieben:
Im Gegensatz zu Typ2 Ladesäulen habe ich bisher noch nie einen ausgefallenen CEE-Anschluß erlebt. Selbst wenn eine Säule beide Anschlüsse hatte, und Typ2 defekt war, CEE klappte immer.


Was kein Wunder ist, da bei CEExx immer Spannung anliegt. Auch dann, wenn diese im öffentlichen Raum ist und das ist schlecht. Bei Typ 2 liegt die Spannung erst an, wenn das Auto angeschlossen ist.

Dass Typ 2 hin-und-wieder nicht geht hat mehrere Gründe:
* Verriegelung/Socket defekt
* Rechner abgestürzt
* Backend-Verbindung gestört.

Wenn Du Dir eine gute offline-Typ 2 Box montierst, dann hast Du bei modernen Systemen kaum noch Probleme - und dafür kann dann jeder bei Dir laden, ganz ohne Adapter, mobilen Wallboxen (um wasweissich welche Kosten), etc.

Zum "Geschäft machen": Wenn Du einen Gasthof oder einen Laden hast, und vor der Tür eine Wallbox montierst, dann ist das eine gute Werbung und lockt weitere Kunden an. Der Verkauf von Strom ist problematisch, Du kannst aber bspw. Parkdauer verrechnen - das geht.
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Re: Wie viel kostet die Errichtung einer E-Tankstelle ?

Beitragvon eDEVIL » So 22. Jun 2014, 00:10

Es gibt ja auch entsprechend verriegelde CEE-Dosen. Sind dann schon etwas teurer, aber kosten dann immer noch weniger als ein viertel von der 32A Wallbox.
Verwendung korrekter physikalischer Einheiten
"Online" heißt nicht, das ich gerade hier im Forum aktiv bin.

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Re: Wie viel kostet die Errichtung einer E-Tankstelle ?

Beitragvon rolandk » So 22. Jun 2014, 00:18

PowerTower hat geschrieben:
Das Drehstromnetz ist schön und gut, aber der 08/15 Elektroautofahrer der Zukunft wird sich damit nicht mehr beschäftigen. Zumal man zur Teilnahme selber eine Drehstromkiste zur Verfügung stellen soll, was aber nicht jeder kann. Daher würde ich TNM bevorzugen, weil da einfach jeder mit der Ladekarte laden kann.


Hier ging es doch darum, das ein Anschluß angeboten werden sollte. Passt also zu 100%. Und nur, weil zukünftig evtl. niemand mehr über CEE laden will muß man es doch heute nicht abblocken. Wer kann, soll Typ2 anbieten (ist ja auch teurer), und für den Anfang kann man doch schon mal mit CEE loslegen. Denn letztlich kannst Du im Prinzip aus jedem CEE einen Typ2 Anschluss machen. Es ist also kein rausgeschmissenes Geld.

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Re: Wie viel kostet die Errichtung einer E-Tankstelle ?

Beitragvon Marcel_S » So 22. Jun 2014, 00:23

eDEVIL hat geschrieben:
Es gibt ja auch entsprechend verriegelde CEE-Dosen. Sind dann schon etwas teurer, aber kosten dann immer noch weniger als ein viertel von der 32A Wallbox.


Das mag sein und ist sicher nicht schlehct. Nur wie regelst dann die Schlüsselweitergabe wenn jemand laden will?

Was ich nicht kapiere: jetzt hat man mit Typ 2 eine universelle, normierte, saubere und sichere Lösung und trotzdem wehren sich die Urgesteine der Elektromobilität immer noch dagegen ...
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Re: Wie viel kostet die Errichtung einer E-Tankstelle ?

Beitragvon rolandk » So 22. Jun 2014, 00:32

Marcel_S hat geschrieben:
Was ich nicht kapiere: jetzt hat man mit Typ 2 eine universelle, normierte, saubere und sichere Lösung und trotzdem wehren sich die Urgesteine der Elektromobilität immer noch dagegen ...

Upps, Urgestein, ich sicher nicht. Vielleicht hängt es einfach mit den Kosten zusammen. Wenn jemand aus Kostengründen (verdienen kann man damit nichts, im günstigsten Fall ist es Kundenservice) keinen Typ2 Anschluß anbieten mag, wäre ich schon mal froh, wenn die Person wenigstens CEE da hätte.

Übrigens spricht nichts dagegen, öffentliche CEE mit einem Schalter im Sicherungskasten auszuschalten.

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Wie viel kostet die Errichtung einer E-Tankstelle ?

Beitragvon molab » So 22. Jun 2014, 06:33

Ich biete auch nur CEE. Der Grund ist einfach: geringere Wartungskosten. Kommt zB ein Zoe mit defekter 1ph/3ph-Umschaltung an, so fliegt die Sicherung und leider verklebt oft das Schütz in der Wallbox. Da ich nur CEE anbiete, nimmt er die Wallbox mitsamt verklebtem Schütz wieder mit und ich hab nicht den Ärger. Dinge wie ZE-Ready und was da noch kommen mag interessieren mich auch nicht (das ZE-Ready war aber mal der Auslöser). FI Typ B hab ich natürlich unabhängig davon.
Ist eine Drehstromkiste, unabhängig von meinem Hausnetz. Geld verdient man damit nicht. Aber die Kosten sind (und bleiben) überschaubar.
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Re: Wie viel kostet die Errichtung einer E-Tankstelle ?

Beitragvon Cavaron » So 22. Jun 2014, 08:26

Marcel_S hat geschrieben:
Was ich nicht kapiere: jetzt hat man mit Typ 2 eine universelle, normierte, saubere und sichere Lösung und trotzdem wehren sich die Urgesteine der Elektromobilität immer noch dagegen ...


Jemandem der gerne Strom anbieten möchte zu sagen, dass er mit ner CEE etwa um den Faktor 10 günstiger kommt als mit ner Typ2 Wallbox ist nicht wirklich "dagegen wehren".
Prinzipiell finde ich es natürlich schon unnötig parallel zu einem schon bestehenden System für AC-Starkstrom noch mal was komplett anderes zu entwickeln. Man hätte auch einfach CEE sicherer machen können. wobei ich jetzt nicht täglich von elektrikutierten Bauarbeitern und Landwirten höre... eigentlich nie... Aber so eine Dose die unverriegelt ist und ständig tödlichen Strom führt, möchte man sowas in der Wohnung haben? Ach Moment, haben wir ja schon mit Schuko und das hat nicht mal nen Deckel ;)
Übrigens ist Typ2 auch nicht so einheitlich - guck mal wie das bei den Franzosen aussieht. Die wollten es nämlich noch sicherer, so dass man da doch wieder einen Adapter oder extra Kabel benötigt.

Wie gesagt, die Zukunft sollte nich AC, sondern DC Schnellladung sein und dann bitte mit Kabel an der Säule, wie es ja jetzt schon bei CHAdeMO, CSS und Tesla ist. Gegen Vandalen und Steckerdiebe könnte man ja immer etwas Kriechstrom im Kabel lassen. So auf dem doppelten Niveau eines Weidezaunes ;)

Zum Thema Urgestein - ich wurde sozusagen in den 80ern aus nem Felsen gehauen... und wenn ich die Wahl habe, dann lade ich auch eher an Typ2, obwohl sich das ändern könnte, wenn zum ersten mal eine Ladestation mein Kabel fressen würde (Verriegelung sperrt nicht wieder auf, habe ich schon von gehört, wäre echt doof am WE).
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Re: Wie viel kostet die Errichtung einer E-Tankstelle ?

Beitragvon eDEVIL » So 22. Jun 2014, 09:25

Marcel_S hat geschrieben:
Was ich nicht kapiere: jetzt hat man mit Typ 2 eine universelle, normierte, saubere und sichere Lösung und trotzdem wehren sich die Urgesteine der Elektromobilität immer noch dagegen ...

Gegen Typ2 ist an sich nichts zu sagen, wenn die Phase der "mondpreise" mal vorbei ist. Was ist an einem Typ2-Stecker aufwändiger als an einem CEE? So ein Typ2 dürfte nicht mehr als 30 EUR kosten. Einfache Wallbox mit 32A max. 400 EUR

Einen Schlüssel braucht man bei CEE nicht. Da kann man viele Jahre den Strom verschenken, bis man den Aufpreis zur Wallbox raus hat.
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Re: Wie viel kostet die Errichtung einer E-Tankstelle ?

Beitragvon redvienna » So 22. Jun 2014, 10:46

Danke für die vielen Informationen. :)

Also verdienen kann man damit leider noch nichts. :(

Aber mit 10000 Euro für eine gute Ausrüstung habe ich schon gerechnet. ;)
Tesla S 100 D 7/2018 + Tesla M3 + Tesla Roadster 2020 reserviert
https://www.goingelectric.de/garage/red ... ash2/1710/
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https://www.facebook.com/ELECTRIC-CARS- ... 768868062/
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Re: Wie viel kostet die Errichtung einer E-Tankstelle ?

Beitragvon TeeKay » Mo 23. Jun 2014, 17:44

10.000 Euro ist Quatsch. 2x22kW inklusive Abrechnungstechnik kosten 2375 Euro: http://shop.thenewmotion.de/Produkt/icu-eve-22kw

Mit TNM kannst du auch DC-Lader abrechnen lassen. Da kostet der günstigste ohne Netzanschluss und Aufbau allerdings 20.000 Euro. Geld verdienen ist damit aber nur drin, wenn wir niederländische Belegungszahlen verdoppeln, du den billigsten Lader nimmst und die Wartung selbst machst. Alternativ können wir auch niederländische Belegungszahlen erreichen, Wartung selbst machen und keine Ersatzteile einkalkulieren und 50% Baukostenzuschuss bekommen. Dann beginnst du keinen Verlust mehr zu machen, wenn die Säule 10 Jahre hält.
https://www.facebook.com/ElektroautoImAlltag/
Projekt Stromspeicher im Selbstbau mit BMW i3 & Passat GTE Batterien: http://www.stromspeicher.blog/
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